Rödelstein und Burg Lindelbrunn: Wanderung auf dem Lindelbrunnweg

Schwierigkeit
moderat
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
8,5 km
Höhenmeter Aufstieg
281 hm
Höhenmeter Abstieg
281 hm
höchster Punkt
414 m
niedrigster Punkt
224 m
ca. Dauer
2:45 – 3:30 h
hundefreundlich, kinderfreundlich, leicht zu folgen, trittsicher
Wegmarkierung
Lindelbrunnweg
Wasser, festes Schuhwerk
Auslastung
moderat

Tourencharakter

Rund 8,6 Kilometer misst die Rundwanderung Rödelstein und Burg Lindelbrunn, mit etwa 281 Höhenmetern im Auf- und Abstieg und einer Gehzeit von ca. 3 Stunden. Die Tour gilt als leicht und folgt größtenteils gut ausgebauten Wirtschaftswegen und Wiesenpfaden – markiert durch den Lindelbrunnweg mit seinem charakteristischen Burg-Symbol. Ein kurzer Stichpfad, der Rödelsteinpfad, zweigt zum Westfels des Rödelstein ab. Auf die Burgruine Lindelbrunn führt ein Wanderweg in einem Bogen den Schlossberg hinauf.

Kartenansicht + Höhenprofil

Tourencharakter

Rund 8,6 Kilometer misst die Rundwanderung Rödelstein und Burg Lindelbrunn, mit etwa 281 Höhenmetern im Auf- und Abstieg und einer Gehzeit von ca. 3 Stunden. Die Tour gilt als leicht und folgt größtenteils gut ausgebauten Wirtschaftswegen und Wiesenpfaden – markiert durch den Lindelbrunnweg mit seinem charakteristischen Burg-Symbol. Ein kurzer Stichpfad, der Rödelsteinpfad, zweigt zum Westfels des Rödelstein ab. Auf die Burgruine Lindelbrunn führt ein Wanderweg in einem Bogen den Schlossberg hinauf.

Hintergrundinformationen

Rödelstein – Wiege des Pfälzer Klettersports 

Schon von Weitem ist der Rödelstein zu erkennen: ein freistehendes Buntsandsteinriff, das sich über dem Wasgau erhebt. 1903 erklommen die Brüder Karl und Oskar Mugler den Fels als Erste frei und ohne künstliche Hilfsmittel – ein Moment, der als Startschuss des organisierten Kletterns in der Pfalz gilt und 1919 in die Gründung der Vereinigung der Pfälzer Kletterer mündete. Die imposante Hauptwand bleibt Kletterern vorbehalten, doch der kleinere Westfels lässt sich unschwer erreichen und bietet einen Blick auf Vorderweidenthal und den Wasgau.

Burg Lindelbrunn – Ruine mit Weitblick 

Auf dem Schloßberg, in 438 Metern Höhe, thront die Ruine der Burg Lindelbrunn – auch als Lindelbol, Lindelbronn oder Lindelborn überliefert. Vermutlich im späten 12. Jahrhundert als Reichsburg zur Sicherung des Trifels errichtet, ist sie urkundlich erst im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt. Die Burg steht auf einem an allen Seiten steil abfallenden Sandsteinfelsen – Gräben oder ein Zwinger waren hier schlicht überflüssig. Im 15. Jahrhundert überstand sie eine siebenwöchige Belagerung, ehe sie im Bauernkrieg 1525 zerstört und nie wieder aufgebaut wurde. Erhalten sind Reste zweier Wohngebäude, Felsenkammern, Umfassungsmauern und ein Portal. Heute belohnt die Ruine mit einem 360-Grad-Panorama, das bei guter Sicht bis zum Trifels und zur Burg Landeck reicht. Die erhaltenen Mauerreste, Felsenkammern und das alte Portal laden dazu ein, die Burgruine auf eigene Faust zu erkunden, bevor man sich dem weiten Ausblick widmet.

Routenbeschreibung

Fels, Ruine und weiter Blick – drei Stationen, die diese Runde durch den Wasgau prägen. Von Vorderweidenthal aus führt der Weg zu einem der markantesten Kletterfelsen der Pfalz und weiter zu einer stillen Burgruine mit Panorama.

Aus dem Ort hinaus

Der Weg beginnt am Parkplatz in der Ortsmitte von Vorderweidenthal an der Lindelbrunnstraße und folgt der Beschilderung des Lindelbrunnwegs durch Kirch-, Thal- und Schulstraße hinaus aus dem Ort. Bald öffnen sich Wiesen, über denen der Rödelstein bereits gut sichtbar aufragt.

Hinauf zum Rödelstein

An der Waldkreuzung Schlangenborner Dell geht es rechts, in leichter Steigung weiter bis zum Ritterstein. Hier zweigt der Rödelsteinpfad ab und führt hinauf zum Westfels – dem einzigen ohne Kletterausrüstung zugänglichen Teil des Felsmassivs. Von oben reicht der Blick über Vorderweidenthal und den Wasgau.

Weiter zur Burg Lindelbrunn

Zurück am Ritterstein folgt die Route dem Lindelbrunnweg weiter in Richtung Burgruine. Durch weite Kultur- und Wiesenlandschaften mit Blick auf die Ruine Lindelbrunn und durch kurze Waldabschnitte geht es hinauf zum Schlossberg, dessen Hänge im Herbst zahlreiche Maronibäume tragen, die eine willkommene Gelegenheit zum Sammeln bieten. Vorbei am Forsthaus Lindelbrunn und dem Cramerhaus windet sich der Weg schließlich einmal um den Berg herum hinauf zur Ruine.

Rückweg nach Vorderweidenthal

Nach der Rast mit Ausblick führt der Rückweg über denselben Pfad zurück. Am Cramerhaus lohnt sich jetzt eine Einkehr, bevor es weiter über den Lindelbrunnweg durch Nadelwälder zurück Richtung Vorderweidenthal geht. Der Weg streift den Sportplatz und erreicht über die letzten Straßenzüge des Ortes wieder den Ausgangspunkt.

Hinweise + Tipps

Anreise

Mit dem Auto:
Aus Richtung Norden / Landau / Neustadt: über die A 65 bis zur Ausfahrt Landau-Land oder Rohrbach, dann weiter auf der B 10 Richtung Pirmasens. Bei Annweiler am Trifels wechselt man auf die B 48 Richtung Bad Bergzabern / Vorderweidenthal.

Aus Richtung Westen (Pirmasens / Kaiserslautern): über die B 10 bis zur Abfahrt Hinterweidenthal, danach weiter auf der B 427 über Dahn nach Vorderweidenthal.

Parken: Im Ort gibt es verschiedene Parkmöglichkeiten – etwa am Wanderparkplatz am Friedhof am östlichen Ortsrand, einem idealen Startpunkt für Touren Richtung Rödelstein und Lindelbrunn.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Die nächstgelegenen Bahnhöfe liegen in Annweiler am Trifels oder Bad Bergzabern. Von dort – oder direkt aus Landau – verkehren Regionalbusse (etwa der Queichtalnahverkehrsgesellschaft) in den Wasgau, mit Haltestelle direkt in Vorderweidenthal. Da die Taktung an Wochenenden ausgedünnt sein kann, empfiehlt sich vorab ein Blick in den aktuellen Fahrplan des VRN.

Einkehrmöglichkeiten:

Direkt unterhalb der Burgruine liegt das Cramerhaus – eine traditionsreiche Ausflugsgaststätte. Serviert werden typisch pfälzische Hausmannskost mit Wildgerichten aus der Region, regionale Weine sowie Kaffee und selbstgebackener Kuchen, wahlweise im rustikalen Gastraum mit Kaminofen oder im weitläufigen Biergarten mit Blick in die Natur. Geöffnet ist meist Mittwoch bis Sonntag, wobei sich vorab ein Blick auf cramerhaus.de wegen saisonaler Abweichungen lohnt.

Tipps

  • Naturschutz: Am Rödelstein kann es von Februar bis Juli wegen brütender Wanderfalken zu Felssperrungen und Wegverlaufsänderungen kommen – Hinweisschilder vor Ort beachten.
  • Ausrüstung: Für den wurzeligen, steinigen Aufstieg zum Westfels sind feste Wanderschuhe empfehlenswert.
  • Aussicht: Bei guter Sicht lohnt sich etwas Zeit auf der Ruine – das 360-Grad-Panorama reicht bis zum Trifels und zur Burg Landeck.
  • Familien- und hundefreundlich: Die überwiegend gut ausgebauten, teils asphaltierten Wege eignen sich auch für weniger geübte Wanderer und Vierbeiner.
  • Beste Jahreszeit: Frühling oder Herbst sind ideal – im Frühjahr zeigen sich die Wiesenabschnitte sonnig und blühend, im Herbst laden die Maronibäume am Schlossberg zum Sammeln ein.
Author Sunhikes | © Sunhikes
Ein Beitrag von
Sunhikes
Redaktions-Team
Schwierigkeit
moderat
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
8,5 km
Höhenmeter Aufstieg
281 hm
Höhenmeter Abstieg
281 hm
höchster Punkt
414 m
niedrigster Punkt
224 m
ca. Dauer
2:45 – 3:30 h
hundefreundlich, kinderfreundlich, leicht zu folgen, trittsicher
Wegmarkierung
Lindelbrunnweg
Wasser, festes Schuhwerk
Auslastung
moderat