Wer den Löffelsberg bei Busenberg erwandert, bewegt sich auf schmalem Grat durch eine der stilleren Felslandschaften des Wasgaus – vorbei an moosbewachsenen Steintürmchen und mitten durch ein natürliches Felsentor.

Lage und Landschaft: Zwischen drei Dörfern

Der etwa 445 Meter hohe Löffelsberg liegt vollständig auf dem Gebiet der Gemeinde Busenberg, rund zwei Kilometer nordöstlich des Ortszentrums. Im Norden grenzt das malerische Bärenbrunner Tal an, im Osten liegt Oberschlettenbach, im Westen Schindhard. An der Ostseite des Berges entspringt der Erlenbach, der von dort aus durch das namensgebende Tal fließt.

Der bewaldete Berg steht in enger Nachbarschaft zu den bekannten Buhlsteinen, dem Eichelberg mit dem Hasentisch und dem Dickenberg mit der Sprinzel – weiteren markanten Felsformationen des östlichen Wasgaus.

Die Löffelsbergfelsen: Festung aus Buntsandstein

Charakteristisch für den Berg sind die bis zu 26 Meter hohen Buntsandsteinfelsen am Ostgrat und am südlichen Abhang – sie ragen wie eine natürliche Festung aus dem Mischwald heraus.

Für Kletterbegeisterte gelten die Löffelsbergfelsen als beliebtes, wenn auch ruhigeres Klettergebiet im Vergleich zu großen Hotspots wie dem Langenwald. Rund 16 klassische Kletterrouten, überwiegend bis Schwierigkeitsgrad VI nach UIAA, erschließen den festen Wasgau-Sandstein.

Das Felsentor: Naturschauspiel im roten Buntsandstein

Ähnlich wie am Sprinzelfelsen findet sich auch an den Löffelsbergfelsen ein durch Verwitterung entstandenes, torähnliches Felsentor im roten Buntsandstein. Beim Wandern auf den schmalen Pfaden entlang der Felswand passiert man dieses natürliche Felstor direkt.

Der Kammweg: Steintürmchen am Grat

Ein reizvoller, naturnaher Pfad führt direkt über den Kamm und den Gipfel des Löffelsbergs. Moosbedeckte Steinpyramiden säumen den Weg.

Aussicht: Drei Blickpunkte, ein Gipfel

Von den Löffelsbergfelsen aus bietet sich eine hervorragende Aussicht auf die Burg Drachenfels, Schindhard und die Langenwalderfelsen.

Ein weiterer besonderer Blick öffnet sich hinüber zu den Langwalder Felsen (Pferchfeldmassiv) im Bärenbrunner Tal: Man blickt unmittelbar auf die bis zu 55 Meter hohen, gegenüberliegenden Felswände und erkennt die dichten, unberührten Wälder des Wasgaus, die sich durch die Talsenken ziehen.

Ein Aussichtspunkt im Osten des Löffelsbergs eröffnet zudem ein weites Panorama über Berge und Täler des Wasgaus. Bei klarer Sicht reicht der Blick sogar bis zu den Burgen Lindelbrunn und Madenburg.

Wanderungen im Gebiet

Der Löffelsberg wird von zwei bekannten Premium- und Erlebniswanderwegen durchquert: dem zertifizierten Busenberger Holzschuhpfad, der hier durch die eindrucksvolle Felslandschaft verläuft, sowie dem anspruchsvollen Wasgau-Felsenweg, der auf seiner großen Runde durch den östlichen Pfälzerwald unter anderem den Rödelstein, den Haselstein, die Buhlsteine und den Löffelsberg miteinander verbindet.

Anreise zum Ausgangspunkt

Busenberg liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, im Landkreis Südwestpfalz. Die Anreise erfolgt am besten über die B 427, die den Wasgau von Dahn über Busenberg bis Bad Bergzabern durchquert. Von Busenberg aus führen Wanderwege in Richtung Bärenbrunner Tal und hinauf zum Löffelsberg – ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung von Kammweg, Felsentor und den umliegenden Aussichtspunkten.

Author Sunhikes | © Sunhikes
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