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Frühmittelalterliche Spornburg Backelstein bei Hauenstein im Pfälzerwald

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Wer den schmalen Pfad vom Parkplatz Wasgaufreibad Hauenstein einschlägt, spürt es schnell: Hier beginnt etwas Altes. Steil, direkt, ohne Umschweife führt der Aufstieg hinauf – nach etwa zehn Minuten steht man auf dem Backelstein.

Ein Fels, der Geschichte trägt

Auf der Südseite erhebt sich der Backelstein fast 60 Meter aus dem Berg. Seine Steilwand hält den Blick fest – wuchtig, aufrecht, unverhandelbar. Hier stand einst eine frühmittelalterliche Spornburg, eine Holzburg, die den natürlichen Felssporn nutzte, so wie Burgenbauer es in dieser Epoche verstanden: das Gelände als erste Mauer.

Urkundliche Nachweise sind nicht überliefert. Bau, Geschichte, Bewohner – alles liegt im Dunkel. Was bleibt, ist die Sage: Kaiser Friedrich Barbarossa soll hier sein Jagdschloss gehabt haben. Ob Legende oder Erinnerung an etwas Wirkliches, lässt sich nicht sagen. Scherbenfunde gelber Drehscheibenware aber deuten auf eine Nutzung vor dem 13. Jahrhundert hin – ein stiller Beleg dafür, dass der Fels bewohnt war, ehe das Vergessen kam.

Was von der Burg geblieben ist

Die Burgstelle Backelstein zeigt heute nur noch wenige Spuren: kaum mehr als Pfostenlöcher im Fels, eingeschlagen von Händen, deren Namen niemand kennt. An der Nordseite öffnen sich eine Felsenkammer und ein in den Sandstein gehauener Aufgang – Mauerreste fehlen vollständig.

Der Felsen steht unter Naturschutz – ausgewiesen als Naturdenkmal im Gemeindegebiet von Hauenstein – und liegt am Südwesthang des Weimersberges.

Eine Metalltreppe führt Gipfelstürmer auf den Oberfelsen. Oben wartet eine weite Fernsicht über Wälder und Täler des Pfälzerwalds.

Klettern am Backelstein – Sandstein, Stille und Schwierigkeitsgrad

Wer den Backelstein nicht nur betrachten, sondern bezwingen möchte, findet hier einen der markantesten Kletterfelsen im Pfälzerwald. Am Südwesthang des Weimersbergs gelegen, zieht der Fels vor allem fortgeschrittene Kletterer an.

Der Kletterfelsen Backelstein misst bis zu 58 Meter in der Höhe und ist in fünf Sektoren gegliedert: Vorgipfel, linke Südseite, rechte Südseite, Ostwand und Nordseite. Jeder Sektor hat seinen eigenen Charakter, seine eigene Linie durch den Buntsandstein.

Die meisten Routen bewegen sich im mittelschweren bis anspruchsvollen Bereich. Einige wenige Touren laden auch Einsteiger ein, die ersten Meter Fels unter die Finger zu nehmen. Ein Gipfelbuch wartet oben auf Einträge.

Wie kommt man zum Backelstein?

Der Backelstein Hauenstein ist ausschließlich zu Fuß erreichbar.

Vom Wasgaufreibad Hauenstein: Wenige Meter am Freibad entlang talaufwärts, dann zweigt links ein schmaler Pfad ab – ein Schild weist zum Backelstein. In rund 600 Metern steht man auf der Burgruine Backelstein.

Vom Hauensteiner Schusterpfad: An der Wegkreuzung Backelsteinhalde / Abzweig Backelstein sind es nur noch knapp 200 Meter zur Burgstelle.

Backelstein auf der Wanderroute

Der Backelstein liegt auf der Rundwanderung Wanderung Hauenstein: Backelstein, Hühnerstein, Wolfsfelsen & Lanzenfahrter Felsen – neun Kilometer durch fünf markante Felsformationen, mit Aussicht, Geschichte und pfälzischer Einkehr.

Ein Fels, eine Sage, ein Stück frühmittelalterlicher Geschichte mitten im Pfälzerwald.

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Wolfsfelsen „Ebenfällter" bei Hauenstein im Pfälzerwald

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Oberhalb des Stephanstals, links der Queichquelle, erhebt sich der Wolfsfelsen – ein Buntsandsteinriff, das seit Jahrtausenden aus dem Wald ragt – still, wuchtig, unbeeindruckt von der Zeit.

Ein Massiv in drei Akten

Der Wolfsfels gehört zum Wolfsfelsenmassiv, das sich auf einer Länge von 300 Metern in drei Abschnitten erstreckt – bis hin zum schlanken Felsturm „Ebenfällter" am Burghalderweg. Ursprünglich war das Massiv ein zusammenhängendes, mächtiges Buntsandsteinriff. Jahrtausende Erosion und Abbrüche haben den mittleren Teil herausgebrochen – was blieb, sind drei eigenständige Charaktere aus Sandstein.

Der Name und seine Geschichte

Die Namensgebung des Wolfsfelsens reicht zurück in eine Zeit, als Wölfe im Pfälzerwald noch heimisch waren. Der Fels trug ihren Namen, ehe der letzte Wolf längst verschwunden war.

Auf der dem Berg zugewandten Nordseite trägt der Wolfsfels einen zweiten Namen: „Ebenfällter". Dahinter steckt eine Legende mit Augenzwinkern. Zwei Hauensteiner Wanderer sollen nach einer ausgiebigen Einkehr auf dem Bärenbrunnerhof auf dem Heimweg am Felsen vorbeigekommen sein. In ihrer vom Alkohol benebelten Wahrnehmung sahen sie in der schroffen Felswand plötzlich Gefahr – und riefen sich gegenseitig zu: „Schnell weg do, äwe fällt er." So wurde aus dem Fels der Eben-fällt-er.

Aussicht zwischen den Felsen

Ein schmaler Pfad führt vom Wanderweg entlang der Felsgruppe Wolfsfelsen zu einer natürlichen Aussicht zwischen den Felsen. Der Blick öffnet sich auf die Stephanstürme – Sandstein vor Wald, Tiefe vor Stille.

Wer den südlichen Weg um die Queichquelle wählt, hat sowohl den Vorturm des Wolfsfelsens als auch den Stephansturm – im Volksmund „Kamel" genannt – in freier Sicht. Zwei Felsgestalten, die einander seit Jahrtausenden gegenüberstehen.

Wie kommt man zum Wolfsfelsen?

Der Wolfsfels bei Hauenstein ist ausschließlich zu Fuß erreichbar. Er liegt direkt am Burghalder Weg.

Vom Paddelweiher: Der steilste, aber auch direkteste Aufstieg. Man folgt der Markierung des Burghalder-Wegs. Distanz: ca. 1,5 km, Dauer: ca. 20 bis 30 Minuten.

Wolfsfelsen auf der Wanderroute

Der Wolfsfelsen liegt auf der Rundwanderung Hauenstein: Backelstein, Hühnerstein, Wolfsfelsen & Lanzenfahrter Felsen – neun Kilometer durch fünf markante Felsformationen, mit Aussicht, Geschichte und pfälzischer Einkehr.

Sandstein, Sage und Stille – der Wolfsfels bei Hauenstein ist einer jener Orte im Pfälzerwald, die man einmal gesehen haben sollte.

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Der Hühnerstein bei Hauenstein im Pfälzerwald

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Wer den Hühnerstein besucht, entdeckt zweierlei: einen 455 Meter hohen Berg im südlichen Pfälzerwald – und auf seinem Kamm einen zwölf Meter hohen Sandsteinfels mit Aussichtsplattform, markant, unübersehbar, wie aus dem Berg gewachsen.

Der Gipfel – Leiter, Plattform, Panorama

Über eine gesicherte Metallleiter mit 40 Sprossen steigt man steil hinauf zur Aussichtsplattform des Hühnersteins. Oben wartet ein 360-Grad-Panoramablick über Hauenstein und die Berge und Täler der Südwestpfalz – weit, offen, in alle Himmelsrichtungen.

Der Pfälzerwald-Verein Hauenstein errichtete die erste Leiter bereits 1970. 1997 kam eine Windrose auf der Plattform hinzu. Die heutige, mit Absturzsicherung ausgestattete Leiter wurde 2007 erneuert – steil, direkt, nichts für schwache Nerven.

Grenzstein zwischen Kurpfalz und Speyer

Der Hühnerstein trug einst eine politische Rolle: Er markierte die Grenze zwischen der Kurpfalz im Westen und dem Fürstbistum Speyer im Osten. Noch heute verläuft hier die Gemarkungsgrenze zwischen Hauenstein und Schwanheim.

Sein Name trägt ebenfalls Geschichte in sich: „Hühnerstein" leitet sich vermutlich von „Hunnenstein" oder „Hünenstein" ab – Echos längst vergangener Zeiten.

Wanderwege zum Hühnerstein

Der Hühnerstein liegt am Hauensteiner Schusterpfad und auf der Route des Rimbach-Steigs – zwei der bekanntesten Wanderwege in der Region. In der Nähe laden die bewirtschaftete Wasgauhütte des Pfälzerwald-Vereins und das Wanderheim Dicke Eiche zur Einkehr ein.

Von Schwanheim: Der kürzeste Aufstieg beträgt rund 1,2 Kilometer.

Hühnerstein auf der Wanderroute

Der Aussichtsfels Hühnerstein liegt auf der Rundwanderung Wanderung Hauenstein: Backelstein, Hühnerstein, Wolfsfelsen & Lanzenfahrter Felsen – neun Kilometer durch fünf markante Felsformationen, mit Aussicht, Geschichte und pfälzischer Einkehr.

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Lanzenfahrter Fels Hauenstein – Wilder Sandstein, weite Aussicht

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Lanzenfahrter Fels bei Hauenstein: Ein Fels, der fordert

Wer im Pfälzerwald auf der Suche nach einem Felsen ist, der mehr bietet als schöne Aussicht, findet am Lanzenfahrter Fels bei Hauenstein genau das Richtige. Rauer Buntsandstein, eine enge Metallleiter, der Duft von Harz und Erde – hier wartet ein eindrucksvoller Aussichtsfelsen im Wasgau.

Buntsandstein aus der Tiefe der Zeit

Der Lanzenfahrterfels besteht wie fast alle Felsen dieser Region aus Buntsandstein der Trifels-Schichten – vor etwa 250 Millionen Jahren abgelagert, heute durch Wind, Wasser und Zeit in bizarre Formen geformt. Man steht vor diesen Wänden und spürt das Gewicht dieser Zahl.

Der Name selbst trägt Geschichte in sich: Wahrscheinlich beschreibt er einen schmalen Passweg am Fels – so eng wie eine Lanze, oder einst genutzt zum Transport langen Holzes. Historisch nicht durch eine einzelne Urkunde gesichert, aber im Volksmund lebendig.

Der Aufstieg: Steil, eng, unvergesslich

Das Herzstück des Lanzenfahrter Felsens ist eine steile Metallleiter, die durch eine schmale Sicherung auf das Gipfelplateau führt. Nichts für Menschen mit ausgeprägter Höhenangst – wohl aber für alle, die ein bisschen Adrenalin mit ihrer Wanderung im Pfälzerwald verbinden wollen.

Praktischer Tipp: Die Sicherung ist schmal. Den Rucksack besser unten lassen oder vor der Brust tragen, sonst bleibt man an den Metallgittern hängen.

Sicherheitshinweis: Bei Nässe und im Winter werden die Metallstufen und Felsplatten schnell glatt. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind hier kein Luxus – sie sind Pflicht.

Oben angekommen: Blick über den Wasgau

Vom Gipfelplateau des Lanzenfahrterfelsens öffnet sich der Blick weit: Hauenstein zu Füßen, der Backelstein gegenüber, und dahinter die sanften Wellen des Pfälzerwaldes bis zum Horizont. Für diesen Moment lohnt sich der Aufstieg.

Wanderwege: Lanzenfahrter Fels am Burghalder Weg

Der Felsen liegt direkt am Burghalder Weg und ist Bestandteil der beliebten Rundwanderung Hauenstein: Backelstein, Hühnerstein, Wolfsfelsen & Lanzenfahrter Felsen – eine Tour, die das Beste des Wasgau auf engem Raum vereint.

Anreise und Ausgangspunkt

Mit dem Auto: Hauenstein liegt an der B10 zwischen Landau und Pirmasens. Der Parkplatz am Wasgaufreibad Hauenstein ist der ideale Ausgangspunkt – von hier erreicht man den Lanzenfahrter Fels in etwa 15 bis 20 Minuten über einen steilen Pfad (Markierung: Burghalder Weg).

Mit der Bahn: Hauenstein ist über den gleichnamigen Bahnhof erreichbar. Vom Bahnhof sind es nur wenige Gehminuten bis zum Startpunkt der Wanderung.

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Sattelfelsen & Hasenteller Hauenstein – Naturdenkmal im Pfälzerwald

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Wer im Pfälzerwald unterwegs ist und wissen möchte, was Jahrmillionen aus Buntsandstein machen können, findet beim Sattelfelsen bei Hauenstein eine Antwort – und beim Hasenteller gleich nebenan noch eine zweite, rätselhaftere dazu.

Der Sattelfelsen: Ein geschütztes Naturdenkmal

Der Sattelfelsen Hauenstein ist offiziell als Naturdenkmal ausgewiesen – und das aus gutem Grund. Seine Silhouette erinnert unmittelbar an einen riesigen Reitsattel: zwei widerstandsfähige Felstürme, die „Sattelhörner", flankieren eine tiefe Einbuchtung. Weichere Gesteinsschichten wurden über Jahrtausende abgetragen, die härteren blieben. So einfach, so beeindruckend.

Wabenverwitterung: Der Fels als versteinerter Bienenstock

An den Flanken des Sattelfelsens zeigt der Buntsandstein eines seiner faszinierendsten Gesichter: die sogenannte Wabenverwitterung. Salze treten durch Feuchtigkeit an die Oberfläche, kristallisieren, sprengen den Stein von innen – zurück bleibt ein Muster wie aus einem Bienenstock.

Dunkle, fast schwarze Linien durchziehen das Gestein zusätzlich: Limonit- und Eisenkiesel-Einlagerungen, deutlich härter als der umliegende Sandstein. Sie wirken wie ein inneres Korsett – und haben dem Fels seine markante Form über die Jahrtausende bewahrt.

Rastplatz mit Aussicht ins Stephanstal

Wer rastet, rastet hier gut. Die natürliche Mulde des Sattels lädt zum Verweilen ein, die umliegenden Baumwipfel rahmen reizvolle Blicke auf das Stephanstal und die gegenüberliegenden Stephanstürme. Kein 360-Grad-Panorama – aber stille, grüne Tiefe.

Der Hasenteller: Eine Schale, viele Theorien

Unweit des Sattelfelsens liegt der Hasenteller – eine fast perfekt kreisrunde, flache Vertiefung in einer waagerecht liegenden Felsplatte. Die Wissenschaft nennt es nüchtern „Auskolkung": Regenwasser höhlt den Stein durch chemische und physikalische Verwitterung gleichmäßig aus.

Doch der Volksmund denkt weiter: Hasen des Waldes sollen hier gefressen haben, Heimatforscher spekulieren über historische Grenzmarkierungen oder gar prähistorische Kultstätten im Wasgau. Die Form lässt Raum für beides.

Geologischer Höhepunkt im Wasgau – für Naturfreunde und Fotografen

Die Kombination aus der bizarren Architektur des Sattelfelsens und der feinen, fast künstlich wirkenden Struktur des Hasentellers macht diesen Abschnitt zu einem der geologischen Höhepunkte im Pfälzerwald – für Wanderer, Naturfreunde und Fotografen gleichermaßen.

In unmittelbarer Nähe liegt zudem der Wolfsfelsen, auch „Eben-fällt-er" genannt – der nächste Grund, weiterzugehen.

Wanderwege

Der Sattelfelsen liegt versteckt im Wald nordwestlich von Hauenstein und ist Bestandteil folgender Routen:

Burghalder Weg – eine der bekanntesten Touren der Region, auf der der Sattelfelsen zu den geologischen Highlights zählt.

Sunhikes Wanderung: Hauenstein – Backelstein, Hühnerstein, Wolfsfelsen & Lanzenfahrter Felsen – auf dieser abwechslungsreichen Runde passiert man den Sattelfelsen und den Hasenteller.

Kürzester Zugang: Vom Paddelweiher

Vom Paddelweiher Hauenstein aus hat man einen der kürzesten und schönsten Zugänge zu Sattelfelsen und Hasenteller – je nach Gehtempo in etwa 20 bis 25 Minuten.

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Hohe Loog & Hohe-Loog-Haus – Gipfel, Hütte und Panorama im Pfälzerwald

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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618 Meter. Weiter Blick. Gute Hütte. Die Hohe Loog gehört zu den lohnendsten Zielen der Haardt – und wer einmal oben war, kommt wieder. Die Hohe Loog ist kein Gipfel für Rekorde. Sie ist einer für Augenblicke.

Die Hohe Loog – Eckpfeiler der Haardt

Mit 618,7 Metern gehört die Hohe Loog zu den bedeutendsten Erhebungen der Haardt, dem östlichen Steilabfall des Pfälzerwalds. Geographisch thront sie als markanter Eckpfeiler über den Weinorten Hambach und Diedesfeld – und wer von unten hochschaut, ahnt schon, was oben wartet.

Der Name ist alt. Er leitet sich vom althochdeutschen „Loog" ab – Grenze, Grenzzeichen. Ein Hinweis auf die historische Rolle des Berges als Trennlinie zwischen verschiedenen Wald- und Gemarkungsgebieten. Die Grenze ist längst Geschichte. Der Blick geblieben.

Geologie: Buntsandstein, Felsenmeer und Krüppelkiefern

Geologisch trägt die Hohe Loog den Stempel des Buntsandsteins der Karlstal-Schichten – massiv, geschichtet, uralt. Am benachbarten Zwergberg zeigt sich das besonders eindrucksvoll: Ein weitläufiges Felsenmeer, entstanden durch eiszeitliche Frostsprengung, zieht sich den Hang hinab. Kantige Blöcke. Bizarres Gestein. Dazwischen windgepeitschte Krüppelkiefern, die dem Ort etwas Ursprüngliches geben.

Das Hohe-Loog-Haus – Hütte mit Geschichte und Panorama

Etwa 20 Höhenmeter unterhalb des Gipfels, auf einer großzügigen Lichtung, liegt das Hohe-Loog-Haus. Es ist das kulturelle und kulinarische Herz des Berges – betrieben von der Ortsgruppe Hambach des Pfälzerwald-Vereins (PWV) und fester Bestandteil der Pfälzer Hüttenkultur, die als Immaterielles Kulturerbe anerkannt ist.

Das Herzstück: die weitläufige Panoramaterrasse. Der Blick schweift über das Rebenmeer der Weinstraße hinweg, weit hinaus in die Oberrheinische Tiefebene. An klaren Tagen reicht er bis zum Schwarzwald.

Rund ums Hohe-Loog-Haus: Bürgermeisterstein, Kühungerquelle und Bildbaum

In unmittelbarer Nähe vervollständigen weitere Wegmarken das Bild dieser Sandsteinlandschaft: der Bürgermeisterstein, ein geschichtlich bedeutsamer Fels im Wald, die Kühungerquelle und der Bildbaum – stille Wegmarken, die zeigen, wie reich dieser Wald an Geschichte ist.

Wanderweg zur Hohen Loog – der Erlebnispfad über den Zwergberg

Die landschaftlich reizvollste Route startet am Wanderknotenpunkt Hahnenschritt und folgt der Markierung Roter Punkt. Der Pfad steigt direkt auf den Kamm des Zwergbergs – und wer hier läuft, hat das Beste vor sich.

Der Weg windet sich durch das Felsenmeer: massive Buntsandsteinblöcke, knorrige Kiefern, wurzelige Pfade.

Gehzeit: ca. 30–40 Minuten vom Hahnenschritt.

Ankunft auf der Lichtung – der Moment, auf den man gewartet hat

Beide Wege führen schließlich auf die große Lichtung des Hohe-Loog-Hauses. Erst hier öffnet sich der dichte Wald der Haardt. Die Terrasse. Das Panorama. Die Rheinebene. Weit. Still. Groß.

Der eigentliche Gipfelpunkt der Hohen Loog liegt nur wenige Gehminuten hinter der Hütte – ein sanfter Anstieg über einen Felsenpfad oder breiten Forstweg

Lage & Anreise – Hohe Loog im Pfälzerwald

Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Hahnenschritt, Kalmitstraße (K 13), ab St. Martin Richtung Kalmit – Parkplatz ca. 1,5 km vor dem Gipfel, rechte Seite. An Wochenenden früh starten – der Parkplatz ist gut besucht.

Mit dem Wanderbus: Palatina-Buslinie 506 von Neustadt an der Weinstraße oder Maikammer, Haltestelle Hahnenschritt. In der Saison (Mai–Oktober) stündlich bis zweistündlich an Wochenenden und Feiertagen.

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Felsenmeer Zwergberg & Hohe Loog – Sandstein, Moos und Pfälzerwald-Magie

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Wer den Pfälzerwald kennt, weiß: Manchmal sind es nicht die großen Gipfel, die bleiben – sondern die stillen Orte dazwischen. Das Felsenmeer am Zwergberg bei der Hohen Loog ist so ein Ort. Das Felsenmeer am Zwergberg ist kein Ausflugsziel für Rekorde. Es ist eines für Momente.

Was ist das Felsenmeer am Zwergberg?

Am Nordosthang des Zwergbergs (592 m), nur wenige Minuten vom Wanderknotenpunkt Hahnenschritt entfernt, liegen sie: hunderte von Buntsandsteinblöcken, wie von Riesenhand hingeworfen. Kantig. Bemoost. Stumm. Man geht direkt durch sie hindurch, auf dem Wanderweg zur Hohen Loog.

Im ersten Abschnitt quert der Pfad wild verstreute Felswürfel. Etwas weiter oben auf dem Bergrücken öffnen sich flächige Felsplattformen, durchzogen von tiefen Spalten.

Buntsandstein in seiner wildesten Form

Der Pfälzer Buntsandstein zeigt sich hier ungezähmt: rau, bemoost, gezeichnet von Jahrtausenden. Zwischen den Blöcken wachsen verkrüppelte Kiefern – Natur-Bonsais, geformt von nährstoffarmem Boden und dem stetigen Wind auf dem Kamm. 

Wer genau hinschaut, entdeckt auf manchen Felsblöcken kleine, runde Vertiefungen: sogenannte Auskohlungen. Einst hielt man sie für keltische Opferschalen – heute weiß man, dass die Natur hier selbst am Werk war. Natürliche Verwitterungsformen, entstanden über Jahrtausende.

Wie entstand das Felsenmeer? – Geologie am Zwergberg

Die Antwort liegt in der Kälte längst vergangener Zeiten. In den letzten Kaltzeiten drang Wasser in die Klüfte des Sandsteins, gefror, dehnte sich aus – und sprengte die Felsplatten auseinander. Das Auftauen des Bodens ließ die Blöcke langsam den Hang hinabgleiten: Solifluktion, so nennt die Geologie diesen Prozess. In der Karlstal-Schicht ist die Schichtung des Sandsteins besonders deutlich ablesbar. Manche Blöcke sehen aus wie versteinerte Blätterteigstücke – geschichtet, blättrig, uralt.

Felsenmeer Zwergberg vs. Felsenmeer Hüttenberg – ein Vergleich

Das Felsenmeer am Hüttenberg ist spektakulärer: ein rund 400 Meter langes Sandsteinriff mit markanten Abbruchkanten links und rechts des Kamms. Am Zwergberg bei der Hohen Loog liegen die Blöcke weicher in der Landschaft – hingewürfelt am Hang, mal Einzelstein, mal Platte – weniger dramatisch aber greifbarer.

Wer beides erleben will: Der 9 km lange Rundwanderweg Hüttenhohl – Kalmit – Hohe Loog vereint beide Felsenmeere in einer Tour.

Was man am Felsenmeer Zwergberg machen kann

Durchwandern – Ein schmaler, wurzeliger Pfad führt mitten durch die Felsblöcke. Einer der urigsten Wege in der gesamten Region.

Kraxeln – Kinder (und alle, die es geblieben sind) finden hier einen natürlichen Abenteuerspielplatz. Die Blöcke lassen sich mühelos erklimmen, Die Spalten können begangen Werden.

Fotografieren – Rotes Gestein. Grünes Moos. Schief gewachsene Kiefern. Die Kombination ist ein klassisches Fotomotiv im Pfälzerwald – zu jeder Jahreszeit.

Sicherheitshinweis

Bei Nässe sind die Felsen extrem rutschig. Das Moos auf dem glatten Sandstein bietet kaum Halt – festes Schuhwerk und Vorsicht sind bei feuchtem Wetter Pflicht.

Lage, Anreise & Parken – Felsenmeer Zwergberg bei der Hohen Loog

Das Felsenmeer am Zwergberg liegt am Nordosthang, nahe dem Wanderknotenpunkt Hahnenschritt im Pfälzerwald.

Wegmarkierung: Grüner Baum (Pfälzerwald-Rundweg) oder Hüttenwanderweg-Logo Gehzeit vom Hahnenschritt: ca. 5–10 Minuten

Mit dem Auto – Wanderparkplatz Hahnenschritt

Der Wanderparkplatz Hahnenschritt liegt direkt an der Kalmitstraße (K 13), die von St. Martin serpentinenartig zum Kalmit-Gipfel hinaufführt. Von der A65 Ausfahrt Kirrweiler/Maikammer nehmen, durch Maikammer Richtung St. Martin fahren, dort der Beschilderung Richtung Kalmit folgen. Der Parkplatz liegt etwa 1,5 km vor dem Gipfel, in einer markanten Kurve auf der rechten Seite. 

Hinweis: Als zentraler Ausgangspunkt für Kalmit, Hohe Loog und Felsenmeer ist der Parkplatz an sonnigen Wochenenden oft bereits ab 10:00 Uhr voll belegt – früh starten lohnt sich.

Mit dem Wanderbus (ÖPNV)

Die entspanntere Variante – besonders für Streckenwanderungen. Die Palatina-Buslinie 506 fährt von Neustadt an der Weinstraße oder Maikammer direkt zur Haltestelle Hahnenschritt. In der Saison (Mai bis Oktober) verkehrt der Bus an Wochenenden und Feiertagen meist im Stunden- oder Zweistundentakt.

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Ottenhöfener Felsenweg: Katzenschrofen – Felsen & Hexensagen

Nördlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Kein Aussichtspunkt, keine Tafel, kein Trubel. Riesige Granitblöcke, abgerundet von Millionen Jahren Erosion, stapeln sich wie übergroße Kissen aufeinander. Moos und Flechten überziehen das Gestein in satten Grüntönen.

Was ist der Katzenschrofen?

Der Katzenschrofen ist eine markante Felsformation bei Ottenhöfen im Schwarzwald – geografisch bereits auf der Gemarkung von Kappelrodeck gelegen. Das Gestein besteht aus dem sogenannten Oberkirch-Granit, einem für die Region typischen Hartgestein. Seine charakteristische Form verdankt er der Wollsackverwitterung: Erosion über erdgeschichtliche Zeiträume rundete die Kanten ab, sodass die Blöcke heute fast organisch wirken – gedrungen, bucklig, ein kleines Labyrinth aus Stein.

Ein schmaler Pfad schlängelt sich direkt zwischen den Felsblöcken hindurch. Kein Panorama, kein Aussichtspunkt – nur Wald, Stein, Stille.

Wandern am Katzenschrofen: Felsenweg & Hexensteig

Der Katzenschrofen ist fester Bestandteil zweier bekannter Wanderwege im Achertal:

  • Ottenhöfener Felsenweg (ca. 15 km): Premiumwanderweg mit mehreren markanten Felsformationen – Sesselfelsen, Rappenschrofen, Stierfelsen. Der Katzenschrofen gehört zu den eindrucksvollsten Stationen.
  • Kappelrodecker Hexensteig (ca. 18 km): Qualitätswanderweg, der ebenfalls direkt an der Formation vorbeiführt. In unmittelbarer Nähe liegt das Hexenhäuschen, ein Rastplatz für Wanderer.

Der Pfad durch den Katzenschrofen ist felsig, steil und bei Nässe rutschig. Festes Schuhwerk und gute Trittsicherheit sind Pflicht.

Kein Fernblick – dafür alles andere

Im Gegensatz zu den nahegelegenen Palmfelsen oder dem Sesselfelsen bietet der Katzenschrofen selbst kaum Fernsicht. Er liegt tief im Wald, direkt an der Gemeindegrenze zwischen Ottenhöfen (Ortsteil Lauenbach) und Kappelrodeck – im Waldgebiet Richtung Waldulm/Blaubronn. Sein Reiz ist ein anderer: die Nahansicht der Gesteinsblöcke, das Licht, das durch das Blätterdach fällt, Farne und Bäume, die auf den Felsen balancieren, das Moos unter den Händen, wenn man sich zwischen den Felsen hindurcharbeitet.

Tipp: Wer den Felsenweg geht, sollte den kurzen Abstecher zum Bürstenstein nicht auslassen. Von dort reicht der Blick über das Achertal bis zur Rheinebene und zu den Vogesen.

Was steckt hinter dem Namen Katzenschrofen?

Der Name erklärt sich auf zwei Ebenen.

„Schrofen" bezeichnet im süddeutschen Raum steil aufragende, zerklüftete Felsen – unwegsames, karges Gelände. Das Wort ist in den Alpen und im Schwarzwald weit verbreitet.

„Katzen" verweist weniger auf die Hauskatze als auf die Wildkatze, die in den Felsspalten des Nordschwarzwalds ideale Verstecke fand. Es gibt aber noch eine andere Lesart: Im Volksglauben des Achertals nahmen Hexen die Gestalt von Katzen an. Felsen wie der Katzenschrofen galten als ihre Versammlungsorte.

Mit viel Fantasie sieht man in der Silhouette der Granitblöcke die Form eines Katzenkopfes oder eines gekrümmten Katzenbuckels – was zur Namensgebung beigetragen haben könnte.

Katzenschrofen am Ottenhöfener Felsenweg – Praktische Infos im Überblick

  • Lage: Gemeindegrenze Ottenhöfen/Kappelrodeck, Waldgebiet Richtung Waldulm/Blaubronn
  • Eingebunden in: Ottenhöfener Felsenweg (ca. 15 km) & Kappelrodecker Hexensteig (ca. 18 km)
  • Schwierigkeit: Mittelschwer, Trittsicherheit erforderlich
  • Besonderheit: Wollsackverwitterung, Hexensagen, urwüchsige Waldatmosphäre
  • Kombinierbar mit: Bürstenstein (Aussicht über Achertal und Rheinebene)
  • Beste Bedingungen: Stabiles Wetter, trockene Pfade
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Karlstein am Hauenstein – Gipfelfels am Westweg

Mittlerer Schwarzwald
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Wer den Westweg zwischen Pforzheim und Basel entlangwandert, stößt auf knapp 1.000 Metern Höhe auf einen Felsen, der sich schweigend über den Mittleren Schwarzwald erhebt: den Karlstein am Hauenstein. Granitblöcke, rau und verwittert, schichten sich hier zu einer Kuppe auf 968,9 Metern – einem der markantesten Aussichtspunkte am Westweg. Die Ostseite fällt etwa 20 Meter steil ab – ein jäher Rand, der die Wucht des Felsens erst spürbar macht.

Der Blick öffnet sich weit nach Osten und Süden. Waldhügel, Täler, Stille. Nach Norden und Westen schiebt sich dichter Wald vor den Horizont – der westliche Bergrücken läuft fast auf gleicher Höhe, ein stummer Gegenüber.

Der Karlstein: Ein Fürstenname für einen Gipfel

Ursprünglich trug der Felsen denselben Namen wie der Berg selbst: Hauenstein. Das änderte sich am 23. Juli 1770, als Herzog Carl Eugen von Württemberg den Gipfel bestieg. Zu seiner Zeit galt der Stein als höchster Punkt im Herzogtum – ein kurzer Ruhm, denn mit der Rheinbundakte von 1806 übernahm der Schwarze Grat diesen Rang. Der wahre Höhepunkt Württembergs lag ohnehin woanders: am Dreifürstenstein unterhalb des Hornisgrinde.

Der Name Carl Eugens blieb. Am 7. Juli 1991 betrat Carl Herzog von Württemberg denselben Fels und stiftete eine Metalltafel – ein Echo über Jahrhunderte, das die verwitterte Inschrift des alten Gedenksteins bewahrt.

Vierländereck: wo Grenzen sich trafen

Bis 1805 war der Karlstein mehr als ein Aussichtspunkt – er war ein politischer Kreuzungspunkt. Hier berührten sich die Territorien der Markgrafschaft Baden, Altwürttembergs, des Fürstentums Fürstenberg und Vorderösterreichs

Der Pressburger Frieden vom 26. Dezember 1805 löste die österreichischen und fürstenbergischen Anteile auf; sie fielen an Baden. Der Grenzvertrag vom 2. Oktober 1810 zwischen Württemberg und dem Großherzogtum Baden machte schließlich Hornberg – und mit ihm den württembergischen Teil des Karlsteins – badisch.

Geologie: Wollsäcke aus der Tiefe der Zeit

Der Granitfels zeigt, was Jahrmillionen Erosion aus hartem Gestein formen: gerundete Blöcke, die sogenannte Wollsackverwitterung. Der Karlstein steht als Geotop und Naturdenkmal unter besonderem Schutz – ein Stück geologisches Gedächtnis des Schwarzwalds.

Schalensteine: Rätsel aus der Jungsteinzeit

Im Granit sind schüsselförmige Vertiefungen zu erkennen – Schalensteine, wie sie im Volksmund heißen. In rund 200 Metern Umkreis wurden Steinwerkzeuge gefunden, was auf eine Nutzung in der Jungsteinzeit (Neolithikum) hindeutet: möglicherweise eine Kultstätte, vielleicht ein Siedlungsplatz. Doch die Forschung ist sich nicht einig – natürliche Erosion könnte dieselben Mulden geformt haben. Das Rätsel bleibt offen.

Wanderhinweis: Karlstein am Westweg

Der Karlstein liegt unmittelbar am Westweg (Etappe 7: Hausach nach Wilhelmshöhe) im Ortsteil Niederwasser der Gemeinde Hornberg. Wer den Fernwanderweg geht, passiert ihn zwangsläufig – und sollte hier innehalten. 

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Palmfelsen Ottenhöfen – Aussichtspunkt am Felsenweg Schwarzwald

Nördlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Weiter Himmel, sanfte Hügel, blauer Horizont. Der Palmfelsen gehört zu den eindrucksvollsten Stationen des Ottenhöfener Felsenwegs – und belohnt den Aufstieg mit einem Panorama, das weit über den Schwarzwald hinausreicht.

Was ist der Palmfelsen?

Der Palmfelsen bei Ottenhöfen ist einer der spektakulärsten Aussichtspunkte im Nordschwarzwald. Von hier blickt man über das Achertal, in die Rheinebene und bis hin zu den Vogesen – an klaren Tagen ein Panorama, das kaum ein anderer Punkt des Felsenwegs bietet. Er liegt direkt am Schwarzwälder Genießerpfad, dem ca. 15 km langen Premiumwanderweg, der an insgesamt neun markanten Felsformationen vorbeiführt.

Geologie hautnah: Granit statt Porphyr

Während viele Felsen im Nordschwarzwald aus Porphyr bestehen, ist der Palmfelsen ein Paradebeispiel für Granit. Drei Verwitterungsprozesse haben den Fels über Millionen von Jahren geformt.

Wollsackverwitterung – Wasser und Frost greifen die Kanten der massiven Granitblöcke gleichmäßig an und runden sie ab. Das Ergebnis: Blöcke, die wie übereinandergestapelte Kissen wirken.

Absanden – Der Granit des Palmfelsens ist so homogen, dass er nicht in groben Schutt zerfällt. Stattdessen lösen sich einzelne Kristalle aus dem Gestein. Der entstehende Grus sammelt sich am Fuß des Felsens – Gestein auf dem langsamen Weg zu Sand.

Kalifeldspat-Einsprenglinge – Das markanteste Merkmal: große, oft rechteckige Kristalle, die zentimeterweit aus der Felswand herausragen. Härter als das umgebende Gestein, trotzen sie der Verwitterung – während der Rest des Felsens langsam absandet.

Der Boden rund um den Palmfelsen ist sandig-grobkörnig, kaum matschig – ein direktes Ergebnis dieser physikalischen, nicht chemischen Verwitterung.

Wandern am Palmfelsen: Tipps & Hinweise

Der Ottenhöfener Felsenweg ist ca. 15 km lang und verbindet neun markante Felsformationen miteinander – darunter Sesselfelsen, Katzenschrofen, Rappenschrofen und Stierfelsen. Der Palmfelsen gehört zu den Highlights.

Der Pfad im Felsbereich ist teils steil und felsig. Trittsicherheit und festes Schuhwerk sind erforderlich.

Tipp: In direkter Nachbarschaft liegt der Bürstenstein – ein weiterer Aussichtspunkt mit ähnlich beeindruckendem Blick über das Achertal bis zur Rheinebene.

Was steckt hinter dem Namen Palmfelsen?

Der Name hat nichts mit Palmen zu tun – er ist das Ergebnis eines sprachlichen Wandels über Jahrhunderte.

Die wahrscheinlichste Erklärung führt auf das alte Wort „Balm" zurück, das im süddeutschen und schweizerischen Raum einen Felsüberhang, eine flache Höhle oder eine schützende Felswand bezeichnet. Aus dem dialektal gesprochenen „Balmen" wurde im offiziellen Sprachgebrauch schlicht „Palmfelsen" – das Wort wurde an einen bekannteren Begriff angepasst, den man zu kennen glaubte.

Ein kleiner sprachlicher Irrtum, der sich bis heute hält.

Palmfelsen Ottenhöfen – Praktische Infos im Überblick

  • Lage: Am Ottenhöfener Felsenweg, Nordschwarzwald
  • Highlight: Panorama über Achertal & Vogesen
  • Geologie: Granit, Wollsackverwitterung, Kalifeldspat-Einsprenglinge
  • Schwierigkeit: Mittelschwer, Trittsicherheit erforderlich
  • Weglänge: Ottenhöfener Felsenweg ca. 15 km, 9 Felsformationen
  • Kombinierbar mit: Bürstenstein, Katzenschrofen, Sesselfelsen
  • Beste Bedingungen: Stabiles Wetter, trockene Pfade
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Bürstenstein Ottenhöfen – Panorama & Geologie am Felsenweg

Nördlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Weiter Himmel, freier Blick, stille Größe. Der Bürstenstein ist einer der eindrucksvollsten Aussichtspunkte im Nordschwarzwald – und für viele das stille Highlight des Ottenhöfener Felsenwegs.

Bürstenstein am Felsenweg Ottenhöfen – Panorama, Geologie & Wandertipps

Der Bürstenstein bei Ottenhöfen liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Palmfelsen und bildet zusammen mit diesem das Filetstück der Wanderung. Der Fels ist nach Westen ausgerichtet – direkt in Richtung Rheinebene, Straßburger Münster und Vogesen. Bei klarer Sicht ein Panorama, das seinesgleichen sucht.

Unter Wanderern gilt er als einer der besten Orte für Sonnenuntergangsfotos auf der gesamten Tour.

Aussicht: Schwarzwald trifft Rheinebene

Von der exponierten Felskante blickt man weit über die Weinberge von Waldulm und das Achertal. Bei guter Fernsicht reicht der Blick über die gesamte Oberrheinebene bis zum Straßburger Münster und zu den Vogesen in Frankreich.

Während viele Wanderer am bekannten Palmfelsen rasten, bietet der Bürstenstein durch seine Ausrichtung den noch freieren Blick in die Ebene.

Geologie: Der Rand einer Katastrophe

Der Bürstenstein steht auf dem festen Rand des Rheingrabens – und wer hier oben steht, blickt auf eines der gewaltigsten geologischen Ereignisse Europas.

Das Gestein unter den Füßen ist der Kappelrodecker Granit, eine lokale Ausprägung des Oberkirch-Granits. Auch hier lässt sich die Wollsackverwitterung beobachten: Die Felsen sind stark zerklüftet und bilden markante Rippen und Schroffen, die aus dem Waldboden ragen.

Der Rheingraben in drei Sätzen

Vor etwa 50 Millionen Jahren begann die Erdkruste hier zu reißen. Schwarzwald und Vogesen bildeten ursprünglich eine zusammenhängende Gebirgsplatte – durch die Dehnung der Kruste drifteten sie auseinander, das Mittelstück sank bis zu 3.000 Meter tief ab. Was heute als friedliche Rheinebene liegt, ist das aufgefüllte Innere dieses gewaltigen Einbruchs.

Die Vogesen drüben sind das Spiegelbild: gleiches Gestein, gleiche Geschichte, einst ein Gebirge.

Was steckt hinter dem Namen Bürstenstein?

Der Name ist eine treffende Beschreibung – und hat gleich mehrere mögliche Wurzeln.

Die wahrscheinlichste Erklärung ist eine visuelle: Durch das Absanden des Granits ragen harte Kalifeldspat-Kristalle und Quarze spitz und kantig aus dem Gestein heraus. Die Oberfläche wirkt rau, borstig – wie eine grobe Bürste. Im Volksmund hieß es: der Fels sei „bürstig".

Eine zweite Theorie verweist auf altes Forstarbeiterwissen: Dichte Büschel von Heidekraut und Ginster wurden früher als „Bürsten" bezeichnet. Felskanzeln mit struppigem Bewuchs auf nährstoffarmem Boden trugen diesen Namen oft.

Eine dritte Deutung führt auf das Wort „bersten" zurück – brechen, reißen. Direkt an der tektonischen Bruchkante gelegen, könnte der Bürstenstein ursprünglich der „geborstene Stein" gewesen sein.

Wandern am Bürstenstein: Tipps & Anreise

Der Bürstenstein liegt auf dem Ottenhöfener Felsenweg. Der Zugang erfolgt über schmale, wurzelige Pfade – Trittsicherheit ist erforderlich. Eine Holzaussichtsplattform ermöglicht den freien Blick über die Rheinebene.

Kurztour ab Blaubronn: Wer nicht die gesamte Runde gehen möchte, startet am Wanderparkplatz Grillplatz Blaubronn. Eine kleine Schleife von ca. 3–4 km verbindet Bürstenstein und Palmfelsen in etwa einer Stunde – ohne langen Aufstieg aus dem Tal.

Anfahrt: Von Ottenhöfen Richtung Blaubronn (K5371), kurvenreich bergauf bis zum Waldrand. Navi: „Blaubronn, 77833 Ottenhöfen" oder Koordinaten ca. 48.560, 8.138.

Bürstenstein Ottenhöfen – Praktische Infos im Überblick

  • Lage: Ottenhöfener Felsenweg, Nordschwarzwald, westlicher Rand
  • Highlight: Panorama über Achertal, Rheinebene, Straßburger Münster & Vogesen
  • Geologie: Kappelrodecker Granit, Wollsackverwitterung, Rheingraben-Tektonik
  • Schwierigkeit: Mittelschwer, Trittsicherheit erforderlich
  • Kurztour: Ca. 3–4 km ab Wanderparkplatz Blaubronn
  • Kombinierbar mit: Palmfelsen, Katzenschrofen, Sesselfelsen
  • Beste Zeit: Spätnachmittag für Sonnenuntergang
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Breitfelsen Ottenhöfen – Aussichtspunkt & Porphyr am Felsenweg

Nördlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Massiv, rötlich-grau, fast trotzig. Der Breitfelsen ragt als markante Felsnase aus dem bewaldeten Hang – ein stiller Aussichtspunkt mit ganz eigener Atmosphäre. Im Vergleich zu den bekannteren Stationen wie Sesselfelsen oder Bürstenstein wirkt er auf den ersten Blick unscheinbarer – der Weg führt direkt über den Fels, Aussicht inklusive.

Breitfelsen am Ottenhöfener Felsenweg – Aussicht, Geologie & Wandertipps

Der Breitfelsen bei Ottenhöfen ist einer der charakteristischen Wegpunkte auf dem Ottenhöfener Felsenweg, dem zertifizierten Genießerpfad im Nordschwarzwald. Der Fels liegt im westlichen Teil des Achertals, von der Seite betrachtet wie eine massive Felsnase direkt am Pfad.

Aussicht: Achertal, Simmersbach & Hornisgrinde

Vom Breitfelsen blickt man über das obere Achertal und die Seitentäler von Ottenhöfen und Seebach. Bei klarer Sicht reicht das Panorama bis zur Hornisgrinde – dem höchsten Gipfel des Nordschwarzwalds – und über dichte Schwarzwaldtäler bis zum Horizont – Schwarzwald pur.

Der Aufstieg führt über eine Felsrinne – bei feuchtem Wetter rutschig. Trittsicherheit ist Pflicht.

Geologie: 270 Millionen Jahre in Stein

Während die Felsen rund um Palmfelsen und Bürstenstein aus Granit bestehen, ist der Breitfelsen aus Porphyr, in der Fachsprache auch Rhyolith genannt. Ein geologisch seltenes Nebeneinander auf engem Raum.

Dieses Gestein entstand vor etwa 270 bis 300 Millionen Jahren durch vulkanische Aktivität – zu einer Zeit, als die ersten Saurier begannen, das Festland zu besiedeln. Die glutflüssige Masse schob sich zwischen ältere Sedimentschichten, erstarrte und blieb als harter Riegel zurück – während die weicheren Gesteine ringsum längst abgetragen wurden.

Porphyr vs. Granit – der Unterschied auf einen Blick

Der Quarzporphyr des Breitfelsens ist kantig und schroff – kein abgerundetes Wollsack-Gestein wie beim Granit, sondern scharfe Kanten, rötlich-graue Färbung, eine feinkörnige Grundmasse mit größeren Einsprenglingen aus Quarz und Feldspat. Genau diese Struktur gibt dem Felsenweg seinen alpinen Charakter – und unterscheidet ihn deutlich von den sanfteren Granit-Rundungen anderer Schwarzwaldgipfel.

Der Porphyr-Zug zieht sich entlang des gesamten Westrandes des Schwarzwalds – von Baden-Baden im Norden bis Badenweiler im Süden.

Was steckt hinter dem Namen Breitfelsen?

Der Name ist Programm. „Breit" beschreibt die markante horizontale Ausdehnung der Formation – keine spitze Nadel, kein schmaler Grat, sondern ein massiv gelagerter Gesteinsriegel.

Solche beschreibenden Namen wurden in der Region von Landwirten, Waldarbeitern und Hirten geprägt – lange vor dem Tourismus. Sie dienten als Orientierung im Gelände, als Grenzmarken für Waldstücke. Im lokalen alemannischen Dialekt heißt er schlicht „Breitfels".

Wandern am Breitfelsen: Tipps & Hinweise

Der Breitfelsen liegt auf dem Felsenweg Ottenhöfen. In unmittelbarer Nähe befinden sich der Rappenschrofen, der Pfennigfelsen und der Spitzfelsen.

Wer eine Pause einlegen möchte: Nur ca. 1–2 km entfernt liegt die Bergvesperstube „Zum Fiesemichel" – eine der beliebtesten Einkehrmöglichkeiten auf der gesamten Tour.

Beste Jahreszeit: Im Herbst, wenn Nebel im Tal liegt und die Felsen darüber herausragen. Im Frühling, wenn die frischen Wiesen des Achertals für leuchtende Kontraste sorgen.

Breitfelsen Ottenhöfen – Praktische Infos im Überblick

  • Lage: Ottenhöfener Felsenweg, westliches Achertal, Nordschwarzwald
  • Gestein: Quarzporphyr (Rhyolith), ca. 270–300 Mio. Jahre alt
  • Aussicht: Achertal, Simmersbach, Hornisgrinde, Schwarzwald
  • Schwierigkeit: Mittelschwer, Felsrinne, Trittsicherheit erforderlich
  • Nachbarn: Rappenschrofen, Pfennigfelsen, Spitzfelsen
  • Einkehr: Bergvesperstube Zum Fiesemichel (ca. 1–2 km)
  • Beste Zeit: Herbst & Frühling
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Rappenschrofen Ottenhöfen – Wilder Porphyrfels am Felsenweg

Nördlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Schroff und urgewaltig. Der Rappenschrofen ist der wildeste Punkt des Ottenhöfener Felsenwegs – eine aufragende Porphyrwand mit einem Blockmeer zu Füßen, das von jahrtausendealten Felsstürzen erzählt. Er gilt als „große Bruder" des Breitfelsens – verwandtes Gestein, aber wilder, zerklüfteter, alpiner. Der Rappenschrofen ist kein Aussichtspunkt mit Geländer und Plattform – der Fels fällt steil und unvermittelt ab. Vorsicht ist geboten, vor allem mit Kindern.

Rappenschrofen am Ottenhöfener Felsenweg – Porphyrwand, Blockmeer & Panorama

Der Rappenschrofen bei Ottenhöfen gilt als einer der spektakulärsten Aussichtspunkte des Felsenwegs im Nordschwarzwald. Mit ca. 667 m ü. NHN ist er einer der höchsten Punkte der Tour. Der Pfad führt direkt an die Kante – der Blick öffnet sich unvermittelt über das obere Achertal und die Gemeinde Ottenhöfen.

Aussicht: Achertal, Simmersbach & Hornisgrinde

Von der Felskante blickt man weit über das obere Achertal, die Dächer von Ottenhöfen und die umliegenden Schwarzwaldtäler. Bei guter Sicht reicht der Blick bis in den Ortsteil Simmersbach, tief in die bewaldeten Schwarzwaldtäler und hinauf zur Hornisgrinde (1.164 m) – dem höchsten Gipfel des Nordschwarzwalds.

Geologie: Härtling aus Quarzporphyr

Wie der Breitfelsen besteht der Rappenschrofen aus Quarzporphyr (Rhyolith) – vulkanisches Ergussgestein, etwa 260 bis 280 Millionen Jahre alt. Er widerstand der Erosion, während das weichere Gestein ringsum längst abgetragen wurde. Was blieb, ist ein sogenannter Härtling – der harte Kern, den die Zeit nicht bezwingen konnte.

Das Blockmeer – Zeugen vergangener Felsstürze

Das markanteste Merkmal des Rappenschrofens liegt nicht oben, sondern unten: Ein gewaltiges Blockmeer aus riesigen Porphyr-Brocken bedeckt den Hang unterhalb der Wand. Über Jahrtausende sprengten Frost, Wurzeln und Temperaturschwankungen den Fels Stück für Stück auf – die Trümmer blieben liegen.

Drei Kräfte arbeiten unaufhörlich am Gestein: Frostsprengung – Wasser gefriert in Klüften und dehnt sich um neun Prozent aus. Wurzelsprengung – Baumwurzeln wirken wie biologische Keile. Wärmedehnung – Sonne und Kälte erzeugen Spannungen im Gefüge.

Das Blockmeer ist das Ergebnis – wild, urzeitlich, unberührt. Es liegt unterhalb des Felsens – aus der Vogelperspektive erahnbar, wild und urzeitlich.

Was steckt hinter dem Namen Rappenschrofen?

Der Name trägt sein Wesen im Wort.

„Rappen" verweist auf Schwarz – wie das schwarze Pferd, wie der Kolkrabe. Der Porphyr des Rappenschrofens wirkt feucht und im Schatten fast schwarz. Solche dunklen, exponierten Felswände waren im Schwarzwald klassische Nistplätze für Kolkraben – und wurden entsprechend benannt.

„Schrofen" bezeichnet im süddeutschen Raum eine steil abfallende, zerklüftete Felswand – wilder und brüchiger als ein glatter „Fels". Kein kompakter Block, sondern ein von Rissen, Spalten und vorstehenden Kanten durchzogenes Gestein.

Der Rappenschrofen ist also der schwarze, zerklüftete Felsabsturz – und selten hat ein Name einen Ort so treffend beschrieben.

Wandern am Rappenschrofen: Tipps & Hinweise

Der Rappenschrofen liegt auf dem Ottenhöfener Felsenweg, nahe dem Breitfelsen. Die Abfolge in diesem Abschnitt: Sesselfelsen – Spitzfelsen – Breitfelsen – Rappenschrofen. Der Fels ist deutlich alpiner als andere Stationen des Weges – festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind Pflicht. Mit Kindern besondere Vorsicht.

Rappenschrofen Ottenhöfen – Praktische Infos im Überblick

  • Lage: Ottenhöfener Felsenweg, Nordschwarzwald, ca. 667 m ü. NHN
  • Gestein: Quarzporphyr (Rhyolith), ca. 260–280 Mio. Jahre alt
  • Aussicht: Oberes Achertal, Ottenhöfen, Simmersbach, Hornisgrinde (1.164 m)
  • Besonderheit: Blockmeer, Fließstrukturen, Härtling
  • Schwierigkeit: Anspruchsvoll, kein Geländer
  • Abfolge: Sesselfelsen – Spitzfelsen – Breitfelsen – Rappenschrofen
  • Beste Zeit: Herbst & Frühjahr
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Spitzfelsen Ottenhöfen – Markanter Porphyrfels am Felsenweg

Nördlicher Schwarzwald
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Scharf, steil, versteckt. Der Spitzfelsen ragt wie ein steinerner Zahn aus dem bewaldeten Hang – markanter Wegpunkt und geologisches Fenster in eine feurige Vergangenheit. Schon im 19. Jahrhundert sollen Holzhauer die markante Spitze zur Orientierung im Gelände genutzt haben.

Spitzfelsen am Ottenhöfener Felsenweg – Porphyr, Vulkangeschichte & Aussicht

Der Spitzfelsen bei Ottenhöfen ist eine der charakteristischsten Stationen auf dem Ottenhöfener Felsenweg. Sein Name ist Programm: Während der Breitfelsen massig und lagernd wirkt, tritt der Spitzfelsen steil und scharfkantig aus dem Hang – eine fast senkrechte Felskante. 

Aussicht: Ottenhöfen & die Seitentäler

Ein schmaler Pfad führt durch den Wald zum Fels. Der Aufstieg über bemooste Steine endet in einer markanten Einsattelung – einer natürlichen Kerbe im Porphyr. Vom Spitzfelsen öffnet sich dann der Blick über das Dorf Ottenhöfen und die umliegenden Seitentäler – exponiert, kein breites Plateau, sondern eine schmale, luftige Kante.

Geologie: Ein versiegelter Vulkan

Der Spitzfelsen besteht wie seine Nachbarn aus Quarzporphyr – vulkanischem Ergussgestein, etwa 260 Millionen Jahre alt. Doch hinter seiner Form steckt eine geologische Geschichte.

Der gesamte Abschnitt vom Sesselfelsen bis zum Rappenschrofen war einst ein gigantischer Vulkanschlot – die Hauptröhre, durch die Magma direkt aus dem Erdinneren aufstieg.

Das geologische Drama in zwei Akten

Erst erstarrte das Magma am Rand des Schlots langsam zu einem zähflüssigen Pfropfen – die feinen Schlieren und Bänderungen, die man heute im Gestein sieht, sind Überreste dieser Fließtextur. Dann baute sich unter dem Pfropfen ein gewaltiger Gasdruck auf. Die Folge: eine Explosion, die den Schlot sprengte. Trümmer des alten Gesteins vermischten sich mit frischer Schmelze – das Ergebnis ist die sogenannte Schlotbrekzie: ein natürlicher Verbundwerkstoff aus Bruchstücken und erstarrter Lava, hart wie kein anderes Gestein der Region.

Wer genau hinsieht, erkennt am Fels noch heute die eckigen Gesteinsfragmente, die wie eingemauert in der jüngeren Schmelze stecken.

Warum der Spitzfelsen so steil aufragt

Die fast senkrechten Klüfte im Gestein entstanden beim Erstarren der Lava. Diese vertikale Struktur lässt den Fels in die Höhe wachsen statt in die Breite – und gibt ihm seine unverwechselbare, zackige Silhouette. Das weichere Gestein ringsum wurde längst abgetragen. Der Härtling blieb.

Wandern am Spitzfelsen: Tipps & Hinweise

Der Spitzfelsen liegt auf dem Ottenhöfener Felsenweg, zwischen Sesselfelsen und Breitfelsen. Der Anstieg führt über steile, wurzelige Pfade – eine der Passagen, auf denen der Felsenweg seinen Ruf als anspruchsvoller Premiumwanderweg verdient.

Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind Pflicht - kein Geländer. Wer hier oben steht und in die Tiefe blickt, versteht: Der Nordschwarzwald kann sich alpin anfühlen.

Spitzfelsen Ottenhöfen – Praktische Infos im Überblick

  • Lage: Ottenhöfener Felsenweg, Nordschwarzwald
  • Gestein: Quarzporphyr, Schlotbrekzie, ca. 260 Mio. Jahre alt
  • Aussicht: Ottenhöfen, Seitentäler, exponierte Felskante
  • Besonderheit: Vulkanschlot, Fließtextur, Einsattelung im Fels
  • Schwierigkeit: Anspruchsvoll, steile wurzelige Pfade, Trittsicherheit erforderlich
  • Abfolge: Sesselfelsen – Spitzfelsen – Breitfelsen – Rappenschrofen
  • Beste Zeit: Herbst & Frühling
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Sesselfelsen Ottenhöfen – Erstes Highlight am Felsenweg Schwarzwald

Nördlicher Schwarzwald
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Rast, Aussicht, Aufbruch. Der Sesselfelsen empfängt jeden, der den Ottenhöfener Felsenweg in klassischer Richtung beginnt – und setzt das Thema für die gesamte Tour. Der Sesselfelsen bei Ottenhöfen liegt auf ca. 560 m ü. NHN und ist meist die erste große Felsformation, der man auf dem Felsenweg im Nordschwarzwald begegnet. 

Sesselfelsen am Ottenhöfener Felsenweg – Felsplattform, Aussicht & Vulkangeschichte

Die großzügige Felsplattform des Sesselfelsens lädt zum Verweilen ein – Raum zum Bewegen, Sitzen, Innehalten. Eine Aussichtsbank und ein markantes Holzkreuz prägen das Bild. Eines der beliebtesten Fotomotive am Felsenweg.

Von der Felskanzel blickt man auf Ottenhöfen, bekannt als das „Dorf der sieben Mühlen" – gepflegte Schwarzwaldhöfe, steile Wiesenflanken, das weite Achertal bis zur Hornisgrinde. Ein Blick, der die Mühe des Aufstiegs sofort vergessen lässt.

Direkt am Fels wachsen knorrige Kiefern, Farne und Ginsterbüsche, die in den Klüften des Gesteins Halt finden – lebendige Beispiele der Wurzelsprengung, die den Porphyr über Jahrtausende langsam aufbricht. An warmen Tagen sonnen sich Eidechsen auf dem Felsplateau.

Geologie: Wo der Vulkanschlot beginnt

Der Sesselfelsen bildet den südwestlichen Beginn einer Kette von Felsformationen, die alle aus demselben urzeitlichen Vulkanschlot entstanden – von hier über Spitzfelsen, Breitfelsen bis zum Rappenschrofen. Das Magma stieg durch diese Röhre aus dem Erdinneren, erstarrte, explodierte, und hinterließ das harte Gestein, das wir heute sehen.

Am Sesselfelsen lässt sich die Schlotbrekzie erkennen: eckige Gesteinsfragmente, eingebettet in eine feinere, einst glutflüssige Masse – der steingewordene Beweis einer gewaltigen Explosion vor 260 Millionen Jahren.

Was der Fels erzählt – Geologie zum Anfassen

Wer genau hinsieht, liest am Sesselfelsen die Geschichte eines Lavastroms.

Fließtextur – Schlieren und Linien im Gestein, fast wie Holzmaserung. Die zähflüssige Lava erstarrte mitten in der Bewegung. 
Einsprenglinge – Kleine, helle Feldspat-Kristalle, oft parallel ausgerichtet – Kompassnadeln, die noch heute die Fließrichtung des Lavastroms anzeigen. 
Entglasung – Was heute als matter Porphyr erscheint, war einst schwarzes Vulkanglas. Über Jahrmillionen wuchsen darin winzige Kristalle: Punkte und Flecken im Stein.

Wandern am Sesselfelsen: Tipps & Hinweise

Der Sesselfelsen markiert den Übergang von sanften Waldwegen hin zum schroffen, pfadigen Abschnitt des Ottenhöfener Felsenwegs. Die Abfolge der Felsen: Sesselfelsen – SpitzfelsenBreitfelsenRappenschrofen.

Festes Schuhwerk ist notwendig, sobald der Pfad felsiger wird.

Sesselfelsen Ottenhöfen – Praktische Infos im Überblick

  • Lage: Ottenhöfener Felsenweg, Nordschwarzwald, ca. 560 m ü. NHN
  • Gestein: Quarzporphyr, Schlotbrekzie, ca. 260 Mio. Jahre alt
  • Aussicht: Ottenhöfen, Achertal, Schwarzwaldhöfe
  • Besonderheit: Felsplattform, Aussichtsbank, Holzkreuz, Fließtextur
  • Schwierigkeit: Moderat, erster Einstieg in den Felsenweg
  • Abfolge: Sesselfelsen – Spitzfelsen – Breitfelsen – Rappenschrofen
  • Beste Zeit: Ganzjährig, besonders schön im Frühling & Herbst
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Hexentanzplatz & Hexenhaus am Hexensteig Kappelrodeck

Nördlicher Schwarzwald
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Eine schiefe Hütte, ein riesiger Besen, dichter Wald. Mehr braucht es nicht. Der Hexentanzplatz ist ein idyllischer Rastplatz tief im Wald auf der Gemarkung von Kappelrodeck – genauer: im Bereich der Waldulmer Gemarkung, Ortsteil von Kappelrodeck. 

Hexentanzplatz & Hexenhaus am Kappelrodecker Hexensteig – Sagen, Wald & Wandern

Das Hexenhaus, eine schiefe, märchenhafte Schutzhütte, wurde 2013/2014 errichtet. Direkt daneben steht ein überdimensionaler Hexenbesen – Sitzbank, Fotomotiv und Wegmarke in einem.

Der Ort ist kein touristisches Beiwerk, sondern ein symbolischer Punkt, an dem alte mündliche Überlieferungen des Achertals lebendig gehalten werden. Der Hexentanzplatz liegt hoch oben im Wald, fernab der Weinberge, direkt am Bergrücken.

Schnittpunkt zweier Wanderwege im Nordschwarzwald:

  • Kappelrodecker Hexensteig (ca. 18 km): Der Hauptweg, der den Ort als eines seiner Highlights führt.
  • Ottenhöfener Felsenweg: Der Platz liegt direkt an der Route des bekannten Felsenwegs in der Nähe des Katzenschrofen.

Die Sage: Die beschlagene Hexe

Ein Bauer hatte zwei Knechte – einen dicken, einen dürren. Zum dürren kam nachts eine Hexe. Drei Wörter, und er war ein Ross. Die Hexe saß auf und ritt zum Hexentanz. Der Knecht wurde immer magerer. Als der Bauer fragte, erzählte er alles – auch die drei Zauberwörter. Da legte sich der dicke Knecht in sein Bett.

Als die Hexe wiederkam, sprach er die Wörter. Jetzt war sie das Ross. Er ritt schnurstracks zum Schmied, ließ sie beschlagen und ritt heim. Drei Wörter zurück – und aus dem Ross wurde wieder eine Hexe.

Am nächsten Morgen lag die Nachbarstochter, 15 oder 16 Jahre alt, krank im Bett und wollte die Hände nicht zeigen. Man schaute nach: Hufeisen an Händen und Füßen. Man nahm sie ab – und die Hexe erschien nie mehr. – Aus den Achertalsagen, Adolf Hirth

Kappelrodecker Hexensteig – Wandertipps

Der Kappelrodecker Hexensteig ist mit ca. 18 km und rund 700 Höhenmetern im Auf- und Abstieg ein anspruchsvoller Qualitätswanderweg. Start und Ziel ist das Zuckerbergschloss in Kappelrodeck.

Highlights unterwegs: Bürstenstein (Panorama über Rheinebene und Vogesen), mehrere Schnaps- und Getränkebrunnen (u. a. am Ganzeckerhof und Baßlerhof), der Hexentanzplatz mit Hexenhaus – und die Weinlagen des Waldulmer Pfarrbergs, deren roter Wein und dunkle Sagen eine eigentümliche Atmosphäre erzeugen.

Hexentanzplatz Kappelrodeck – Praktische Infos im Überblick

  • Lage: Waldulmer Gemarkung, Kappelrodeck, Nordschwarzwald
  • Highlight: Hexenhaus, überdimensionaler Hexenbesen, Rastplatz
  • Wegverbindung: Kappelrodecker Hexensteig & Ottenhöfener Felsenweg
  • Hexensteig: Ca. 18 km, ca. 700 Hm, Start/Ziel Zuckerbergschloss
  • Sage: Die beschlagene Hexe, Achertalsagen (Adolf Hirth)
  • Kombinierbar mit: Bürstenstein, Felsenweg Ottenhöfen
  • Beste Zeit: Herbst & Nebeltage für maximale Atmosphäre