618 Meter. Weiter Blick. Gute Hütte. Die Hohe Loog gehört zu den lohnendsten Zielen der Haardt – und wer einmal oben war, kommt wieder. Die Hohe Loog ist kein Gipfel für Rekorde. Sie ist einer für Augenblicke.

Die Hohe Loog – Eckpfeiler der Haardt

Mit 618,7 Metern gehört die Hohe Loog zu den bedeutendsten Erhebungen der Haardt, dem östlichen Steilabfall des Pfälzerwalds. Geographisch thront sie als markanter Eckpfeiler über den Weinorten Hambach und Diedesfeld – und wer von unten hochschaut, ahnt schon, was oben wartet.

Der Name ist alt. Er leitet sich vom althochdeutschen „Loog" ab – Grenze, Grenzzeichen. Ein Hinweis auf die historische Rolle des Berges als Trennlinie zwischen verschiedenen Wald- und Gemarkungsgebieten. Die Grenze ist längst Geschichte. Der Blick geblieben.

Geologie: Buntsandstein, Felsenmeer und Krüppelkiefern

Geologisch trägt die Hohe Loog den Stempel des Buntsandsteins der Karlstal-Schichten – massiv, geschichtet, uralt. Am benachbarten Zwergberg zeigt sich das besonders eindrucksvoll: Ein weitläufiges Felsenmeer, entstanden durch eiszeitliche Frostsprengung, zieht sich den Hang hinab. Kantige Blöcke. Bizarres Gestein. Dazwischen windgepeitschte Krüppelkiefern, die dem Ort etwas Ursprüngliches geben.

Das Hohe-Loog-Haus – Hütte mit Geschichte und Panorama

Etwa 20 Höhenmeter unterhalb des Gipfels, auf einer großzügigen Lichtung, liegt das Hohe-Loog-Haus. Es ist das kulturelle und kulinarische Herz des Berges – betrieben von der Ortsgruppe Hambach des Pfälzerwald-Vereins (PWV) und fester Bestandteil der Pfälzer Hüttenkultur, die als Immaterielles Kulturerbe anerkannt ist.

Das Herzstück: die weitläufige Panoramaterrasse. Der Blick schweift über das Rebenmeer der Weinstraße hinweg, weit hinaus in die Oberrheinische Tiefebene. An klaren Tagen reicht er bis zum Schwarzwald.

Rund ums Hohe-Loog-Haus: Bürgermeisterstein, Kühungerquelle und Bildbaum

In unmittelbarer Nähe vervollständigen weitere Wegmarken das Bild dieser Sandsteinlandschaft: der Bürgermeisterstein, ein geschichtlich bedeutsamer Fels im Wald, die Kühungerquelle und der Bildbaum – stille Wegmarken, die zeigen, wie reich dieser Wald an Geschichte ist.

Wanderweg zur Hohen Loog – der Erlebnispfad über den Zwergberg

Die landschaftlich reizvollste Route startet am Wanderknotenpunkt Hahnenschritt und folgt der Markierung Roter Punkt. Der Pfad steigt direkt auf den Kamm des Zwergbergs – und wer hier läuft, hat das Beste vor sich.

Der Weg windet sich durch das Felsenmeer: massive Buntsandsteinblöcke, knorrige Kiefern, wurzelige Pfade.

Gehzeit: ca. 30–40 Minuten vom Hahnenschritt.

Ankunft auf der Lichtung – der Moment, auf den man gewartet hat

Beide Wege führen schließlich auf die große Lichtung des Hohe-Loog-Hauses. Erst hier öffnet sich der dichte Wald der Haardt. Die Terrasse. Das Panorama. Die Rheinebene. Weit. Still. Groß.

Der eigentliche Gipfelpunkt der Hohen Loog liegt nur wenige Gehminuten hinter der Hütte – ein sanfter Anstieg über einen Felsenpfad oder breiten Forstweg

Lage & Anreise – Hohe Loog im Pfälzerwald

Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Hahnenschritt, Kalmitstraße (K 13), ab St. Martin Richtung Kalmit – Parkplatz ca. 1,5 km vor dem Gipfel, rechte Seite. An Wochenenden früh starten – der Parkplatz ist gut besucht.

Mit dem Wanderbus: Palatina-Buslinie 506 von Neustadt an der Weinstraße oder Maikammer, Haltestelle Hahnenschritt. In der Saison (Mai–Oktober) stündlich bis zweistündlich an Wochenenden und Feiertagen.

Author Sunhikes | © Sunhikes
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