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Friederikenschlösschen Bad Langensalza – Barocke Gartenvilla mit idyllischem Park

Bad Langensalza
, Thüringer Becken , Deutschland
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Das Friederikenschlösschen in Bad Langensalza ist eine charmante barocke Sommerresidenz, die zwischen 1749 und 1751 von Herzoginwitwe Friederike von Sachsen-Weißenfels errichtet wurde. Die Gartenvilla liegt eingebettet in einen idyllischen Park, der auf historischen Plänen rekonstruiert wurde und heute zu den beliebtesten Gärten der Kurstadt zählt. 

Das Friederikenschlösschen ist ein einzigartiger Ort in Bad Langensalza, der Geschichte, Natur und Kultur harmonisch verbindet. Ein Besuch lohnt sich besonders für Gartenliebhaber und Kulturinteressierte. 

Geschichte und Architektur 

Friederike von Sachsen-Weißenfels, Tochter Herzog Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg, ließ das Schlösschen mit zwei Kavaliershäuschen als Rückzugsort vor den Stadtmauern errichten. Das farbig gefasste Allianzwappen über dem Eingang symbolisiert die Verbindung der herzoglichen Häuser. 

Im 19. Jahrhundert wurde an der Südseite ein Gewächshaus im Tudorstil ergänzt. Im hinteren Gartenbereich steht ein historischer Gartenpavillon aus dem Jahr 1878, aus dessen Bronzebecken seit 1812 Schwefelwasser sprudelt – ein wichtiges Heilwasser für die Kurstadt. 

Park und Nutzung heute 

Der Schlosspark wurde auf Grundlage der barocken Grundstruktur von 1751 liebevoll restauriert. Im ehemaligen Wagen- und Stallhaus befindet sich seit 2008 die historische Schaudruckerei der Stadt Bad Langensalza. 

Das Friederikenschlösschen ist nicht nur ein Ort der Ruhe und Erholung, sondern auch ein beliebter Veranstaltungsort für Konzerte, Hochzeiten und weitere kulturelle Events. 

Besuch und Tipps 

Öffnungszeiten: Mai bis Oktober, jeden Sonntag von 14:00 bis 17:00 Uhr 

Empfehlenswert als Startpunkt für eine Tour durch Bad Langensalzas zehn Parks und Themengärten, darunter der Rosengarten, Japanische Garten und Botanischer Garten 

Kartenmaterial und Informationen erhalten Sie in der Touristinformation Bad Langensalza 

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Ruine Schloss Hausen im Tal: Geschichte und Ausblick im Donautal

Naturpark Obere Donau
, Schwäbische Alb , Deutschland
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Ein Wahrzeichen hoch über dem Naturpark Obere Donau 

Man wandert auf einem schmalen Pfad, der sich durch den Naturpark Obere Donau windet, und hebt den Blick zu der markanten Giebelwand, die sich steil über dem Flusstal erhebt. Dort thront die Ruine Schloss Hausen im Tal, fast 200 Meter über der Donau, ein Ort, der von Jahrhunderten voller Geschichte, Macht und Wandel erzählt. 

Die Silhouette der Burgruine prägt das Tal wie ein steinernes Zeichen vergangener Zeiten. Wer hier verweilt, spürt den Atem des Mittelalters – und genießt zugleich eine der schönsten Aussichten im gesamten Donautal

Lage der Ruine Schloss Hausen im Tal – Aussichtspunkt mit Geschichte 

Die Ruine liegt nördlich des kleinen Ortes Hausen im Tal, einem Ortsteil von Beuron im Landkreis Sigmaringen, Baden-Württemberg. Mit 792 Metern über Normalnull erhebt sie sich hoch über das Donauniveau von 593 Metern. 

Von diesem Aussichtspunkt öffnet sich ein Panorama, das Wanderer, Naturfreunde und Geschichtsinteressierte gleichermaßen fasziniert. Wer das Tal überblickt, versteht, warum die Burg einst so bedeutend war. 

Im Ort selbst lädt die Kirche St. Nikolaus zu einem Besuch ein. Ihre Epitaphien erinnern an die Herren von Hausen, die im Mittelalter über die Burg herrschten. 

Geschichte von Schloss Hausen – Von den Rittern bis zur Sanierung 

Die Ursprünge der Burg reichen ins 11. Jahrhundert zurück. Erste Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1094, als die Burg den edelfreien Herren von Hausen gehörte. Ab 1209 nannten sich die Ritter Ramsberger „von Hausen“ und bauten die Anlage weiter aus. 

Über die Jahrhunderte wurde das Schloss mehrfach erweitert, vor allem im 14. und 15. Jahrhundert. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wechselte es häufig den Besitzer. Ab 1813 begann der Verfall – Mauern stürzten ein, das Schloss wurde zur Ruine. 

Ein besonderes Kapitel: 1944 plante der Philosoph Martin Heidegger, den markanten Turm als Rückzugsort zu restaurieren. Doch der Krieg und Materialmangel verhinderten das Vorhaben. 

Erst 2007 rettete eine aufwendige Sanierung die Giebelwand vor dem Einsturz. Die Aktion Ruinenschutz Oberes Donautal investierte rund 50.000 Euro. Für dieses Engagement wurde Schloss Hausen 2008 von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg als „Denkmal des Monats“ ausgezeichnet. 

Architektur und Besonderheiten der Spornburg 

Die ursprüngliche Spornburg bestand aus Kernburg, Palas, Saalbau, Bergfried, Zugbrücke, Vorwerk, Wartturm sowie innerem und äußerem Schlossgarten. Heute sind nur noch Ruinenreste erhalten, doch sie lassen die einstige Größe erahnen. 

Besonders eindrucksvoll sind die sichtbaren Buckelquader des Bergfrieds, die auf einen fünfeckigen Turm hinweisen – ein seltenes architektonisches Detail. 

Die Ruine steht im Privatbesitz des adeligen Hauses Douglas und wird vom Gräflich Douglas’schen Forstamt gepflegt. 

Wandern und Entdecken rund um die Ruine Schloss Hausen 

Die Ruine ist frei zugänglich und über gut gepflegte Wanderwege im Donautal erreichbar. Bänke laden zum Verweilen ein, während man den Blick über die Donau und die umliegenden Felsformationen schweifen lässt. 

Ob man sich für mittelalterliche Baukunst interessiert oder die Ruhe der Natur sucht – Schloss Hausen vereint beides. Die Kombination aus Naturerlebnis, Kulturgeschichte und Panorama macht diesen Ort zu einem besonderen Ziel im Naturpark Obere Donau.

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Blautopf Blaubeuren: Geheimnisvolle Karstquelle & Höhlensystem erleben

Biosphärengebiet Schwäbische Alb
, Schwäbische Alb , Deutschland
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Der Blautopf in Blaubeuren zählt zu den beeindruckendsten Karstquellen Deutschlands. Das Wasser schimmert dort in einem tiefen, leuchtenden Blau. Er liegt am Rande der Schwäbischen Alb, im Norden Blaubeurens, etwa 16 Kilometer westlich von Ulm auf rund 512 Metern Höhe. Unter seiner Oberfläche verbirgt sich ein weit verzweigtes Höhlensystem, das Forscher seit Jahrzehnten fasziniert.  Das Wasser entspringt dem Karstgestein der Schwäbischen Alb und bildet die Quelle des Flusses Blau, der bei Ulm in die Donau mündet.  

Die Faszination der Karstquelle 

Das Wasser schimmert in einem so intensiven Blau, dass es fast unwirklich erscheint. Der Blautopf ist nach dem Aachtopf die zweitwasserreichste Quelle Deutschlands, mit einer durchschnittlichen Schüttung von etwa 2.200–2.300 Litern pro Sekunde, abhängig von Regen und Trockenheit. Bei intensivem Wasseraustritt wirkt das Wasser des Blautopfs, als würde es »kochen«, da es mit hohem Druck austritt und die Wasseroberfläche zum Sprudeln bringt. Bei niedrigem Wasserdurchfluss hingegen zeigt es sich vollkommen klar und leuchtend blau – eine Einladung zum Staunen. 

Das geheimnisvolle Höhlensystem des Blautopfs 

Man sieht die klare Oberfläche, doch unter ihr öffnet sich ein verborgenes Reich. Über Jahrtausende hat das Karstgestein Höhlen und Gänge geschaffen, die das Wasser sammeln und wieder freigeben.  

Unter der glatten Wasseroberfläche verbirgt sich ein weitverzweigtes Höhlensystem – bestehend aus Blautopfhöhle und Vetterhöhle –, das zu den tiefsten und komplexesten Karstquellen Europas gehört. Man kann sich leicht vorstellen, wie das klare Quellwasser durch geheimnisvolle Gänge und unterirdische Flüsse fließt, bevor es im Blautopf ans Licht tritt. Taucher und Forscher haben diese Unterwasserwelt erkundet und dabei faszinierende Einblicke in das verborgene Labyrinth gewonnen. Das Höhlensystem wurde auf über 18 Kilometer Länge erforscht. Man ahnt, dass dieses Unterwasserlabyrinth noch viele Geheimnisse birgt. Es ist ein Reich, das zugleich fasziniert und respektvollen Abstand verlangt. 

Die Sage von der Schönen Lau 

Die Wassernixe »Schöne Lau« war die Gemahlin eines Wasserkönigs im Schwarzen Meer. Da sie keine lebenden Kinder gebären konnte, wurde sie in einen Blautopf verbannt. Durch den Kontakt mit den Blaubeurern lernte sie wieder zu lachen. Das befreite sie von ihrem Fluch und ermöglichte die Rückkehr zu ihrem Gemahl. 

Am Blautopf, gleich bei der Hammerschmiede, wurde der Schönen Lau ein Denkmal gesetzt. 

Anreise zum Blautopf in Blaubeuren 

  • Mit dem Auto: Man fährt über die Bundesstraße B28 oder die B492 in Richtung Blaubeuren. Parkmöglichkeiten findet man in der Nähe des Klosters und im Ortszentrum – von dort führt ein kurzer Spaziergang direkt zur Quelle. 

  • Mit dem Zug: Man steigt am Bahnhof Blaubeuren aus. Von dort erreicht man den Blautopf in wenigen Gehminuten, während man durch die historische Altstadt schlendert. 

  • Mit dem Fahrrad oder zu Fuß: Man folgt den ausgeschilderten Wegen entlang der Schwäbischen Alb, durch Wälder und Täler, bis man schließlich die blauschimmernde Quelle erblickt. 

Egal, welchen Weg man wählt – schon die Anfahrt zum Blautopf Blaubeuren stimmt einen auf das Naturerlebnis ein. 

Blautopf Blaubeuren – Natur, Mythos und Erlebnis 

Der Blautopf ist nicht nur ein geologisches Phänomen, sondern auch ein Ort voller Geschichten und Legenden. Man spürt die Jahrhunderte, die hier vergangen sind, und die Mythen, die sich um das tiefblaue Wasser ranken. Besucher aus aller Welt kommen nach Blaubeuren, um das einzigartige Farbenspiel zu bewundern und die besondere Atmosphäre dieses Naturwunders zu erleben. Ob als Ausflugsziel in Blaubeuren, als Tor in die Welt des Höhlensystems oder als Ort, an dem Sage und Wirklichkeit ineinanderfließen – der Blautopf bleibt ein Erlebnis, das man nicht vergisst. 

Häufige Fragen zum Blautopf in Blaubeuren (FAQ) 

Wie tief ist der Blautopf? 

Man blickt in die Tiefe und ahnt, dass der Blautopf mehr verbirgt, als man sehen kann. Mit rund 21 Metern Tiefe ist er einer der beeindruckendsten Karstquellen Deutschlands. Unter ihm beginnt das weit verzweigte Höhlensystem der Schwäbischen Alb. 

Warum ist der Blautopf so blau? 

Man sieht dieses tiefe, fast magische Blau und fragt sich, wie es entsteht. Die Farbe des Blautopfs ist das Ergebnis von Lichtstreuung im klaren Quellwasser: winzige Kalkpartikel im Karstgestein brechen das Sonnenlicht so, dass vor allem die blauen Lichtanteile sichtbar bleiben. So wirkt der Blautopf wie ein flüssiger Edelstein – ein Naturwunder, das jeden Besucher in seinen Bann zieht. 

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch am Blautopf? 

Man erlebt den Blautopf zu jeder Jahreszeit anders: Im Frühling und Sommer leuchtet er in hellem Türkis, im Herbst spiegelt er die bunten Wälder, im Winter ruht er still unter Frost und Schnee. Am eindrucksvollsten zeigt er sich, wenn das Sonnenlicht direkt auf die Quelle fällt. 

Wo kann man am Blautopf parken? 

Man findet Parkplätze im Ortszentrum von Blaubeuren sowie in der Nähe des Klosters. Von dort führt ein kurzer Spaziergang direkt zum Blautopf – durch die Altstadt, vorbei an Fachwerkhäusern, bis man das Blau zwischen den Bäumen erblickt. 

Kann man im Blautopf schwimmen? 

Man fühlt sich eingeladen, doch das Schwimmen im Blautopf ist streng verboten – zum Schutz der Natur und wegen der unsichtbaren Strömungen. Man genießt das Wasser am besten vom Ufer aus, wo man sein geheimnisvolles Blau in aller Ruhe betrachten kann. 

Kann man im Blautopf tauchen? 

Nein, das Tauchen im Blautopf ist für die Allgemeinheit untersagt, da die außergewöhnlichen Bedingungen und die Gefahren des Höhlensystems bereits zu vielen tödlichen Unfällen geführt haben. Der Zutritt zu diesem Höhlensystem ist ausschließlich erfahrenen und offiziell zugelassenen Höhlentauchern vorbehalten, die im Rahmen wissenschaftlicher Forschungsexpeditionen tätig sind.

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Blackforestline Todtnau – Spektakuläre Hängebrücke im Schwarzwald

Südlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Betritt man auf die Blackforestline, spürt man sofort man das leichte Schwanken unter den Füßen. Hoch oben, eingebettet in die grüne Natur des Schwarzwalds, spannt sich die Hängebrücke in 120 Metern Höhe über den Todtnauer Wasserfall. Mit einer Länge von 450 Metern verbindet sie zwei Aussichtspunkte.  

Lage der Blackforestline Todtnau – Mitten im Schwarzwald 

Die Blackforestline Hängebrücke liegt nahe dem idyllischen Städtchen Todtnau, eingebettet in die sanften Hügel und tiefen Wälder des Schwarzwalds. Von der Brücke eröffnet einen einzigartigen Panoramablick auf die Schwarzwaldregion Belchen und die Todtnauer Wasserfälle.  

Erlebnis & Atmosphäre: Eine filigrane Konstruktion inmitten der Natur 

Die Brücke gilt nicht nur als architektonisches Highlight, sondern auch als Symbol für die Verbindung von Mensch und Natur im Schwarzwald. 

Die Brücke ist wie eine Bühne zwischen Himmel und Tal. Die Aussicht reicht über dichte Nadelwälder, über die fallenden Wassermassen und weit in die Höhen der Todtnauer Bergwelt. Man blickt hinab auf das satte Grün der Bäume, hört das Rauschen des Windes – zugleich Nervenkitzel und Versprechen: Natur pur, Luft und Aussicht. 

Geschichte und Bau der spektakulären Hängebrücke – ein modernes Meisterwerk, das Tradition und Innovation verbindet 

Die Blackforestline wurde 2019 eröffnet und ist eine der längsten Fußgänger-Hängebrücken Deutschlands. 

Die technischen Details sind beeindruckend: Mit einer Spannweite von 450 Metern, einem 1,2 Meter breiten Laufsteg schwebt die Brücke über den Wasserfällen. Die Brücke wiegt insgesamt 730 Tonnen. Die Tragfähigkeit der Brücke liegt bei 1.000 Personen. Die Tragseile haben einen Durchmesser von 76 Millimetern. 

Sie wurde gebaut, um sowohl Abenteuerlustige als auch Naturliebhaber zu begeistern – zugleich beeindruckt die Konstruktion durch Stabilität und Sicherheit. 

Anreise zur Blackforestline in Todtnau 

Man erreicht die Blackforestline bequem mit dem Auto über die B317, die durch den Schwarzwald führt. Parkplätze sind am Besucherzentrum Todtnau vorhanden, von wo aus ein kurzer Spaziergang zur Hängebrücke führt.  

Für Wanderfreunde bieten sich zahlreiche Wege durch die Schwarzwaldregion an, die zur Brücke führen und dabei die Schönheit der Natur erlebbar machen. 

Öffnungszeiten & Eintrittspreise: 

Die Blackforestline ist ganzjährig geöffnet. Kurzfristige Schließungen aufgrund von Sturm oder Gewitter sind jedoch möglich.  

Sommeröffnungszeiten von 1. April bis 31. Oktober: 9:00 – 19:30 Uhr (letzter Einlass 19:00 Uhr) 
Winteröffnungszeiten von 1. November bis 31. März: 9:00 – 16:30 Uhr (letzter Einlass 16:00 Uhr) 

Besucherzentrum 

April bis Oktober 
Täglich: 10:00 bis 16:00 Uhr 

November bis März 
Täglich: 10:00 bis 15:00 Uhr 
(Stand Sept. 2025) 

Eintrittspreise Blackforestline und Todtnauer Wasserfall: 

Kombiticket Brücke & Wasserfall (Tagesticket): 
Erwachsene 12,00 € 
Kinder 9,00 € 

Einzelticket Wasserfall (Tagesticket):
Erwachsene 2,50 € 
Kinder 1,50 €  
(Stand Sept. 2025)

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Triberger Wasserfälle Schwarzwald – 163 m Naturkraft erleben

Mittlerer Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Lage der Triberger Wasserfälle – Im Herzen des Schwarzwalds 

Die Triberger Wasserfälle befinden sich mitten im malerischen Städtchen Triberg, eingebettet in die tiefgrünen Wälder des Hochschwarzwalds. Umgeben von moosbedeckten Steinen und uralten Bäumen, spürt man hier die Kraft und Ruhe der Natur. Über bequeme Wanderwege öffnet sich hier ein Naturparadies, das zum Verweilen und Staunen einlädt.  

Hoch über der Stadt stürzt die Gutach über mächtige Granitstufen, sieben Hauptfälle, insgesamt 163 Meter Fallhöhe, hinab. Man sieht die oberen drei Kaskaden, die sich sanfter neigen, über einen steilen Sturzbach gelangt man zu den sieben spektakulären Hauptstufen – ein Wechsel von Geräusch, Sprühregen und Licht.  

Die Wasserfälle sind leicht erreichbar und ziehen Besucher aus aller Welt an. 

Geschichte und Bedeutung der Triberger Wasserfälle 

Schon im 19. Jahrhundert entdeckten Besucher die Faszination der Triberger Wasserfälle. Man kann sich vorstellen, wie die ersten Touristen staunend vor diesem Naturschauspiel standen und die Kraft des Wassers bewunderten. Heute sind die Wasserfälle ein Symbol für die wilde Schönheit des Schwarzwalds und ein geschütztes Naturdenkmal, das mit Wanderwegen und Aussichtsplattformen liebevoll erschlossen wurde. 

Bereits 1805 wurden Wege gesichert, damit Menschen die Fälle gefahrlos erkunden konnten. Mit dem Bau der Schwarzwaldbahn Mitte des 19. Jahrhunderts nahm der Tourismus Fahrt auf — die Triberger Wasserfälle wurden zu einem der bekanntesten Naturdenkmäler Deutschlands.

Und mehr: 1884 nutzte Triberg die Wasserkraft der Gutach, um als eine der ersten Städte Deutschlands elektrische Straßenbeleuchtung einzuführen.  

Eine einzigartige Atmosphäre! 

Man hört das Grollen und spürt die Gischt im Gesicht. Eichhörnchen huschen über die Wege und abends, wenn die Wasserfälle bis 22 Uhr beleuchtet werden, verwandelt sich der Ort in ein märchenhaftes Schauspiel aus Wasser und Licht. Im Winter frieren Teile der Fälle zu und werden zu glitzernden Eisgebilden – ein Zauber, der bleibt! 

Es gibt drei verschiedene Wanderwege: Naturweg, Kulturweg, Kaskadenweg – jeder mit eigenen Ausblicken, Informationstafeln zu Pflanzen und Tieren.  

Anreise & Zugang 

Mit dem Auto: Triberg liegt im Schwarzwald, erreichbar über die B 33 durchs Kinzigtal. Parkplätze sind nahe beim Stadtzentrum, Hauptstraße / Ludwigsstraße (Haupteingang) sowie bei Bergsee, Scheffelplatz und Adelheid.  

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Die Schwarzwaldbahn bringt einen nach Triberg; auch Buslinien verbinden umliegende Orte. Vom Bahnhof oder Marktplatz sind es wenige Gehminuten zum Haupteingang der Wasserfälle.  

Zu Fuß & Wandernd: Wer gerne wandert, wählt den Naturweg oder Kulturweg, startet beim Haupteingang oder einem der anderen vier Zugänge – Bergsee, Scheffelplatz, Adelheid oder hinter der Asklepios-Klinik. 

Öffnungszeiten und Eintrittspreise  

(Stand Sept. 2025)  

Die Triberger Wasserfälle sind ganzjährig täglich geöffnet.  
Der Eingang bei der Asklepios Klinik wurde barrierefrei für Rollstuhlfahrer gestaltet. Der Weg bis zur ersten Plattform ist eben. 
Im Wasserfallgelände sind Hunde an der Leine erlaubt. Weitere Informationen unter: triberg.de 

Eintrittspreise im Sommer: 
Triberg-Inklusiv-Karte (Zugang zum Wasserfall und Schwarzwaldmuseum, sowie Triberg-Fantasy und Triberg-Land)    

Erwachsene: 8,00 €
Ermäßigte Preise: 7,50 €  

  • Kinder im Alter von 6 bis 17 Jahren 

  • Personen mit einer Behinderung von mindestens 50 % (mit Nachweis) 

  • Studierende     

Familienkarte: 20,00 € 
Gruppen ab 20 Personen: 7,00 € 
Freier Eintritt für Kinder unter 6 Jahren.  
0,50 € Nachlass mit Gästekarte. 

Winter: 
Im Winter ist nur der untere Teil der Wasserfälle begehbar. Die Wege dort werden geräumt und gestreut. Der Einlass erfolgt über die Hauptkasse. 

Häufige Fragen zu den Triberger Wasserfällen 

Warum sind die Triberger Wasserfälle so bekannt?  Mit einer Fallhöhe von 163 Metern gehören die Triberger Wasserfälle zu den höchsten Wasserfällen Deutschlands. Sie liegen mitten im Schwarzwald und sind seit Jahrhunderten ein beliebtes Naturdenkmal – ein Ort, an dem sich die Kraft des Wassers mit dem Zauber des Waldes verbindet. 

Wie viele Kaskaden haben die Triberger Wasserfälle? 

Die Wasserfälle bestehen aus sieben Hauptfällen, die sich stufenweise über Granitfelsen in die Tiefe stürzen. Auf den Wegen rundherum kann man jeden Abschnitt aus nächster Nähe erleben. 

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch? 

Im Frühjahr, wenn die Schneeschmelze die Gutach anschwellen lässt, zeigt sich die volle Wucht des Wassers. Aber auch im Sommer bleibt die Schlucht angenehm kühl. Besonders eindrucksvoll ist ein Besuch am Abend, wenn die Wasserfälle kunstvoll beleuchtet sind. 

Wie lange dauert ein Rundgang? 

Je nach Route – Naturweg, Kulturweg oder Kaskadenweg – kann man die Wasserfälle in 30 bis 90 Minuten erleben. Wer sich Zeit nimmt, findet unterwegs Rastplätze, Informationstafeln und Fotomotive in Hülle und Fülle. 

Gibt es Eintrittsgebühren? 

Ja, die Triberger Wasserfälle sind eintrittspflichtig, um die Pflege der Wege, die Sicherheit und den Schutz der Natur zu gewährleisten. Kinder, Familien und Gruppen profitieren von vergünstigten Tarifen. 

Wie erreicht man die Triberger Wasserfälle am besten? 

  • Mit dem Auto: Parkplätze nahe am Haupteingang sowie an Bergsee, Scheffelplatz und Adelheid. 

  • Mit der Bahn: Über die Schwarzwaldbahn direkt bis Triberg, von dort wenige Minuten zu Fuß. 

  • Zu Fuß: Mehrere Zugänge führen durch den Wald zum Wasserfall – ideal für Wanderer. 

Kann man die Wasserfälle im Winter besuchen? 

Ja, auch im Winter sind die Triberger Wasserfälle zugänglich. Dann verwandelt sich das Wasser oft in bizarre Eisformationen, die wie Kristalle im Sonnenlicht glitzern. Ein Anblick, den man nicht so schnell vergisst.

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Uracher Wasserfall: Naturwunder & Wanderstimmung in der Schwäbischen Alb

Uracher Alb
, Schwäbische Alb , Deutschland
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Lage und Entstehung – wo Wasser auf Kalk trifft 

Wandert man durch das stille Maisental, nur zwei Kilometer südwestlich von Bad Urach, öffnet sich plötzlich der Blick: Vor einem stürzt der Uracher Wasserfall in die Tiefe – ein Naturwunder, eingebettet in das Grün der Schwäbischen Alb

Der Brühlbach, gespeist von einer Karstquelle auf 623 Metern Höhe, tritt hier mit kristallklarer Kraft hervor. Im Sommer fließen rund 70 Liter pro Sekunde über die Felskante, doch nach starken Regenfällen oder Schneeschmelze steigert sich das Schauspiel: Dann donnern bis zu 420 Liter pro Sekunde in die Tiefe. 

Über eine markante Kalktuffstufe fällt das Wasser 37 Meter frei, ehe es über moosbewachsene Terrassen weitere 50 Meter in die Tiefe rauscht. Dabei verliert das kalkhaltige Wasser einen Teil seines Gehalts, der sich auf Moospolstern absetzt und sie mit feinen Schichten überzieht. Mit den Jahren entstehen so mehrere Meter dicke Ablagerungen – poröses Gestein, das man Kalktuff oder Quelltuff nennt. 

An der Absturzkante wächst dadurch ein immer weiter hervortretender Vorsprung, bis er schließlich über die Hochfläche hinausragt. Bricht er ab, stürzt er in die Tiefe – und formt so die charakteristischen Stufen, die den Uracher Wasserfall so unverwechselbar machen. 

Geschichte und Schutz – vom Naturdenkmal zum Geotop 

Schon im 19. Jahrhundert bündelte man kleine Rinnsale, um den Wasserfall in seiner heutigen Form entstehen zu lassen. Lange nutzte man hier Kalktuff als Baustoff, bis man erkannte, wie verletzlich dieses Naturjuwel ist. 

Der mit Moosen überzogene Fels bildet Lebensräume für seltene Insekten, die wiederum Tieren wie dem Feuersalamander Nahrung bieten. Geologie und Biologie sind hier untrennbar miteinander verwoben. 

Heute steht der Uracher Wasserfall unter strengem Schutz. Er ist ausgewiesenes Geotop, Teil des FFH-Gebiets »Uracher Talspinne«, eingebettet ins Biosphärengebiet Schwäbische Alb und geschützt im Naturschutzgebiet Rutschen. Damit bewahrt man nicht nur die wilde Schönheit des Ortes, sondern auch die stille Kraft des Wassers. 

Wanderwege zum Uracher Wasserfall – Natur auf Schritt und Tritt 

Von Bad Urach führen gut ausgeschilderte Wanderwege direkt zum Wasserfall. Man folgt dem plätschernden Bach durch kühle Wälder und erreicht schließlich die Kaskaden. Auf der rechten Seite windet sich ein Pfad hinauf zur Hochfläche, wo eine Brücke über die Absturzkante führt. Dort blickt man hinab, wie das Wasser über die Tuffsteinkante rauscht – ein Anblick, der unvergesslich bleibt. 

Die Wanderwege eröffnen immer neue Perspektiven: sanfte Lichtungen, schroffe Felswände, der stetige Wechsel von Wald und Wasser. Ideal für Familien, Naturfreunde und Wanderer, die das Spiel der Elemente hautnah erleben möchten. 

Rundwanderung Uracher Wasserfall 

Etwa sechs Kilometer durch das Maisental, vorbei am Wasserfall und zurück unterhalb der Burgruine Hohenurach – ein abwechslungsreicher Klassiker. 

Rundwanderung Gütersteiner und Uracher Wasserfall 

Rund 10,5 Kilometer, die zwei Wasserfälle verbinden: vom Maisental zum Gütersteiner Wasserfall. Am Fuße des Runden Bergs geht es weiter zum Uracher Wasserfall und entlang des Brühlbachs zurück zum Ausgangspunkt.  

Rundwanderung Wasserfallsteig Bad Urach →

Ein zertifizierter Premiumweg: Malerische Streuobstwiesen, urige Laubwälder, der Gütersteiner Wasserfall und die imposanten Kalkfelsen der Schwäbischen Alb begleiten den Weg, bevor man den Uracher Wasserfall erreicht.  

Bitte auf die Wege nicht verlassen und Bereich des Wasserfalls nicht betreten, um die filigranen Strukturen nicht zu beschädigen! 

Fazit – Warum der Uracher Wasserfall so besonders ist 

Der Uracher Wasserfall zählt zu den eindrucksvollsten Naturwundern der Schwäbischen Alb. Er ist nicht nur eine Attraktion im UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb, sondern auch Teil des anerkannten UNESCO-Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Als Naturschauspiel und Wanderziel verbindet er Erdgeschichte, Lebensräume und Landschaftsromantik – und macht die Region zu einem der schönsten Reiseziele im Süden Deutschlands. 

Anreise zum Uracher Wasserfall – so gelangt man hin 

Mit dem Auto fährt man nach Bad Urach und folgt der Ausschilderung ins Maisental bis zum Parkplatz P 23 Bad Urach Wasserfall

Wer mit der Bahn reist, steigt am Bahnhof Bad Urach aus. Von dort erreicht man den Wasserfall in etwa 30 Gehminuten oder bequem mit dem Stadtbus (Linie 108), der direkt ins Maisental fährt. 

Gerade in den Sommermonaten lohnt es sich, frühzeitig aufzubrechen, um die Magie des Wasserfalls in Ruhe und ohne Gedränge zu erleben. 

FAQ zum Uracher Wasserfall 

Wo liegt der Uracher Wasserfall? 

Der Uracher Wasserfall liegt im Maisental, rund zwei Kilometer südwestlich von Bad Urach in der Schwäbischen Alb

Wie hoch ist der Uracher Wasserfall? 

Das Wasser stürzt zunächst 37 Meter frei über eine Kalktuffkante und fließt anschließend über weitere 50 Meter moosbewachsene Terrassen ins Tal. 

Wie kommt man zum Uracher Wasserfall? 

Von Bad Urach führen ausgeschilderte Wanderwege direkt zum Wasserfall. Autofahrer parken am Parkplatz Bad Urach Wasserfall, Bahnreisende starten am Bahnhof Bad Urach und erreichen den Wasserfall zu Fuß (ca. 30 Minuten) oder mit dem Stadtbus Linie 108. 

Welche Wanderwege führen zum Uracher Wasserfall? 

Beliebt sind der Rundwanderweg Uracher Wasserfall (ca. 6 km), die Rundwanderung Gütersteiner und Uracher Wasserfall (ca. 10,5 km) sowie der Wasserfallsteig Bad Urach, ein zertifizierter Premiumwanderweg. 

Ist der Uracher Wasserfall für Familien geeignet? 

Ja, die Wege sind gut ausgebaut und familienfreundlich. Kinder erleben die Natur hautnah. Festes Schuhwerk ist erforderlich. 

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch? 

Besonders eindrucksvoll zeigt sich der Wasserfall nach Regenfällen oder während der Schneeschmelze. Im Sommer sorgt er für Abkühlung, im Winter verwandelt er sich manchmal in ein bizarr schönes Eisgebilde. 

Kann man den Uracher Wasserfall mit Hund besuchen? 

Ja, Hunde sind auf den Wanderwegen willkommen. Man sollte sie jedoch an der Leine führen, da es steile Abschnitte und geschützte Naturbereiche gibt. 

Gibt es Eintrittsgebühren für den Uracher Wasserfall? 

Nein, der Zugang zum Naturwunder Uracher Wasserfall ist kostenlos. Lediglich fürs Parken am Maisental können Gebühren anfallen. 

Ist der Uracher Wasserfall barrierefrei erreichbar? 

Die Wege sind naturbelassen und teils steil. Für Rollstühle und Kinderwägen sind nur die ersten Abschnitte im Maisental geeignet, nicht aber die direkten Wege zum Wasserfall.

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Gütersteiner Wasserfall Schwäbische Alb – Naturjuwel entdecken

Uracher Alb
, Schwäbische Alb , Deutschland
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Wo liegt der Gütersteiner Wasserfall auf der Schwäbischen Alb? 

Man folgt stillen Pfaden durch das Maisental, nordwestlich des bekannten Uracher Wasserfalls. Nach gut zwei Kilometern öffnet sich ein verstecktes Kleinod, eingebettet in das sanfte Grün der Schwäbischen Alb. Hier fällt der Gütersteiner Wasserfall in einen alten Talschluss, einst Standort eines Klosters des Kartäuserordens.  

Entstehung und Geologie des Gütersteiner Wasserfalls 

Vor Augen liegt eine 25 Meter breite, 125 Meter lange Sinterkalkterrasse, geformt durch stetige Ablagerungen kalkhaltigen Wassers. Über diese Terrasse fließt der obere Teil des Wasserfalls – sanft, fast flüsternd – in ein künstlich angelegtes Becken. Von dort fließt das Wasser über eine moosbedeckte Kalktuffnase, die durch Ablagerungen entstanden ist. Das Zusammenspiel von Wasser, Kalk und Zeit formt hier lebendige Felsen.  

Pflanzen, Tierleben & Klima – das kleine Ökosystem am Wasserfall 

Man spürt die feuchte Luft, hört das Tropfen und sieht, wie sich Moos sanft über jeden Felsen legt. In diesem Bannwald gedeiht üppige Vegetation: Brunnenmoose, Hirschzungenfarn, überall Grün, das mit Wasser atmet.  

Im kleinen Becken unterhalb des oberen Wasserfalls leben Feuersalamanderlarven – kleine Lebewesen, die das klare Wasser zum Überleben brauchen. 

Wanderwege und Aussichten am Gütersteiner Wasserfall 

Man wandert über Naturpfade, die sich sanft durch Wald und Farnwiesen schlängeln. Das Blätterdach lichtet sich, und der Wasserfall zeigt sich zuerst leise, dann lauter, bis er schließlich die Kalktuffnase in die Tiefe fällt. Von verschiedenen Perspektiven – oberes Becken, Naturterrasse oder untere Fallstufe – eröffnet sich immer ein neues, faszinierendes Bild. 

Der Weg durch das Maisental führt zunächst über den Gestütshof Güterstein und steigt dann in einem schmalen Zickzackpfad zum Gütersteiner Wasserfall an. Oben angekommen, eröffnet sich der Blick auf den Wasserfall am Rand eines gefassten Teichs. Direkt oberhalb des Teichs erinnert eine kleine Kapelle an das bis 1560 hier bestehende Kloster Güterstein

Rundwanderung Wasserfallsteig Bad Urach →

Der Wasserfallsteig führt Wanderer abwechslungsreich zu den eindrucksvollen Naturschauspielen des Uracher und Gütersteiner Wasserfalls. Von der Albkante am Rutschenfelsen eröffnet sich ein weiter Blick ins Tal, der die Burgruinen Teck, Hohenneuffen und Hohenurach sichtbar macht. Diese Kombination aus Natur und Geschichte macht die Tour zu einem besonderen Erlebnis. 

Warum der Gütersteiner Wasserfall besonders ist 

Der Gütersteiner Wasserfall ist kein lautes Spektakel, sondern eine Symphonie aus Wasser, Stein und Pflanzen. Er zeigt, wie Vielfalt und Geologie sich verbinden und Lebensräume entstehen. 

Er steht nahe dem Uracher Wasserfall, doch seine Stimme ist leiser, geheimnisvoller. Wer ihn besucht, erlebt nicht nur einen Wasserfall auf der Schwäbischen Alb, sondern einen Ort zum Innehalten und Beobachten. 

Anreise zum Gütersteiner Wasserfall 

Mit dem Auto fährt man nach Bad Urach und folgt der Ausschilderung ins Maisental bis zum Parkplatz P 23 Bad Urach Wasserfall.  

Wer mit der Bahn reist, steigt am Bahnhof Bad Urach aus. Von dort weiter mit dem Bus (Linie 108), der direkt ins Maisental fährt.  

Tipp: Insbesondere in den Sommermonaten empfiehlt es sich, früh aufzubrechen, um den Wasserfall in aller Ruhe und ohne Menschenmengen zu erleben. So lässt sich die besondere Atmosphäre ungestört genießen.

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Ruine Falkenstein: Mittelalterliche Burg im Donautal entdecken

Naturpark Obere Donau
, Schwäbische Alb , Deutschland
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Man steht auf dem felsigen Höhenrücken, der sich majestätisch über das Donautal erhebt, und blickt hinab auf die sanften Flüsse und tiefgrünen Wälder. Hier, auf etwa 743 Metern über dem Meeresspiegel, thront die Ruine Falkenstein, ein Relikt aus längst vergangener Zeit. Hoch über den Ortschaften Neidingen und Thiergarten bei Beuron gelegen, erzählt diese mittelalterliche Burganlage Geschichten von Rittern, Adligen und der wechselvollen Geschichte der Region. 

Lage und Besonderheiten der Ruine Falkenstein 

Die Ruine Falkenstein besteht aus zwei separaten Burgen: dem Oberfalkenstein und dem Unterfalkenstein. Während der Oberfalkenstein frei zugänglich ist und auf einem langgezogenen Felssockel thront, liegt der Unterfalkenstein auf einer schmalen Felsnase oberhalb der Neumühle und ist aus Sicherheitsgründen nicht für Besucher geöffnet. Schon beim Näherkommen spürt man die Aura dieses historischen Ortes, der sich über 150 Höhenmeter über das Tal erhebt und einen atemberaubenden Blick auf die umliegende Landschaft bietet. 

Die beiden Burgen sind mehr als nur Ruinen; sie sind Zeugen einer Zeit, in der das Donautal von Rittern und Grafen beherrscht wurde. Archäologische Funde, wie Keramikfragmente, belegen, dass der Unterfalkenstein bereits zwischen 1100 und 1150 entstand – eine der ältesten Befestigungen der Region. Der Oberfalkenstein wurde später, zwischen 1200 und 1213, auf einem markanten Felssockel errichtet und später im 16. Jahrhundert von den Herren von Zimmern zu einem repräsentativen Jagdschloss im Renaissance-Stil ausgebaut. 

Geschichte der Ruine Falkenstein: Von der Frühzeit bis zur Sanierung 

Man kann sich vorstellen, wie einst Ritter und Edelleute durch die steinernen Tore schritten, über die Treppenrampe zur Kernburg stiegen und von den mächtigen Türmen aus die Umgebung beobachteten. Die Burg war nicht nur ein Wehrbau, sondern auch ein Ort der Repräsentation und des Lebens. Besonders eindrucksvoll ist die Tatsache, dass auf der Burg Falkenstein im Donautal nachweislich Glas verhüttet wurde – ein einzigartiges Zeugnis handwerklicher Meisterschaft im 16. Jahrhundert. 

Die Geschichte der Burg ist geprägt von wechselnden Besitzern: Von den frühen Herren von Falkenstein über die Grafen von Lupfen bis hin zu den Grafen von Zimmern, die die Burg im 16. Jahrhundert grundlegend modernisierten. Später gelangte die Anlage in den Besitz der Fürstenberger, die bis heute Eigentümer sind. 

Im Laufe der Jahrhunderte verfiel die Burg zunehmend, überwuchert von Bäumen und Sträuchern, bis in den 1970er Jahren die Aktion Ruinenschutz Oberes Donautal die Rettung einläutete. Zwischen 1977 und 1989 wurde die Ruine aufwändig saniert, freigelegt und für Besucher zugänglich gemacht. Dabei kamen zahlreiche archäologische Funde ans Licht, die heute im Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg verwahrt werden. 

Die Architektur der Ruine Falkenstein: Ein Blick auf Ober- und Unterfalkenstein 

Der Oberfalkenstein beeindruckt durch seine großzügige Anlage auf einem etwa 20 Meter hohen Felssockel. Man folgt einer alten Treppenrampe, die einst über die Vorburg führte, und erkennt noch deutlich den mächtigen Halsgraben, der die Burg nach Osten hin schützte. Die Mauerreste erzählen von mehreren Stockwerken, Türmen und einem ausgeklügelten Verteidigungssystem, das den technischen Anforderungen der damaligen Zeit entsprach. 

Im Gegensatz dazu ist der Unterfalkenstein eine kleinere Felsenburg, die aus zwei Felsen besteht, verbunden durch einen Steg. Obwohl nur wenige Mauerreste erhalten sind, zeugen sie von der frühen Geschichte der Falkensteiner Burgen und ihrer strategischen Lage über dem Donautal. 

Faszinierende Details: Glasverhüttung und der Falkensteiner Altar 

Ein besonderes Highlight der Burggeschichte ist die nachgewiesene Glasverhüttung auf Falkenstein. Die Grafen von Zimmern betrieben hier eine eigene Glasproduktion, deren Spuren in Form von Schmelztiegeln und Quarzsandgruben gefunden wurden. So wurden Fenster, Becher und Flaschen direkt auf der Burg gefertigt – ein einzigartiges Zeugnis mittelalterlicher Handwerkskunst im Donautal. 

In der Burgkapelle befand sich einst der berühmte Falkensteiner Altar, ein kunstvolles vierflügeliges Werk aus der Zeit um 1525. Heute sind die Tafeln des Altars in verschiedenen Museen ausgestellt, doch die Erinnerung an dieses Meisterwerk bleibt eng mit der Ruine verbunden. 

Besuch und Erkundung der Ruine Falkenstein 

Wer die Ruine Falkenstein besucht, betritt nicht nur eine historische Stätte, sondern taucht ein in eine Welt voller Geschichten und Entdeckungen. Der Aufstieg zur Burg ist ein Erlebnis für sich: Man wandert durch den Naturpark Obere Donau, spürt den Wind auf dem Höhenrücken und genießt immer wieder grandiose Ausblicke auf das Donautal. 

Die gut gesicherten und zugänglichen Bereiche der Ruine laden zum Erkunden ein. Infotafeln erläutern die Geschichte und Architektur, während die Aussichtspunkte zum Verweilen und Staunen einladen. Die Kombination aus Natur und Geschichte macht die Ruine Falkenstein zu einem unvergesslichen Ausflugsziel. 

Fazit: 

Die Ruine Falkenstein ist ein faszinierendes Zeugnis mittelalterlicher Baukunst und Geschichte im Donautal. Hoch über dem Fluss gelegen, bietet sie nicht nur einen atemberaubenden Ausblick, sondern auch spannende Einblicke in das Leben und Wirken der Ritter und Grafen vergangener Jahrhunderte. Die gelungene Sanierung macht sie heute zu einem lohnenden Ziel für Wanderer, Historiker und Naturliebhaber gleichermaßen.

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Menzenschwander Wasserfälle – Schwarzwald Naturwunder

Südlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Eindrucksvolle Wasserfälle im Gletschertal – Naturerlebnis hautnah 

Am nördlichen Ende des Menzenschwander Gletschertrogtals offenbart sich ein beeindruckendes Schauspiel: die Menzenschwander Wasserfälle. Während und nach der Eiszeit formten vom Feldberg kommende Wasserfluten hier eine Schlucht mit bis zu 30 Meter hohen Felswänden. In der wildromantischen Schlucht fallen die Menzenschwander Wasserfälle fallen mehreren Stufen die in die Tiefe.  

Die Menzenschwander Alb bahnt sich hier ihren Weg, mal wild, mal sanft. Im unteren Bereich leitet ein künstlich angelegter Wassersturz das Wasser zurück in den Fluss – harmonisch eingebettet in das felsige Panorama. Ein gut begehbarer Pfad führt durch die enge Klamm, über Natursteintreppen und schmale Brücken. Von den Aussichtspunkten zwischen bemoosten Felswänden blickt man direkt in das tosende Herz der Wasserfälle. 

Wer die Schlucht betritt, spürt die Kraft des Wassers, hört das Tosen und nimmt die frische Kühle in der Luft wahr. Ein Ort, der Abenteuerlust und Staunen vereint. 

Beleuchtung der Menzenschwander Wasserfälle 

Ein besonderer Tipp sind die beleuchteten Wasserfälle: Von Mai bis Oktober erstrahlt die Klamm an Mittwoch-, Samstag- und Sonntagabenden in romantischem Licht. Im Mai bis September von 20:30–22:30 Uhr, im Oktober von 19:00–21:00 Uhr. Dann verwandelt sich das Naturdenkmal in eine stimmungsvolle Kulisse. 

Beliebte Wanderwege rund um die Menzenschwander Wasserfälle 

Genießerpfad Menzenschwander Geissenpfad

Ein zertifizierter Premiumwanderweg führt rund 11 Kilometer durch die urige Landschaft des Schwarzwaldes. Der Geissenpfad verbindet Naturerlebnis mit Kulturgeschichte: Auf schmalen Pfaden geht es durch die Menzenschwander Klamm, vorbei an Weiden, Wasserläufen und den imposanten Menzenschwander Wasserfällen. Zahlreiche Aussichtspunkte eröffnen weite Blicke über das Tal bis hin zum Feldberg.  

Familienwanderung zu den Menzenschwander Wasserfällen 

Eine leichte und kinderfreundliche Route macht die Wasserfälle in Menzenschwand auch für Familien erlebbar. Über gut ausgebaute Wege führt der knapp 3 Kilometer lange Rundweg direkt zur Schlucht und den rauschenden Kaskaden. Stege, Treppen und kleine Brücken sorgen für Abwechslung, während die Nähe zum Wasser für Spannung bei den Kleinsten sorgt. 

Von Menzenschwand zum Herzogenhorn 

Wer es sportlicher mag, wählt die Tour vom Menzenschwander Tal hinauf zum Herzogenhorn. Auf rund 14 Kilometern und über 800 Höhenmetern gelangt man zum zweithöchsten Gipfel des Schwarzwaldes. Oben erwartet einen ein grandioses Panorama über Feldberg, Titisee und die weite Berglandschaft. Unterwegs säumen Wälder, Alpwiesen und die Aussicht auf die Wasserfall-Schlucht den Weg. 

Beste Besuchszeit und Sicherheit 

Die Menzenschwander Wasserfälle im Schwarzwald sind ganzjährig zugänglich. Bei Schnee und Eis ist jedoch Vorsicht geboten – der Besuch erfolgt auf eigene Gefahr. 

Anreise zu den Wasserfällen  
  • Mit dem Auto: Über die B500 von Waldshut-Tiengen Richtung Titisee-Neustadt, in Häusern auf die L149 Richtung St. Blasien abbiegen, dann rechts auf die L146 nach Menzenschwand. Vor dem Ort zweigt die K5622 zum Wanderparkplatz ab. Der Parkplatz am Wasserfall ist gebührenpflichtig. 

  • Mit Bus & Bahn: Öffentliche Verkehrsmittel bringen Besucher bis Menzenschwand-Hinterdorf. Von dort ist der Weg zu den Wasserfällen ausgeschildert.

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Ruine Dietfurt: Historische Burgruine im Naturpark Obere Donau

Naturpark Obere Donau
, Schwäbische Alb , Deutschland
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Lage der Ruine Dietfurt im Naturpark Obere Donau 

Die mittelalterliche Höhenburg Dietfurt thront über dem kleinen Ort Dietfurt, nur fünf Kilometer westlich von Sigmaringen. Eingebettet im Naturpark Obere Donau, ist sie ein stiller Wächter über die Landschaft. 

Geschichte der Burgruine Dietfurt 

Die Burg Dietfurt wurde erstmals 1095 erwähnt und schützte einst eine wichtige Donaufurt, die heute noch 110 Meter unterhalb sichtbar ist. Über Jahrhunderte wechselten die Besitzer – von den Herren von Dietfurt über die Waldburger bis zu den Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen. Im 17. Jahrhundert verfiel die Burg, und was blieb, ist die eindrucksvolle Ruine Dietfurt, ein Zeugnis mittelalterlicher Höhenburg. 

Die Burghöhle Dietfurt – Ein archäologisches Kleinod 

Unter der Burganlage öffnet sich die Burghöhle Dietfurt, eine 40 Meter lange Durchgangshöhle im Jurakalk. Mehrere Hallen mit bis zu acht Metern Höhe sind durch schmale Gänge verbunden. Archäologische Funde zeigen eine Nutzung seit dem Paläolithikum, mit Spuren aus Bronzezeit, Mesolithikum und Neolithikum – ein Schatz im Donautal. 

Nutzung und Pflege im 20. Jahrhundert 

Im 20. Jahrhundert nutzte der Neutempler-Orden die Ruine kurzzeitig. Heute gehört die Anlage der DRK-Bergwacht Sigmaringen, die das Gelände pflegt und Sanierungsarbeiten durchführt, um die Geschichte lebendig zu halten. 

Wanderwege und Besuch der Ruine Dietfurt 

Die Ruine liegt am Rand beliebter Wanderwege im Naturpark Obere Donau. Das Burggelände ist abgesperrt und darf nicht betreten werden, doch die Burghöhle Dietfurt kann nach Anmeldung bei der Bergwacht Sigmaringen besichtigt werden. 

Anreise zur Ruine Dietfurt 

Mit dem PKW erreicht man die Ruine Dietfurt bequem über die Bundesstraße B32 und L227. Von Sigmaringen aus fährt man Richtung Inzigkofen und folgt den Hinweisschildern zum Ortsteil Dietfurt. Parkmöglichkeiten gibt es am Ortsrand. Von dort führt ein kurzer Spaziergang durch den Naturpark Obere Donau zum Aussichtspunkt auf die Ruine. 

Wer mit Bus und Bahn anreist, fährt zunächst nach Sigmaringen. Von dort bringt ein Regionalbus den Besucher zum Ortsteil Dietfurt. Die Bushaltestelle liegt fußläufig vom Wanderweg entfernt, der zur Ruine Dietfurt führt.

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Inzigkofer Grotten, Felsentor & Felsdach – Natur & Geschichte im Donautal

Naturpark Obere Donau
, Schwäbische Alb , Deutschland
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Mitten im malerischen Donaubergland, im Fürstlichen Park Inzigkofen, befindet sich ein Naturjuwel: die Inzigkofer Grotten mit ihrem markanten Felsentor. Nur wenige Schritte entfernt liegt das Felsdach Inzigkofen, an dem archäologische Funde entdeckt wurden. Diese Stätten bieten nicht nur Wanderern, sondern auch Natur- und Geschichtsinteressierten einen faszinierenden Einblick in die regionale Natur- und Kulturgeschichte. 

Die Inzigkofer Grotten und die Nebelhöhle  

Vom Känzele, einem Aussichtspunkt über das Donautal, führen schmale Treppenwege hinab. Dort eröffnet sich der Blick auf die Inzigkofer Grotten – markante Felsüberhänge, die das Wasser der Schmeie im Laufe der Zeit geformt hat. Die hoch aufragenden Muschelkalkfelsen sind bizarr geformt mit Säulen und Aushöhlungen. Inmitten dieser uralten Landschaft liegt die Nebelhöhle, fünf Meter hoch und zehn Meter tief.  

Das Felsentor – Ein Naturportal zum Staunen 

Das imposante Felsentor ist ein Durchbruch in einer mächtigen Muschelkalkwand, durch den ein Wanderweg direkt hindurchführt. Dieses Naturwunder ist ein Highlight für Wanderer und Fotografen. 

Geschichte der Inzigkofer Grotten – Jagd und Adel im 19. Jahrhundert 

Inzigkofen diente im 19. Jahrhundert, genauer in den 1840er Jahren als Sommersitz von Erbprinz Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen. Die Grotten wurden damals mit Holzbänken und Tischen möbliert und mit alten hölzernen Waffen geschmückt. Nach den Jagden wurde das erlegte Wild hier aufgereiht. 

Entstehung der Felsformationen – Ein Blick in die Urzeit 

Die markanten Felsformationen sind das Ergebnis der Auswaschung von Massenkalken, die vor rund 150 Millionen Jahren organisch aus Schwammriffen im tropisch-warmen Weißjurameer entstanden sind. 

Die Schmeie schnitt sich ein Bett in den Stein und formte die Tallandschaft, bis die Donau nach der Riss-Eiszeit ihren Lauf übernahm. 

Das Felsdach Inzigkofen  

Nicht weit entfernt an der Donau, nahe des Nickhofs, liegt das Felsdach Inzigkofen, eine archäologische Fundstätte. Hier entdeckten Forscher Fundschichten mit Artefakten aus der Mittelsteinzeit, der Jungsteinzeit und der Bronzezeit: Hirschgeweihharpunen, Steingeräte, Tierknochen, Geweih- und Steinartefakte. Das Felsdach wurde von den Menschen vermutlich nicht als dauerhafter Wohnplatz genutzt, sondern es wurde saisonal als Lagerstätte für Jagd- und Fischfangaktivitäten im Donautal genutzt. 

Wanderwege rund um die Inzigkofer Grotten – Natur und Geschichte erleben 

Die Region bietet zahlreiche Wanderwege, die zu den Inzigkofer Grotten führen. Die Rundwege entlang der Donau laden zum Verweilen und Staunen ein. Auf dem Weg trifft man nicht nur auf beeindruckende Naturformationen, sondern erlebt auch den Zauber eines sehr alten Landschaftsraums. 

Eine schöne Möglichkeit die Grotten zu entdecken bietet die Wanderung entlang der Donaufelsen und des Klosterfelsenwegs im Fürstlicher Park Inzigkofen →

Fazit: Mit jedem Schritt durch die Inzigkofer Grotten spürt man die Jahrmillionen, die diese Landschaft geformt haben. Das Donautal offenbart seine Schönheit in jedem Fels und jedem Schatten. Die Inzigkofer Grotten sind mehr als Gestein. Sie sind ein Ort, an dem der Wanderer Geschichte, Geologie und Mythos zugleich spürt – ein Naturwunder im Donautal

Anreise:  

Die Anreise ist unkompliziert: Mit dem Auto erreicht man Inzigkofen über die B313.   
Für den kürzesten Weg zu den Grotten nimmt man den Parkplatz am Bahnhof Inzigkofen an der L 277 oder den Parkplatz Nickhof.  
Auch per Bahn gelangt man über Sigmaringen bequem in die Region.

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Teufelsbrücke, Höll & Felsentunnel im Fürstlichen Park Inzigkofen entdecken

Naturpark Obere Donau
, Schwäbische Alb , Deutschland
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Im Herzen des Fürstlichen Parks Inzigkofen erhebt sich die sagenumwobene Teufelsbrücke. Kühn spannt sie sich über die gewaltige »Höll«-Schlucht, deren steile Felswände vom Wasser der Donau geformt wurden. Die Brücke ist nicht nur ein verbindendes Element zwischen den steilen Felshängen, sondern auch ein Symbol für das Zusammenspiel von menschlicher Ingenieurskunst und den Kräften der Natur. 

Von der Teufelsbrücke aus eröffnet sich ein wunderbares Panorama über die Donau, die von idyllischen Auen und schroffen Felsen gesäumt wird. 

Geschichte der Teufelsbrücke 

Errichtet wurde die Brücke erstmals 1843 als Holzkonstruktion, um die Schlucht zu überwinden.  1895 ersetzte man sie durch die heutige Betonkonstruktion. Mit einer Breite von 21 Metern und einer Tiefe von rund 19 Metern wirkt die Schlucht dramatisch und eindrucksvoll. 

Die Namensgebung folgt der romantischen Mode des 19. Jahrhunderts, inspiriert von der berühmten Teufelsbrücke am Gotthardpass in der Schweiz. Auch die dazugehörige Sage darf nicht fehlen: Demnach soll der Teufel einst beim Bau geholfen haben, doch der Baumeister überlistete ihn, als es um den Lohn ging. 

Durch den Felsentunnel 

Überquert man die Teufelsbrücke, so führt der Weg durch den Felsentunnel, der kunstvoll in den Stein geschlagen wurde.  

Wanderwege zur Teufelbrücke 

Die Kombination aus Geschichte, Architektur und Natur macht die Teufelsbrücke mit der »Höll«-Schlucht und dem Felsentunnel zu einem unvergleichlichen Erlebnis im Donautal – perfekt für alle, die beim Wandern Geschichte spüren möchten. 

Die Wanderung über die Teufelsbrücke ist Teil der Wanderung entlang der Donaufelsen und des Klosterfelsenwegs im Fürstlicher Park Inzigkofen → 

Diese kurze Rundwanderung ist ideal um die Sehenswürdigkeiten des Parks zu erkunden. Wer hier wandert, taucht ein in eine Landschaft voller Kontraste: rauer Stein trifft auf sanftes Grün, Geschichte verbindet sich mit Natur. 

Fazit: Die Teufelsbrücke Inzigkofen, die geheimnisvolle »Höll« und der eindrucksvolle Felsentunnel sind mehr als nur Bauwerke und Naturformationen. Sie sind Orte, an denen sich Romantik, Sage und Naturgewalt verweben – eine Sehenswürdigkeit im Donautal, die man nicht nur besucht, sondern erlebt. 

Lage und Anreise 

Der Fürstliche Park Inzigkofen liegt im Donautal, nahe der Gemeinde Inzigkhofen. Anreisen kann man über Sigmaringen, das mit Bahn und Auto gut erreichbar ist. Die Teufelsbrücke mit der »Höll«-Schlucht und dem angrenzenden Felsentunnel erreicht man am schnellsten über gut ausgeschilderte Wanderwege ab dem Parkplatz am ehemaligen Kloster Inzigkofen.

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Meinradskapelle Inzigkofen – Eremitage im Donautal

Naturpark Obere Donau
, Schwäbische Alb , Deutschland
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Lage auf der Eremitage 

Hoch über der Donau erhebt sich die Meinradskapelle Inzigkofen, malerisch gelegen auf der sogenannten Eremitage im Fürstlichen Park. Wer hier ankommt, spürt die Ruhe des Ortes, mit Blick auf den Amalienfelsen und die Teufelsbrücke. Die Kapelle thront auf dem höchsten Punkt des Hügels, umgeben von altem Baumbestand inmitten des Donautals. 

Geschichte der Meinradskapelle 

Im 19. Jahrhundert ließ die fürstliche Familie eine neogotische Kapelle errichten, geweiht dem Hausheiligen St. Meinrad der Hohenzollern. Kunstvolle Kreuzigungsbilder in Öl auf Kupfer schmückten ihr Inneres. 

Doch 1947 zerstörte ein verheerendes Feuer das Bauwerk. Bereits 1948 wurde sie als schlichte Holzkapelle wieder aufgebaut.  

Als 1953 der Pioniersteg durch ein Hochwasser fortgerissen wurde, verfiel die Eremitage in einen Dornröschenschlaf. Erst mit der Eröffnung der Hängebrücke 2019 wurde die Kapelle wieder von beiden Seiten der Donau leicht zugänglich. 

Romantik und Hochzeiten 

Heute ist die Meinradskapelle Inzigkofen nicht nur ein Zeugnis der Geschichte, sondern auch ein Ort für die Gegenwart. Ihre idyllische Lage macht sie zu einer einzigartigen Hochzeitslocation im Donautal.  

Anreise: Am besten erreicht man die Meinradskapelle über den nördlichen Zugang zum Fürstlichen Parks Inzigkofen vom Parkplatz an der L277.

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Amalienfelsen Inzigkofen – Naturdenkmal im Donautal

Naturpark Obere Donau
, Schwäbische Alb , Deutschland
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Lage über der Donau 

Rund 29 Meter über dem Wasserspiegel der Donau erhebt sich der Amalienfelsen im Donautal. Der steile Kalkfelsen bildet nicht nur ein geologisches Schutzgebiet, sondern ist auch einer der schönsten Aussichtspunkte des Fürstlichen Parks. Von hier aus reicht der Blick weit über die Eremitage, die Donauauen und die umliegenden Wälder. 

Geschichte: Erinnerung an Fürstin Amalie Zephyrine 

Nach ihrer Rückkehr aus Paris machte die Fürstin Amalie Zephyrine von Hohenzollern-Sigmaringen Inzigkofen zu ihrem bevorzugten Aufenthaltsort. Als großzügige Förderin der ärmeren Bevölkerung wurde ihr zu Ehren der ehemals »Blaufelsen« genannte Kalkfelsen in Amalienfelsen umbenannt. Eine Inschrift am Felsen mit den großen Lettern »Andenken an Amalie Zephyrine 1841« erinnert an die Fürstin. Das Allianzwappen der Fürstenhäuser Hohenzollern-Sigmaringen und Salm-Kyrburg schmückt das Denkmal und würdigt Amalie Zephyrine als Schöpferin des Inzigkofer Landschaftsparks. 

Natur und Panoramablick 

Die Westseite des Kalkfelsens wird tief vom Wasser der Donau umspült. Besonders eindrucksvoll ist der Panoramablick hoch vom Felsen über die Donau. Die Lindenallee führt den Blick zielgenau auf die Wallfahrtskirche St. Peter und Paul in Laiz – eine bewusst gestaltete Sichtachse im Geist romantischer Landschaftsgärten. 

Geologie und Donaudurchbruch 

Der Amalienfelsen im Donautal ist ein Zeugnis der Weißjurazeit. Der Felsen markiert zugleich den Ausgang des spektakulären Donaudurchbruchs durch die Schwäbische Alb. So verbindet der Felsen Geologie und Geschichte – ein Platz, an dem man den Atem der Natur spürt und zugleich den Geist der Romantik. 

Wanderwege 

Gut ausgeschilderte Wege durch den Fürstlichen Park Inzigkofen laden ein, den Amalienfelsen und seine Umgebung zu Fuß zu erkunden. 

Eine fünf Kilometer lange Wanderung durch den Fürstlichen Park Inzigkofen verbindet auf eindrucksvolle Weise Naturerlebnis und Geschichte. Romantische Orte wie die Eremitage laden zum Verweilen ein. Die Hängebrücke Inzigkofen schafft eine Verbindung zwischen den beiden Parkteilen, während die sagenumwobene Teufelsbrücke von einer alten Legende erzählt. Der Weg führt weiter zum Aussichtspunkt Känzele und zu den Inzigkofer Grotten. Ein Abstecher zum Kloster Inzigkofen ergänzt die Tour um Elemente von Natur, Heilkunst und Spiritualität. Zum Abschluss bietet der Amalienfelsen einen beeindruckenden Blick auf die Donauschleife. 

Wandern entlang der Donaufelsen und des Klosterfelsenwegs: Fürstlicher Park Inzigkofen →  

Fazit: Der Amalienfelsen im Fürstlichen Park Inzigkofen ist mehr als ein Felsen – er ist ein lebendiges Denkmal, das Natur, Geschichte und Kultur in einer einzigartigen Kulisse vereint. Ein Ort, der zum Verweilen und Träumen einlädt. 

Anreise  

Der Amalienfelsen im Fürstliche Park Inzigkofen liegt idyllisch an der Donau, gut erreichbar mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln.   

Die einfachste Route führt über den südlichen Zugang des Parks vom Parkplatz Teufelsbrücke nahe des ehemaligen Klosters Inzigkofen.

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Kräutergarten Inzigkofen – Heilpflanzen & Klostergarten

Naturpark Obere Donau
, Schwäbische Alb , Deutschland
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Lage und Ursprung 

In der Anlage des ehemaligen Augustiner-Chorfrauenstifts liegt der Kräutergarten Inzigkofen. Seit 1992 vom NABU betreut, ist er ein Ort, an dem Natur, Geschichte und Kultur zu einem lebendigen Erlebnis verschmelzen. 

Vielfalt der Pflanzenwelt 

Auf rund 600 Quadratmetern entfaltet sich eine faszinierende Sammlung von etwa 250 Kulturpflanzen. Jedes Gewächs trägt sein Schild mit deutschem und botanischem Namen, Pflanzenfamilie und Hinweisen zur Verwendung. So wandert man von Beet zu Beet und liest Geschichten, die Pflanzen seit Jahrhunderten begleiten. 

Heilpflanzen und Küchenkräuter 

Der größte Teil des Gartens gehört den Heilpflanzen: Johanniskraut, Mariendistel, Arnika, Roter Sonnenhut oder das sagenumwobene »Kraut der Unsterblichkeit«. Gleich daneben duftet das Küchenkräuterbeet mit Zitronenverbene, Salbei, Thymian, Minze und Liebstöckel – eine lebendige Apotheke und Speisekammer zugleich. 

Kulturpflanzen und alte Getreidearten 

Ein besonderes Beet zeigt jährlich wechselnde Kulturpflanzen wie Weizen, Gerste oder Dinkel. Daneben wachsen fast vergessene Arten: Emmer, Einkorn, Amarant oder Linsen. Zwischen den Halmen blühen Wildkräuter wie die Kornrade – heute selten geworden und hier doch lebendig. 

Blüten, Färberpflanzen und Rosen 

Im Blumenbeet blühen Pflanzen, wie man sie einst aus Bauerngärten kannte. Das Steingartenbeet leuchtet im Frühjahr, während ein weiteres Beet den Färbepflanzen gewidmet ist – Krapp, Färberkamille oder Färberwaid erzählen von Zeiten, als Pflanzen die Farben der Stoffe lieferten. 

Am Rand lädt ein Rosenpfad ein, auf dem man heimischen Wildrosen begegnet: Weinrose, Mairose, Apfelrose und viele mehr. 

Lebensraum für Tiere 

Der Garten ist nicht nur für Menschen da. Vögel und Insekten finden hier Nistkästen, Wildbienenstände, Trockenmauern, Steinhaufen, Blumenwiesen und wilde Ecken. Tafeln erklären die Bedeutung dieser Biotope und zeigen, wie man sie im eigenen Garten schaffen kann. 

Info-Raum und Ausstellung 

Im Info-Raum finden Besucher kleine Ausstellungen zu Gartenthemen und der Geschichte des Kräutergartens. Broschüren zu Pflanzen und Natur ergänzen den Rundgang. 

Öffnungszeiten und Eintritt 

Der Kräutergarten Inzigkofen ist in den Sommermonaten täglich geöffnet und jederzeit frei zugänglich. Ein stilles Refugium, das man auf eigene Faust entdecken kann. 

Fazit: Wer durch den Kräutergarten Inzigkofen wandert, erlebt eine Reise durch die Welt der Heilpflanzen, Kulturpflanzen und Kräutertraditionen. Zwischen Rosen, Kräuterschnecke und Blumenwiese erwacht die alte Klosterkultur zum Leben – ein Ausflugsziel im Donautal, das gleichermaßen lehrt, inspiriert und verzaubert. 

Anreise zum Kräutergarten Inzigkofen 

Der Kräutergarten Inzigkofen liegt im malerischen Donautal, eingebettet in die Anlage des ehemaligen Augustinerinnenklosters. Ausgangspunkt ist der Ort Inzigkofen, nur wenige Kilometer von Sigmaringen entfernt. 

  • Mit dem Auto: Von Sigmaringen erreicht man Inzigkofen in wenigen Minuten. Ideal ist der Parkplatz Teufelbrücke beim ehmaligen Kloster. 

  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Über den Bahnhof Sigmaringen ist die Region gut angebunden. Von dort fährt man mit dem Bus nach Inzigkofen. 

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Hängebrücke Inzigkofen – Abenteuer & Ausblick über die Donau

Naturpark Obere Donau
, Schwäbische Alb , Deutschland
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Lage und Bedeutung – Eine Brücke als Herzstück des Fürstlichen Parks 

Die Hängebrücke Inzigkofen spannt sich elegant wie ein Spinnennetz über die Donau. Sie verbindet die nördlichen und südlichen Parkteile – nach Jahrzehnten, in denen der Fluss eine unüberwindbare Barriere bildete. 

Überquert man die Brücke, spürt man das sanfte Schwingen unter den Füßen, während der Blick über die zerklüfteten Felsen und die weitläufigen Donauauen schweift.  

Geschichte – Von der Fährverbindung zum modernen Wahrzeichen 

Vor rund 200 Jahren legte Fürstin Amalie Zephyrine den Fürstlichen Park an, der durch die Donau in zwei Teile getrennt wurde. Damals verband eine Fährverbindung die Parkteile. 

1940 entstand ein Pioniersteg, der 13 Jahre später einem Hochwasser zum Opfer fiel. Erst 2019 konnte die moderne Fußgängerhängebrücke eingeweiht werden, die den nördlichen und südlichen Teil des Fürstlichen Parks Inzigkofen wieder verbindet und die Donau zum Herzstück der Landschaft macht. 

Architektur und Natur – Filigrane Konstruktion im Einklang mit der Landschaft 

Die Brücke aus stählernen Drahtseilen wirkt wie ein zartes Spinnennetz, das sich behutsam in die natürliche Umgebung einfügt. Von hier aus genießt man einen freien, ungehinderten Blick auf den Fluss, die Auenlandschaft und den Amalienfelsen. Die Hängebrücke ist nicht nur ein praktisches Verbindungselement, sondern auch ein ästhetisches Highlight und gilt als Symbol für die Wiedervereinigung des Parks. 

Anreise: Die Hängebrücke Inzigkofen erreicht man am besten vom nördlichen Zugang des Parks, vom Parkplatz an der L277.

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Spirkelbacher Rauhfels: Klettern & Wandern im Buntsandstein-Paradies

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Man betritt eine Welt, in der die rauen Formen des Buntsandsteins die Landschaft dominieren, wo die Natur mit jeder Faser spürbar wird. So steht er da, der Spirkelbacher Rauhfels, ein markantes Felsmassiv auf dem kleinen Rauhberg, dessen 371 Meter Höhe die umliegenden Wälder still umarmen. Hier, nahe der Gemeinde Spirkelbach im Landkreis Südwestpfalz, erhebt sich der mächtige Felsen bis zu 46 Meter in die Höhe und öffnet Wanderern und Kletterern gleichermaßen seine faszinierende Welt. 

Faszinierende Buntsandsteinfelsen auf dem kleinen Rauhberg 

Der Spirkelbacher Rauhfels ist einer von drei markanten Buntsandsteinfelsen auf dem kleinen Rauhberg. Neben ihm thronen der Krappenfels – auch als Rauhbergtürmchen bekannt – und der Rauhbergpfeiler, die zusammen ein vielseitiges Kletterparadies formen. Diese Felsen sind nicht nur beeindruckend in ihrer Größe, sondern auch in ihrer Vielfalt. Über zahlreiche, teils ausgeschilderte Wege sind sie für Wanderer erreichbar, die sich vom Naturschauspiel Buntsandstein verzaubern lassen möchten. 

Zwischen Wanderlust und Kletterabenteuer 

Beim Aufstieg zum Rauhfels spürt man die Geschichte, die dieser Fels erzählt: Jahrtausende der Verwitterung, kraftvoll modelliert vom Wind und Wasser, haben die harte Oberfläche geprägt. Wanderer finden hier schmale Pfade, die am Osthang des Bergs starten und über teils ausgesetzte Passagen zu einer atemberaubenden Aussichtsplattform führen, die einen glänzenden Blick über den Wasgau freigibt – eine Landschaft, die zum Träumen einlädt. 

Für die Kletterer ist der Spirkelbacher Rauhfels ein wahres Eldorado. Jede Saison locken unterschiedlichste Kletterrouten mit einer Bandbreite an Schwierigkeitsgraden vom Anfänger bis zum erfahrenen Alpinisten. Die Sonne erwärmt schon früh im Jahr die sonnenverwöhnten Wände, sodass selbst im Winter geklettert werden kann – ein Privileg, das dieser einzigartige Ort bietet. 

Der Weg zum Naturdenkmal – Anreise und Zustieg 

Den Parkplatz erreicht man unkompliziert, wenn man mit dem Auto nach Spirkelbach fährt und vor allem die Hohlstraße ins Auge fasst. Von hier aus weisen die Wanderwegmarkierungen – die Route Nr. 1 besonders – den direkten Pfad hinauf zum Felsmassiv. Alternativ führt auch ein Zugang von Hauenstein oder entlang der Straße zwischen Wilgartswiesen und Hauenstein zum Ziel. 

Etwas abseits der Hauptwand erhebt sich der Rauhbergpfeiler, der durch seine exponierte Lage und anspruchsvolleren Kletterrouten zu besonderen Herausforderungen einlädt. Ebenso beeindruckend ist der Rauhfels am Westende, nahe dem Otto-Wendel-Turm, der eine weitere Aussichtsstation markiert. 

Naturschutz und Verhaltensregeln am Spirkelbacher Rauhfels 

Die Schönheit und Ruhe dieser Landschaft sind empfindlich. Der Spirkelbacher Rauhfels ist als Naturdenkmal geschützt. Kletterer müssen besonders im Frühjahr auf temporäre Sperrungen achten, die dem Vogelschutz dienen. Diese Maßnahme ist essenziell, um die artenreiche Vogelwelt zu bewahren und im Einklang mit der Natur zu klettern. 

Das Erlebnis Spirkelbacher Rauhfels – eine Symbiose aus Natur, Sport und Erholung 

Beim Wandern entlang der roten Buntsandsteinfelsen fühlt man sich wie in einem uralten Gemälde, das die Kraft der Natur widerspiegelt. Der rauhe Fels und die umgebenden Wälder erzählen Geschichten von Zeit und Beständigkeit. Das Riff auf dem Rauhberg lädt ein, es zu erkunden, zu bezwingen, oder einfach die Aussicht in vollen Zügen zu genießen. 

Kurz gesagt: Der Spirkelbacher Rauhfels bietet jedem Besucher ein Stück wildromantisches Abenteuer – sei es beim Wandern auf den steilen Pfaden, beim Klettern an den vielseitigen Routen oder beim stillen Verweilen an einem der schönsten Orte des Pfälzerwaldes.

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Kleiner Rauhberg im Pfälzerwald: Wanderparadies und Buntsandsteinfelsen entdecken

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Man steht am Fuße eines bewaldeten Berges, dessen Gipfel sich 371 Meter über Normalhöhennull erhebt – der Kleine Rauhberg, auch bekannt als Spirkelbacher Rauhberg. Eingebettet im südlichen Pfälzerwald, liegt er im Dahner Felsenland, einer sagenhaften Region des Wasgaus. Ein Ort, wo die Zeit langsamer zu fließen scheint und die Natur in majestätischer Stille ihre Spuren hinterlässt. 

Faszinierender Kegelrücken mit markanten Buntsandsteinfelsen 

Der Kleine Rauhberg ist nicht nur ein bewaldeter Hügel, sondern ein Kegelrückenberg, geformt aus uraltem Buntsandstein, der vor etwa 251 bis 243 Millionen Jahren entstand. Seinen Anblick bestimmen markante Felsformationen: der mächtige Rauhfels am Westhang, der Krappenfels nördlich und der Rauhbergpfeiler im Süden. Diese beeindruckenden Buntsandsteinfelsen sind nicht nur steinerne Zeitzeugen, sondern auch als Naturdenkmal (ND-7340-290) ausgewiesen – ein Schutz, der die einzigartige Wildnis bewahren soll. 

Geographische Lage im Herz des Wasgaus 

Der Kleine Rauhberg steht an der westlichen Grenze von Spirkelbach, nur etwa 750 Meter Luftlinie von der Ortsmitte entfernt. Im Westen lockt die Gemeinde Hauenstein, 1,4 Kilometer entfernt, während im Norden der Große Rauhberg mit 376,9 Meter seine waldreiche Erhabenheit präsentiert. Der Steinbach schlängelt sich westlich am Berg vorbei, entspringt am Hülsenberg und mündet sanft in die Queich. Diese Landschaft erzählt von Harmonie und geologischer Geschichte. 

Wandern und Entdecken – Natur hautnah erleben 

Der Kleine Rauhberg ist ein Juwel im Wandergebiet Hauenstein. Über gut markierte Pfade und die spannende Spirkelbacher Rauhberg-Tour können Besucher den Berg erkunden. Die Wege führen durch dichte Wälder, vorbei an bizarren Felsformationen und eröffnen immer wieder neue Perspektiven auf die weite, grüne Landschaft des Wasgaus. 

Vom Gipfel und besonders vom Rauhbergpfeiler reicht der Blick weit nach Süden – ein Erlebnis, das zu stiller Einkehr und Bewunderung einlädt. Wer genau hinsieht, entdeckt im Gipfelbereich eine verborgene 350 Meter lange Stollenanlage, Relikt einer militärischen Anlage des Westwalls, das von einer bewegten Vergangenheit erzählt. 

Hier sind drei Wandertipps: 

1. Spirkelbacher Höllenberg-Tour – Premiumwanderweg mit spektakulären Felsenblicken → 

Diese rund 9 Kilometer lange Premiumwanderung auf dem Höllenberg zwischen Spirkelbach und Lug bietet eine perfekte Mischung aus Natur, Ruhe und beeindruckenden Panoramen. Die Tour startet am Spirkelbacher Friedhof und führt über sanfte Waldpfade sowie kurze, steile Anstiege zu außergewöhnlichen Buntsandsteinfelsen: dem Kleinen und Großen Ferkelstein mit Felsdurchbrüchen und Plätzen zum Rasten. Das Highlight ist der 455 Meter hohe Klingel-Kopf, dessen mit Farnen und Moosen bewachsene Felsbrocken eine mystische Atmosphäre schaffen. Weitere Höhepunkte sind der imposante Luger Friedrichsfels („Luger Fritz“) und der farbenprächtige Höllenfelsen mit fantastischem Talblick. Am Schluss führt der Weg zurück nach Spirkelbach, wobei die Route abwechslungsreich und gut begehbar ist – ideal für Wanderer aller Altersklassen. 

2. Spirkelbacher Höhenweg – Rundwanderung zu Felsen, Aussichtspunkten und Naturerlebnissen →   

Diese ca. 12 Kilometer lange Rundtour beginnt ebenfalls am Wanderparkplatz beim Spirkelbacher Friedhof und verzaubert mit einem abwechslungsreichen Pfad durch das idyllische Wiesental entlang des Spirkelbachs. Man wandert vorbei an grünen Kuhweiden und erreicht bald das imposante Felsmassiv der Prälatenkammer mit historischen Höhlen und geheimnisvollen Felsdurchbrüchen. Der Wanderweg führt dann zum „Prälatentürmchen“, einem Aussichtsfelsen mit weiter Sicht über den Pfälzerwald. Eine Pause lädt die PWV-Schutzhütte Spirkelbach ein. Über einen steilen Abschnitt gelangt man auf den Kamm des Rindsbergs mit moosbewachsenen Felsen und dem markanten Wackelstein, einem weithin sichtbaren Pilzfelsen. Der Weg bietet mehrere Aussichtspunkte, unter anderem am Buchholzfelsen mit Blick auf die Burgen Trifels, Anebos und Scharfenberg. Die Tour führt zurück zum Ausgangspunkt und verbindet Natur, Geschichte und spektakuläre Aussichten. 

3. Spirkelbacher Rauberg-Tour – Felsabenteuer und Panoramablicke im Pfälzerwald → 

Die kurze, aber eindrucksvolle Rundwanderung über etwa 5,4 Kilometer startet in Spirkelbach und besticht durch vielfältige Landschaften: von blühenden Streuobstwiesen über dichte Wälder bis hin zu markanten Buntsandsteinfelsen. Im Mittelpunkt steht das Naturdenkmal Spirkelbacher Rauhfels am Westhang des Kleinen Rauhbergs, ein beeindruckendes Felsmassiv mit steilen Felstürmen und einer schmalen Felsspalte, die zu durchwandern ein besonderes Naturerlebnis bietet. Der Weg führt weiter zum Rauhbergpfeiler, von dem aus man grandiose Panoramablicke auf Hauenstein, Spirkelbach und den Pfälzerwald genießt. Ein Abstecher zum nahegelegenen Krappenfels (Rauhbergtürmchen) rundet die Tour ab. Der Rückweg verläuft über schmale Waldpfade und Streuobstwiesen zurück zum Ausgangspunkt. Diese Wanderung ist ideal für alle, die Natur, Felsen und beeindruckende Ausblicke auf kompakter Strecke erleben wollen. 

Diese Wandertipps bieten sowohl für Genießer als auch für Aktivurlauber tolle Möglichkeiten, die faszinierenden Buntsandsteinlandschaften des Pfälzerwaldes rund um Spirkelbach kennenzulernen. 

Anreise und praktische Tipps 

Zugänge führen von Spirkelbach und Hauenstein gleichermaßen auf den Berg. Diese Routen sind gut ausgeschildert und bieten sowohl für geübte Wanderer als auch für Naturliebhaber angenehme und abwechslungsreiche Wege. Parkmöglichkeiten bestehen in den jeweiligen Gemeinden, von wo aus sich die Wanderung durch den Buntsandsteinwald bequem starten lässt. 

Naturdenkmal mit Geschichte – Schutz und Erhalt 

Der Kleine Rauhberg und seine spektakulären Felsen sind ein wertvolles Naturdenkmal. Diese Ausweisung schützt die empfindlichen Ökosysteme und die vielfältige Tierwelt rund um den Buntsandstein. Besucher sind eingeladen, diesen Schatz mit Respekt zu erleben, seinen besonderen Charakter zu erhalten und die Ruhe des Waldes zu bewahren.

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Wildsee Kaltenbronn – Hochmoor, Moorlandschaft & Natur erleben

Nördlicher Schwarzwald
, Schwarzwald , Deutschland
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Der Wildsee liegt auf einer Höhe von 909 Metern im Nordschwarzwald zwischen Bad Wildbad und Gernsbach. Er gilt als das größte Hochmoorauge in Deutschland und ist der zentrale Punkt des Wildseemoors, dem größten Hochmoor des Schwarzwalds. Zum Moorgebiet gehört auch der kleinere Hornsee.

Naturgeschichte – Alte Steine und junge Moore

Unter den Füßen liegt Buntsandstein, abgelagert vor mehr als 250 Millionen Jahren, während die darüber liegenden Hochmoore vergleichsweise jung sind. Sie entstanden erst am Ende der letzten Eiszeit vor rund 10.000 Jahren und wuchsen durch hohe Niederschläge. 

Schutzgebiet Kaltenbronn – Natur und Bannwald

Torfböden, dunkle Wasserflächen und goldgelbe Moose bilden ein geheimnisvolles Gesamtbild. Seit dem Jahr 2000 ist das Wildseemoor zusammen mit dem Hohlohsee und den umgebenden Waldschutzgebieten als Natur- und Waldschutzgebiet Kaltenbronn ausgewiesen. Die Region um den Wildsee ist zusätzlich als Bannwald geschützt. So bleibt die Landschaft aus Hochmoor, Seen und Waldflächen ungestört erhalten – ein Ort voller Ruhe und ursprünglicher Natur.

Landschaft und Flora – Moore, Wälder und offene Wasserflächen

Die Hochmoore um Kaltenbronn – inklusive Wildseemoor und Hohlohsee – bieten eine einzigartige, urwüchsige Landschaft. Am Rand der Seen wechseln sich Schwingrasen und offene Wasserflächen ab, während Hochmoor-, Moorrandkiefern- und Moorrandfichtenwälder die Umgebung prägen. Man erlebt hier die besondere Atmosphäre eines intakten Hochmoors, das alle Sinne anspricht.

Zugänge und Wege – Natur pur erleben

Der kürzeste Zugang zum Wildsee beginnt am Infozentrum Kaltenbronn. Ein Bohlenweg zieht sich durch die Moorlandschaft und führt direkt am See vorbei. Wer möchte, kann die gut ausgeschilderten Wege rund um Kaltenbronn erkunden, verschiedene Routen wählen und den Besuch mit einem Abstecher ins Hohlohmoor und zum Hohlohturm verbinden. So wird der Ausflug zu einem besonders intensiven Naturerlebnis zwischen Moor und Wald.

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Nebelhorn Allgäu – Panorama-Gipfel mit Blick auf 400 Berge

Allgäuer Alpen
, Zentralalpen Deutschland , Deutschland
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Man steht oben, spürt den Wind und merkt schnell: Das hier ist mehr als nur ein Gipfel. Das Nebelhorn in den Allgäuer Alpen erhebt sich auf 2.224 Metern über dem Alltag und öffnet einen Blick, der fast unwirklich wirkt. Über 400 Gipfel liegen ausgebreitet vor den Augen – Deutschland, Österreich und die Schweiz scheinen ineinanderzufließen. Tief unten wirkt Oberstdorf wie ein Modell aus einer anderen Welt. 

Viele Berge versprechen Aussicht. Doch kaum einer hält dieses Versprechen so kompromisslos wie das Nebelhorn. Bei klarer Sicht reicht der Blick vom Säntis über die Berner Alpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau bis hin zu den Dolomiten – und an ganz besonderen Tagen sogar bis zum Bodensee. 

Lage & Charakter – zwischen Kalk und Flysch 

Man befindet sich hier auf einem Nebengipfel des Westlichen Wengenkopfs in der Daumengruppe. Geologisch erzählt der Berg seine eigene Geschichte: Oben prägt Hauptdolomit der Nördlichen Kalkalpen das Bild, darunter folgen weichere Flyschschichten. Diese Mischung verleiht dem Nebelhorn im Allgäu seine markante Form – schroff, aber nicht abweisend. 

Der Bergrücken zieht sich vom Geißfuß über die Wengenköpfe bis zum Großen und Kleinen Daumen. Alles wirkt offen, weit, fast grenzenlos. 

Aufstieg oder Seilbahn – zwei Wege nach oben 

Man kann sich den Gipfel erarbeiten oder bequem erreichen. Die Nebelhornbahn bringt einen in zwei Sektionen von Oberstdorf hinauf bis ganz nach oben. Von der Seealpe zur Station Höfatsblick und weiter zur Gipfelstation dauert die Fahrt keine halbe Stunde – genug Zeit, um zuzusehen, wie das Tal immer kleiner wird. 

Oben angekommen, überrascht kein uriges Holzhaus, sondern ein modernes Gebäude mit Restaurant und geschützter Sonnenterrasse. Man sitzt windgeschützt, trinkt einen Kaffee und schaut hinaus in die Weite – Luxus, der hier oben durchaus seinen Platz hat. 

Hindelanger Klettersteig – Gratwanderung mit Respekt 

Direkt vom Gipfelbereich startet der Hindelanger Klettersteig, einer der bekanntesten Klettersteige im Allgäu. Er führt über den Westgrat des Westlichen Wengenkopfs, über den Großen Daumen bis Richtung Breitenberg. Ausgebaut wurde er von der Sektion Allgäu-Immenstadt des Deutscher Alpenverein. 

Man bewegt sich hier im Bereich B/C, teils ungesichert, mit großer Länge und enormer Ausgesetztheit. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und vollständige Ausrüstung sind Pflicht. Wer sich darauf einlässt, erlebt eine der eindrucksvollsten Gratüberschreitungen der Allgäuer Alpen. 

Edmund-Probst-Haus – Geschichte am Berg 

Unterhalb des Gipfelaufschwungs liegt das Edmund-Probst-Haus, benannt nach einem frühen Alpenvereinsvorsitzenden. Seit 1890 steht die Hütte in lawinensicherer Lage und ist Sommer wie Winter bewirtschaftet. Man kehrt hier ein, wärmt sich, hört Geschichten – und spürt, dass dieser Berg schon lange Menschen anzieht. 

Barrierefreiheit – Panorama für alle 

Das Nebelhorn ist einer der wenigen Hochalpengipfel, die konsequent auf Barrierefreiheit setzen. An der Station Höfatsblick und an der Gipfelstation gibt es barrierefreie Restaurants, Panoramawege und sanitäre Anlagen. Auch der Nordwandsteig ist rollstuhltaugig. So wird das Panorama der Allgäuer Alpen für viele Menschen erlebbar. 

Beste Zeit & klare Sicht 

Man lernt schnell: Der Name ist Programm. Nebel gehört dazu. Die besten Chancen auf Fernsicht bieten Herbst und Winter, besonders nach Kaltfronten. Früh morgens ist die Luft oft klarer als am Nachmittag. Im Sommer kann Dunst die Fernsicht begrenzen – beeindruckend bleibt sie trotzdem. 

Warme Kleidung gehört immer ins Gepäck. Wind, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen darf man nicht unterschätzen. 

Oft wird das Nebelhorn unterschätzt  

Es ist nicht der höchste Berg, nicht der berühmteste, nicht der fotogenste. Und vielleicht liegt genau darin seine Stärke. Das Nebelhorn braucht keine Superlative – es überzeugt durch Offenheit, Weite und eine Aussicht, die ihresgleichen sucht. 

Man fährt wieder hinunter, mit müden Beinen oder entspannt von der Seilbahn. Doch der Blick von oben bleibt. Und mit ihm das Gefühl, einen der besten Aussichtsberge der Alpen erlebt zu haben.

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Balderschwang Allgäu – Natur, Hochtal & Panoramaerlebnis pur

Naturpark Nagelfluhkette
, Allgäuer Alpen , Deutschland
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Man fährt durch das Balderschwanger Tal und spürt sofort die Ruhe. Zwischen tiefgrünen Bergwäldern und blumenübersäten Alpweiden liegt Balderschwang, eingebettet in die Allgäuer Alpen. Über Felsen aus Nagelfluhgestein flattern im Sommer die seltenen Apollofalter, ein zarter Hauch von Naturwunder, der den Ort besonders macht. 

Balderschwang ist mehr als nur ein Hochtal – es ist Deutschlands höchster Ortskern auf 1.044 Metern über NHN, und gleichzeitig die zweitkleinste Gemeinde in Bayern nach Einwohnerzahl. Man staunt über die kleinen Details: das Rauschen der Bäche, die Kuhglocken, der Duft von Bergkräutern, der die Luft erfüllt. 

Natur erleben – von der ältesten Eibe bis zum Alpenpanorama 

Etwas oberhalb des Ortes steht die älteste Eibe Deutschlands, möglicherweise zwischen 2.000 und 4.000 Jahre alt. Man läuft unter ihrem schützenden Blätterdach, spürt die Zeit, die hier stillsteht, und denkt darüber nach, wie viele Generationen Menschen sie gesehen haben. Ein Ort, der Ehrfurcht erzeugt – und gleichzeitig ein Symbol für die Naturkraft des Allgäus. 

Wer die Umgebung zu Fuß erkundet, wird von der Vielfalt der Flora und Fauna in Balderschwang begeistert. Auf Bergtouren über das Riedberger Horn, den Splinger oder den Gelbhansekopf erlebt man den Duft von Bergkräutern, das Summen der Insekten und die Weite der Alpenlandschaft. Die Aussicht ist atemberaubend: im Osten und Süden die Allgäuer und Österreichischen Alpen, im Westen die Schweizer Alpen mit dem Säntis und dem Bodensee, im Norden das Alpenvorland bis hin zum Ulmer Münster. 

Hochtal & Naturpark – Vielfalt auf Schritt und Tritt 

Man folgt den Wanderwegen des Naturparks Nagelfluhkette, spürt das Zusammenspiel von Wald, Almwiesen und Felsen. Das Hochtal von Balderschwang wirkt wie ein offenes Amphitheater, in dem die Berge die Kulisse bilden. Im Sommer laden die grünen Weiden zum Verweilen ein, im Winter zaubert der Schnee eine unberührte Stille. 

Die geographische Lage Balderschwangs macht den Ort besonders: Er gehört zum Bregenzerwald, die Grenze zu Österreich verläuft entlang der westlichen Gemeindegrenze bis an den Ortsrand. Im Osten erhebt sich das Riedberger Horn, mit 1.787 Metern die höchste Erhebung der Zentralallgäuer Hörnergruppe. 

Klima & Wasserreichtum – das feuchte Hochtal 

Man spürt die Kraft des Klimas: Mit 2.450 Litern Niederschlag pro Quadratmeter pro Jahr ist Balderschwang der regenreichste Ort Deutschlands. Die Luft ist frisch, klar und feucht zugleich, die Wiesen leuchten in sattem Grün. Gerade diese hohe Niederschlagsmenge sorgt für die üppige Vegetation, die den Ort so besonders macht. 

Sommer wie Winter – Bergidylle rund um Balderschwang 

Im Sommer wandert man über duftende Alpweiden, beobachtet Apollofalter, genießt die Aussicht von sonnigen Höhenzügen und folgt dem Klang der Kuhglocken. Im Winter verwandelt sich Balderschwang in ein weißes Paradies für Schneeschuhwanderer, Langläufer und alle, die die Ruhe der verschneiten Berge suchen. 

Man verlässt den Ort nach einer Wanderung oder einer Bergtour mit dem Gefühl, dass Balderschwang mehr ist als nur eine Gemeinde: Es ist ein Ort, an dem Natur, Geschichte und Alpenpanorama auf einzigartige Weise zusammenkommen. Wer einmal hier oben war, vergisst das Bild von Nagelfluhfelsen, Alpweiden und der ältesten Eibe Deutschlands nie wieder. 

Fazit – Balderschwang entdecken 

Man kann es sich vorstellen: Eine kleine Gemeinde, eingebettet in ein Hochtal voller Naturwunder, mit spektakulären Bergpanoramen, seltenen Schmetterlingen und jahrtausendealten Bäumen. Balderschwang ist ein Juwel im Allgäu, ein Ort für Naturfreunde, Wanderer und Genießer, der Ruhe, Vielfalt und Schönheit in jedem Winkel bietet.

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Fischen im Allgäu – Heilklimatischer Kurort & Naturidylle

Allgäuer Alpen
, Zentralalpen Deutschland , Deutschland
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Man fährt durch das obere Illertal, spürt den Duft der Wiesen und das leise Murmeln der Iller, und plötzlich liegt er da: der heilklimatische Kurort Fischen im Allgäu, eingebettet zwischen Allgäuer Alpen und sanften Hügeln. Hier offenbart sich das Allgäu von seiner schönsten Seite – ein Ort, an dem Panoramagenießer und Naturliebhaber gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. 

Die Gemeinde, amtlich Fischen i.Allgäu, liegt nur 5,5 Kilometer nördlich von Oberstdorf, und doch scheint sie wie eine eigene Welt, in der die Zeit langsamer vergeht. Zwischen sonnigen Hanglagen, schmalen Tobeln und stillen Uferwegen spürt man, wie Natur und Dorfleben harmonisch ineinanderfließen. 

Geografische Lage – Bergflüsse, Täler und Hörnerdörfer 

Man wandert am Fluss entlang: Hier vereinen sich Breitach, Trettach und Stillach, um gemeinsam die Iller zu bilden – ein kraftvoller Gebirgsfluss, der sein Wasser nach Ulm in die Donau trägt. Die Iller bei Fischen zieht weite Blickachsen, gesäumt von Gras- und Waldbergen. 

Die Gemeinde Fischen besteht aus zwölf Ortsteilen und Weiler: Au, Berg, Burgegg, Hof, Höldersberg, Jägersberg, Kreben, Langenwang, Maderhalm, Oberthalhofen, Unterthalhofen und Weiler. Jeder Ortsteil hat seinen eigenen Charakter, aber alle teilen die Ruhe und Schönheit des oberen Illertals

Dorfkern & Kultur – Kirche, Wallfahrtskapelle und Heimathaus 

Das Herz des Ortes bildet die Pfarrkirche Sankt Verena, deren spätgotischer Turm weit in den Himmel ragt. Daneben steht die Wallfahrtskapelle Unser Lieben Frau von den sieben Schmerzen, ein Kunstjuwel mit besonderer Atmosphäre. Nicht weit entfernt befindet sich das Heimathaus samt FIS-Skimuseum, das Einblicke in die regionale Kultur, Tradition und den Wintersport bietet. 

Man setzt sich auf einen Platz im Dorf, hört Musik aus dem Pavillon oder dem Kurhaus Fiskina, und spürt die Verbindung von Tradition und Moderne. Kurze Wege, gepflegte Plätze und ein lebendiges Vereinswesen machen das Dorf charmant und lebendig. 

Heilklimatischer Kurort – Natur und Gesundheit 

Man atmet tief ein: die Luft von Fischen ist heilklimatisch, klar und frisch. Spazierwege entlang der Iller, der Auwaldsee als ruhige Naturoase, Kurpark und Kneippgarten laden zum Verweilen ein. Seit 2002 ist Fischen als heilklimatischer Kurort „Premium Class“ anerkannt – ein Qualitätsmerkmal für Gesundheit, Erholung und Wohlbefinden. 

Ob Sommer oder Winter, der Ort bietet aktive Bewegung an der frischen Luft: Loipen im Winter, kleine ortsnahe Skihänge, im Sommer über 200 km gepflegte Wander- und Bergwege in die Hörnergruppe

Bergpanorama & Wanderungen – Hörnergruppe und Oberstdorf 

Von Fischen aus öffnet sich das Panorama der Allgäuer Alpen: die Hörnergruppe im Nordwesten, die Daumengruppe östlich, die Gipfel schimmern im Licht, während man über sanfte Höhenrücken wandert. Der Blick reicht zu den Gras- und Waldbergen des Oberallgäus, bis hin zu Oberstdorf, und bei klarer Sicht sogar zu den Schweizer Alpen und dem Bodensee. 

Man folgt stillromantischen Genusswegen entlang der Iller, durch Auwälder, über Wiesen und Hügelplateaus – teilweise barrierefrei. Ein perfekter Ort, um Natur, Bewegung und Entspannung miteinander zu verbinden. 

Familienfreundlichkeit & Infrastruktur 

Fischen im Allgäu ist familienfreundlich: Drei Spielplätze in Fischen, Au und Langenwang, Erlebnis- und Familienbad für warme Tage, ortsnahe Loipen für Winterspaß. Die Gastronomie reicht von Cafés bis zu Gasthöfen, Eisdielen laden zum Bummeln ein. Wer möchte, kann sich in Ferienwohnungen, Pensionen, Hotels oder auf dem Bauernhof einquartieren – Wohnmobile sind willkommen. 

Wege sind kurz, der Bahnhof an der Illertalstrecke, die B19 als Talachse und Linienbusse erleichtern die Erreichbarkeit. Wer nach Oberstdorf oder ins Kleinwalsertal will, ist in wenigen Minuten da. 

Fazit – Fischen als perfekter Ausgangspunkt 

Man verlässt Fischen mit dem Gefühl, einen Ort erlebt zu haben, der Natur, Bergpanorama und heilklimatische Erholung perfekt kombiniert. Ein Dorf, in dem kurze Wege, klare Luft und die majestätische Bergkulisse der Allgäuer Alpen zusammenkommen. Ob Wandern, Skifahren, Familienurlaub oder stille Genusswege – Fischen im Allgäu bietet Ruhe, Bewegung und Erlebnis zugleich.

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Breitachklamm Oberstdorf – Deutschlands tiefste Felsenschlucht

Allgäuer Alpen
, Zentralalpen Deutschland , Deutschland
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Betritt man die Schlucht umfängt einen sofort die rohe Kraft der Natur. Das rauschende Wasser der Breitach donnert über Felsbänke, gurgelt durch tiefe Gumpen, spritzt als feiner Nebel gegen die Felsen und fängt das Licht in funkelnden Tropfen ein. Über 2,5 Kilometer und bis zu 150 Meter tief hat sich die Breitachklamm bei Oberstdorf in das harte Gestein gefräst und ist damit die tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas – ein Erlebnis, das einem den Atem raubt. 

Schon die alten Namen zeugen von ihrer Macht: der Zwing, der große Zwing, ein Ort, an dem Naturgewalten spürbar sind. Sonnenstrahlen treffen auf kühle Felsen, Eiskristalle glitzern im Winter, Schneegestöber tanzt durch die engen Passagen. Licht und Schatten wechseln sich ab, immer begleitet vom ewigen Fluss der Breitach. 

Entstehung – die Kraft der Gletscher und der Breitach 

Die Breitachklamm entstand während der Gletscherschmelze am Ende der letzten Eiszeit, vor etwa 10.000 bis 15.000 Jahren. Während die Gletscher weiches Gestein abrissen, blieb das harte stehen, und die Breitach schnitt sich unaufhörlich ein. Heute arbeitet der Fluss täglich noch am Gestein – nur um einen millionsten Millimeter. 

Die Schlucht entstand am Ende eines Hängetals, in dem die Kräfte des Hauptgletschers stärker wirkten als die der Seitengletscher. So formte sich eine Klamm, wie sie extremer kaum sein könnte. Heute kann man auf gesicherten Wegen wandern und diese gewaltige Naturkraft erleben, ohne selbst in Gefahr zu geraten. 

Historische Erschließung – der Mut der Tiefenbacher 

Stellt man sich vor, wie die Menschen Anfang des 20. Jahrhunderts hier standen, beeindruckt und eingeschüchtert zugleich. 1904 öffneten mutige Bewohner Tiefenbachs den Wanderweg durch die Klamm, angeführt vom Pfarrer Johannes Schiebel. Seit 1905 ist die Breitachklamm erschlossen – ein Meisterwerk menschlicher Beharrlichkeit, das den Respekt vor der Natur nicht mindert. 

Die Klamm beeindruckt mit senkrechten und überhängenden Wänden, an manchen Stellen fast hundert Meter hoch. Moose und Farne kleben an den feuchten Felsen, vereinzelte Fichten trotzen mutig der Schwerkraft. Jeder Schritt, jeder Blick ist ein Abenteuer. 

Naturwunder 2025 – Auszeichnung und Faszination 

Die Breitachklamm wurde 2025 zum Naturwunder des Jahres gewählt. Menschen stimmten in einer Aktion der Heinz Sielmann Stiftung und des Deutschen Wanderverbands ab – und die Klamm setzte sich gegen acht weitere Naturschönheiten durch. Wer hier wandert, versteht sofort, warum: Es ist ein Ort, an dem Wasser, Felsen und Licht eine atemberaubende Inszenierung liefern. 

Man kann die Klamm zu jeder Jahreszeit besuchen. Im Sommer erfrischt der kühle Wassernebel, im Herbst glitzern die Blätter im Sonnenlicht, und im Winter verwandeln sich Wasserfälle in glitzernde Eisvorhänge. 

Wanderwege – Rundwege und Erkundungen 

Auf den Rundwanderwegen der Breitachklamm, über den Zwingsteg und zur Alpe Dornach, wird man immer begleitet von tosenden Wassern, steilen Felsen und überraschenden Ausblicken auf die Oberstdorfer Berge. Für alle Sinne wird gesorgt: das Gurgeln des Wassers, die frische Luft, die grün schimmernden Moose und das Gefühl von Wildnis. 

Von Tiefenbach aus erreicht man den Haupteingang am Parkplatz P1, gut ausgeschildert von der B19. Alternativ fährt man bequem mit dem Bus vom Oberstdorfer Busbahnhof bis zur Klamm. Wer möchte, kann nach der Durchquerung direkt mit dem Bus zurück nach Oberstdorf fahren oder den ca. 1,5-stündigen Rundweg wählen. 

Breitachklamm im Winter – Märchen aus Eis 

Man betritt die Schlucht im Winter und ist sofort verzaubert. Glitzernde Eiszapfen, mächtige Eisvorhänge, erstarrte Wasserfälle und geheimnisvolle Höhlen verwandeln die Klamm in eine märchenhafte Winterlandschaft. Jeder Schritt knirscht im Schnee, jede Kurve eröffnet neue Perspektiven – ein Winterwandern-Erlebnis wie kein anderes. 

Fazit – das Naturerlebnis Breitachklamm 

Die Breitachklamm bei Oberstdorf ist mehr als ein Wanderziel: Sie ist ein Naturwunder, ein Abenteuer, eine Lehrstunde über die Kraft von Wasser, Eis und Zeit. Wer hier war, nimmt Erinnerungen mit, die nicht verblassen – von den tosenden Wassern über die schroffen Felsen bis hin zu den geheimnisvollen Moosen und Fichten.

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Christlessee Oberstdorf – Geheimtipp der Allgäuer Alpen

Allgäuer Alpen
, Zentralalpen Deutschland , Deutschland
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Betritt man das Trettachtal, nimmt man den Duft von feuchtem Moos und frischem Gras wahr. Plötzlich liegt er vor einem: der Christlessee in Oberstdorf, ein kleines, verborgenes Paradies inmitten der Allgäuer Alpen. Das Wasser glitzert, blau bis grün, so klar, dass man den Grund sehen kann. Kein Wunder, dass er auch „Spiegel der Berge“ genannt wird. Selbst bei Minus 30 Grad friert der Christlessee nicht zu – eine Besonderheit, die ihn unvergleichlich macht. 

Die Karstquellen des Christlessees, direkt südlich, speisen ihn unaufhörlich mit kristallklarem Trinkwasser. Sommer wie Winter hält das Wasser eine Temperatur von vier bis sechs Grad – zu kalt zum Baden, aber perfekt, um die Natur in ihrer reinsten Form zu genießen. Die umliegenden Wiesen sind heute ein Wasserschutzgebiet, frei von Beweidung und bewohnten Häusern, nur drei nicht dauerhaft bewohnte Bauernhäuser stehen dort. 

Lage & Zugänglichkeit – verstecktes Naturjuwel 

Der See ist über das Trettachtal erreichbar, entweder über die gesperrte Fahrstraße bis zum Renksteg oder zu Fuß auf dem Wanderweg von Oberstdorf über Gruben nach Gottenried. In Gottenried angekommen, öffnet sich der Blick auf den See – eingebettet zwischen Wäldern und sanften Bergflanken. Nur 100 Meter entfernt lädt das Café Christlessee zu einer Rast ein, perfekt für eine kleine Pause mit Aussicht. 

Auf einer Höhe von 916 Metern ü. NN liegt der Gebirgssee Oberstdorf idyllisch im Südosten der Stadt, gegenüber des Weilers Gottenried. Sein Quellwasser wurde vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als Geotop von nationaler Bedeutung klassifiziert (Geotop-Nummer 780Q001). 

Wanderung ins Trettachtal – Naturgenuss pur 

Auf dem Wanderweg von der Mühlenbrücke taucht man in das facettenreiche Trettachtal ein. Sonnige Lichtungen wechseln sich ab mit schattigen Alleen, die sich im Herbst in ein wahres Farbenmeer verwandeln. Auf der Strecke passiert man idyllische Ansiedlungen wie Dietersberg und Mumme, wo sich kleine Entdeckungen am Wegesrand bieten. 

Die letzten Meter von Gottenried nach Spielmannsau führen durch dichten Wald, vorbei am Fuße des Kegelkopfes. Hier öffnet sich ein atemberaubendes Panorama auf die wilden Felsformationen der Trettach und des Kratzers. Wer mag, kann die Wanderung noch verlängern: ein Abstecher ins Traufbachtal oder ein Besuch der Alpe Oberau lohnen sich immer. 

Alpenetappe des E5 – Startpunkt für Weitwanderer 

Man kann vom Christlessee Oberstdorf die Sommerwanderung auf der Alpenetappe des europäischen Fernwanderwegs E5 beginnen. Die Route führt zu den Höhen der Allgäuer Alpen und ist für Wanderer aller Erfahrungsstufen geeignet. Hier erlebt man die Berge hautnah, während die glasklaren Wasser des Christlessees im Hintergrund glitzern. 

Die abwechslungsreiche Strecke bietet Naturmomente für alle Sinne: das Rauschen der Trettach, Vogelgesang, die Ruhe der Wälder und das Panorama der Allgäuer Bergketten. Ein Ort, an dem man bewusst durchatmen und den Alltag hinter sich lassen kann. 

Geheimtipp & Erholung – Natur pur 

Wenn man am Ufer des Sees sitzt und die Füße ins Wasser hängen lässt, kann man zusehen, wie die Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche tanzen. Die Stille wird nur vom leisen Plätschern der Quellen unterbrochen. Christlessee Oberstdorf ist kein touristischer Hotspot, sondern ein Ort der Ruhe, ein verstecktes Juwel, das zu jeder Jahreszeit seine Reize zeigt. 

Ob für einen kurzen Spaziergang, eine ausgedehnte Wanderung ins Trettachtal oder als Ausgangspunkt für längere Bergtouren – der See der niemals gefriert bleibt stets ein Naturparadies in den Allgäuer Alpen

Fazit – glasklare Schönheit im Trettachtal 

Man verlässt den Christlessee, das Herz voller Ruhe, die Sinne erfüllt von klarer Bergluft, Wasser und Grün. Der See ist ein Ort der Besinnung, ein Naturjuwel der Allgäuer Alpen, eingebettet in das Trettachtal bei Oberstdorf, das man einfach erleben muss. 

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Grundbach Fischen im Allgäu – Natur, Wanderung & Angelsport

Allgäuer Alpen
, Zentralalpen Deutschland , Deutschland
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Der Grundbach schlängelt sich sanft durch Fischen im Allgäu und prägt das Bild des heilklimatischen Kurorts. Über eine Länge von 4,9 km fließt er als linkes Nebengewässer der Iller und verbindet Natur, Freizeit und Ortsleben auf harmonische Weise. 

Entlang des Grundbachwegs öffnen sich Aussichten auf den klaren Bach, der den Kurpark berührt und Wanderer auf Teilstrecken des Rundwegs oder des Themenwegs „Wasserwege – dem Ursprung entgegen“ begleitet. Die leisen Plätschertöne vermitteln Ruhe, während die umgebenden Wiesen und Bäume die Landschaft wie einen lebendigen Rahmen umschließen. 

Freizeit und Angelsport am Grundbach 

Für Angler ist der Grundbach Fischen im Allgäu ein beliebtes Revier, besonders zum Fliegenfischen. Die klaren Wasserläufe und ruhigen Buchten machen das Gewässer ideal, um die Natur zu beobachten und die Technik des Angelsports zu genießen. 

Gleichzeitig lädt der Bach Spaziergänger und Wanderer ein, die frische Luft, die Nähe zum Wasser und das Panorama der Allgäuer Berge zu genießen. Ein Besuch am Grundbach verbindet Naturerlebnis, sportliche Aktivität und Erholung in einem. 

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St. Martin Fischbachau – Martinsmünster zwischen Stil und Geschichte

Mangfallgebirge
, Zentralalpen Deutschland , Deutschland
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Im Licht der Morgensonne glänzt das Martinsmünster in Fischbachau, als wäre die Zeit stehen geblieben. Die katholische Pfarrkirche St. Martin erhebt sich als lebendiger Zeuge über 900 Jahre Geschichte. 1492 nach einem Brand wieder aufgebaut, trägt die Kirche Spuren der Vorgängerkirche von 1096–1110 in ihren Mauern. 

Die Verbindung von Romanik, Barock und Rokoko lässt den Raum zu einem Ort der Harmonie werden. Hier verschmelzen Kunst, Spiritualität und Geschichte zu einem Erlebnis, das im Gedächtnis bleibt. 

Geschichte des Martinsmünsters 

Die Ursprünge der Kirche liegen im Benediktinerkloster, das 1080 von Haziga von Diessen in Bayrischzell gegründet und 1085 nach Fischbachau verlegt wurde. 1119 fand das Kloster in Scheyern seine endgültige Heimat. Während der kurzen Zeit in Fischbachau entstand die Klosterkirche, deren romanische Elemente noch heute im Mauerwerk erkennbar sind. 

1492 zerstörte ein Brand die Kirche, die anschließend wieder aufgebaut wurde. 1628 begann die Barockisierung, 1700 erhöhte Johann Mayr d. Ä. die Hauptapsis, baute einen Turm und vergrößerte die Fenster. 1733 folgte der Einbau einer Holztonne, 1765 die Ausstattung im Rokoko-Stil. 

Ausstattung und Kunstwerke 

Die Stuckierung der Kirche entstand in mehreren Phasen: 1692 goss Leonhard Mayr Apostelkreuze, 1737/38 wurde das Mittelschiff mit Bandelwerk versehen, 1765 folgte ergänzender Rokaille-Stuck. 

Im Hauptschiff beeindrucken 73 Fresken von Melchior Puchner, die Szenen aus dem Leben des heiligen Martin zeigen. Der Hochaltar im Rokoko-Stil, mit sechs Säulen und einem Altarblatt von Johann Baptist Deyrer, zeigt die Stifterin Haziga von Scheyern. Die Stuck-Kanzel mit Ölgemälden von Sebastian Troger vervollständigt das Ensemble. Ein Taufstein aus Rotmarmor erinnert an die spätgotische Zeit der Kirche. 

Architektur – Harmonie der Epochen 

Die Kirche vereint Romanik, Barock und Rokoko in vollkommener Harmonie. Band- und Laubwerksmuster der Wessobrunner-Stukkateure von 1737/38 zieren Mittelschiff und Seitenschiffe. Die Hauptapsis, der Turm und die großen Fenster fangen Licht ein, das die Kunstwerke und Fresken erstrahlen lässt. Die romanische Basilika bildet das Fundament, während barocke Volumen und Rokoko-Ornamente den Raum in ein lebendiges Gesamtkunstwerk verwandeln. 

Restaurierung und heutige Bedeutung 

Seit 2006 erstrahlt das Martinsmünster in neuer Schönheit. Die Restaurierung wurde von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz finanziell unterstützt. Die Kirche zeigt, dass historische Baukunst und religiöse Traditionen lebendig bleiben können. Besucher erleben hier ein kleines Stück Himmel auf Erden – ein Ort, an dem Geschichte, Kunst und Spiritualität aufeinander treffen.

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Friedhofskirche Mariä Schutz Fischbachau – Geschichte & Kunst

Mangfallgebirge
, Zentralalpen Deutschland , Deutschland
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Die Friedhofskirche „Mariä Schutz“ erhebt sich still zwischen alten Grabsteinen, ein Zeuge der Jahrhunderte und der bewegten Geschichte Fischbachaus. Oft wird sie auch Alte Pfarrkirche genannt, denn in Klosterzeiten diente sie als Laienkirche der Gemeinde. Bereits 1085 begann der Bau der Kirche, die 1087 feierlich geweiht wurde – ein Monument der frühen Romanik, das bis heute die Jahrhunderte überdauert hat. 

Historischer Hintergrund der Alten Pfarrkirche 

Die Kirche entstand in einer Zeit, als Fischbachau eng mit Klostertraditionen verbunden war. Als Laienkirche stand sie allen Bewohnern offen, während die Klostergemeinschaft ihre eigenen Gotteshäuser nutzte. Der Bau von 1085 bis 1087 markiert den Beginn eines sakralen Lebens, das die Struktur der kleinen Ortschaft prägte. 

Die Jahrhunderte hinterließen ihre Spuren. Im frühen 17. Jahrhundert, etwa um 1630, erhielt die Friedhofskirche Mariä Schutz ihre frühbarocken Stukkaturen, geschaffen nach der Kunst der Miesbacher Meister.  

Architektur und Ausstattung – Romanik trifft Frühbarock 

Die Kirche wirkt klein, aber würdevoll. Die romanischen Grundzüge sind noch erkennbar: massive Mauern, klare Formen, ein schlichtes Mittelschiff. Daneben entfaltet sich die barocke Stuckkunst, die Räume mit Ornamenten, Linien und Reliefs belebt. 

Historisch betrachtet ist die Friedhofskirche ein seltenes Zeugnis der frühbarocken Kirchenkunst in Bayern, das in seiner Schlichtheit und Schönheit besticht. Heute strahlt die Friedhofskirche „Mariä Schutz“ eine besondere Ruhe aus. Zwischen den alten Grabsteinen vor der Kirche und den Stuckornamenten im Inneren spürt man die Jahrhunderte. Besucher erfahren hier die Verbindung zwischen Klostergeschichte, Pfarrkirche und lokaler Baukunst. 

Kunsthandwerk der Miesbacher Meister 

Die Miesbacher Meister, die um 1630 die Stuckaturen anfertigten, verbanden lokale Handwerkstradition mit barockem Stilbewusstsein. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch klare Linienführung, harmonische Ornamentik und Detailreichtum aus. Jede Stuckverzierung erzählt vom Kunstsinn und der Spiritualität der damaligen Zeit. 

Die Kombination von romanischen Grundformen und barocken Verzierungen macht die Friedhofskirche zu einem besonderen architektonischen Zeugnis Bayerns, vergleichbar nur mit wenigen regionalen Kirchenbauten dieser Epoche.

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Judenkirche am Ochsenberg Oberstdorf – Naturdenkmal & Aussicht

Allgäuer Alpen
, Zentralalpen Deutschland , Deutschland
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Hoch über Oberstdorf ragt die Judenkirche am Ochsenberg empor, ein Felsbogen, der die Fantasie beflügelt und an die Ruine einer romanischen Kirche denken lässt. Die Natur hat hier ein Kunstwerk geschaffen: Kalkstein, subhorizontal gebankt, formt einen Hohlraum wie ein Chor, durch den der Blick weit über den Oberstdorfer Talkessel reicht. 

Der Name „Judenkirche“ ist ein sprachliches Rätsel. Vermutlich geht er auf ein Missverständnis zurück: „In der Kirche“ könnte fälschlich als „Judenkirche“ übersetzt worden sein. Trotz seines verwirrenden Namens ist die Judenkirche kein religiöses Bauwerk, sondern ein geologisches Naturdenkmal, das seit Juni 2007 geschützt ist. Der Felsbogen misst etwa 15 Meter in der Breite, 5 Meter in der Höhe und ist 1 bis 2 Meter dick. Der Dachbereich ist gesperrt, da Einsturzgefahr besteht. 

Ein geologisches Meisterwerk 

Die Judenkirche ist eine Naturbrücke in Form einer Einsturz-Doline. Durch den Einbruch eines Höhlendaches entstand der Hohlraum, während der obere Felsbalken erhalten blieb. Risse an der talseitigen Flanke und die nachträgliche Abtragung lockerten die Gesteinsmassen, sodass ein kathedralenartiger Raum entstand. Das Bayerische Landesamt für Umwelt klassifiziert die Formation als wertvolles Geotop (Geotop-Nummer 780A025). 

Die freigelegten Bäume am Bogen erlauben heute einen ungehinderten Ausblick auf die umliegenden Berge und Täler. Wer hier steht, spürt die Jahrtausende der Erdgeschichte unter den Füßen, die Kraft der Natur und die Ruhe der Allgäuer Alpen zugleich. 

Mystik und Geschichte 

Um die Judenkirche ranken sich Legenden. Manche erzählen, dass sich hier einst Juden vor Verfolgung versteckten. Historisch belegt ist dies nicht, doch die Geschichten verleihen dem Ort eine geheimnisvolle Aura. Seit Jahrhunderten zieht die Felsformation Wanderer, Naturfreunde und Fotografen an. Nur wenige Pfade führen hierher, was die Judenkirche zu einem echten Geheimtipp im Allgäu macht. 

Der Weg führt durch dichte Wälder und offene Wiesen, vorbei an kleinen Bächen, bis die markante Felsbrücke auftaucht. Die Aussicht über Oberstdorf, die Allgäuer Alpen und das Kleinwalsertal ist beeindruckend – ein Ort, der Natur, Geologie und Geschichte in einem Blick vereint. 

Wandern und Naturschutz 

Die Judenkirche Wanderung ist sowohl kurzweilig als auch faszinierend. Aufgrund der Einsturzgefahr bleibt der Bogen selbst gesperrt, doch die Umgebung lädt zum Staunen ein. Das Naturdenkmal verbindet Abenteuer, Geologie und Panoramen in einer unvergleichlichen Kulisse. 

Wer die Allgäuer Alpen liebt, erlebt hier ein Stück Naturgeschichte hautnah: den Felsbogen Judenkirche, das Ochsenberg-Plateau, den Blick auf Oberstdorf und die Magie eines Ortes, den die Natur selbst gestaltet hat.

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Malerwinkel bei Hinang – Aussicht & Wanderidylle im Allgäu

Allgäuer Alpen
, Zentralalpen Deutschland , Deutschland
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Man verlässt den Parkplatz, der Wald schließt sich langsam, und mit jedem Schritt wird der Alltag leiser. Der Malerwinkel bei Hinang macht seinem Namen alle Ehre. Oben angekommen öffnet sich der Blick – weit, ruhig, fast ehrfürchtig. Man steht über Altstädten und schaut hinaus ins Oberallgäu, bis der Alpenrand bei Oberstdorf den Horizont zeichnet. 

Ein Spaziergang voller Bilder 

Man geht durch Buchenwald, hört Laub unter den Schuhen, besonders im Herbst ein leises Versprechen von Ruhe. Auf halbem Weg bleibt man stehen. Der Blick auf Altstädten entschädigt für den sanften Anstieg. Der Aussichtspunkt Malerwinkel liegt auf einer Anhöhe, lichtdurchflutet, offen – ein Platz, an dem man länger verweilt als geplant. 

Fabelhafter Ausblick über das Oberallgäu 

Man sieht Hügel, Wälder, Dächer. Das Panorama Oberallgäu wirkt wie gemalt. Kein Wunder, dass dieser Ort seit jeher inspiriert. Der Malerwinkel Aussichtspunkt bietet einen Rundumblick, der sich mit jedem Licht verändert – morgens klar, abends weich. 

Wanderwege & Trimm-Dich-Pfad 

Man folgt einem der vielen Wanderwege am Malerwinkel. Der Wald ist von Rundwegen durchzogen, geeignet für Sommer wie Winter. Wer Bewegung sucht, nutzt den Trimm-Dich-Pfad, der über einen Rundparcours zurückführt oder bis nach Altstädten reicht. Besonders schön ist die Runde von Au-Thalhofen über den Malerwinkel, zurück entlang der Iller

Aktivitäten & Erholung 

Man wandert, atmet, lässt los. Der Heilklima-Wanderweg Malerwinkel lädt zu bewussten Schritten ein, ebenso Routen, die den Hinanger Wasserfall einbeziehen. Der Ort eignet sich für Spaziergänge, leichte Wanderungen und stille Pausen. 

Anfahrt & Parken 

Man erreicht den Malerwinkel Hinang direkt vom Wanderparkplatz an der Hinanger Steige (Ortsausgang Altstädten, Kreisstraße OA4). Der Parkplatz liegt an der Verbindungsstraße zwischen Hinang und Altstädten und ist gebührenpflichtig: 2 € pro Stunde oder 6 € pro Tag, zahlbar mit Münzen oder der Parkster App. Von hier führt ein Forstweg direkt in den Wald – und in eine andere Stimmung. 

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Oberstdorf – Berge, Täler und Naturerlebnis im Allgäu

Allgäuer Alpen
, Zentralalpen Deutschland , Deutschland
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Man kommt an und spürt es sofort: Oberstdorf liegt nicht einfach in den Bergen – es öffnet sie. Der Blick hebt sich, die Luft wird klarer, die Wege führen hinaus. Man steht im südlichsten Ort Deutschlands und ahnt, dass hier jedes Tal eine Einladung ist. 

Täler, die in die Höhe führen 

Von Oberstdorf aus öffnet man Schritt für Schritt die Landschaft. Man geht ins Breitachtal, folgt der Stillach ins Rappenalptal, steht plötzlich nahe Einödsbach, dem südlichsten bewohnten Punkt des Landes. Im Dietersbachtal beginnt der Weg nach Gerstruben, Deutschlands höchstgelegenem Dorf. Jedes Tal ist eigenständig – und doch Teil eines großen Ganzen. 

Gipfel über 2.600 Meter 

Man hebt den Blick zu den Allgäuer Alpen. Namen werden zu Bildern: Nebelhorn, erschlossen und weitblickend. Höfats, scharf gezeichnet und ehrfurchtgebietend. Der Großer Krottenkopf ragt als höchster Gipfel der Allgäuer Alpen auf. Man versteht schnell, warum Oberstdorf ein Sehnsuchtsort für Bergsteiger ist. 

Seen wie Spiegel der Landschaft 

Man rastet am Christlessee, dessen Wasser Trinkqualität hat, oder steigt hinauf zum Rappensee auf über 2.000 Metern. Der Freibergsee lädt zum Baden, die Gaisalpseen zum Verweilen. Jeder See reflektiert Himmel, Fels und Stille. 

Geschichte zwischen Stein und Zeit 

Man geht durch den Ort und weiß: Diese Wege sind alt. Schon mesolithische Jäger waren hier. Römer, Alamannen, Bischöfe und Kaufleute folgten. Brände, Wiederaufbau, die Geburt des Tourismus im 19. Jahrhundert – Oberstdorf lernte früh, vom Gast zu leben, ohne sich zu verlieren. 

Wintersport & Weitblick 

Man steht an der Schattenbergschanze und hört den Applaus der Geschichte. Seit 1953 beginnt hier die Vierschanzentournee. Heute ist Oberstdorf heilklimatischer Kur- und Kneippkurort, Sommer wie Winter aktiv. 

Wandern, Übergänge, Fernwege 

Man startet hier den E5, geht zu Fuß oder mit dem Rad über die Alpen bis Meran. Sechs bis acht Tage, viele Höhenmeter – und ein Gefühl von Weite. Auch Klettersteige wie der Hindelanger Klettersteig oder der Heilbronner Weg beginnen mit einem ersten Schritt in Oberstdorf. 

Warum man wiederkommt 

Man bleibt, weil hier 75 % der Fläche geschützt sind. Man kommt zurück, weil Täler, Gipfel und Wege nie gleich wirken. Oberstdorf Allgäu ist kein Ort, den man abhakt. Es ist ein Ort, den man geht.