DonauWelle Donaufelsen-Tour: Premium-Rundwanderung durchs Obere Donautal
Tourencharakter
Felsen, Fluss, Stille. Wer die DonauWelle Donaufelsen-Tour geht, bewegt sich auf 16 Kilometern durch eine Landschaft, die zwischen Höhe und Tiefe pendelt – mal hoch über dem Wasser, mal direkt an seinem Ufer.
Die Tour ist eine anspruchsvolle Premium-Rundwanderung im Oberen Donautal zwischen Fridingen und Beuron. Der Weg verlangt Kondition und Trittsicherheit: ständiger Wechsel aus Anstieg und Abstieg, schmale Felspfade, steile Passagen.
Dafür reiht die Tour auf engem Raum zusammen, wofür man sonst mehrere Wanderungen bräuchte: den Stiegelesfels, den Laibfelsen, die Ruine Kallenberg, Schloss Bronnen hoch über dem Fluss, die urgeschichtliche Jägerhaushöhle und, als Höhepunkt, die Donauquerung über Trittsteine mitten im Wasser. Dazwischen immer wieder Weitblicke – bis hinüber zur Erzabtei Beuron.
Hintergrundinformationen
Die DonauWelle Donaufelsen-Tour zählt zu den zertifizierten Premium-Rundwegen im Donaubergland. Geologisch liegt sie mitten im Karst der Schwäbischen Alb: Kalkstein, Höhlen und Felsformationen prägen das gesamte Donautal, das sich hier zu einem engen, wildromantischen Durchbruchstal verengt.
Stiegelesfels: Gestein aus Weißem Jura, rund 160 Millionen Jahre alt, der Fels selbst rund 200 m hoch – auf dem Grat liegen Mauerreste einer Gipfelburg aus dem 12. Jahrhundert.
Mattheiser Kapelle: 1921 von einem Fridinger Einsiedler erbaut; der Legende nach soll hier 777 der ursprüngliche Standort des Klosters Beuron gelegen haben.
Laibfelsen: ebenfalls ein Fels aus Weißem Jura, Teil des Naturparks Obere Donau.
Ruine Kallenberg: erstmals 1225 urkundlich erwähnt, auf Gemarkung Buchheim.
Schloss Bronnen: barockes Jagdschloss der Freiherren von Enzberg, seit über 600 Jahren in Familienbesitz, Ursprung als Höhenburg im 12. Jahrhundert.
Jägerhaushöhle: bedeutender Fundplatz aus der Mittelsteinzeit (ca. 8.000–5.500 v. Chr.).
Routenbeschreibung
Vom Knopfmacherfelsen zum Stiegelesfels
Am Wanderparkplatz beim Knopfmacherfelsen beginnt die Runde – und gleich mit einem der schönsten Ausblicke im gesamten Donautal. Vom Felsrand aus fällt der Blick tief hinab in die geschwungene Flussschleife, weiter über bewaldete Hänge bis zur Erzabtei Beuron und zu Schloss Bronnen auf der gegenüberliegenden Talseite. Ein Moment, den man sich vor dem Aufbruch gönnen sollte.
Der Weg führt zunächst über die bewaldete Hochebene, öffnet sich dann zu einer weiten Wiesenlandschaft und erreicht schließlich das Naturschutzgebiet Stiegelesfels. Das mächtige Kalkmassiv erhebt sich schroff über dem Tal; schmale Pfade winden sich zu den Aussichtspunkten am Felsmassiv entlang – ein erster Vorgeschmack auf die Karstlandschaft, die die gesamte Tour begleiten wird.
Burgstall, Mattheiser Kapelle und Laibfelsen
Vom Stiegelesfels führt der Weg über den Aussichtspunkt Burgstall, dessen Bänke einen weiten Blick hoch über der Donau bieten, weiter zur abgeschieden gelegenen Mattheiser Kapelle, einer kleinen Einsiedlerkapelle mitten im Wald. Nach den exponierten Aussichtsfelsen wirkt der Ort beinahe andächtig still.
Anschließend geht es am bewaldeten Höhenkamm bergab zum Laibfelsen, einem weiteren Aussichtspunkt über der Donau mit wechselnden Blicken ins enge Durchbruchstal, bevor der Pfad talwärts Antoni zum Fluss hinunterführt.
Entlang der Donau zur Ziegelhütte
Über den Skihang Antoni und einen offenen Wiesenweg geht es vorbei am Donaublick-Aussichtspunkt mit Bank und Kreuz hinunter zur Donau. Unten angekommen, wird der Fluss über den Ziegelsteg gequert; die Route folgt nun dem gegenüberliegenden Ufer in Richtung Ziegelhütte – nach den Höhenwegen ein ruhiger Abschnitt, auf dem der Fluss den Takt vorgibt.
Durchs Wolfental zur Ruine Kallenberg
Hinter der Ziegelhütte verlässt der Weg den Talgrund und steigt durch das Wolfental wieder auf die Höhen des Donautals – hinauf zur Ruine Kallenberg, einer der am besten erhaltenen Burgruinen des Tals, mit Bergfried, Palasresten und Blick hinüber zu Schloss Bronnen. Eine Steintreppe führt durchs alte Burgtor hinauf; am Fuß der Mauern lädt ein Rastplatz mit Grillstelle zum Verweilen ein.
Über den Kallenberger Hof zu Schloss Bronnen
Im steten Wechsel aus Wald, Fels und offenen Stellen führt der Weg weiter über den Kallenberger Hof zu Schloss Bronnen, das auf einer schmalen Felskante über der Donau thront – der optische Höhepunkt der gesamten Tour, privat bewohnt und nicht zu besichtigen.
Vom Schloss führt einer der anspruchsvollsten Abschnitte steil hinab ins Tal – bei Nässe rutschig, generell technisch fordernd. Wanderstöcke sind hier eine echte Hilfe.
Höhlen, Jägerhaus und die Furt durch die Donau
Im steilen Hang unterhalb des Schlosses liegen die Bronner Höhlen, kurz darauf die Jägerhaushöhle – von außen unscheinbar, archäologisch aber einer der bedeutendsten Fundorte der Mittelsteinzeit im Donautal. Ein schmaler, steiler Pfad führt zum Höhleneingang hinauf.
Am Fuß des Abstiegs liegt das Gasthaus Jägerhaus direkt am Fluss, ein verdienter Rastpunkt vor dem besonderen Schlussabschnitt. Denn hier überquert man die Donau auf Trittsteinen mitten im Wasser. Die Querung ist nur bei passendem Wasserstand möglich.
Wichtiger Hinweis zur Donauquerung: Ist eine Überquerung nicht möglich, folgt man ab der Jägerhaushöhle dem Donauberglandweg bis Beuron und wandert von dort linksseitig der Donau zurück zum Knopfmacherfelsen. Die Tour verlängert sich dadurch um ca. 4,5 Kilometer.
Zurück zum Knopfmacherfelsen
Nach der Flussquerung führt der Weg durch den Jugendzeltplatz, dann auf einem schmalen Pfad wieder bergauf, bis er auf den breiten Forstweg trifft, der durch den Wald zurück zum Knopfmacherfelsen führt.
Hinweise + Tipps
Anreise
Der Ausgangspunkt der DonauWelle Donaufelsen-Tour ist der Wanderparkplatz Knopfmacherfelsen bei Fridingen an der Donau. Mit dem Auto erreicht man ihn über die B311 beziehungsweise die B14/B32 im Donautal; von dort führt eine kurze Zufahrt direkt zum Parkplatz. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln reist man zum Bahnhof Fridingen an der Donau an; von dort führt der Donauberglandweg auf etwa 2 km und ca. 150 Höhenmetern zum Ausgangspunkt am Knopfmacherfelsen.
Als optionaler Einstiegspunkt bietet sich Fridingen, Am Kirchberg 11, 78567 Fridingen an der Donau an – der Parkplatz am Skihang Antoni. Innerorts folgt man der Beschilderung Richtung Skilift; vom Parkplatz sind es noch rund 200 Meter bis zur Tour.
Tipps
- Ausrüstung: festes, griffiges Schuhwerk, ausreichend Trinkwasser, bei Bedarf Wanderstöcke und Taschenlampe für die Jägerhaushöhle
- Wetter: besonders der Abstieg von Schloss Bronnen und die felsigen Passagen sind bei Nässe anspruchsvoll
- Donauquerung: Wasserstand und Passierbarkeit der Trittsteine beim Jägerhaus vorab prüfen, Querung nicht erzwingen Aktueller Pegelstand →, telefonische Bandansage: 07466 19700.
- Einkehr: Berghaus Knopfmacher, Vesperstube Ziegelhütte und Gasthaus Jägerhaus – Öffnungszeiten vorab checken
- Beste Wanderzeit: Für Aussicht und angenehme Temperaturen eignen sich besonders Mai, Juni und September. Wer die herbstlichen Farben erleben möchte, wandert am besten Anfang Oktober – vorausgesetzt, die Wege sind trocken und die Donau ist passierbar. Im Winter wird wegen Nässe, Schnee und Eis von einer Begehung abgeraten.
- Verkürzte Varianten: Wer die komplette Strecke nicht gehen möchte, kann die DonauWelle auch in zwei kürzeren Rundwanderungen erleben: die Felsentour Donautal (ca. 8 km, 341 Hm) führt vom Jägerhaus über den Stiegelesfels und die Ruine Stein, während eine zweite Runde rechts der Donau über Ruine Kallenberg, Schloss Bronnen und die Jägerhaushöhle verläuft.
Häufige Fragen zur DonauWelle Donaufelsen-Tour
Wie lange dauert die DonauWelle Donaufelsen-Tour?
Die Rundwanderung ist rund 16 km lang und dauert bei normalem Tempo etwa 5 bis 6 Stunden. Dabei sind ca. 608 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu bewältigen.
Ist die Donauquerung auf den Trittsteinen immer möglich?
Nein. Nach größeren Regenfällen oder bei erhöhtem Pegelstand können die Trittsteine am Jägerhaus unpassierbar sein. In diesem Fall folgt man ab der Jägerhaushöhle dem Donauberglandweg bis Beuron und wandert von dort linksseitig der Donau zurück zum Knopfmacherfelsen – die Tour verlängert sich dadurch um ca. 4,5 Kilometer.
Kann man Schloss Bronnen besichtigen?
Nein. Schloss Bronnen ist dauerhaft bewohnt und befindet sich in Privatbesitz. Zugbrücke und Gartentor sind abgesperrt, eine Besichtigung ist nicht möglich. Von außen ist das Schloss jedoch einer der eindrucksvollsten Anblicke der gesamten Tour.
Gibt es eine kürzere Alternative zur kompletten DonauWelle Donaufelsen-Tour?
Ja. Wer nicht die ganze Strecke gehen möchte, kann auf zwei kürzere Rundwanderungen ausweichen: die Felsentour Donautal (ca. 8 km, 341 Hm) vom Jägerhaus über Stiegelesfels und Ruine Stein, sowie eine zweite Runde rechts der Donau über Ruine Kallenberg, Schloss Bronnen und die Jägerhaushöhle.
Welche Jahreszeit eignet sich am besten für die Tour?
Für gute Aussichten und angenehme Temperaturen eignen sich Mai, Juni und September am besten. Anfang Oktober lassen sich die herbstlichen Farben erleben, vorausgesetzt die Wege sind trocken und die Donau ist passierbar. Im Winter wird wegen Nässe, Schnee und Eis von einer Begehung abgeraten.
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