Rundwanderung Donautal: Jägerhaus, Stiegelesfels, Mühle Bronnen

Schwierigkeit
moderat
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
9,2 km
Höhenmeter Aufstieg
379 hm
Höhenmeter Abstieg
379 hm
höchster Punkt
789 m
niedrigster Punkt
617 m
ca. Dauer
3:00 – 3:30 h
trittsicher, kinderfreundlich, leicht zu folgen
Wegmarkierung
rot-weißes Gabel-Symbol, Donauberglandweg
Proviant, Wasser, festes Schuhwerk
Auslastung
moderat

Tourencharakter

Diese Rundwanderung im Donautal führt auf rund neun Kilometern einmal quer durch das ganze Repertoire des Oberen Donautals: Höhlen und Felsgrate oben am Trauf, ein stiller Burgrest abseits der Wege, und zum Schluss ein ruhiger Talweg direkt am Fluss. Start und Ziel ist das Jägerhaus, von dort geht es über die Sperberloch-Höhle und den Stiegelesfels zur Burgruine Stein, weiter zur Mattheiser Kapelle und zum Laibfelsen, hinab zur Ziegelhütte und am Ufer entlang über die Mühle Bronnen zurück.

299 Höhenmeter, moderat in der Kondition, im oberen Teil anspruchsvoll im Gelände: Schmale, teils ausgesetzte Pfade prägen den Aufstieg und den Abstecher zur Burgruine Stein. Der zweite Teil der Tour, von der Ziegelhütte zum Jägerhaus, verläuft dagegen ruhig und nahezu eben im Talgrund – ein entspannter Ausklang nach den Höhenmetern.

379 Höhenmeter · ca. 9 km · moderat – Trittsicherheit und Schwindelfreiheit empfohlen (Abstecher Burgruine Stein)

Kartenansicht + Höhenprofil

Tourencharakter

Diese Rundwanderung im Donautal führt auf rund neun Kilometern einmal quer durch das ganze Repertoire des Oberen Donautals: Höhlen und Felsgrate oben am Trauf, ein stiller Burgrest abseits der Wege, und zum Schluss ein ruhiger Talweg direkt am Fluss. Start und Ziel ist das Jägerhaus, von dort geht es über die Sperberloch-Höhle und den Stiegelesfels zur Burgruine Stein, weiter zur Mattheiser Kapelle und zum Laibfelsen, hinab zur Ziegelhütte und am Ufer entlang über die Mühle Bronnen zurück.

299 Höhenmeter, moderat in der Kondition, im oberen Teil anspruchsvoll im Gelände: Schmale, teils ausgesetzte Pfade prägen den Aufstieg und den Abstecher zur Burgruine Stein. Der zweite Teil der Tour, von der Ziegelhütte zum Jägerhaus, verläuft dagegen ruhig und nahezu eben im Talgrund – ein entspannter Ausklang nach den Höhenmetern.

379 Höhenmeter · ca. 9 km · moderat – Trittsicherheit und Schwindelfreiheit empfohlen (Abstecher Burgruine Stein)

Hintergrundinformationen

Das Jägerhaus im Donautal liegt an einer Flussschleife im Durchbruchstal der Donau, direkt an einer Furt, die bei niedrigem Pegel zu Fuß überquert werden kann. Von hier führt der Weg hinauf zur Sperberloch-Höhle auf rund 669 Metern, geformt in der Massenkalk-Formation des Oberjuras – eine Karsthöhle mit einem vier Meter hohen Portal und feinen Sinterformationen im Inneren.

Darüber erhebt sich der Stiegelesfels, ein rund 200 Meter hoher, weitläufiger Felsenkamm im Naturschutzgebiet Stiegelesfels-Oberes Donautal, auf dessen Grat die kaum noch sichtbaren Reste einer Gipfelburg aus dem 12. Jahrhundert liegen. Nur über einen unmarkierten Pfad erreichbar: die Burgruine Stein, entstanden vermutlich im frühen 12. Jahrhundert, mit Mauerresten auf einem markanten Felskopf über der Donauschleife.

Die kleine Mattheiser Kapelle und der Aussichtsfelsen Laibfelsen markieren den Übergang von den Höhenwegen zurück ins Tal. Unten angekommen, erinnern die Ziegelhütte und die ehemalige Mühle Bronnen daran, dass die Donau hier nicht nur Landschaft, sondern über Jahrhunderte auch Arbeitskraft und Lebensgrundlage war.

Routenbeschreibung

Vom Jägerhaus hinauf zur Sperberloch-Höhle

Vom Jägerhaus führt der erste Schritt der Tour zur Donau selbst: eine Furt aus großen Trittsteinen, über die sich der Fluss bei niedrigem Wasserstand trockenen Fußes queren lässt. Auf der anderen Seite, beim Jugendzeltplatz Bronnen, beginnt der Aufstieg – steil, in engen Serpentinen durch den Wald, markiert mit dem rot-weißen Gabel-Symbol des Schwäbischen Albvereins.

Immer wieder öffnen sich zwischen den Bäumen Ausblicke auf Schloss Bronnen auf der gegenüberliegenden Talseite, bevor der Pfad die Sperberloch-Höhle erreicht: ein dunkles Portal im hellen Kalkstein, dahinter ein tiefer Hohlraum mit feinen Sinterformationen. Taschenlampe oder Stirnlampe sind für die Erkundung hilfreich, auf feuchtem Fels ist Vorsicht geboten.

Über den Stiegelesfels zur Burgruine Stein

Oberhalb der Höhle öffnet sich der Blick weit ins Donautal, über einen Forstweg und entlang des Donauberglandwegs erreicht man den Stiegelesfels. Der weitläufig gestufte Felsenkamm bietet mehrere Perspektiven: einen Aussichtsfels mit Blick auf die Ruine Kallenberg, dazu Reste der mittelalterlichen Gipfelburg auf dem Grat selbst, die allerdings kaum noch erkennbar sind.

Weiter geht es zum Aussichtspunkt Burgstall – zwei Bänke mit Logenplatz über dem Donautal, benannt nach der nahen Burgstallhöhle, vermutlich der Vorgängeranlage der Höhenburg Stiegelesfels.

Von dort führt ein unmarkierter Pfad hinab zur Burgruine Stein: über eine Weggabelung, dann eine Abzweigung und schließlich über den alten Burggraben zu den Mauerresten auf dem Felskopf. Wer sich bis zum Felsvorsprung vorwagt, wird mit Blick auf Stiegelesfels und Donauschleife belohnt – das Gelände ist dabei felsig und teils steil, lose Steine und ungesicherte Kanten verlangen Aufmerksamkeit. Ein GPS-Track erleichtert die Orientierung auf dem unmarkierten Abschnitt. Wer den Abstecher auslässt, folgt direkt dem Donauberglandweg.

Mattheiser Kapelle und Laibfelsen

Zurück auf der Hauptroute führt der Weg über eine Wiesenschneise zur Mattheiser Kapelle – ein stiller Ort mit Inschriften und Gedenktafeln, guter Rastplatz vor der letzten Etappe der Höhenwege.

Von dort geht es auf einem Fels- und Wurzelpfad zügig hinab zum Laibfelsen auf rund 720 Metern: Blick über das bewaldete Tal, die steilen Felswände und die mäandernde junge Donau, gegenüber die Ziegelhütte als erstes Ziel im Tal.

Ein kurzes Stück weiter liegt der Aussichtspunkt Donaublick, der diesen Ausblick noch einmal aus anderer Perspektive ergänzt – der Fluss zieht in weiter Schleife durch die Landschaft, gerahmt von Wald und Fels.

Ziegelsteg und Ziegelhütte

Der Weg führt hinab zum Ziegelsteg auf rund 620 Metern, wo Wanderweg und Donauradweg aufeinandertreffen und sich die Donau von der Brücke aus besonders gut überblicken lässt – eng gefasst zwischen den Talhängen. Nach der Querung erreicht man die Ziegelhütte, einen Rastplatz mit Vesperstube, beliebt bei Wanderern und Radfahrern.

Entlang der jungen Donau zur Mühle Bronnen

An der Wegkreuzung Schänzle verlässt die Route den Donauberglandweg und folgt wieder dem rot-weißen Gabel-Symbol (linksgedrehtes Y) des Schwäbischen Albvereins. Von der Ziegelhütte verläuft die Route flussaufwärts in Richtung Bronnen – anders als der Höhenweg am Vormittag stehen hier die Donau selbst und die Spuren ihrer historischen Nutzung im Mittelpunkt. Der Weg zieht überwiegend im Schatten des Waldes am Ufer entlang, offene Stellen wechseln sich mit bewachsenen Passagen ab, zwischen den Bäumen blitzen immer wieder die Felswände auf. Unterwegs bieten sich nochmals großartige Ausblicke auf die steile Felswand des Stiegelesfels aus der Talperspektive.

Bei der Mühle Bronnen erinnern bauliche Reste am Fluss daran, dass die Wasserkraft der Donau hier einst für den Betrieb von Mühlen genutzt wurde. Nahe der ehemaligen Mühle liegt das Wasser der Donau gestaut und ruhig, die Felswände und der Wald spiegeln sich darin – ein Abschnitt, in dem sich naturnahe Flusslandschaft und historische Kulturspuren eng verbinden.

Zurück zum Jägerhaus

Der letzte Abschnitt führt durch das enge Durchbruchstal zum Jägerhaus, das direkt an der Donau am Fuß der bewaldeten Hänge liegt. Oberhalb erhebt sich der Felsbereich von Schloss Bronnen – von unten wirkt die Burganlage auf ihrem Felsvorsprung besonders eindrucksvoll. Im Tal dominieren weniger die exponierten Aussichtskanzeln als die Blicke von unten auf Felswände und bewaldete Höhen, mit dem Schlossblick kurz vor dem Ziel als letztem Höhepunkt. Am Jägerhaus, wo mehrere Wanderwege zusammentreffen, endet die Tour – und lädt zur Einkehr ein.

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Berechnet mit dem Minetti-Modell auf Basis des echten GPX-Höhenprofils

Gib deine Daten ein – du bekommst alle drei Antworten sofort:

9,2 km Rundwanderung (Start 623 m, Ziel 623 m):
379 Hm Aufstieg, 379 Hm Abstieg, höchster Punkt 789 m, Gehzeit 3:00–3:30 Std. Berechnung auf Basis des echten GPX-Höhenprofils dieser Tour — wähle unten deinen Wandertyp für Gehzeit, Kalorienverbrauch und Trinkmenge.

Beispielrechnung (Sportwanderer, 75 kg, 8 kg Rucksack, Wohlfühltempo 4,5 km/h): ca. 3:00 Std. Gehzeit, 1.395 kcal Energieverbrauch, 2,0 Liter Trinkmenge.

Höhenprofil aus dem echten GPX-Track dieser Tour berechnet.

Datenquelle: Sunhikes (GPX-Track dieser Tour, 25-m-Höhenprofil) · Offizielle Gesamtwerte: 9,2 km, 379 Hm Aufstieg, 379 Hm Abstieg, 3:00–3:30 h · Energiemodell: Fortbewegungskosten nach dem Gradientenmodell von Minetti et al. (2002) plus Grundumsatz; Vergleichswerte: Compendium of Physical Activities (Ainsworth et al.); Zeitberechnung: Naismith-Regel. Richtwerte, keine medizinische Beratung.

Hinweise + Tipps

Anreise

Mit dem Auto: Vom Parkplatz „Bergsteig” kurz vor Fridingen führt ein rund 7 km langer, befestigter Feld- und Wirtschaftsweg entlang der Donau zum Jägerhaus. Navigationsziel: „Bergsteig, 78567 Fridingen”. An Sonn- und Feiertagen gilt zwischen 9:00 und 19:00 Uhr ein Fahrverbot – an diesen Tagen empfiehlt sich die Anreise zu Fuß oder mit dem Rad.

Mit der Bahn: Die nächstgelegenen Bahnhöfe liegen in Fridingen und Beuron.

Mit dem Fahrrad: Der Donauradweg führt direkt am Jägerhaus vorbei.

Tipps

  • Wasserstand prüfen: Vor der Tour den aktuellen Pegel checken – ab mehr als 85 cm (Pegel Beuron) ist die Donauquerung an den Trittsteinen nicht mehr trockenen Fußes möglich. Aktueller Pegelstand →, telefonische Bandansage: 07466 19700.
  • Öffnungszeiten Jägerhaus und Ziegelhütte vor dem Besuch prüfen.
  • Ausrüstung: Taschenlampe oder Stirnlampe für die Sperberloch-Höhle, festes Schuhwerk für rutschige Pfade.
  • Fledermausschutz: Die Sperberloch-Höhle dient Oktober bis März als Winterquartier und darf in dieser Zeit nicht betreten werden.
  • Burgruine Stein: Abstecher nur bei Trittsicherheit und Schwindelfreiheit; Mauerreste nicht erklettern.
  • Sonn- und Feiertage: Fahrverbot auf dem Zufahrtsweg „Bergsteig” zwischen 9:00 und 19:00 Uhr beachten.
  • Beste Wanderzeit: Für Aussicht und angenehme Temperaturen eignen sich besonders Mai, Juni und September. Wer die herbstlichen Farben erleben möchte, wandert am besten Anfang Oktober – vorausgesetzt, die Wege sind trocken und die Donau ist passierbar. Im Winter wird wegen Nässe, Schnee und Eis von einer Begehung abgeraten.

Häufige Fragen zur Rundwanderung Donautal: Jägerhaus, Stiegelesfels, Mühle Bronnen

Wie lang und wie schwer ist die Rundwanderung ab dem Jägerhaus?

Die Tour ist rund 9 Kilometer lang mit 379 Höhenmetern im Aufstieg. Konditionell gilt sie als moderat, im oberen Streckenabschnitt zwischen Jägerhaus und Mattheiser Kapelle jedoch als anspruchsvoll: Die Pfade sind schmal und teils ausgesetzt, besonders am unmarkierten Abstecher zur Burgruine Stein. Der zweite Teil ab der Ziegelhütte verläuft dagegen ruhig und nahezu eben im Talgrund.

Wie unterscheidet sich diese Tour von der kürzeren Felsentour im Donautal?

Beide Routen starten am Jägerhaus und führen über Sperberloch-Höhle und Stiegelesfels, trennen sich aber ab der Mattheiser Kapelle. Während die kürzere Felsentour (ca. 8 km, 341 Hm) über Laibfelsen und Bettelmannfelsen am Donauufer zurückführt, verlängert diese Rundwanderung (ca. 9 km, 379 Hm) den Rückweg über Ziegelsteg, Ziegelhütte und die historische Mühle Bronnen.

Ist die Ziegelhütte immer geöffnet?

Nein, die Vesperstube der Ziegelhütte ist nicht durchgehend geöffnet. Vor der Tour lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Öffnungszeiten, falls dort eine Rast eingeplant ist.

Was gibt es bei der Mühle Bronnen zu sehen?

Bei der ehemaligen Mühle Bronnen erinnern bauliche Reste am Fluss an die frühere Nutzung der Wasserkraft der Donau. Nahe der Mühle liegt das Wasser gestaut und ruhig, Felswände und Wald spiegeln sich darin – ein stiller Kontrast zu den steileren, felsigeren Abschnitten der Tour.

Ist der Abstecher zur Burgruine Stein auch auf dieser Route notwendig?

Nein, der Abstecher ist optional. Der unmarkierte Pfad zweigt vom Aussichtspunkt Burgstall ab und verlangt Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit. Wer ihn auslässt, folgt weiter dem Donauberglandweg zur Mattheiser Kapelle und verkürzt die Tour entsprechend.

Author Sunhikes | © Sunhikes
Ein Beitrag von
Sunhikes
Redaktions-Team
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Routentyp
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Distanz
9,2 km
Höhenmeter Aufstieg
379 hm
Höhenmeter Abstieg
379 hm
höchster Punkt
789 m
niedrigster Punkt
617 m
ca. Dauer
3:00 – 3:30 h
trittsicher, kinderfreundlich, leicht zu folgen
Wegmarkierung
rot-weißes Gabel-Symbol, Donauberglandweg
Proviant, Wasser, festes Schuhwerk
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