Mattheiser Kapelle im Donautal – Einsiedelei, Geschichte und stille Wanderwege
Die Mattheiser Kapelle ist eine kleine Einsiedlerkapelle im Naturpark Obere Donau zwischen Fridingen an der Donau und Beuron. Sie wurde 1921 von dem Fridinger Einsiedler Matthias Epple erbaut. Versteckt am Wald am Donautrauf, bietet sie einen stillen Zwischenstopp abseits der großen Aussichtspunkte und erzählt auf kleinstem Raum von Dankbarkeit, Gedenken und einer alten Klosterlegende.
Die Geschichte der Mattheiser Kapelle
Matthias Epple – der Einsiedler vom Donautrauf
Die Mattheiser Kapelle, im Dialekt auch Mattheisa-Käppeli oder Mattheisen-Kapelle genannt, geht auf den Fridinger Einsiedler Matthias Epple zurück. Schon bei Kriegsbeginn 1914 hatte er an dieser Stelle ein Marienbild aufgestellt. 1921, nach dem Ersten Weltkrieg, baute er die Kapelle – aus Dankbarkeit dafür, den Krieg überlebt zu haben, und als Ort des Gedenkens und des Rückzugs.
Stein um Stein, Eimer um Eimer: Baumaterial und Wasser soll Epple eigenhändig den steilen Hang hinaufgetragen haben. Ein Teil des Materials stammte Überlieferungen zufolge von den Resten einer nahen Burg.
Legende: Die Wurzel des Klosters Beuron?
Eine Inschrift und alte Überlieferungen verknüpfen den Platz mit einer größeren Geschichte: Im Jahr 777, so die Legende, soll hier der ursprüngliche Standort des Klosters Beuron gelegen haben. Belegt ist das nicht – aber es verleiht der kleinen Einsiedelei im Donautal ein Gewicht, das über ihre bescheidene Größe hinausreicht.
Inschriften und Kriegsgedenken
An Kapellenwänden und umliegenden Steinen finden sich christliche Sinnsprüche, Gebete und historische Texte – von Epple selbst verfasst. Dazwischen stehen Gedenktafeln mit den Namen der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten aus Fridingen. Damit ist die Kapelle nicht nur eine Wegstation, sondern auch ein Ort der Erinnerung an die Gefallenen.
Restaurierung in den 1970er-Jahren
Ihr heutiges, gepflegtes Gesicht erhielt die Kapelle bei einer Restaurierung Anfang der 1970er-Jahre. Wer sie besucht, sieht also nicht Epples ursprünglichen Bau, sondern seine bewahrte Spur.
Lage und Wandern: Die Mattheiser Kapelle erwandern
Die Kapelle liegt oben am Donautrauf, im Wald, etwa 500 Meter hinter dem markanten Stiegelesfelsen. In der Nähe liegt zudem die Burgruine Stein, über schmale Pfade erreichbar.
Sie liegt an beliebten Wanderungen im Donautal zwischen Fridingen und Beuron, etwa im Rahmen der DonauWelle Donaufelsen-Tour oder als Zwischenziel größerer Runden ab dem Knopfmacherfelsen. Wer die Felsenaussichten des Durchbruchstals erwandert, kommt an der Kapelle fast zwangsläufig vorbei.
Anreise zum Ausgangspunkt
Ausgangspunkt der meisten Wanderungen zur Mattheiser Kapelle ist Fridingen an der Donau. Der Ort liegt an der B311 zwischen Tuttlingen und Sigmaringen und ist auch mit der Donautalbahn erreichbar. Von Fridingen aus führen markierte Wanderwege hinauf zur Kapelle und weiter zum Stiegelesfelsen.
Tipps für den Besuch
- Die Inschriften in Ruhe lesen – sie sind das persönlichste Zeugnis der Kapelle.
- Die Kapelle als Zwischenstopp einplanen, etwa auf der DonauWelle Donaufelsen-Tour oder einer Runde ab dem Knopfmacherfelsen.
- Die Bänke vor der Kapelle für eine Rast oder ein kleines Picknick nutzen.
- Im Naturschutzgebiet auf den markierten Wegen bleiben und Fels- sowie Waldbereiche schonen.
- Für Ausblicke in der Nähe lohnen sich der Stiegelesfelsen, der Knopfmacherfelsen und die Ruine Kallenberg.
Häufige Fragen zur Mattheiser Kapelle
Was ist die Mattheiser Kapelle?
Die Mattheiser Kapelle ist eine kleine Einsiedlerkapelle im Naturpark Obere Donau, auch Mattheisen-Kapelle oder Mattheisa-Käppeli genannt.
Wo liegt die Mattheiser Kapelle?
Sie liegt oberhalb der Donau zwischen Fridingen an der Donau und Beuron, etwa 500 Meter hinter dem Stiegelesfelsen.
Wer hat die Mattheiser Kapelle erbaut?
Der Fridinger Einsiedler Matthias Epple errichtete sie 1921 nach dem Ersten Weltkrieg.
Welche Wanderungen führen zur Mattheiser Kapelle?
Die Kapelle liegt an Wanderrouten zwischen Fridingen und Beuron, etwa der DonauWelle Donaufelsen-Tour oder Runden ab dem Knopfmacherfelsen.
Was ist an der Mattheiser Kapelle besonders?
Die Kapelle trägt von Matthias Epple verfasste Inschriften sowie Gedenktafeln für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten aus Fridingen.
Wetter