Ruine Stein bei Fridingen an der Donau – Burgruine im Oberen Donautal
Ruine Stein auf einen Blick: Die Ruine Stein (auch Burgruine Stein oder Burgstall Stein) ist der Rest einer mittelalterlichen Höhenburg bei Fridingen an der Donau im Landkreis Tuttlingen. Sie sitzt auf einem Felskopf in etwa 755 Metern Höhe, rund 140 Höhenmeter über der Donau. Die Anlage entstand vermutlich im 12. Jahrhundert und gehört zum Burgenensemble am Stiegelesfels. Die Reste sind im Besitz der Stadt Fridingen.
Burgruine Stein: Felskopf über dem Donautal
Steil fällt das Gelände ab. Darunter liegt die Donau, ein ruhiges Band im Talgrund. Oben, auf dem vorspringenden Felsen, hält sich zwischen Buchen und Kalkgestein die Burgruine Stein.
Man steht hier an einer Stelle, die schon im Mittelalter klug gewählt war. Felsen auf drei Seiten, ein Graben zur Hochfläche hin.
Lage: Wo liegt die Burgruine Stein?
Die Ruine liegt im Naturpark Obere Donau bei Fridingen an der Donau. Sie befindet sich unmittelbar neben dem markanten Felsmassiv des Stiegelesfels und dem gleichnamigen Naturschutzgebiet.
Die Burgruine gehört zu einem Ensemble aus Felsenburgen im Donautal:
- Burg Stein: auf dem Felsvorsprung
- Burg Stiegelesfels: auf dem schmalen Felsgrat daneben
Geschichte der Ruine Stein
Entstehung im 12. Jahrhundert
Schriftliche Gründungsnachrichten fehlen. Keramikfunde und Untersuchungen am Mauerwerk deuten auf das 12. Jahrhundert.
Ein frühes Ende
Die Nutzung blieb kurz. Bereits in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde die Burg Stein aufgegeben. Danach verfiel sie langsam.
Erwähnungen in Urkunden
1381 kam das Gebiet vermutlich an das Herzogtum Österreich, im Zuge des Erwerbs der Herrschaft Hohenberg. 1409 taucht der „Burgstall” erstmals in einer Urkunde auf: Österreich vergab die Stelle als Lehen an Hans von Wildenfels. Zu diesem Zeitpunkt war von der Burg also schon nur noch der Platz geblieben.
Was ist heute von der Burg Stein zu sehen?
Die Ruine ist eine hochmittelalterliche Spornburg. Erhalten sind vor allem Fundamente und Umrisse, dazu einige Mauerzüge, die noch Höhe haben.
- Bergfried: Vom einstigen Hauptturm steht noch ein Stumpf, genauer ein Teil der inneren Mauerschale. Er sicherte die Anlage und diente der Verteidigung.
- Ringmauer: Ein Abschnitt der Umfassungsmauer ist erhalten, stellenweise bis zu sechs Meter hoch. Er zeigt, wie die Burgfläche zum Gelände hin abgegrenzt war.
- Grundmauern des Palas: Der Wohnbau maß etwa 12 × 9 Meter.
- Nordostecke: Hier sind grob behauene Eckquader zu erkennen.
- Mauerwerk: Reste aus Bruchstein und kleinen Quadern.
- Halsgraben: Er trennte die Burg zur Hochfläche hin ab.
Man liest die Burg eher, als dass man sie sieht. Ein Turmstumpf, eine hohe Mauer, eine Senke im Boden. Wer genau hinschaut, erkennt den Grundriss.
Zugang und Verhalten vor Ort
Die Burgruine Stein ist über schmale, nicht markierte Pfade erreichbar. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit gehören dazu. Ein GPS-Track erleichtert die Orientierung.
Wer sich noch ein Stück weiter auf den Felsvorsprung wagt, wird mit einem Blick auf den Stiegelesfels und die Donauschleife belohnt. Gegenüber liegt die hochmittelalterliche Burgruine Kallenberg.
Das Gelände ist felsig und stellenweise sehr steil. Beim Herantasten an die Ruine heißt es: auf losen Stein achten und Abstand zu den ungesicherten Abbruchkanten halten.
Die Felsen und Steilhänge stehen unter Naturschutz. Deshalb: auf den Wegen bleiben, die alten Mauerreste nicht erklettern, nichts mitnehmen, nichts hinterlassen.
Häufige Fragen zur Burgruine Stein
Wo liegt die Burgruine Stein?
Die Burgruine Stein liegt bei Fridingen an der Donau im Landkreis Tuttlingen, im Naturpark Obere Donau. Sie sitzt auf einem Felsvorsprung in rund 755 Metern Höhe, etwa 140 Höhenmeter über der Donau und direkt neben dem Stiegelesfels.
Wie kommt man zur Ruine Stein?
Als Ausgangspunkt eignet sich der Parkplatz Europaplatz in Fridingen. Wer mit der Bahn anreist, geht vom Bahnhof Fridingen auf dem Donauberglandweg in Richtung Mattheiser Kapelle und weiter zu den Felsen.
Ist die Ruine Stein frei zugänglich?
Die Burgruine ist über schmale, nicht markierte Pfade erreichbar. Das Gelände ist felsig und stellenweise sehr steil, Trittsicherheit und festes Schuhwerk sind nötig. Die alten Mauerreste sollten nicht erklettert werden.
Welche Wanderungen führen zur Ruine Stein?
Die Burgruine lässt sich in die Felsenwanderung Donautal (ca. 8 km), die Rundwanderung Donautal (ca. 9 km) und die Rundwanderung Knopfmacherfels (ca. 7 km) einbauen. Auch die DonauWelle Donaufelsen-Tour (16 km) führt durch dieses Gebiet.
Was ist von der Burg Stein noch zu sehen?
Erhalten sind der Stumpf des Bergfrieds, ein Abschnitt der Ringmauer mit bis zu sechs Metern Höhe, die Grundmauern des Palas, Eckquader an der Nordostecke und der Halsgraben.
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