Neding-Runde bei Hauenstein: Felsentor, Gipfelkreuz und wilder Ostgrat im Wasgau
Tourencharakter
Die Neding-Runde bei Hauenstein ist eine kurze, abwechslungsreiche Rundwanderung im südlichen Pfälzerwald – auf nur 2,3 Kilometern und rund 118 Höhenmetern. Der Weg führt über den bewaldeten Kamm des Nedings, vorbei an einem der eindrucksvollsten Felsentore im Pfälzerwald, entlang einem mächtigen Felsriff mit Gipfelkreuz und weiter zum einsamen Nedig-Ostgrat. Diese Runde mit rund 1 Stunde Gehzeit passt als kurzer Ausflug zwischendurch oder als Einstieg in den Hauensteiner Schusterpfad.
Hintergrundinformationen
Nedingfelsen und Felsentor
Der Nedingfelsen ist ein bis zu zwölf Meter hoher, freistehender Buntsandsteinfels an der Westseite des 336 Meter hohen Nedings – ein markanter Punkt im Wasgau, dem südlichen Teil des Pfälzerwaldes. Verwitterung hat den rötlichen Sandstein über Jahrmillionen geformt: Wind und Wasser trugen weichere Schichten ab, härtere blieben stehen. So entstand das Felsentor – eine natürliche Öffnung im Felsband der Gipfelregion. Das Felsentor und der Nedingfelsen sind nicht dasselbe: Der Nedingfelsen ist der freistehende Fels mit Gipfelkreuz, das Felsentor eine eigene Formation im zusammenhängenden Felsenband der Gipfelregion.
Beide sind als Naturdenkmal ausgewiesen und liegen im Naturpark Pfälzerwald sowie im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen.
Hauensteiner Schusterpfad
Die Neding-Runde verläuft auf Abschnitten des Hauensteiner Schusterpfads – einem zertifizierten Premiumwanderweg von rund 17 Kilometern rund um Hauenstein. Der Neding mit Felsentor und Felsriff ist eines der Kernstücke dieses Weges.
Routenbeschreibung
Aufstieg: Vom Wanderbahnhof ins Felsband
Am Wanderbahnhof Hauenstein beginnt die Runde. Der Schusterpfad führt direkt in den Wald zum Nedig. Rund 800 Meter und 70 Höhenmeter, und man steht auf dem Bergkamm des Nedings – etwa 15 Minuten Gehzeit.
Felsentor: Naturdenkmal und Fotomotiv
Schon früh im Aufstieg trifft man auf das Felsentor – eine von Wind und Wasser in den Buntsandstein geschliffene Öffnung, die den Wald auf der anderen Seite einrahmt. Es gehört zu den beeindruckendsten Felsentoren im Pfälzerwald.
Nedingfelsen: Felsriff, Felswand und Gipfelkreuz
Der Wurzel- und Felsenpfad steigt weiter auf, entlang des Nedingfelsens. Links türmt sich das Felsband auf. Ein Abstecher zur Felswand lohnt sich: Hier lässt sich ein wenig klettern, ein kleines Zwischenplateau ist erreichbar. Weiter oben ebnet sich der Kamm. Ein schmaler Pfad zwischen Erika und Kiefern führt zum Aussichtsplateau mit dem freistehenden Nedingfelsen und dem Gipfelkreuz. Zwei Rastbänke laden zur Pause ein. Der Blick reicht südwärts über Hauenstein und den Wasgau – Weimersberg, Hoher Kopf, Benz, Winterberg. Im Tal zeichnen sich das Quelltal der Queich und das Gillenbachtal ab. Nach Norden ist der Schlossberg mit der Ruine Falkenburg zu sehen.
Am Gipfelplateau verbindet eine schmale Zweibrettbrücke den Hauptfelsen mit einem vorgelagerten Felsplateau.
Nedig-Ostgrat: schmaler, wilder, stiller
Vom Gipfelbereich folgt man dem Kammweg zum Nedig-Ostgrat. Der offizielle Wanderweg zweigt an den Felsen nach rechts ab und führt im Zickzack den Hang hinunter. Wer möchte, kann auf schmalen Trampelpfaden die Ostfelsen weiter erkunden – eine eigenständige Felsgruppe mit mehreren Türmen, deren Nordseite steil ins Tal abfällt. Nach dem Abstieg trifft man wieder auf den Hauensteiner Schusterpfad.
Rückweg: Waldweg am Fuß des Nedings
Der Rückweg führt auf dem Panoramaweg Hauenstein über einen breiten Waldweg mit Blick auf die Mühlhalde und Hauenstein, am Fuß des Nedings entlang. Auf Höhe des Felsentors trifft der Weg wieder auf den Schusterpfad, dem man zurück zum Ausgangspunkt folgt.
Hinweise + Tipps
Anreise
Mit der Bahn
Hauenstein liegt an der Queichtalbahn (Landau–Pirmasens). Vom Wanderbahnhof Hauenstein oder Hauenstein Mitte startet die Route direkt in den Wald zum Nedig – rund 800 Meter und 15 Minuten bis zum Bergkamm. Der Nedingfelsen ist einer der bestens mit der Bahn erreichbaren Felsstandorte im Wasgau.
Mit dem Auto
Über die B 10 aus Richtung Landau oder Pirmasens direkt nach Hauenstein. Parken am Bahnhof oder an der Realschule, von dort markierte Wanderwege hinauf ins Felsband.
Tipps
- Felsentor nicht übersehen – Das Felsentor liegt früh im Aufstieg und wird leicht im Gehrhythmus übergangen. Es lohnt sich, hier innezuhalten.
- Abstecher zur Felswand – An der Felswand des Nedingfelsens lässt sich ein wenig klettern und ein kleines Zwischenplateau erreichen.
- Metallbrücke mitnehmen – Die schmale Zweibrettbrücke am Gipfelplateau führt auf ein vorgelagertes Felsplateau mit anderem Blickwinkel auf den Nedingfelsen.
- Ostgrat nicht auslassen – Wer den gesamten Kamm geht, erlebt den Neding vollständig: stiller, wilder, kaum besucht.
- Trittsicherheit am Ostgrat – Die Nordseite des Ostgrats fällt steil ab. Festes Schuhwerk ist Pflicht.
- Schusterpfad kombinieren – Die Neding-Runde lässt sich als Einstieg in den 17 Kilometer langen Hauensteiner Schusterpfad gehen.
Häufige Fragen zu Nedingfelsen und Neding-Runde bei Hauenstein
Wo liegt der Nedingfelsen?
Der Nedingfelsen liegt nördlich von Hauenstein im Wasgau, dem südlichen Teil des Pfälzerwaldes. Er befindet sich an der Westseite des 336 Meter hohen Nedings, auf der Gemarkungsgrenze zwischen Hauenstein und Wilgartswiesen im Landkreis Südwestpfalz.
Wie lang ist die Neding-Runde?
Die Neding-Runde ist rund 2,3 Kilometer lang mit etwa 118 Höhenmetern. Die Gehzeit beträgt 45 – 60 Minuten.
Wie schwierig ist die Wanderung auf den Nedingfelsen?
Die Runde ist leicht bis mittel. Der Weg führt über Wurzel- und Felsenpfade, am Ostgrat fällt die Nordseite steil ab. Trittsicherheit und festes Schuhwerk werden empfohlen. Kurze Kletterstellen an der Felswand sind optional.
Was ist das Felsentor am Neding?
Das Felsentor ist eine natürliche Öffnung im Buntsandstein, die durch Jahrmillionen von Verwitterung entstanden ist. Es gilt als eines der eindrucksvollsten Felsentore im Pfälzerwald und ist als Naturdenkmal ausgewiesen. Das Felsentor ist eine eigene Formation im Felsband – nicht identisch mit dem freistehenden Nedingfelsen.
Gibt es eine Aussicht vom Nedingfelsen?
Ja. Vom Aussichtsplateau neben dem Gipfelkreuz öffnet sich der Blick nach Süden über Hauenstein und den südlichen Wasgau – mit Weimersberg, Hohem Kopf, Benz und Winterberg. Nach Norden ist der Schlossberg mit der Ruine Falkenburg zu sehen.
Ist der Nedingfelsen mit der Bahn erreichbar?
Ja. Hauenstein liegt an der Queichtalbahn (Landau–Pirmasens). Vom Wanderbahnhof Hauenstein sind es rund 800 Meter und etwa 15 Minuten Gehzeit bis zum Bergkamm des Nedings. Der Nedingfelsen gehört zu den bestens mit der Bahn erreichbaren Felsstandorten im Wasgau.
Was ist der Hauensteiner Schusterpfad?
Der Hauensteiner Schusterpfad ist ein zertifizierter Premiumwanderweg von rund 17 Kilometern rund um Hauenstein. Der Neding mit Felsentor, Nedingfelsen und Ostgrat ist eines der Kernstücke dieses Weges. Die Neding-Runde lässt sich als Einstieg in den Schusterpfad gehen.
Was ist der Nedig-Ostgrat?
Der Nedig-Ostgrat ist eine eigenständige Felsgruppe am östlichen Ende des Bergkamms mit mehreren Felstürmen. Die Nordseite fällt steil ins Tal ab. Der Ostgrat ist schmaler und wilder als der Hauptgipfel und deutlich weniger besucht.
Ist der Nedingfelsen für Familien geeignet?
Die Runde ist grundsätzlich familiengeeignet. Für die optionalen Kletterstellen an der Felswand und den Ostgrat sollten Kinder trittsicher sein. Die Metallbrücke zum vorgelagerten Felsplateau am Gipfel ist schmal und erfordert Schwindelfreiheit.
Wo parke ich für die Wanderung zum Nedingfelsen?
Parkmöglichkeiten bestehen am Bahnhof Hauenstein sowie an der Realschule. Von beiden Punkten führen markierte Wanderwege hinauf ins Felsband des Nedings.
Wie viele Kalorien verbrenne ich auf der Neding-Runde bei Hauenstein?
Der Sunhikes Höhenprofil-Kalorien-Analyzer berechnet für einen Sportwanderer (75 kg, 8 kg Rucksack, 4,5 km/h) auf der Neding-Runde bei Hauenstein rund 377 kcal und eine Gehzeit von ca. 0:45 Std. Die Rundwanderung führt auf 2,3 km zu Felsentor, Gipfelkreuz und wildem Ostgrat im Wasgau, mit 118 Hm Aufstieg und 118 Hm Abstieg. Der Wechsel aus Anstiegen, Abstiegen und unregelmäßigem Untergrund sorgt für einen spürbar höheren Energieverbrauch als eine gleichmäßig flache Strecke gleicher Länge. Gewicht, Rucksack und Tempo lassen sich im Rechner anpassen. Es ist ein Richtwert, kein Messwert.
Wetter
Wie viele Kalorien verbrennst du auf dieser Tour?
2,3 km Rundwanderung (Start und Ziel auf 257 m): 118 Hm Aufstieg, 118 Hm Abstieg, höchster Punkt 327 m, Gehzeit 0:45–1:00 Std. Berechnung auf Basis des echten GPX-Höhenprofils dieser Tour — wähle unten deinen Wandertyp für Gehzeit, Kalorienverbrauch und Trinkmenge.
Beispielrechnung (Sportwanderer, 75 kg, 8 kg Rucksack, Wohlfühltempo 4,5 km/h): ca. 0:45 Std. Gehzeit, 377 kcal Energieverbrauch, 0,5 Liter Trinkmenge.