Hahnfels-Tour im Dahner Felsenland – Rundwanderung durch den Pfälzerwald
Tourencharakter
Felsen. Wald. Weitblick. Die Hahnfels-Tour zählt zu den abwechslungsreichsten Rundwanderwegen im Pfälzerwald. Auf rund 16 Kilometern und gut 560 Höhenmetern führt sie durch das UNESCO-Biosphärenreservat Pfälzerwald.
Mit einer reinen Gehzeit von etwa fünf Stunden ist die Wanderung durchaus fordernd – eine gute Grundkondition sollte man mitbringen. Es ist ein schöner Rundwanderweg mit vielen naturbelassenen Pfaden und schmalen Wegen. Man spürt Wurzeln, Sand und Fels unter den Schuhen.
Unterwegs begegnet man bizarren Buntsandsteinfelsen – dem namensgebenden Hahnfels ebenso wie den imposanten Schafsteinen. Traumhafte Ausblicke über das Dahner Felsenland wechseln sich ab mit romantischen Bachläufen und stillen Quellen wie der Eibachquelle. Ein idyllischer Landschaftsweiher und der kleine Erfweiler Wasserfall runden das Bild ab. Ein weiteres Highlight am Wegesrand ist das beeindruckende Burgenmassiv Altdahn.
Hintergrundinformationen
Die Route liegt mitten im Dahner Felsenland, bekannt für seine markanten Buntsandsteinformationen. Der namensgebende Hahnfels erreicht rund 31 Meter Höhe – von seiner gesicherten Aussichtsplattform reicht der Blick über Erfweiler bis zu den Türmen der Dahner Burgengruppe und in den Wasgau.
Auch die Schafsteine prägen die Tour: ein bis zu 18 Meter hohes, langgezogenes Buntsandsteinmassiv, bei Kletterern beliebt, an dem der Pfad unmittelbar entlangführt.
Dazwischen: der Heegerturm, die Breitenbach- und Eibachquelle, das Panorama vom Kahlenberg, der kleine Erfweiler Wasserfall. Über allem thront das Burgenmassiv Altdahn – Burg Altdahn, Grafendahn und Tanstein, im 13. und 14. Jahrhundert erbaut, auf einem einzigen schroffen Felskamm.
Routenbeschreibung
Start und Ziel ist der Belmontplatz im malerischen Erfweiler. Vorbei an der Kirche beginnt der Aufstieg zum Hahnberg, durch lichten Kiefernwald.
Hahnfels und Dorfblick
Vorbei an der Kirche beginnt der Aufstieg zum Hahnberg. Durch lichten Kiefernwald erreicht man das rund 31 Meter hohe Buntsandsteinriff des Hahnfels. Ein gesichertes Treppen- und Leitersystem führt zur Aussichtsplattform, die einen spektakulären Panoramablick über Erfweiler bis zur Burgengruppe Altdahn bietet.
Nur ein kurzes Stück weiter bietet sich ein Abstecher zum Bänderfels an. Ein unmarkierter Pfad zweigt nach rechts von der Hahnfels-Tour ab. Nach einem kurzen Auf- und Abstieg eröffnet sich ein wunderbarer Blick über Erfweiler und die umliegende Wasgau-Landschaft. Auf dem Felsen liegt eine schöne Aussichtskanzel mit einem kleinen Buntsandsteintürmchen.
Weiter oben lädt der Rastplatz „Dorfblick" zu einer kurzen Verschnaufpause ein, mit malerischem Blick auf das unterhalb liegende Erfweiler. Die Route führt über Sandsteinfelsen entlang der 321 Meter hohen Gipfelkuppe des Hahnbergs.
Durch Wald und zum Heegerturm
Durch eine bemooste Waldlandschaft erreicht man den Glastalblick – hier beginnt der Abstieg Richtung Bärenbrunnertal. Ein Abstecher zum versteckt liegenden Heegerturm lohnt sich: Der bis zu 41 Meter hohe, freistehende Felsturm zählt zu den markantesten Klettergipfeln der Region und lässt sich auf einem schmalen Pfad umrunden.
Breitenbachquellen und Schafsteinfelsen
Abwärts liegen die Breitenbachquellen: eine eingefasste Sturzquelle und eine Tümpelquelle, die gemeinsam den Breitenbach bilden. Ein Rastplatz lädt zum Verweilen im ruhigen Bachtal ein. Von dort geht es kurz durchs Tal und hinauf zu den Schafsteinen – der schmale Pfad schlängelt sich an den schroffen, sonnenbeschienenen Felswänden entlang, urig und ursprünglich.
Über den Kahlenberg zum Wasgaublick
In Serpentinen führt ein schmaler Pfad hinter den Schafsteinen bergauf Richtung Kahlenberg, vorbei an einem stark erodierten Felsriff mit spektakulären Höhlenausbildungen. Auf 399 Metern erreicht man das Bergpanorama auf dem Kahlenberg mit Blick auf das Burgenmassiv Altdahn.
Es folgt ein malerischer Kammweg entlang des Bergrückens, dann der steile Abstieg zum Wasgaublick. Kurz davor lohnt ein kleiner Abstecher entlang der Markierung des Felsenland-Sagenwegs: traumhafter Blick auf die Dahner Burgengruppe. Der Wasgaublick selbst liegt auf einer breiten Buntsandsteinplattform mit Panorama über Schindhard, Dahn-Reichenbach bis zur Burgruine Drachenfels bei Busenberg.
Durch das Eibachtal zur Burgengruppe Altdahn
Über einen Serpentinenpfad geht es bergab zum Schindharder Sportplatz, dann über den Eibach, vorbei an der Fischwoogmühle und einem alten Ziegelbrennofen, über die Landstraße K 39 hinauf zur Dahner Burgengruppe.
Das beeindruckende Burgenmassiv Altdahn ist der größte Burgenkomplex im Dahner Felsenland. Die Dreiergruppe der Burg Altdahn, der Burg Grafendahn und der Burg Tanstein wurde im 13. und 14. Jahrhundert erbaut und thront spektakulär auf einem langgestreckten, schroffen Buntsandsteinfelsen. Ein Besuch der Burg lohnt sich auf jedem Fall – genügend Zeit einplanen.
Löchelsfelsen und Zimmerbergfelsen
Weiter geht es über den Löchelsfelsen mit kleinem Aussichtspunkt Richtung Erfweiler. Der Pfad führt leicht bergab zu einer verborgenen Felsgrotte im weichen Buntsandstein des Zimmerbergs. Vorbei am Großen und Kleinen Zimmerbergfelsen erreicht man wieder die Landstraße K 39 bei Erfweiler.
(Müde Wanderer können hier abkürzen: Markierung „Pfälzerwald Grün-Blauer Balken" durch Erfweiler zurück zum Belmontplatz.)
Durch das Bottental zum Landschaftsweiher im Bottental
Die Hahnfels-Tour führt durch Wiesen am Ortsrand und weiter in den Wald Richtung Bottental. Bei den Eiwiesen führt eine kleine Brücke zu einer Kneippanlage , wo man müde Füße erfrischen kann. Weiter geht es zum Kohlenmeilerplatz mit Schutzhütte, entlang eines breiten Wirtschaftswegs vorbei an einem privaten Fischweiher durchs Bottental.
Am Landschaftsweiher im Bottental, beliebt bei Anglern, laden mehrere Sitzgelegenheiten zur Pause ein.
Eibachquelle und Erfweiler Wasserfall
Kurz darauf zweigt der Weg zur Eibachquelle ab. Über einen Holzbohlensteg quert man den Bachlauf und erreicht die Quelle, die malerisch direkt aus einem Buntsandsteinfelsen entspringt.
Weiter geht es über den Liebespfad zwischen bemoosten Bäumen am Waldrand mit Blick auf Wiesenflächen und den schmalen Waldbach. Schließlich erreicht man den kleinen Erfweiler Wasserfall (auch Wasserfall am Waldbach) – eigentlich ein schmaler Bachlauf, dessen Wasser über ein moosbewachsenes Buntsandsteinbett den Hang hinabplätschert. Klein, aber etwas Besonderes für den Pfälzerwald.
Über den Dickkopfpfad zurück nach Erfweiler
Vom Endtal folgt man einem breiten Wirtschaftsweg bis zur Abzweigung auf den Dickkopfpfad, der als schmaler Waldpfad oberhalb der Talsohle zurück nach Erfweiler führt. Vom Obst- und Gartenbauverein aus geht es über die Wintersbergstraße durchs Dorf zurück zum Ausgangspunkt am Belmontplatz.
Hinweise + Tipps
Anreise
Mit dem Auto & Parken: Der offizielle Startpunkt ist der Belmontplatz in Erfweiler. Dort stehen in der Parkmöglichkeiten für Wanderer zur Verfügung. Erfweiler ist über die Bundesstraßen – etwa die B 10 bei Dahn – sowie die Landesstraßen im Dahner Felsenland gut zu erreichen, aus Richtung Pirmasens oder Landau.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit dem Zug reist man meist über den Bahnhof Dahn oder Bad Bergzabern/Pirmasens an. Vom Bahnhof Dahn verkehren Regionalbusse – etwa des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) bzw. der Südwestpfalz – weiter nach Erfweiler. Von der Haltestelle im Ort sind es nur wenige Gehminuten zum Einstieg der Tour am Belmontplatz.
Tipps
Wegbeschaffenheit & Schuhwerk: Die Route verläuft größtenteils auf naturbelassenen, schmalen Pfaden, Wurzelwegen und felsigen Passagen. Feste Wanderschuhe mit gutem Profil sind unverzichtbar.
Kondition einplanen: Mit rund 16 Kilometern Länge und etwa 560 Höhenmetern erfordert die Hahnfels-Tour eine solide Grundkondition – am besten fünf Stunden reine Gehzeit einplanen.
Trittsicherheit auf Felsen: Vor allem der Aufstieg zum namensgebenden Hahnfels über das gesicherte Treppen- und Leitersystem sowie Passagen an Kanten erfordern Trittsicherheit.
Rucksackverpflegung: Entlang des Weges gibt es wunderschöne Rastplätze wie die Eibachquelle oder den Landschaftsweiher im Bottental, aber keine durchgehende Gastronomie direkt auf dem Pfad – ausreichend Wasser und Proviant gehören daher in den Rucksack.
Beste Jahreszeit: Die Tour ist von Frühjahr bis Herbst besonders reizvoll, zeigt aber vor allem im goldenen Herbst durch die bunte Laubfärbung im Wasgau einen ganz besonderen Charme.
Häufige Fragen zur Hahnfels-Tour im Dahner Felsenland
Wie anspruchsvoll ist die Hahnfels-Tour?
Die Hahnfels-Tour ist ein Rundwanderweg von rund 16 Kilometern im Dahner Felsenland. Die Route verläuft größtenteils über naturbelassene, schmale Pfade, Wurzelwege und felsige Passagen. Eine solide Grundkondition, Trittsicherheit und feste Wanderschuhe sind deshalb nötig. Wer abkürzen möchte, kann bei Erfweiler an der K 39 der Markierung „Grün-Blauer Balken" direkt zurück zum Start folgen: Kurze Hahnfels-Tour.
Wo startet die Hahnfels-Tour?
Start und Ziel ist der Belmontplatz in Erfweiler, wo Parkmöglichkeiten für Wanderer zur Verfügung stehen. Erfweiler ist über die B 10 bei Dahn und die Landesstraßen im Dahner Felsenland gut erreichbar. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln reist man meist mit dem Zug zum Bahnhof Dahn und fährt mit dem Regionalbus weiter nach Erfweiler. Von der Haltestelle im Ort sind es nur wenige Gehminuten zum Belmontplatz.
Was ist der Hahnfels bei Erfweiler?
Der Hahnfels ist ein rund 31 Meter hohes Buntsandsteinriff am Hahnberg oberhalb von Erfweiler und namensgebend für die Tour. Über ein gesichertes Treppen- und Leitersystem gelangt man auf eine Aussichtsplattform. Von dort reicht der Blick über Erfweiler bis zur Dahner Burgengruppe und in den Wasgau.
Welche Sehenswürdigkeiten liegen an der Hahnfels-Tour?
Ein Höhepunkt ist das Burgenmassiv Altdahn mit den Burgen Altdahn, Grafendahn und Tanstein, der größte Burgenkomplex im Dahner Felsenland. Unterwegs passiert man zudem die bis zu 18 Meter hohen Schafsteine und den bis zu 41 Meter hohen Heegerturm. Weite Ausblicke bieten der Kahlenberg (399 m) und der Wasgaublick. Dazu kommen die Breitenbachquellen, die Eibachquelle, eine Kneippanlage, der Landschaftsweiher im Bottental und der kleine Erfweiler Wasserfall.
Gibt es Einkehrmöglichkeiten an der Hahnfels-Tour?
Direkt auf der Hahnfels-Tour gibt es keine durchgehende Gastronomie. Ausreichend Wasser und Proviant gehören daher in den Rucksack. Schöne Rastplätze bieten unter anderem die Breitenbachquellen, der Wasgaublick bei Schindhard und der Landschaftsweiher im Bottental mit mehreren Sitzgelegenheiten.
Wie viele Kalorien verbrenne ich auf der Hahnfels-Tour im Dahner Felsenland?
Der Sunhikes Höhenprofil-Kalorien-Analyzer berechnet für einen Sportwanderer (75 kg, 8 kg Rucksack, 4,5 km/h) auf der Hahnfels-Tour rund 2.316 kcal und eine Gehzeit von ca. 4:45 Std. Mit knapp 16 km und 561 Hm Aufstieg und 561 Hm Abstieg durch das Dahner Felsenland gehört diese Rundwanderung zu den kalorienintensiveren Touren der Region – die Kombination aus Streckenlänge, Höhenunterschieden und den typischen Fels- und Sandsteinpassagen des Pfälzerwalds sorgt für einen deutlich höheren Energieverbrauch als eine flache Wanderung gleicher Länge. Gewicht, Rucksack und Tempo lassen sich im Rechner anpassen. Es ist ein Richtwert, kein Messwert.
Wetter
Wie viele Kalorien verbrennst du auf dieser Tour?
15,8 km Streckenwanderung (Start 225 m, Ziel 225 m): 561 Hm Aufstieg, 561 Hm Abstieg, höchster Punkt 382 m, Gehzeit 4:45–5:45 Std. Berechnung auf Basis des echten GPX-Höhenprofils dieser Tour — wähle unten deinen Wandertyp für Gehzeit, Kalorienverbrauch und Trinkmenge.
Beispielrechnung (Sportwanderer, 75 kg, 8 kg Rucksack, Wohlfühltempo 4,5 km/h): ca. 4:45 Std. Gehzeit, 2.316 kcal Energieverbrauch, 3,0 Liter Trinkmenge.