Der Nedingfelsen ist ein bis zu 12 Meter hoher freistehender Buntsandsteinfelsen am Berg Neding nördlich von Hauenstein im Wasgau, dem südlichen Teil des Pfälzerwaldes. Der als Naturdenkmal ausgewiesene Fels trägt ein Gipfelkreuz und bietet Aussicht über Hauenstein und den Wasgau. In seinem Felsenband verbirgt sich eines der eindrucksvollsten Felsentore im Pfälzerwald.

Aussichtsfelsen mit Gipfelkreuz am Neding

Der Nedingfelsen steht an der Westseite / Südwestseite des rund 336 Meter hohen Nedings – eines langgestreckten, bewaldeten Rückenbergs zwischen dem östlichen Queichtal und dem Sattel zum Mischberg. Der freistehende Fels ragt steil aus dem Wald. Oben ein kleines Gipfelkreuz, darunter Stein und Stille.

Vom Felsplateau öffnet sich der Blick nach Süden über Hauenstein und die bewaldeten Höhen des Wasgaus. Man erkennt den Weimersberg, den Hohen Kopf, den Benz und den Winterberg. Im Tal zeichnen sich das Quelltal der Queich und das Gillenbachtal ab. Nach Norden fällt der Blick zum Schlossberg mit der Ruine Falkenburg und zu den Höhen der Frankenweide.

Das Felsentor – Naturdenkmal im Felsenband

Ein natürlicher Rahmen aus Buntsandstein

Die Hauptattraktion am Neding ist das Felsentor – eine von Wind und Wasser in den Buntsandstein gewaschene Öffnung, die den Wald auf der anderen Seite einrahmt. Es gehört zu den beeindruckendsten Felsentoren im Pfälzerwald und ist als Naturdenkmal ausgewiesen.

Das Felsentor und der Nedingfelsen sind nicht dasselbe: Der Nedingfelsen ist der freistehende Fels mit Gipfelkreuz, das Felsentor eine eigene Formation im zusammenhängenden Felsenband der Gipfelregion.

Fotomotiv im Wald

Das Felsentor ist eines der beliebtesten Fotomotive der Region. Die Öffnung rahmt je nach Standort Bäume, Fels und Himmel – ein natürliches Bild im Bild.

Der Neding-Ostgrat

Am östlichen Ende des Bergkamms setzt sich die Felslandschaft fort. Der Neding-Ostgrat ist eine eigene Felsgruppe mit mehreren Felstürmen, deren Nordseite steil ins Tal abfällt.

Der Ostgrat ist keine bloße Fortsetzung des Nedingfelsens, sondern ein eigenständiges Felserlebnis: schmaler, wilder, weniger besucht. Wer den gesamten Kamm entlanggeht, erlebt den Neding in seiner ganzen Ausdehnung.

Nedingfelsen auf einen Blick

  • Art: freistehender Aussichtsfelsen mit Gipfelkreuz, Felsentor und Felsenband
  • Höhe des Felsens: bis ca. 12 m
  • Bergeshöhe: ca. 336 m ü. NHN (Neding)
  • Gestein: Mittlerer Buntsandstein
  • Lage: nördlich von Hauenstein, Gemarkungsgrenze Hauenstein/Wilgartswiesen, Landkreis Südwestpfalz
  • Schutzgebiet: Naturpark Pfälzerwald, Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen
  • Schutzstatus: Nedingfelsen als Naturdenkmal ausgewiesen
  • Besonderheiten: Felsentor, Gipfelkreuz, Felsenband, Ostgrat mit weiteren Felstürmen
  • Aussicht: Hauenstein, Weimersberg, Queichtal, Gillenbachtal, Ruine Falkenburg

Hintergrund: Geologie des Nedingfelsens

Wie nahezu alle markanten Felsen im Wasgau besteht auch der Nedingfelsen aus Buntsandstein. Die rötlichen Sedimentschichten wurden vor rund 250 Millionen Jahren in der Frühen Trias abgelagert.

Das Felsentor und die Felswände entstanden durch Jahrmillionen der Verwitterung. Wind und Wasser trugen weichere Gesteinsschichten schneller ab als die härter verkieselten Partien. So bildete sich die Öffnung im Fels – ein Prozess, der mit bloßem Auge nicht zu sehen ist, aber bis heute andauert.

Wandern am Nedingfelsen

Der Nedingfelsen liegt direkt am Hauensteiner Schusterpfad, einem zertifizierten Premiumwanderweg von rund 17 Kilometern rund um Hauenstein. Der Neding mit seinem Felsenband und dem Felsentor ist eines der Kernstücke dieses Weges.

Die Neding-Runde bietet eine kurze Alternative: Auf nur 2,3 Kilometern und rund 130 Höhenmetern führt die Rundwanderung ab Hauenstein über den Kamm des Nedings, vorbei an Nedingfelsen, Felsentor und Ostgrat. In 45 bis 60 Minuten hat man das Wichtigste gesehen.

Anreise zum Nedingfelsen

Dank der Lage direkt am Ortsrand von Hauenstein und der guten Bahnanbindung ist der Nedingfelsen einer der am unkompliziertesten erreichbaren Felsstandorte im Wasgau.

Mit der Bahn

Hauenstein liegt an der Queichtalbahn (Strecke Landau–Pirmasens). Vom Bahnhof Hauenstein oder Hauenstein Mitte startet der Weg direkt in den Hang. Nach nur rund 800 Metern und etwa 70 Höhenmetern steht man auf dem Bergkamm des Nedings – Gehzeit rund 15 Minuten.

Mit dem Auto

Über die B 10 (aus Richtung Landau oder Pirmasens) gelangt man direkt nach Hauenstein. Parkmöglichkeiten bestehen im Bereich des Bahnhofs sowie an der Realschule. Von dort führen markierte Wanderwege hinauf zum Felsenband.

Tipps für den Besuch

  • Felsentor nicht verpassen: Das Felsentor liegt im Felsenband der Gipfelregion und ist eines der schönsten Fotomotive im Pfälzerwald.
  • Ostgrat mitnehmen: Wer den gesamten Kamm entlanggeht, erlebt den Neding in seiner ganzen Ausdehnung – stiller und wilder als der Hauptfelsen.
  • Festes Schuhwerk: Am Ostgrat fällt die Nordseite steil ab. Trittsicherheit ist an den Felskanten wichtig.
  • Schusterpfad kombinieren: Der Premiumwanderweg verbindet den Nedingfelsen mit weiteren Felszielen rund um Hauenstein.

Häufige Fragen zum Nedingfelsen

Was ist der Nedingfelsen bei Hauenstein?

Der Nedingfelsen ist ein bis zu 12 Meter hoher freistehender Buntsandsteinfelsen am Berg Neding nördlich von Hauenstein im Wasgau. Er ist als Naturdenkmal ausgewiesen und trägt ein Gipfelkreuz. In seinem Felsenband liegt ein markantes Felsentor.

Was ist das Felsentor am Neding?

Das Felsentor ist eine natürliche Öffnung im Buntsandstein in der Gipfelregion des Nedings. Es gehört zu den eindrucksvollsten Felsentoren im Pfälzerwald und ist als Naturdenkmal ausgewiesen.

Was sieht man vom Nedingfelsen?

Vom Felsplateau blickt man nach Süden über Hauenstein und den Wasgau auf Weimersberg, Hohen Kopf und Winterberg. Im Tal sind das Queichtal und das Gillenbachtal zu erkennen. Nach Norden fällt der Blick zum Schlossberg mit der Ruine Falkenburg.

Was ist der Neding-Ostgrat?

Am östlichen Ende des Bergkamms liegt eine eigene Felsgruppe mit mehreren Felstürmen und einem schmalen Grat. Die Nordseite fällt steil ab.

Wie kommt man zum Nedingfelsen?

Vom Bahnhofsbereich Hauenstein führt ein markierter Weg in rund 15 Minuten (ca. 800 Meter, 70 Höhenmeter) zum Nedingfelsen. Die Neding-Runde führt auf 2,3 Kilometern über Nedingfelsen, Felsentor und Ostgrat. Der Hauensteiner Schusterpfad führt ebenfalls direkt über den Neding.

Ist der Nedingfelsen ein Naturdenkmal?

Ja. Der Nedingfelsen ist als Naturdenkmal ausgewiesen. Der Schutzstatus bezieht sich auf den Felsen, nicht auf den gesamten Berg.

Wo parkt man für den Nedingfelsen?

Parkmöglichkeiten bestehen in Hauenstein im Bereich des Bahnhofs oder an der Realschule. Hauenstein ist auch mit der Queichtalbahn erreichbar – der Zustieg beginnt direkt am Bahnhof.

Author Sunhikes | © Sunhikes
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