Die Pyramidenspitze erhebt sich auf 1.997 Metern über dem Meeresspiegel und ist ein markanter Gipfel im Zahmen Kaiser, dem nördlichen Teil des Kaisergebirges in Tirol. Obwohl sie nach der wenig bekannten, 2.002 Meter hohen Vorderen Kesselschneid nur der zweithöchste Gipfel im Zahmen Kaiser ist, gilt sie als der bekannteste und meistbesuchte Berg dieses Gebirgszugs. Die Pyramidenspitze ist ein faszinierendes Ziel im Zahmen Kaiser, das mit abwechslungsreichen Routen, beeindruckenden Ausblicken und alpinem Flair begeistert. Ob gemütliche Wanderung oder anspruchsvoller Klettersteig – hier findet jeder Bergfreund sein Erlebnis. 

Lage und Geologie der Pyramidenspitze 

Die Pyramidenspitze liegt nahe der Grenze zu Deutschland und gehört zum Wettersteinkalk-Gebirge, dessen Gestein aus der Trias-Zeit stammt. Nach Süden und Westen erstreckt sich von ihr ein verkarstetes, latschenbewachsenes Hochplateau, das teils schrofig ins Kaisertal abfällt und einen langen Grat mit mehreren Gipfeln bis nach Kufstein bildet. Im Norden trennt eine Scharte die Pyramidenspitze von der Jovenspitze. Nach Nordwesten fällt sie schroff über das Eggersgrinn ab, nach Nordosten bricht sie mit Felsabstürzen ins Winkelkar

Das Kaisergebirge ist in zwei Teile geteilt: den Zahmen Kaiser und den Wilden Kaiser, getrennt durch das kleine Tal Kaisertal. Die Pyramidenspitze gehört zum Zahmen Kaiser und ist wegen ihrer Zugänglichkeit und Aussicht sehr beliebt. 

Ausgangspunkte und Routen zur Pyramidenspitze 

Es gibt vier Hauptausgangspunkte für die Besteigung der Pyramidenspitze: 

  • Kufstein (Eichelwang) 

  • Ebbs (Zentrum) 

  • Ebbs (Buchberg) 

  • Walchsee (Durchholzen) 

Am häufigsten wird Walchsee als Startpunkt gewählt, da die Anfahrt bequem ist und kostenlose Parkplätze zur Verfügung stehen. 

Anfahrt 

Von Innsbruck führt die Autobahn A12 nach Kufstein (ca. 80 km). Die Ausfahrt „Kufstein Nord“ bringt Wanderer zum Kreisverkehr, von dort geht es links auf die B171 Richtung Ebbs, Niederndorf und Sebi. In Durchholzen biegt die Straße scharf links ab, der Parkplatz liegt rechts. 

Von Rosenheim aus geht es über die Autobahn Richtung Österreich, Ausfahrt „Oberaudorf“, dann durch Niederndorf und Sebi zur B171. 

Die vier Routen im Detail 

1. Route Kaisertal – Kufstein (Eichelwang) 

Diese Route führt durch das Kaisertal und ist landschaftlich reizvoll. Sie eignet sich für erfahrene Wanderer, die eine längere Tour suchen. 

2. Route Kaiserwald – Ebbs (Zentrum) 

Der Weg durch den Kaiserwald startet im Ortszentrum von Ebbs und führt durch schattige Wälder zum Gipfel. 

3. Route Egersgrinn – Ebbs (Buchberg) 

Diese Route beginnt in Buchberg bei Ebbs und führt über das Eggersgrinn-Gebiet. Sie ist etwas anspruchsvoller und bietet abwechslungsreiche Ausblicke. 

4. Route Winkelkar – Walchsee (Durchholzen) 

Die Standardroute und wohl populärste Variante startet in Walchsee. Sie führt durch das Winkelkar, ein wildes, felsiges Tal. Der Weg ist bis zum Winkelkar gut begehbar, danach folgt ein Klettersteig der Schwierigkeit A/B, der schwindelfrei und trittsicheres Gehen erfordert. Die Gehzeit beträgt etwa 3 Stunden. 

Wandererlebnis und Ausblick 

Der Aufstieg von Westen über die Vorderkaiserfeldenhütte (1.388 m) ist ein langer, aber lohnender Weg. Er führt vorbei an der Naunspitze (1.633 m), dem Petersköpfl (1.745 m) und dem Einserkogel (1.924 m). Die Strecke ist überwiegend plateauähnlich und durch Latschenkiefern geprägt, wodurch kaum ausgesetzte Stellen entstehen. Die Aussicht auf die Gipfel des Wilden Kaisers begleitet den Wanderer ständig. 

Oben auf der Pyramidenspitze erwartet ein beeindruckendes Panorama: Das gesamte Kaisergebirge liegt zu Füßen, das Inntal breitet sich aus, und bei klarer Sicht glitzert der Walchsee in der Ferne. 

Sicherheitshinweise 

Die Klettersteigroute über das Winkelkar erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Steinschlaggefahr besteht besonders im oberen Bereich. Wanderer sollten sich gut ausrüsten und die Wetterbedingungen beachten.

Author Sunhikes | © Sunhikes
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