Hochstein, Dahner Burgen, Römerfelsen und Jungfernsprung Rundwanderung
Tourencharakter
Erlebnisreiches erwartet den Wanderer auf dem 11,8 Kilometer langen Rundwanderweg Dahn. Viele Felsformationen und mittelalterliche Burgen prägen die Strecke. Von Wurzeln durchzogene Wege und felsige Pfade machen den Rundwanderweg zu einem Erlebnis mitten durch den Wald. Vom Kurpark aus führt der Weg hinauf zum Hochstein-Massiv und zu den Burgen Altdahn, Neudahn und Tanstein. Vom imposanten Römerfelsen mit seiner herrlichen Aussicht führt der Weg weiter zum Kuckucksfelsen. Der weitere Weg führt vom Jungfernsprung durch den Kurpark zum Haus des Gastes. Die Wanderung zum Hochstein über die Dahner Burgen und Römerfelsen zum Jungfernsprung ist 11,8 Kilometer lang und mit 461 Höhenmetern Auf- und Abstieg eher für geübte Wanderer geeignet.
Höhenprofil
Hintergrundinformationen
Burgenmassiv Altdahn – Grafendahn – Tanstein
Auf fünf Buntsandsteinfelsen des Dahner Schlossbergs thront die mittelalterliche Burgengruppe Altdahn, Grafendahn und Tanstein. Die ältesten Teile stammen aus dem 11. Jahrhundert, im Dreißigjährigen Krieg wurden die Burgen weitgehend zerstört. Mit fast 200 Metern Länge zählt die Felsenburg mit ihren in den Stein gehauenen Kammern, Treppen und Gängen zu den größten Burganlagen der Pfalz. Im rekonstruierten Stallgebäude von Grafendahn befindet sich heute das Burgmuseum.
Hochstein
Der 345 Meter hohe Hochstein gehört zu den markantesten Felsformationen im Dahner Felsenland und ist bei Wanderern wie Kletterern gleichermaßen beliebt. Die rund 500 Meter lange Felswand wird im Westen von der fast freistehenden Hochsteinnadel gekrönt, feine Verwitterungsmuster und tiefe Spalten durchziehen den Buntsandstein. Auf dem Grat liegt die Felskammer »Soldatenhütte«, dahinter öffnet sich eine Aussichtsplattform mit Blick auf Dahn, die Lämmerfelsen und den Büttelfelsen.
Römerfelsen
Abgeschieden auf einem bewaldeten Bergrücken oberhalb des Dahner Ortsteils »Im Gerstel« ragt der etwa 25 Meter hohe Römerfelsen über die Baumwipfel. Über Treppen und Leitern gelangt man auf eine gesicherte Felsplattform mit Gipfelbuch und einem weiten Panorama über das Dahner Felsenland.
Routenbeschreibung
Die Rundwanderung beginnt am Kurpark in Dahn und ist ausgeschildert. Vorbei am Haus des Gastes folgt man der Beschilderung. Der Weg führt über Wiesen bergauf in den Wald. Der Dahner Ehrenfriedhof wird erreicht. Hier verlässt man den offiziellen Weg für einen Abstecher zum Felsmassiv des Hochsteins. Nach ca. 940 Metern biegt der Weg an der Michaelskapelle nach rechts ab und führt zur Hochsteinnadel. Nach ca. 70 Metern biegt man nach links ab und steigt wieder an. Am Fuße des Felsens biegt man wieder nach links ab. Es geht nun steil nach oben. Nach ca. 280 Metern ist das Plateau des Hochsteins erreicht. Ein Abstecher auf die Aussichtsplattform des Hochsteinmassivs lohnt sich. Hier hat man einen herrlichen Ausblick auf die umliegende Landschaft. Dem Weg nach rechts folgen. Dieser führt zur Aussichtsplattform des Hochsteins. Von hier aus hat man einen grandiosen Blick auf die Felswände des Hochsteins und auf ein paar weitere Felsen. Die sensationelle Felsenarche bei der Soldatenhütte erreicht man wieder auf dem Kammweg. Von hier kann man in die Tiefe blicken. Danach geht es nach links ca. 170 m in die Tiefe und man ist wieder auf dem Weg angelangt.
Nachdem man vom Hochsteinriff abgestiegen ist, führt der Weg gemeinsam mit dem Pfälzer Waldpfad wieder bergab. Man erreicht den asphaltierten Weg zur Burgengruppe Altdahn nach ungefähr 800 Metern. Die Besichtigung der Burgen beginnt etwa 200 Meter weiter. Die Burgruine zählt zu den größten Burganlagen in der Pfalz und wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Sie besteht aus drei Burgen: Altdahn, Grafendahn und Tanstein. Majestätisch ragen die Türme auf einem beeindruckenden Buntsandsteinfelsen empor.
Man erklimmt die Aussichtsplattform der Burgruine Altdahn über steinige Stufen und genießt von dort aus den herrlichen Blick ins Tal auf Dahn sowie die Landschaft des Pfälzerwaldes. Die angrenzenden Burgen Grafendahn und Tanstein bieten eine eindrucksvolle Kulisse für dieses Panorama. Die Erbauer nutzten geschickt die natürlichen Gegebenheiten der Felsformationen und errichteten Teile der Burganlage aus Buntsandstein. Nachdem man die Besichtigung der Burg Grafendahn beendet hat, folgt man dem Dahner Rundwanderweg leicht bergab.
Auf dem Weg passiert man den Löchel- und Zimmerfelsen bevor es hinauf zum Römerfelsen am Wölmersberg geht. Etwa 2,5 Kilometer entfernt ragt dieser prachtvolle Fels aus dem Wald heraus. Über Eisentreppen gelangt man zur Aussichtsplattform mit Blick ins Tal sowie auf die Dahner Burgen. Danach führt der Dahner Rundwanderweg hinab ins Tal und gleich wieder in engen Serpentinen hinauf auf den langgestreckten Bergrücken des Lachbergs. Unterwegs ist der Blick auf das Burgenmassiv von Altdahn beeindruckend.
Auf Waldwegen erreicht man nach 1,7 km den senkrecht ins Tal ragenden Kuckucksfelsen.Der Weg führt weiter talwärts.Dann geht es wieder steil hinauf auf den Vogelsbergkamm.Vorsicht ist geboten, da das Gelände rechts und links des schmalen Pfades steil abfällt.Es folgen ausgesetzte Pfade, felsige Steige mit Geländern und in den Fels gehauene Stufen, die uns hinauf zum Jungfernsprungfelsen führen.Nach ca. 1.000 m erreicht man die Aussichtskanzel des Jungfernsprungs.Hier bietet sich ein herrlicher Blick auf Dahn und das Wieslautertal.Vom imposanten Gipfelkreuz auf dem 70 m hohen Jungfernsprungberg erfolgt der Abstieg ins Wieslautertal. Unmittelbar nach dem Abstieg, kurz vor dem Penny-Markt, biegt man links ab und folgt dem Renterweg. Beim Fiedhof biegt man rechts ab. Nach wenigen Metern folgt man der Vogelsbergtraße in Richtung Lins und biegt rechts in die Schulstraße ein. Kurz nach links und dann nach rechts in die Grabenstraße. Nach ca. 220 Metern links in die Tannstraße, dann rechts in die Straße "In den Hohlwiesen". Über diese wird der Kurpark erreicht. Von hier aus geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt.
Hinweise + Tipps
Anreise
Anfahrt mit dem Auto
Aus Richtung Mannheim oder Karlsruhe fährt man über die A65 bis Landau oder Kandel und weiter über Bad Bergzabern auf der B427 nach Dahn. Aus Richtung Pirmasens oder Zweibrücken führt die B10 bis Hinterweidenthal und von dort die B427 nach Dahn. Der Kurpark ist ausgeschildert, Parkmöglichkeiten gibt es im Bereich des Parks und in den angrenzenden Straßen.
Anreise mit Bus und Bahn
Mit dem Zug fährt man bis Hinterweidenthal und weiter mit dem Regionalbus nach Dahn. In der Wandersaison verkehrt an Wochenenden zudem der Felsenland-Express bis Dahn. Vom Bahnhof Dahn erreicht man den Kurpark zu Fuß in 10 bis 15 Minuten.
Beste Wanderzeit
Die schönste Zeit für die Rundwanderung liegt zwischen April und Juni sowie von September bis November. Im Frühling zeigt sich der Wald in frischem Grün, im Herbst leuchten die Laubwälder rund um die Felsen in warmen Farben, und klare Luft schenkt weite Blicke von Hochstein, Burgen und Jungfernsprung. Im Sommer spendet der Wald angenehmen Schatten, auf den Aussichtsfelsen kann es jedoch warm werden. Bei Nässe oder Eis sind die felsigen Steige und Stufen rutschig und erfordern besondere Vorsicht. Mehr Ideen für Touren rund um den Ort finden sich im Beitrag Dahn im Wasgau: Wandern zu Felsen, Burgen und Naturhighlights oder im Dahner-Felsenland-Trailfinder →.
Häufige Fragen zur Rundwanderung Hochstein, Dahner Burgen, Römerfelsen und Jungfernsprung
Wie schwer ist die Rundwanderung über Hochstein, Dahner Burgen und Jungfernsprung?
Die Tour ist als moderat eingestuft. Auf 11,8 km sind 461 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu bewältigen. Wurzelige Pfade, Eisentreppen und ausgesetzte Stellen am Vogelsbergkamm erfordern Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.
Wie lange dauert die Wanderung?
Für die Runde sollte man 3:45 bis 4:30 Stunden reine Gehzeit einplanen. Mit der Besichtigung der Burgengruppe Altdahn und Pausen an den Aussichtspunkten wird daraus schnell ein halber bis ganzer Wandertag.
Welche Highlights liegen am Weg?
Die Route führt vom Kurpark Dahn zum Felsmassiv des Hochsteins mit Hochsteinnadel und Soldatenhütte, weiter zur Burgengruppe Altdahn, Grafendahn und Tanstein und zum Römerfelsen am Wölmersberg. Danach folgen der Kuckucksfelsen und die Aussichtskanzel des Jungfernsprungs hoch über Dahn und dem Wieslautertal.
Wo startet die Wanderung?
Ausgangspunkt ist der Kurpark in Dahn beim Haus des Gastes. Parkmöglichkeiten gibt es im Bereich des Parks, vom Bahnhof Dahn ist der Start in 10 bis 15 Minuten zu Fuß erreichbar.
Wie ist die Route markiert?
Die Wanderung folgt dem Dahner Rundwanderweg, der mit einer grünen Tanne auf weißem Grund markiert ist. Der Abstecher zum Hochstein verläuft abseits des offiziellen Weges.
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