Eilöchelfelsen: Verborgenes Felsriff im Wasgau
Wer den Eilöchel bei Busenberg sucht, findet ihn nicht auf den ersten Blick – der Wald hat sich in den letzten Jahrzehnten enger um dieses Felsriff gelegt, sodass sich manche seiner Türme heute nur noch zwischen den Stämmen zeigen.
Der Eilöchel: Namensgebender Fels mit steinernem Auge
Der Eilöchel, auch Eilöchelfels genannt, misst rund 315 Meter und bildet zusammen mit mehreren benachbarten Felsformationen ein zusammenhängendes, teilweise dreigipfliges Riff. Es zieht sich nördlich des westlichen Ortsausgangs von Busenberg in Richtung Schindhard durch den Wald.
Seinen Namen verdankt der Fels einem charakteristischen, eiförmigen Felsfenster – einem „Auge", das die Verwitterung über lange Zeit in den Sandstein gezeichnet hat.
Die Felstürme: Vier Formationen, ein Riff
Von Ost nach West reihen sich am Eilöchel gleich vier markante Felsformationen aneinander:
- Busenberger Turm – der östlichste Punkt der Formation
- Schindharder Turm – direkt westlich anschließend
- Reichenbacher Turm – der westlichste der drei unmittelbar benachbarten Türme
- Eilöchelfels – etwas abgesetzt weiter westlich gelegen
Rund 100 Meter westlich des Eilöchelfels liegt zudem der Abschiedsfels – der letzte Ausläufer dieser stillen Felsenlandschaft.
Geologie: Buntsandstein, geformt von Erosion
Wie so viele Felsformationen im Dahner Felsenland bestehen auch die Eilöchelfelsen aus Buntsandstein, den Erosion über Jahrmillionen zu bizarren Formen, Riffs und Türmen geschliffen hat. Die zunehmende Waldverdichtung der letzten Jahrzehnte hat dazu geführt, dass Teile der Felsen heute von dichtem Baumbestand umgeben sind – ein Grund, warum dieser Ort deutlich unberührter wirkt als die bekannteren Felsen der Region.
Klettern und Wandern
Eingebettet in waldreiche Umgebung, zählen die Eilöchelfelsen zu den weniger bekannten Wander- und Klettergebieten der Pfalz. Wer sie erleben möchte, findet den passenden Ausgangspunkt bei einer Wanderung ab Schindhard.
Wanderungen im Gebiet
Die Eilöchelfelsen lassen sich ideal mit einer Erkundung des benachbarten Dickenbergs und der Sprinzelfelsen verbinden. Eine passende Route dafür ist die Wanderung „Kleine Runde über den Dickenberg mit Abenteuertour zu den Eilöchelfelsen" – eine kompakte Tour, die neben dem markierten Busenberger Holzschuhpfad auch einen unmarkierten, orientierungsanspruchsvollen Abschnitt direkt zu den Türmen des Eilöchel führt.
Anreise zum Ausgangspunkt
Mit dem Auto:
Aus Richtung Landau / Pirmasens (über die B 10): Auf der Bundesstraße B 10 bis zur Ausfahrt Hinterweidenthal / Dahn, von dort auf die B 427 Richtung Dahn / Bad Bergzabern.
Weiter nach Schindhard: Hinter Dahn führt die B 427 direkt weiter nach Schindhard. Am Ortsrand ist der Wanderparkplatz Schindhard ausgeschildert – ein guter Startpunkt für die Erkundung der Eilöchelfelsen und der umliegenden Wälder.
Aus Richtung Süden (Bad Bergzabern / Bergzabern Land): Ebenfalls über die B 427, durch das Lautertal westwärts über Vorderweidenthal und Bundenthal direkt nach Schindhard.
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