Zwischen den Ortschaften Schindhard im Süden und Erfweiler im Norden erhebt sich der Kahlenberg – mit knapp 399 Metern ein markanter Aussichtsberg im südlichen Pfälzerwald, mitten im Dahner Felsenland. Über seinen Rücken verläuft die Gemeindegrenze zwischen den beiden Dörfern, während der eigentliche Gipfel auf Erfweiler Gemarkung liegt. Nach Nordwesten setzt sich der Höhenzug über Rauberg und Eichelberg fort, im Westen begleitet ihn das Tal des Langenbachs, im Norden das Breitenbachtal.

Vollständig bewaldet, trägt der Kahlenberg dennoch ein unverwechselbares Merkmal: ein rund 200 Meter langes Felsband aus Buntsandstein, das sich wie ein rötliches Band durch das Grün zieht – typisch für die gesamte Region.

Aussichtspunkte am Kahlenberg: Wasgaublick und Felsenlandblick

Trotz seines dichten Waldkleids öffnen sich am Kahlenberg immer wieder überraschende Fenster in die Landschaft. Das Gipfelplateau ist als gesicherte Aussichtsplattform ausgebaut, teils über eine kurze Leiter erreichbar. Bei klarer Sicht schweift der Blick von hier bis zur berühmten Dahner Burgengruppe – Altdahn, Grafenstein und Tanstein – und weit über das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen.

Am Südwesthang lädt der Rastplatz Wasgaublick zum Verweilen ein. Wer einem der südlichen Ausläufer des Bergs folgt, entdeckt zudem den Felsenlandblick – einen echten Geheimtipp mit Blick auf das in seine Senke gebettete Schindhard mit dem Kapellenfelsen, besonders reizvoll im späten Nachmittagslicht.

Wandern am Kahlenberg

Der Kahlenberg ist bestens erschlossen und ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen im Dahner Felsenland. Von Süden führt der kürzeste Aufstieg vom Wanderparkplatz beim Sportplatz in Schindhard hinauf, von Norden erreicht man den Berg aus dem Breitenbachtal am Südrand von Erfweiler.

Über den Kahlenberg verläuft die achte Etappe des Pfälzer Waldpfads, eines zertifizierten Fernwanderwegs von 140 Kilometern Länge. Auch regionale Premiumwege wie der Felsenland Sagenweg und die Hahnenfels-Tour streifen den Berg oder führen direkt über ihn.

Besonders empfehlenswert ist der rund 11 Kilometer lange Wald-Erlebnisweg, der den Kahlenberg in eine abwechslungsreiche Rundtour durch die waldreiche Region um Schindhard und Busenberg einbindet. Entlang der Strecke sorgen gesicherte Aussichtsfelsen für weite Blicke über den Pfälzerwald, während der integrierte Vogellehrpfad am Eichelberg Wissenswertes über die heimische Vogelwelt vermittelt.

Anreise

Mit dem Auto

Schindhard liegt im südlichen Pfälzerwald, mitten im Wasgau, und ist über ein gut ausgebautes Straßennetz bequem zu erreichen. Von Pirmasens oder Landau kommend führt die B 10 zur Abfahrt Richtung Dahn / Bad Bergzabern, von wo aus man der L 427 folgt. Wer aus Richtung Dahn anreist, durchquert die Ortschaft und fährt am Industriegebiet Dahn-Reichenbach vorbei – ab dort weist die Beschilderung den Weg nach Schindhard. Aus Richtung Bad Bergzabern oder Busenberg gelangt man über dieselbe L 427 direkt in die Region.

Parken & Startpunkt

Direkt am Sportplatz Schindhard, am Ende der Burgstraße, lässt sich das Fahrzeug bequem abstellen. Von Dahn kommend biegt man am Ortseingang von Schindhard ab und fährt hinauf zum Sportplatz – von dort startet der kürzeste Aufstieg zum Kahlenberg unmittelbar in den Wald.

Author Sunhikes | © Sunhikes
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