Kahlenberg mit Schafsfelsen – Wanderung im Dahner Felsenland bei Schindhard
Tourencharakter
Zwei Gesichter, ein Weg: Diese Runde zeigt das Dahner Felsenland von zwei Seiten: Der Hinweg führt durch lichten, aussichtsreichen Wald, immer wieder aufgelockert von Felsplattformen und weiten Panoramen. Der Rückweg dagegen verläuft still und beschaulich, vorbei an beeindruckenden Buntsandsteinformationen wie dem Schäferturm und dem markanten Schafsfelsen.
Auf 7,4 Kilometern und 298 Höhenmetern ist die Tour überwiegend leicht zu gehen. Eine Ausnahme bildet der weglose Abschnitt an den Erfweiler Sattelfelsen, der etwas Orientierungssinn und Trittsicherheit erfordert.
Hintergrundinformationen
Die Route verbindet gleich mehrere Wahrzeichen des Wasgau. Zwischen den Ortschaften Schindhard und Erfweiler erhebt sich der Kahlenberg – mit knapp 399 Metern ein markanter Aussichtsberg im Dahner Felsenland. Vollständig bewaldet, trägt er dennoch ein unverwechselbares Merkmal: ein rund 200 Meter langes Felsband aus Buntsandstein, das sich wie ein rötliches Band durch das Grün zieht. Vom gesicherten Gipfelplateau schweift der Blick bei klarer Sicht bis zur berühmten Dahner Burgengruppe – Altdahn, Grafenstein und Tanstein.
Am Schäferturm, einem imposanten Buntsandsteinturm am Waldrand, führt ein leicht zu übersehender Pfad vorbei zum Schafsfelsen – auch als Schafstein bekannt. Das bis zu 18 Meter hohe Felsmassiv östlich von Erfweiler zählt zu den beeindruckendsten Buntsandsteinformationen im Dahner Felsenland und zieht Wanderer wie Kletterer gleichermaßen an.
Der langgezogene Fels liegt direkt am zertifizierten Premiumwanderweg Hahnenfels-Tour, der spektakuläre Ausblicke über den Wasgau und die umliegende Felslandschaft bietet. In der Kletterszene gilt der Schafsfelsen als beliebtes Ziel – markante Felstürmchen wie der Holderturm und der Schandarie-Vorgipfel prägen seinen Felsengrat.
Routenbeschreibung
Hinauf zum Wasgaublick
Vom Wanderparkplatz beim Sportplatz Schindhard führt der Weg in einem Bogen bergauf in den Wald. Wer möchte, kann am Abzweig einen kurzen Abstecher zum Aussichtspunkt Dorfblick am Fuß des Kapellenfelsens machen – die Aussicht auf Schindhard ist hier allerdings mittlerweile etwas zugewachsen. Ein Serpentinenpfad schlängelt sich weiter durch lichten Mischwald zum Aussichtspunkt Wasgaublick, wo sich der Blick weit über Schindhard bis zur Burg Drachenfels und über das Dahner Felsenland spannt. Wer der Wegkreuzung noch ein Stück über den Felsenland Sagenweg folgt, entdeckt einen grandiosen Blick auf die Dahner Burgengruppe.
Über den Kahlenberg
Der Weg verläuft nun entlang des Bergrückens hinauf zum Kahlenberg. Ein Wegweiser kündigt das Bergpanorama an, weiter oben erscheinen erste Sandsteinformationen, bevor ein kurzer Kammweg zum Gipfel auf 399 Metern führt. Die gesicherte Aussichtsplattform mit Rastbank bietet Blick auf die Dahner Burgen und Erfweiler. Bergab geht es kurz steil, über eine kleine Metalltreppe, dann eben weiter durch lichten Wald. Eine Buntsandsteinplattform schenkt einen weiteren Blick über Schindhard auf die bewaldeten Bergkuppen des Wasgau. An der Wegkreuzung Felsenlandblick lohnt sich ein Abstecher: 200 Meter bergab entfaltet sich ein Panorama über Schindhard mit dem Kapellenfels in voller Pracht.
Zu den Erfweiler Sattelfelsen
Hoch über dem Bärenbrunner Tal erreicht man die Erfweiler Sattelfelsen. Wer möchte, steigt über einen schmalen, abschüssigen Pfad – erst rechts, dann links des Felsriffs – bis auf das Gipfelplateau auf. Vorsicht: Der Anstieg ist steil und rutschig, festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind hier Pflicht.
Zwei Varianten zum Rundwanderweg Erfweiler 59
Oben angekommen hat man die Wahl: Option 1 führt weglos über den Berggrat weiter, bis man an der nächsten markanten Felsformation links steil durch den Wald absteigt. Auf halber Strecke trifft man auf einen Serpentinenweg, der hinunter zum Rundwanderweg Erfweiler 59 führt. Option 2 ist die einfachere Variante: zurück auf den bekannten Weg und in einem weiten Bogen um den Ausläufer des Rauhbergs herum, bis ebenfalls der Rundwanderweg Erfweiler 59 erreicht ist.
Zum Schäferturm und Schafsfelsen
Der Weg verläuft nun idyllisch und ohne größeres Auf und Ab an der Rückseite des Bergs durch den Wald – ein entspannendes Wegstück nach den vorangegangenen Höhenmetern. Auf Höhe des Schäferturms führt ein leicht zu übersehender, schmaler Pfad nach links in den Wald. Vorbei am imposanten Schäferturm erreicht man den mächtigen Schafsfelsen, einen stark frequentierten Kletterfels. Von dort geht es in einigen Serpentinen steil bergauf zur nächsten beeindruckenden Buntsandsteinformation mit ihren erstaunlichen Grotten im Fels.
Zurück zum Wasgaublick
An der Wegkreuzung oberhalb der Felsformation beginnt der Rückweg: zunächst rechts auf einem breiten Forstweg bergab durch den Wald, an der nächsten Kreuzung dann links über den Felsenland Sagenweg zurück zum bekannten Aussichtspunkt Wasgaublick. Von dort führt der vertraute Weg zurück zum Ausgangspunkt am Sportplatz Schindhard.
Hinweise + Tipps
Anreise
Mit dem Auto
Schindhard liegt im südlichen Pfälzerwald, mitten im Wasgau, und ist über ein gut ausgebautes Straßennetz bequem zu erreichen. Von Pirmasens oder Landau kommend führt die B 10 zur Abfahrt Richtung Dahn / Bad Bergzabern, von wo aus man der L 427 folgt. Wer aus Richtung Dahn anreist, durchquert die Ortschaft und fährt am Industriegebiet Dahn-Reichenbach vorbei – ab dort weist die Beschilderung den Weg nach Schindhard. Aus Richtung Bad Bergzabern oder Busenberg gelangt man über dieselbe L 427 direkt in die Region.
Parken & Startpunkt
Direkt am Sportplatz Schindhard, am Ende der Burgstraße, lässt sich das Fahrzeug bequem abstellen. Von Dahn kommend biegt man am Ortseingang von Schindhard ab und fährt hinauf zum Sportplatz – von dort startet die Tour unmittelbar in den Wald.
Tipps
Schuhwerk: Festes Schuhwerk oder Trekkingschuhe sind unverzichtbar – besonders für den steilen, rutschigen Abstieg an den Erfweiler Sattelfelsen.
Orientierung: Da die Wanderung nicht durchgehend markiert ist, empfiehlt sich für beide Varianten – Option 1 und Option 2 – die Nutzung des GPS-Tracks.
Nicht übersehen: Der Abzweig zum Schäferturm ist unauffällig – am besten den Wegverlauf vorab im GPS-Track prüfen.
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