Kahlenbergtour Schindhard – Kurze Wanderung mit Weitblick im Dahner Felsenland
Tourencharakter
Kurz, kompakt, aussichtsreich: Die Kahlenbergtour führt von Schindhard hinauf auf den Kahlenberg, vorbei an schroffen Buntsandsteinformationen und mehreren Aussichtspunkten, die das ganze Dahner Felsenland in Szene setzen.
Landschaftlich abwechslungsreich, aber überschaubar in der Länge, eignet sich die Tour auch für einen spontanen Kurzausflug oder als Einstieg in die Wanderregion Wasgau. Einzig der Abstecher zu den Erfweiler Sattelfelsen verlangt etwas Trittsicherheit – der Rest der Strecke ist entspannt zu gehen.
Auf rund 5,7 Kilometern und etwa 248 Höhenmetern ist die Runde durchweg leicht zu gehen – bis auf den kurzen, steileren Abschnitt bei den Sattelfelsen.
Hintergrundinformationen
Der Kahlenberg zählt zu den markantesten Erhebungen im Dahner Felsenland und liegt zwischen den Dörfern Schindhard und Erfweiler. Am Wanderweg finden sich zahlreiche historische Grenzsteine aus Buntsandstein, die einst die Grenze zwischen den beiden Dörfern kennzeichneten. Charakteristisch für den Berg ist zudem sein Buntsandstein-Felsband, das sich über weite Strecken durch den Wald zieht und dem Gipfel seine markante Silhouette verleiht.
Neben der Natur hält die Tour auch einen kulturellen Höhepunkt bereit: Beim Durchqueren von Schindhard säumen wunderschöne alte Fachwerkhäuser mit charakteristischen Doppeltreppen aus Buntsandstein die Hauptstraße – ein stiller Kontrast zum wilden Fels weiter oben am Berg. Dazu gesellt sich der Blick auf den mächtigen Kapellenfelsen, der das Dorf überragt.
Routenbeschreibung
Aufstieg zum Wasgaublick
Am Wanderparkplatz beim Sportplatz Schindhard beginnt die Tour. In sanftem Bogen führt der Pfad bergauf, hinein in kühlen Wald. Am Abzweig zum Aussichtspunkt Dorfblick, am Fuß des Kapellenfelsens, ist die Sicht mittlerweile leicht zugewachsen – ein Blick lohnt sich dennoch. Ein Serpentinenpfad schlängelt sich weiter durch lichten Mischwald hinauf zum Aussichtspunkt Wasgaublick. Von der gesicherten Felsplattform reicht der Blick weit über Schindhard bis zur Burg Drachenfels und über das Dahner Felsenland. Wer der Wegkreuzung noch ein Stück über den Felsenland Sagenweg folgt, erhascht einen grandiosen Blick auf die Dahner Burgengruppe.
Über den Kammweg zum Kahlenberg
Von der Wegkreuzung führt ein kurzer, aber reizvoller Kammweg entlang des Bergrückens vorbei an ersten Sandsteinformationen zum Gipfel des Kahlenbergs auf 399 Metern. Eine gesicherte Aussichtsplattform und eine Rastbank laden zum Verweilen ein, mit Blick auf die Dahner Burgen und Erfweiler. Bergab geht es kurz steil, über eine kleine Metalltreppe, bevor der Weg wieder eben durch lichten Wald verläuft. Eine Buntsandsteinplattform schenkt einen weiteren schönen Blick über Schindhard auf die bewaldeten Bergkuppen des Wasgau. An der Wegkreuzung Felsenlandblick lohnt sich ein kurzer Abstecher: 200 Meter bergab öffnet sich ein herrliches Panorama über Schindhard mit dem Kapellenfels in voller Pracht.
Zu den Erfweiler Sattelfelsen
Hoch über dem Bärenbrunner Tal erreicht man die Erfweiler Sattelfelsen – eine prächtige Felsgruppe aus Buntsandstein. Wer möchte, kann über einen schmalen, abschüssigen Pfad erst rechts, dann links des Felsriffs bis auf das Gipfelplateau der Erfweiler Sattelfelsen aufsteigen. Vorsicht: Der Anstieg ist steil und der Pfad rutschig – festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind hier gefragt.
Zurück durch Schindhard
Zurück auf dem Weg beginnt bald der Abstieg nach Schindhard. Am Waldrand trifft der Weg auf einen breiteren Wirtschaftsweg und führt entlang offener Wiesen ins Tal, wo die kleine Straße zum Bärenbrunner Hof erreicht wird. Die Route folgt nun der Hauptstraße durch den Ort – vorbei an malerischen alten Fachwerkhäusern mit ihren charakteristischen Doppeltreppen aus Buntsandstein. Über die Burgstraße führt ein letzter kurzer Anstieg zurück zum Ausgangspunkt am Sportplatz Schindhard.
Hinweise + Tipps
Vorsicht am Felsriff: Der Aufstieg auf das Gipfelplateau der Erfweiler Sattelfelsen ist nur bei Trittsicherheit und trockenem Wetter empfehlenswert.
Anreise
Mit dem Auto
Schindhard liegt im südlichen Pfälzerwald, mitten im Wasgau, und ist über ein gut ausgebautes Straßennetz bequem zu erreichen. Von Pirmasens oder Landau kommend führt die B 10 zur Abfahrt Richtung Dahn / Bad Bergzabern, von wo aus man der L 427 folgt. Wer aus Richtung Dahn anreist, durchquert die Ortschaft und fährt am Industriegebiet Dahn-Reichenbach vorbei – ab dort weist die Beschilderung den Weg nach Schindhard. Aus Richtung Bad Bergzabern oder Busenberg gelangt man über dieselbe L 427 direkt in die Region.
Parken & Startpunkt
Direkt am Sportplatz Schindhard, am Ende der Burgstraße, lässt sich das Fahrzeug bequem abstellen. Von Dahn kommend biegt man am Ortseingang von Schindhard ab und fährt hinauf zum Sportplatz – von dort startet die Tour unmittelbar in den Wald.
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