Tierser-Alpl-Hütte – Ein alpiner Ruhepunkt im Naturpark Schlern-Rosengarten
Malerische Lage auf 2.444 Metern zwischen Schlern und Rosengarten
Man erreicht die Tierser-Alpl-Hütte – auch Rifugio Tierser Alpl genannt – auf 2.444 Metern Höhe. Sie liegt eingebettet auf dem Sattel des Tierser Alpl, zwischen den schroffen Rosszähnen der Schlerngruppe im Norden und den ersten Gipfeln des Rosengartens im Süden.
Von hier oben blickt man weit über das Tierser Tal und das Tschamintal. Ein Panorama öffnet sich, das Wanderer, Kletterer und Bergsteiger gleichermaßen verzaubert. Die Hütte ist nur zu Fuß erreichbar – und gerade das macht den Aufstieg zum besonderen Erlebnis für alle, die die Dolomiten wandernd entdecken möchten.
Wandern rund um die Tierser-Alpl-Hütte – Vielfalt der Dolomiten
Von der Hütte aus entfalten sich Wege in alle Himmelsrichtungen:
Rosszahnscharte (2.497 m): In nur 1¾ Stunden erreicht man die weiten Almwiesen der Seiser Alm.
Plattkofel und Langkofel: Richtung Osten führen Pfade zu den imposanten Gipfeln, die Plattkofelhütte erreicht man in etwa 1¾ Stunden.
Schlernplateau: Ein Kammweg führt westwärts zum Schlern und zu den Schlernhäusern, Aufstieg ca. 2 Stunden.
Rosengartengruppe: Nach Süden öffnen sich Übergänge zur Grasleitenhütte und Grasleitenpasshütte.
Tschamintal: Über das geheimnisvolle Bärenloch gelangt man nach St. Zyprian.
So wird das Rifugio Tierser Alpl zu einem Knotenpunkt im Dolomiten-Wandernetz.
Klettersteige ab der Tierser-Alpl-Hütte – Maximilian und Laurenzi
Die Hütte ist auch ein Eldorado für Klettersteig-Fans.
Der Maximilian-Klettersteig, benannt nach Hüttenbauer Max Aichner, führt über die Rosszähne bis zur Roterdspitze.
Der Laurenzi-Klettersteig, gewidmet seiner Frau Laura, erklimmt den Molignon und bietet eine sportliche Herausforderung.
Beide Routen sind technisch reizvoll und schenken spektakuläre Blicke auf die Dolomitenwelt – Abenteuer und Ausblick zugleich.
Geschichte und Charakter der Tierser-Alpl-Hütte
Zwischen 1957 und 1963 errichtete der Bergführer Max Aichner das Schutzhaus mit eigener Hand. 1969 eröffnete er den Maximilian-Klettersteig, 1986 den Laurenzi-Klettersteig.
1992 übernahm seine Tochter Judith die Hütte, die 2015 modernisiert und erweitert wurde, ohne ihren alpinen Charme zu verlieren. Heute bewirtschaften Judith und Stefan Perathoner die Hütte – mit Leidenschaft, Gastfreundschaft und einem tiefen Bezug zur Bergwelt.
Anreise zur Tierser-Alpl-Hütte – Wanderungen durch die Dolomiten
Die Hütte ist ausschließlich zu Fuß erreichbar – ein Versprechen für echtes Dolomiten-Erlebniswandern:
Von Seiser Alm / Compatsch (1.850 m): Weg Nr. 2 über Panorama, Goldknopf und Rosszahnscharte, ca. 2,5 Stunden
Von Seiser Alm / Saltria (1.700 m): Weg Nr. 8 über Tirler und Dialer Kirchlein, ca. 2,5 Stunden
Von Tiers / Tschaminschwaige: Weg Nr. 3 durch das Tschamintal und Bärenloch, ca. 3,5 Stunden
Von Campitello im Fassatal: über Durontal und Rifugio Micheluzzi, ca. 3,5 Stunden
Vom Sellajoch: Weg Nr. 4 über den Friedrich-August-Steig und Plattkofelhütte, ca. 4 Stunden
So wird schon der Weg zur Tierser-Alpl-Hütte Teil des Erlebnisses – ein Ankommen Schritt für Schritt.
Ausstattung und Service im Rifugio Tierser Alpl
Die Hütte bietet:
33 gemütliche Betten
43 Schlafplätze im Matratzenlager (ideal für Gruppen und Bergsteiger)
6 Plätze im Winterraum
Saison: Ende Mai bis Mitte Oktober
Dazu kommt herzliche Gastfreundschaft, die das Wandern im Naturpark Schlern-Rosengarten unvergesslich macht.
Fazit: Tierser-Alpl-Hütte – Zwischen Seiser Alm, Schlern und Rosengarten
Die Tierser-Alpl-Hütte ist mehr als ein Schutzhaus. Sie ist ein Ort der Begegnung, der Geschichte und der Natur, eingebettet zwischen Schlern, Seiser Alm und Rosengarten.
Ob man eine Hüttentour plant, den Maximilian-Klettersteig begeht, zur Seiser Alm wandert oder einfach inmitten der Dolomiten verweilen möchte – hier findet man Ruhe, Abenteuer und Panorama in perfekter Harmonie.
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