Rundwanderung Kalmit & Hohe Loog: Felsenmeer-Abenteuer im Pfälzerwald
Tourencharakter
Zwei Felsenmeere, zwei Hütten, zwei Gipfel. Diese Rundwanderung vereint die spektakulärsten Highlights bei Maikammer auf einer Tour. Wer den Pfälzerwald von seiner wildesten und zugleich gemütlichsten Seite erleben möchte, kommt an dieser Route nicht vorbei.
Naturerlebnis trifft Pfälzer Hüttenkultur
Diese abwechslungsreiche Rundwanderung im Pfälzerwald vereint Geologie, Panorama und Genuss. Der Weg führt über zwei markante Felsenmeere aus Buntsandstein auf den höchsten Gipfel der Region. Der Pfad wechselt zwischen schmalen, wurzeligen Waldpfaden, Gratkamm-Wegen und breiten Forstwegen. Während das Felsenmeer am Hüttenberg zum Kraxeln einlädt, bieten das Kalmithaus und das Hohe-Loog-Haus die perfekte Kulisse für die klassische Pfälzer Hüttenkultur.
Hintergrundinformationen
Der Pfälzerwald – Land des Buntsandsteins
Der Pfälzerwald ist geprägt vom roten Buntsandstein. Ob als mächtiger Felsblock am Wegrand oder als weitläufiges Felsenmeer am Hang: Die markanten Formationen entstanden in den Eiszeiten durch Frostsprengung. Wasser drang in Klüfte ein, gefror und sprengte das Gestein über Jahrtausende auseinander.
Die Kalmit – Höchster Gipfel im Pfälzerwald
Mit 673 m ist die Kalmit der höchste Punkt im Pfälzerwald. Neben dem weithin sichtbaren Sendeturm befindet sich hier das Kalmithaus. 1908 als Ludwigshafener Hütte erbaut, ist es heute die höchstgelegene Wanderhütte der Region. Ein besonderes Highlight: Seit April 2023 liegt hier der höchste Weinberg in Rheinland-Pfalz.
Die Hohe Loog – Grenzberg über dem Rebenmeer
Die Hohe Loog (618,7 m) leitet ihren Namen vom althochdeutschen „Loog“ (Grenze) ab. Das dortige Hohe-Loog-Haus des PWV Hambach ist bekannt für herzhafte Küche und den unverstellten Blick über die Weinstraße bis in die Oberrheinische Tiefebene.
Routenbeschreibung
Start am Wanderparkplatz Hüttenhohl
Die Wanderung beginnt am Wanderparkplatz Hüttenhohl. Dem weiß-grünen Balken folgend, steigt der Weg sanft an. Vorbei an Heidelbeerbüschen wird die Hüttenberghütte (591 m) erreicht: erste Rast, erster Blick über die Rheinebene. Zwei Gipfel warten noch – Kalmit und Hohe Loog.
Herzstück der Tour: Das Felsenmeer am Hüttenberg
Auf dem Grat des Hüttenbergs erstreckt sich über 400 Meter das Felsenmeer am Hüttenberg – übermooste Blöcke, enge Felsgassen, bizarre Verwitterungsformen. Der Weg führt wahlweise als Gratweg über die Felsen oder unterhalb der Formationen entlang. Zeit lassen lohnt sich.
Aufstieg zur Kalmit – ruhiger Wald, großer Gipfel
Nach dem Felsenmeer führt der Pfad durch Pfälzerwald-Mischwald aus Kiefern und Fichten gemächlich weiter bergauf. Sonnenlicht durch Baumwipfel. Kurz vor dem Gipfel passiert man eine ehemalige NATO-Militärstation und den markanten Stahlfachwerk-Sendeturm – ein interessanter Kontrast zur Naturkulisse. Über Sandsteinstufen erreicht man den Kalmit-Gipfel auf 673 m.
Von der Terrasse des Kalmithauses reicht der Blick über Maikammer, St. Martin, Ludwigshafen, Mannheim und Speyer bis zum Odenwald – bei hervorragenden Wetterbedingungen bis zur Hornisgrinde (1164 m) und zur Badener Höhe (1002 m) im Nordschwarzwald.
Abstieg über das Kriegerdenkmal zum Taubenkopf
Der Abstieg folgt dem weiß-grünen Balken über Sandsteinstufen bergab. Unterwegs erinnert das Kriegerdenkmal des PWV Maikammer-Alsterweiler an die gefallenen Vereinsmitglieder. Nach der zweiten Querung der Kalmithöhenstraße zweigt der Weg ab – hinauf auf den Taubenkopf (604 m).
Vom Gipfelplateau des Taubenkopfs öffnet sich ein freier Blick nach Osten: Maikammer und St. Martin direkt darunter, am Horizont Odenwald und die Skyline von Mannheim/Ludwigshafen. Sandsteinfelsen, Kiefern, Heidekraut – karg, sonnengewärmt, weit. Auf demselben Weg geht es zurück, dann rechts zum Wanderparkplatz Hahnenschritt.
Durch das Felsenmeer am Zwergberg zur Hohen Loog
Vom Hahnenschritt führt der Blaue Punkt auf einen schmalen, steilen Pfad Richtung Hohe Loog. Direkt hindurch: das Felsenmeer am Zwergberg. Massive Buntsandsteinblöcke, bemooste Steine, Kiefern, die wie Bonsais aus dem Fels wachsen. Eng. Ursprünglich. Still. Abenteuerlustige können direkt über die Blöcke klettern. Auf dem Bergrücken folgt das zweite Felsenmeer mit flachen Felsplateaus und Spalten.
Der Pfad führt weiter zur Wegspinne am Bildbaum mit Rastplatz. Dem Roten Punkt folgend geht es durch lichten Wald mit vereinzelten Felsblöcken zum Hohe-Loog-Haus. Der eigentliche Gipfelpunkt der Hohen Loog liegt nur wenige Minuten hinter der Hütte – erreichbar über einen Felsenpfad oder breiten Forstweg.
Abstieg über den Bürgermeisterstein zurück zum Start
Zurück am Bildbaum folgt man dem Grünen Punkt bergab auf einen breiten Forstweg. Zwischen den Bäumen öffnen sich immer wieder Ausblicke auf die Rheinebene. Kurz vor dem Hahnenschritt: der Bürgermeisterstein mit kleiner Höhle – ein historischer Orientierungspunkt, dessen Inschriften von der Geschichte des Waldes erzählen.
Dem Grünen Punkt auf weißem Grund folgend zurück zum Parkplatz Hahnenschritt, dann durch lichten Mischwald parallel zur Höhenstraße zum Ausgangspunkt Wanderparkplatz Hüttenhohl.
Hinweise + Tipps
Mit dem Auto – Wanderparkplatz Hüttenhohl
Der Wanderparkplatz Hüttenhohl liegt an der Kalmitstraße (K 13) zwischen St. Martin und dem Kalmit-Gipfel. Von der A65 Ausfahrt Kirrweiler/Maikammer nehmen, durch Maikammer Richtung St. Martin fahren, dort der Beschilderung Richtung Kalmit folgen. Der Parkplatz liegt auf der linken Seite, noch vor dem Hahnenschritt. An sonnigen Wochenenden früh starten – beide Parkplätze entlang der Kalmitstraße sind gut besucht.
Mit dem Wanderbus (ÖPNV)
Die Palatina-Buslinie 506 fährt von Neustadt an der Weinstraße oder Maikammer zur Haltestelle Hahnenschritt – von dort lässt sich die Runde auch direkt starten. In der Saison (Mai–Oktober) verkehrt der Bus an Wochenenden und Feiertagen im Stunden- bis Zweistundentakt.
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