Wer im Bärenbrunner Tal unweit von Busenberg unterwegs ist, gerät unweigerlich in den Bann eines der schroffsten Felsgebilde des Wasgaus: die Langwalder Felsen mit ihrem markanten Pferchfeldturm – Buntsandstein, der über Jahrmillionen zu einer wahren Kletterkathedrale geformt wurde.

Namen und Lage: Drei Bezeichnungen, ein Massiv

Hinter den Begriffen „Langwalder Felsen", „Pferchfeldfels" und „Pferchfeldturm" verbirgt sich im Wesentlichen dieselbe ausgedehnte Felsformation. Das umliegende Waldgebiet bei Busenberg trägt den Namen Langenwald – daher der Name Langwalder Felsen –, während die offizielle Bezeichnung des Naturdenkmals Langenwalderfelsen lautet.

Das Massiv liegt im malerischen Bärenbrunner Tal, unweit von Busenberg, nahe dem Bärenbrunnerhof und der Bärenbrunnermühle.

Beeindruckende Dimensionen: Ein Grat aus rotem Buntsandstein

Das Felsenriff erstreckt sich als mehrere hundert Meter langer, hoch aufragender Grat aus den sogenannten Trifels-Schichten des roten Buntsandsteins. Das Hauptmassiv erreicht stellenweise eine Höhe von bis zu 55 Metern. Der vorgelagerte, markante Pferchfeldturm an der Südwand misst immer noch beeindruckende 39 Meter.

Die Wände sind überwiegend senkrecht bis überhängend und zeigen die für die Region typischen, faszinierenden Wabenstrukturen (Tafoni) sowie feine, sanduhrförmige Vertiefungen und Risse – Spuren jahrmillionenlanger Erosion, die dem Gestein seine unverwechselbare Textur verleihen.

Ein Paradies für Kletterer

Das Pferchfeldmassiv genießt unter Sportkletterern einen hervorragenden Ruf. Rund 70 klassische Kletterrouten in verschiedenen Schwierigkeitsgraden – von leicht bis sehr anspruchsvoll – erschließen den Fels. Bekannte historische Routen am Pferchfeldturm und an der Südwand sind unter anderem die „Dritte Rampe" (IV+), die „Große Südverschneidung" (VI-) sowie der „Kleine Südriss" (VI+). Am Pferchfeldturm findet sich zudem ein klassisches Gipfelbuch – typisch für die Kletterkultur der Pfalz.

Zum Schutz der Felsen kann es im Frühjahr zu temporären Klettersperrungen kommen, um brütende Vögel wie den Wanderfalken zu schützen.

Wandern und Erreichbarkeit

Auch für Wanderer ist das Felsenriff zugänglich: Ein steiler, schmaler Pfad führt vom Waldrand nahe der Bärenbrunner Mühle hinauf zum Massiv. Die Region rund um das Bärenbrunner Tal, den Langenwald und das Pferchfeldmassiv lässt sich gut über lokale und zertifizierte Wanderwege erreichen – etwa den Busenberger Holzschuhpfad. Verglichen mit der unmittelbaren Umgebung der bekannteren Burgen im Dahner Felsenland wirkt diese Gegend deutlich ruhiger und ursprünglicher.

Anreise zum Ausgangspunkt

Das Bärenbrunner Tal liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, unweit von Busenberg. Die Anreise erfolgt am besten über die B 427, die den Wasgau von Dahn über Busenberg bis Bad Bergzabern durchquert. Von Busenberg aus führen kleinere Zufahrtsstraßen ins Bärenbrunner Tal zur Bärenbrunnermühle bzw. zum Bärenbrunnerhof – von dort startet der steile Aufstieg zu den Langwalder Felsen und dem Pferchfeldturm.

Author Sunhikes | © Sunhikes
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