Bärenbrunner Pfaffenfels: Felsriff im Bärenbrunner Tal
Im Schatten des berühmten Klosterfels fristete der Pfaffenfels lange ein eher unauffälliges Dasein – dabei bietet dieses langgestreckte Riff im hinteren Bärenbrunner Tal Wanderern weit mehr, als sein früherer Ruf vermuten ließ.
Ein Riff mit mehreren Gesichtern
Statt eines einzelnen, kompakten Felsens erwartet einen hier ein ganzes Ensemble: Das Untere Massiv, ein Mittelgipfel und das Obere Massiv reihen sich zu einem zusammenhängenden Buntsandsteinriff, das an seiner höchsten Stelle rund 37 Meter misst. Wer den Wanderpfad den Hang hinaufsteigt, bewegt sich also nicht an einem einzigen Punkt, sondern entlang eines ganzen Streifens aus Fels – ein abwechslungsreicher Abschnitt für alle, die auf ihrer Wanderung durchs Bärenbrunner Tal gerne innehalten und die Formation aus verschiedenen Blickwinkeln erkunden.
Vom Sorgenkind zum Geheimtipp
Der Pfaffenfels hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Über Jahre galten viele seiner Wege als überholt, in Kletterkreisen wenig charmant „alte Gurken" genannt. Mittlerweile sind zahlreiche dieser historischen Linien saniert und wiederbelebt – der Fels hat sich still und leise zu einer ruhigeren Alternative im sonst gut besuchten Tal gemausert. Auch für Wanderer bleibt davon einiges: eine Wand, deren Struktur den charakteristischen südpfälzer Buntsandstein besonders anschaulich zeigt und sich ideal für einen Zwischenstopp mit Fotomotiv anbietet.
Aussicht hinüber zum Klosterfels
Direkt benachbart liegt der weithin bekannte Klosterfels – und genau diese Nähe macht den Aufstieg zum Pfaffenfels besonders reizvoll. Von oben öffnet sich der Blick auf den Nachbarfelsen und das dicht bewaldete Tal. Ein schmaler Pfad zieht sich am Riff entlang hinauf zum Gipfelplateau auf dem Sandberg. Wer hier unterwegs ist, sollte wissen: Die Felsbänder verlaufen ungesichert und schmal – es braucht hier trockenes Wetter, festen Tritt und einen kühlen Kopf in der Höhe. Wer weitere Felsformationen der Region verbinden möchte, findet in der Tour Felsenrunde im Bärenbrunner Tal: Sieben Felsriesen, ein Wandertag eine passende Route.
Anreise zum Ausgangspunkt
Das Bärenbrunner Tal liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, unweit von Busenberg. Mit dem Auto erreicht man die Region am besten über die B 427, die von Dahn über Busenberg bis nach Bad Bergzabern führt. Von Busenberg aus zweigt eine kleine, einspurige Straße ins Bärenbrunner Tal ab, die direkt zum Bärenbrunnerhof führt – von dort aus starten die Wege zum Pfaffenfels und den übrigen Felsen dieses stillen Talabschnitts.
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