Bärenbrunner Pfaffenfels: Felsriff im Bärenbrunner Tal
Im Schatten des berühmten Klosterfels liegt der Pfaffenfels – ein langgestrecktes Buntsandsteinmassiv im hinteren Bärenbrunner Tal. Anders als ein einzelner Felsturm besteht die Formation aus mehreren miteinander verbundenen Bereichen.
Ein Riff mit mehreren Gesichtern
Statt eines einzelnen, kompakten Felsens erwartet einen hier ein ganzes Ensemble: Das Untere Massiv, der Mittelgipfel und das Obere Massiv reihen sich zu einem zusammenhängenden Buntsandsteinriff. Die drei Felsbereiche liegen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt und bilden gemeinsam den Bärenbrunner Pfaffenfels.
Der Pfaffenfels gehört damit zu den charakteristischen Felsformationen im hinteren Bärenbrunner Tal. Wer hier unterwegs ist, bewegt sich durch eine Landschaft, in der die markanten Buntsandsteinfelsen dicht aufeinanderfolgen.
Kletterfelsen mit langen Routen
Der Pfaffenfels wird seit vielen Jahren beklettert. Heute ist er vor allem als Klettergebiet mit längeren Routen bekannt. Die aktuelle Kletterdatenbank führt hier mehrere Routen und ordnet das Gebiet überwiegend dem traditionellen Klettern zu.
Damit unterscheidet sich der Pfaffenfels etwas von den stärker auf Sportkletterei ausgerichteten Felsen des Bärenbrunner Tals. Die Kombination aus Buntsandsteinriff und längeren Kletterlinien macht ihn vor allem für erfahrene Kletterer interessant.
Aussicht hinüber zum Klosterfels
Direkt benachbart liegt der weithin bekannte Klosterfels – und genau diese Nähe macht den Aufstieg zum Pfaffenfels besonders reizvoll. Von oben öffnet sich der Blick auf den Nachbarfelsen und das dicht bewaldete Tal. Ein schmaler Pfad zieht sich am Riff entlang hinauf zum Gipfelplateau auf dem Sandberg. Wer hier unterwegs ist, sollte wissen: Die Felsbänder verlaufen ungesichert und schmal – es braucht hier trockenes Wetter, festen Tritt und einen kühlen Kopf in der Höhe.
Der Zustieg führt vom Bereich am Fuß des Klosterfels auf Pfadspuren in westliche Richtung. Bis zum Pfaffenfels sind es etwa 800 Meter und 60 Höhenmeter, der Zustieg dauert ungefähr 15 Minuten.
Wer weitere Felsformationen der Region verbinden möchte, findet in der Tour Felsenrunde im Bärenbrunner Tal: Sieben Felsriesen, ein Wandertag eine passende Route.
Anreise zum Ausgangspunkt
Das Bärenbrunner Tal liegt im Wasgau zwischen Schindhard und Busenberg. Der Bärenbrunnerhof am Talschluss ist von Busenberg aus nicht direkt erreichbar. Die Zufahrt erfolgt von Schindhard über die Kreisstraße 41.
Vom Bärenbrunnerhof führt der Weg in Richtung Klosterfels. Am Fuß des Felsens zweigen Pfadspuren in westliche Richtung zum Pfaffenfels ab. Für die Orientierung im felsigen Gelände sind festes Schuhwerk und Trittsicherheit sinnvoll. Wer nur wandern und nicht klettern möchte, sollte die ungesicherten Felsbereiche mit entsprechender Vorsicht betreten.
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