Hauensteiner Schusterpfad: Premiumwanderweg durch Felsen, Wald und Geschichte im Wasgau

Schwierigkeit
schwer
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
16,8 km
Höhenmeter Aufstieg
548 hm
Höhenmeter Abstieg
548 hm
höchster Punkt
452 m
niedrigster Punkt
228 m
ca. Dauer
5:00 – 5:45 h
leicht zu folgen, trittsicher, gute Grundkondition
Wegmarkierung
Hauensteiner Schusterpfad (stilisierter Schuh auf gelbem Grund)
Proviant, Wasser, festes Schuhwerk
Auslastung
moderat

Tourencharakter

Der Hauensteiner Schusterpfad ist ein zertifizierter Premiumwanderweg in der Urlaubsregion Hauenstein. Auf rund 17 Kilometern und etwa 548 Höhenmetern führt die Rundwanderung in ca. 5 Stunden durch die Felsenlandschaft rund um den traditionsreichen Schuhort Hauenstein im südlichen Pfälzerwald.

Was die Tour auszeichnet, ist die dichte Folge an Höhepunkten: Nedingfelsen, Kreuzelfelsen, Kahler Felsen, Backelstein, Hühnerstein, das Winterkirchel und der Trifelsblick reihen sich aneinander – dazwischen verschlungene Waldpfade durch duftende Kiefernwälder, idyllische Wiesenlandschaften und immer wieder weite Blicke über die bewaldeten Kuppen des Wasgau.

Der Untergrund wechselt zwischen bequemen Waldwegen und schmalen, naturbelassenen Pfaden. Die Länge der Tour und die zahlreichen Anstiege machen den Schusterpfad anspruchsvoll – gute Kondition ist erforderlich. An den Felsen selbst braucht es Trittsicherheit, technisch bleibt die Route aber unkompliziert. Die übersichtliche Beschilderung ermöglicht stressfreies Wandern ohne Karte.

Kartenansicht + Höhenprofil

Tourencharakter

Der Hauensteiner Schusterpfad ist ein zertifizierter Premiumwanderweg in der Urlaubsregion Hauenstein. Auf rund 17 Kilometern und etwa 548 Höhenmetern führt die Rundwanderung in ca. 5 Stunden durch die Felsenlandschaft rund um den traditionsreichen Schuhort Hauenstein im südlichen Pfälzerwald.

Was die Tour auszeichnet, ist die dichte Folge an Höhepunkten: Nedingfelsen, Kreuzelfelsen, Kahler Felsen, Backelstein, Hühnerstein, das Winterkirchel und der Trifelsblick reihen sich aneinander – dazwischen verschlungene Waldpfade durch duftende Kiefernwälder, idyllische Wiesenlandschaften und immer wieder weite Blicke über die bewaldeten Kuppen des Wasgau.

Der Untergrund wechselt zwischen bequemen Waldwegen und schmalen, naturbelassenen Pfaden. Die Länge der Tour und die zahlreichen Anstiege machen den Schusterpfad anspruchsvoll – gute Kondition ist erforderlich. An den Felsen selbst braucht es Trittsicherheit, technisch bleibt die Route aber unkompliziert. Die übersichtliche Beschilderung ermöglicht stressfreies Wandern ohne Karte.

Hintergrundinformationen

Hauenstein – Schuhort im Pfälzerwald

Hauenstein liegt eingebettet in die bewaldeten Berge des südlichen Pfälzerwaldes und blickt auf eine lange Tradition als Schuhort zurück. Das Deutsche Schuhmuseum dokumentiert die Geschichte der Schuhindustrie, die den Ort über Generationen geprägt hat. Rund um den Ort erstreckt sich das Biosphärenreservat Pfälzerwald – Deutschlands größtes zusammenhängendes Waldgebiet, ein Wanderparadies, das sich seine Ruhe bewahrt hat.

Hühnerstein – Aussichtsfels mit Leiter

Der Hühnerstein erhebt sich auf 455 Metern Höhe auf dem Bergkamm zwischen Hauenstein und Schwanheim. Ein zwölf Meter hoher Sandsteinfels, über eine gesicherte Metallleiter mit 40 Sprossen erreichbar. Oben wartet ein 360-Grad-Panorama über Hauenstein und die Südwestpfalz. Eine Windrose hilft bei der Orientierung.

Winterkirchel – Waldkapelle aus Kriegsgelöbnissen

Das Winterkirchel – offiziell Waldkapelle Maria Himmelspforte – steht auf einem Bergsattel zwischen Erfweiler und Hauenstein. Soldaten aus Erfweiler gelobten während der Weltkriege den Wiederaufbau; 1948 trugen täglich rund 250 Schuharbeiter Stein um Stein den Berg hinauf. Am 14. August 1949 wurde die denkmalgeschützte Kapelle eingeweiht. Wer sie heute besucht, kann die Glocke von Hand läuten – ihr Klang trägt weit durch den Wald.

Wanderheim Dicke Eiche – Einkehr auf dem Sorgenberg

Das Wanderheim Dicke Eiche (405 m) ist eine der bekanntesten PWV-Hütten im Pfälzerwald. Pfälzer Küche, hausgemachter Kuchen, regionale Weine. Geöffnet samstags, sonntags und an Feiertagen (10–18 Uhr), von Mai bis Oktober zusätzlich mittwochs. Direkt beim Wanderheim erinnern die Stammreste der namensgebenden Dicken Eiche – einer rund 300 Jahre alten Traubeneiche, die 1994 durch einen Anschlag getötet wurde – als Mahnmal an das Umweltverbrechen.

Routenbeschreibung

Vom Felsdurchbruch zum Nedingfelsen

Die Wanderung beginnt am Felsdurchbruch beim Penny-Markt in Hauenstein. Vom Startpunkt geht es direkt in den Anstieg. Der Weg führt zunächst zum Felsentor – einer markanten Gesteinsformation am Wegesrand. Weiter über einen idyllischen Pfad, gesäumt von Buntsandsteinformationen, bis man die Straße zum Bahnhof kreuzt. Nun beginnt der Aufstieg zum Nedingfelsen, der ebenfalls ein Felsentor besitzt. Über einen steilen Pfad entlang des Buntsandsteinriffs erreicht man das großzügige Felsplateau. Hier öffnet sich der erste Panoramablick über Hauenstein und den Pfälzerwald – ein Vorgeschmack auf die vielen Aussichtspunkte, die noch folgen.

Durch die Wiesenlandschaft zum Kreuzelfelsen

Vom Nedingfelsen führt der Weg hinab ins Tal, vorbei am ehemaligen Karmelitinnenkloster Sankt Josef durch eine idyllische Wiesenlandschaft und ein kurzes Stück durch den Ort. Dann beginnt der nächste Aufstieg. Ein Waldpfad zieht sich durch duftende Kiefernwälder hinauf zum Aussichtspunkt am Felsentisch. Von dort zweigt ein schmaler Pfad ab zum Kreuzelfelsen – mit Blick über Hauenstein, den Pfälzerwald und die umliegenden Buntsandsteinfelsen.

Kahler Felsen, Dörreinfelsen und Backelstein

Ein malerischer Waldpfad führt weiter zum Kahlen Felsen. Das Felsmassiv empfängt mit einem großflächigen Plateau, kleinen Buntsandsteintürmchen und einem Panorama über den Wasgau mit Blick zum Burghalder Felsen. Zwischen kleinen Felsgruppen finden sich lauschige Ruheplätzchen – kurz ausruhen und Kraft tanken, bevor es weitergeht.

Auf jeden Fall die Abstecher zum Dörreinfelsen und zur Fliehburg Backelstein mitnehmen. Die frühmittelalterliche Anlage ragt mit einer steilen Felswand aus dem Berg. Über eine Metalltreppe erreicht man das Felsplateau – mit Blick auf den gegenüberliegenden Lanzenfahrter Felsen und weiter Fernsicht über den Pfälzerwald.

Zum Hühnerstein

Dann kündigt sich der Höhepunkt der Tour an: der Hühnerstein. Vorbei am Backelsteinblick und der Schutzhütte am Weimersborn führt der Hauensteiner Schusterpfad leicht ansteigend zum Ziel – zunächst über einen Forstweg, dann wieder auf schmalen Pfaden. Wie ein riesiger Pilz steht der Sandsteinkoloss auf dem Bergkamm. Über die Metallleiter gelangt man hinauf auf die Aussichtsplattform – ein 360-Grad-Panorama über Hauenstein und die Südwestpfalz, in alle Himmelsrichtungen. Am Fuß der Sandsteinformation lädt eine Bank zur Rast ein.

Einkehr im Wanderheim Dicke Eiche

Vom Hühnerstein führt der Schusterpfad durch lichten Wald zum Wanderheim Dicke Eiche. Die bewirtschaftete PWV-Hütte auf 405 Metern Höhe bietet Pfälzer Küche, hausgemachten Kuchen und regionale Weine – die verdiente Stärkung nach den bisherigen Höhenmetern. Rund 500 Meter weiter liegt das Naturdenkmal Dicke Eiche mit den Stammresten der alten Traubeneiche und Schautafeln zu ihrer Geschichte.

Winterkirchel

Ein idyllischer Waldpfad führt hoch über dem Stephanstal Richtung Winterkirchel. Unterwegs liegt ein Aussichtspunkt mit Blick ins Tal, wo die Queich entspringt. Ein kurzes Stück weiter erreicht man eine Waldlichtung mit dem Winterkirchel – die denkmalgeschützte Wallfahrtskapelle, deren Glocke jeder Besucher von Hand läuten kann. Ihr Klang trägt weit durch den stillen Wald.

Trifelsblick und Rückkehr nach Hauenstein

Vom Winterkirchel wandert man auf dem Weg nach Norden auf die „Himmelspforte" zu – allerdings nur eine Wegkreuzung. Vorbei am historischen Max-Meyer-Stein führt der Pfad durch ruhigen Wald zur Schutzhütte am Jungwald und zum Trifelsblick. Von hier öffnet sich bei klarer Sicht ein weiter Blick Richtung Annweiler und zur Reichsburg Trifels – dem Wahrzeichen der Südpfalz.

Der Endspurt hat noch einmal typischen Pfälzerwald-Charakter: Auf schmalen, naturnahen Waldpfaden geht es bergab durch eine ruhige, aber abwechslungsreiche Felsenlandschaft. Vorbei an der Schutzhütte Vier Buchen und dem Rauschlochfelsen erreicht man den Mondfelsen – das letzte geologische Highlight der Tour. Rot schimmernder Buntsandstein im dichten Grün des Waldes, ein stimmungsvoller Ausklang, bevor der Schusterpfad seinen Kreis schließt und zurück nach Hauenstein führt.

Hinweise + Tipps

Anreise

Mit dem Auto: Der empfohlene Startpunkt liegt am Felsdurchbruch beim Penny-Markt in Hauenstein (Ortseingang von der B10). Alternativ: Bahnhof Hauenstein Mitte mit Parkmöglichkeiten oder am Schuhmuseum.

Mit der Bahn: Hauenstein liegt an der Bahnstrecke Landau–Pirmasens. Vom Bahnhof Hauenstein Mitte erreicht man nach rund 500 Metern die Kreuzung, an der der Schusterpfad vorbeiführt – ein bequemer Einstieg direkt vom Zug auf den Wanderweg.

Tipps

Der offizielle Startpunkt des Hauensteiner Schusterpfads liegt am Felsdurchbruch beim Penny-Markt. Praktischer ist jedoch der Einstieg am Bahnhof Hauenstein Mitte – direkt am öffentlichen Nahverkehr und mit Parkmöglichkeiten. Alternativ kann die Tour auch am Schuhmuseum begonnen werden.

Das Wanderheim Dicke Eiche ist die wichtigste Einkehrmöglichkeit auf der Runde – geöffnet samstags, sonntags und an Feiertagen (10–18 Uhr), von Mai bis Oktober zusätzlich mittwochs. Öffnungszeiten vorab prüfen. In Hauenstein selbst bietet die örtliche Gastronomie weitere Möglichkeiten vor oder nach der Tour.

Den Hühnerstein auf keinen Fall auslassen: Der Aufstieg über die Metallleiter auf die Aussichtsplattform ist das Highlight der gesamten Tour. Auch Nedingfelsen, Kreuzelfelsen und der Backelstein verdienen jeweils eine Rast.

Am Winterkirchel die Glocke läuten – eine kleine Überraschung für jeden, der die Kapelle zum ersten Mal besucht.

Festes Schuhwerk ist auf den naturbelassenen, teilweise steilen Pfaden unerlässlich. Nach Regen können Wurzeln, Laub und Felsflächen rutschig werden.

Im Anschluss an die Wanderung lohnt ein Besuch des Deutschen Schuhmuseums in Hauenstein oder ein Bummel durch die Schuhmeile.

Der Schusterpfad lässt sich dank mehrerer Einstiegspunkte auch in Teilabschnitten erwandern – ideal, wenn die Kondition für die gesamte Runde nicht reicht. Eigene Etappen lassen sich im Sunhikes-Routenplaner individuell zusammenstellen.

Häufige Fragen zum Hauensteiner Schusterpfad

Wie schwer ist der Hauensteiner Schusterpfad?

Der Hauensteiner Schusterpfad ist ein zertifizierter Premiumwanderweg rund um Hauenstein im Wasgau. Die Rundwanderung misst rund 17 Kilometer mit etwa 548 Höhenmetern. Wegen der Länge und der zahlreichen Anstiege gilt sie als anspruchsvoll und erfordert gute Kondition. An den Felsen ist Trittsicherheit nötig, technisch bleibt die Route aber unkompliziert. Dank mehrerer Einstiegspunkte lässt sich der Schusterpfad auch in Teilabschnitten erwandern.

Wo startet der Hauensteiner Schusterpfad?

Der offizielle Startpunkt liegt am Felsdurchbruch beim Penny-Markt am Ortseingang von Hauenstein, von der B10 kommend. Praktischer ist der Einstieg am Bahnhof Hauenstein Mitte an der Bahnstrecke Landau–Pirmasens: Dort gibt es Parkmöglichkeiten, und nach rund 500 Metern ist man auf dem Schusterpfad. Alternativ kann man die Tour auch am Deutschen Schuhmuseum beginnen.

Was ist der Hühnerstein am Hauensteiner Schusterpfad?

Der Hühnerstein ist ein zwölf Meter hoher Sandsteinfels auf 455 Metern Höhe, auf dem Bergkamm zwischen Hauenstein und Schwanheim. Er ist der Höhepunkt des Schusterpfads und steht wie ein riesiger Pilz auf dem Kamm. Über eine gesicherte Metallleiter mit 40 Sprossen erreicht man die Aussichtsplattform. Oben bietet sich ein 360-Grad-Panorama über Hauenstein und die Südwestpfalz, und eine Windrose hilft bei der Orientierung.

Welche Sehenswürdigkeiten liegen am Hauensteiner Schusterpfad?

Der Schusterpfad reiht zahlreiche Felsen und Aussichtspunkte aneinander: Nedingfelsen, Kreuzelfelsen, Kahler Felsen, die frühmittelalterliche Fliehburg Backelstein und den Hühnerstein. Rund 500 Meter hinter dem Wanderheim Dicke Eiche liegt das Naturdenkmal Dicke Eiche mit den Stammresten einer rund 300 Jahre alten Traubeneiche. Danach folgt das Winterkirchel, eine denkmalgeschützte Waldkapelle, deren Glocke Besucher von Hand läuten können. Vom Trifelsblick reicht die Sicht bis zur Reichsburg Trifels, bevor der Mondfelsen den Abschluss bildet. Nach der Wanderung lohnt ein Besuch des Deutschen Schuhmuseums in Hauenstein.

Gibt es Einkehrmöglichkeiten am Hauensteiner Schusterpfad?

Ja, die wichtigste Einkehr ist das Wanderheim Dicke Eiche (405 m), eine bewirtschaftete PWV-Hütte mit Pfälzer Küche, hausgemachtem Kuchen und regionalen Weinen. Geöffnet ist es samstags, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr, von Mai bis Oktober zusätzlich mittwochs. Die Öffnungszeiten sollte man vorab prüfen. Vor oder nach der Tour bietet die Gastronomie in Hauenstein weitere Möglichkeiten.

Wie viele Kalorien verbrenne ich auf dem Hauensteiner Schusterpfad?

Der Sunhikes Höhenprofil-Kalorien-Analyzer berechnet für einen Sportwanderer (75 kg, 8 kg Rucksack, 4,5 km/h) auf dem Hauensteiner Schusterpfad rund 2.527 kcal und eine Gehzeit von ca. 5:00 Std. Der Premiumwanderweg führt auf 16,8 km als Rundwanderung durch Felsen, Wald und Geschichte im Wasgau, mit 548 Hm Aufstieg und 548 Hm Abstieg. Der Wechsel aus Anstiegen, Abstiegen und unregelmäßigem Untergrund sorgt für einen spürbar höheren Energieverbrauch als eine gleichmäßig flache Strecke gleicher Länge. Gewicht, Rucksack und Tempo lassen sich im Rechner anpassen. Es ist ein Richtwert, kein Messwert.

Author Sunhikes | © Sunhikes
Ein Beitrag von
Sunhikes
Redaktions-Team
Schwierigkeit
schwer
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
16,8 km
Höhenmeter Aufstieg
548 hm
Höhenmeter Abstieg
548 hm
höchster Punkt
452 m
niedrigster Punkt
228 m
ca. Dauer
5:00 – 5:45 h
leicht zu folgen, trittsicher, gute Grundkondition
Wegmarkierung
Hauensteiner Schusterpfad (stilisierter Schuh auf gelbem Grund)
Proviant, Wasser, festes Schuhwerk
Auslastung
moderat