Sternfels: der schlanke Felsturm im Bärenbrunner Tal
Mitten im hinteren Bärenbrunner Tal, wo der Wald am dichtesten steht, ragt der schmale Turm aus Stein des Sternfels empor. Er ist anders als seine wuchtigen Nachbarn, und doch kaum zu übersehen: der Sternfels.
Ein schlanker Außenseiter im Tal der Riffe
Während das Bärenbrunner Tal vor allem für seine langgestreckten Felsriffe bekannt ist, spielt der Sternfels (auch Sternfelsen genannt) in einer eigenen Liga. Statt sich als breite Wand oder massives Riff zu präsentieren, steht er als eigenständiger, spitz zulaufender Fels im Wald – fast wie ein Solitär zwischen den großen Riffen der Umgebung.
Nachbarschaft bekannter Felsen
Gelegen unweit des Bärenbrunnerhofs, reiht sich der Sternfels in eine ganze Kette bekannter Felsformationen ein: Honigfels, Pferchfeldfels und der Klosterfels liegen alle in unmittelbarer Nähe. Wer sich für einen dieser Felsen interessiert, stößt fast zwangsläufig auch auf die anderen – das Bärenbrunner Tal bündelt hier auf engem Raum gleich mehrere Ziele für Wanderer und Kletterer.
Zustieg und Wandern im Gebiet
Der dichte Mischwald rundum sorgt dafür, dass der Sternfels selten von Weitem sichtbar ist. Erst auf den schmalen Pfaden, die sich vom Talboden den Hang hinaufziehen, taucht er unvermittelt auf – bemoost, einsam, wie aus der Zeit gefallen. Genau darin liegt sein Reiz: Er steht für die stille, unaufgeregte Seite des Bärenbrunner Tals, abseits der bekannteren Ausflugsziele.
Vom Bärenbrunnerhof aus ist der Sternfels schnell erreicht: Ein ruhiger Waldpfad führt in rund 15 Minuten über etwa 400 Meter und knapp 80 Höhenmeter Richtung Süden hinauf zum Fels. Da Honigfels, Pferchfeldfels und Klosterfels alle in Reichweite liegen, lässt sich der Abstecher zum Sternfels problemlos mit einer größeren Erkundung der Felsenlandschaft im Bärenbrunner Tal verbinden. Eine ideale Route stellt die Felsenrunde im Bärenbrunner Tal dar.
Gestein und Klettercharakter
Wie so viele Felsen des Wasgaus besteht auch der Sternfels aus rötlichem, verwittertem Buntsandstein. In der Kletterszene ist er kein Unbekannter, wird aber deutlich seltener besucht als der belebte Hotspot Klosterwand – eher ein Fels für alle, die es ruhiger mögen. Wer hier klettert, braucht die für das Bärenbrunner Tal typische Technik: sauberes Reiben und Klemmen im Riss, statt kraftvoller Griffzüge.
Anreise zum Ausgangspunkt
Das Bärenbrunner Tal liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, unweit von Busenberg. Mit dem Auto erreicht man die Region am besten über die B 427, die von Dahn über Busenberg bis nach Bad Bergzabern führt. Von Busenberg aus zweigt eine kleine, einspurige Straße ins Bärenbrunner Tal ab, die direkt zum Bärenbrunnerhof führt – dem idealen Ausgangspunkt für den kurzen Aufstieg zum Sternfels.
Wanderungen und interessante Ziele in der Umgebung