Hans-Trapp-Tour – Rundwanderung zu Burg Berwartstein im Dahner Felsenland

Schwierigkeit
moderat
Routentyp
Rundwanderung
Distanz
14,6 km
Höhenmeter Aufstieg
431 hm
Höhenmeter Abstieg
431 hm
höchster Punkt
393 m
niedrigster Punkt
209 m
ca. Dauer
4:00 – 5:00 h
trittsicher, gute Grundkondition, leicht zu folgen
Wegmarkierung
Hans-Trapp-Tour (schwarzer Ritterhelm)
Proviant, Wasser, festes Schuhwerk
Auslastung
moderat

Tourencharakter

14,6 Kilometer, rund 431 Höhenmeter, vier bis fünf Stunden Gehzeit – die Hans-Trapp-Tour ist eine mittelschwere Rundwanderung im Dahner Felsenland, die gute Grundkondition und Trittsicherheit verlangt. Steile Waldpfade wechseln mit breiten Forstwegen, lauschige Wiesentäler folgen auf windige Aussichtsfelsen. Wer die Pfalz kennenlernen möchte wie sie wirklich ist – wild, waldig, voller Geschichte – ist hier genau richtig.

Kartenansicht + Höhenprofil

Tourencharakter

14,6 Kilometer, rund 431 Höhenmeter, vier bis fünf Stunden Gehzeit – die Hans-Trapp-Tour ist eine mittelschwere Rundwanderung im Dahner Felsenland, die gute Grundkondition und Trittsicherheit verlangt. Steile Waldpfade wechseln mit breiten Forstwegen, lauschige Wiesentäler folgen auf windige Aussichtsfelsen. Wer die Pfalz kennenlernen möchte wie sie wirklich ist – wild, waldig, voller Geschichte – ist hier genau richtig.

Hintergrundinformationen

Hans Trapp – der Raubritter aus dem Wasgau

Die Hans-Trapp-Tour trägt den Namen eines Mannes, der in der Pfalz zur Legende wurde: Hans von Trotha, genannt Hans Trapp, Ritter und Raubritter, Burgherr und Gesetzloser. 1488 ließ er Burg Berwartstein ausbauen und machte sie zu seinem Stützpunkt für Fehden und Raubzüge, die die ganze Region in Atem hielten. Sein Name lebt bis heute – als Schreckgestalt in alten Märchen und als Namensgeber dieser Tour.

Burg Berwartstein – die einzige bewohnte Burg der Pfalz

Auf einem markanten Buntsandsteinfelsen über Erlenbach thront Burg Berwartstein – die einzige noch bewohnte Burganlage der Pfalz. Ihre Ursprünge reichen ins 12. Jahrhundert zurück. In den Fels gehauen sind Mannschaftsräume und unterirdische Felsgänge; ein 104 Meter tiefer Burgbrunnen zeugt von der strategischen Bedeutung der Anlage. 1591 brannte die Burg nieder, um 1900 wurde sie wieder aufgebaut. Heute empfängt sie Besucher ganzjährig: März bis Oktober täglich, November bis Februar an Wochenenden. Im historischen Rittersaal und auf der Burgterrasse mit Blick über den Pfälzerwald lässt sich der Besuch ausklingen.

Schniddelfelsen – der Aussichtsbalkon des Wasgau

Der Schniddelfelsen (auch Schmiedelfelsen oder Schniddelfels) ist mit etwa 400 Metern der höchste Punkt der Hans-Trapp-Tour und ihr schönster Aussichtspunkt. Bei klarer Sicht lassen sich darüber hinaus zahlreiche bekannte Ziele des südlichen Pfälzerwalds erkennen – darunter die Burg Berwartstein, Wegelnburg, Drachenfels, die Dahner Burgen, Lindelbrunn, der Trifels. Die Mischung aus Felsen, Wald und weiter Aussicht macht den Schniddelfelsen zu einem der reizvollsten Aussichtspunkte rund um Erlenbach.

Wehrturm Kleinfrankreich

Weniger bekannt, aber lohnend: Kleinfrankreich, ein ehemaliger Wehrturm und Vorwerk der Burg Berwartstein auf einem bewaldeten Höhenrücken. Der Turm selbst ist geschlossen, die Vegetation hat die Aussicht weitgehend überwachsen – doch die Stimmung des Ortes, mittendrin im Pfälzerwald, ist eigen und still.

Portzbachtal – Frauenwoog und Seehofweiher

Im Tal des Portzbachs reiht sich Wasser an Wasser. Der Frauenwoog liegt als ruhiger Waldsee im bewaldeten Oberlauf, weiter talabwärts folgt der Seehofweiher – 15 Hektar groß, maximal drei Meter tief, seit 1950 Naturbadesee. Liegewiese, Kiosk an Wochenenden (Öffnungszeiten vorher prüfen), Naturcampingplatz nebenan. Hier legt die Hans-Trapp-Tour eine natürliche Pause ein.

Routenbeschreibung

Aufstieg zum Schniddelfelsen

Die Rundwanderung beginnt am Parkplatz an der Bushaltestelle in Erlenbach. Gegenüber führt die Binsenhohlstraße in die Zufahrtsstraße zum „Seehof" – dann scharf links auf einen breiten Waldweg. Bald zweigt ein idyllischer Waldpfad nach rechts ab, steil bergauf durch den Wald. Nach einem Abschnitt über Forstweg erreicht man eine Sitzbank mit erstem Blick auf Burg Berwartstein.

Weiter auf schmalem Pfad durch lichten Wald, bis ein kurzer Abstecher (rund 200 m) zum Schniddelfelsen führt. Vom Felsplateau auf etwa 400 Metern öffnet sich das Wasgau-Panorama: Burg Berwartstein, Wegelnburg, Drachenfels, Trifels, Lindelbrunn und die Dahner Burgen – der höchste Punkt der Tour am Grünberg (411 m) ist erreicht.

Abstieg nach Lauterschwan

Danach geht es lang und bequem bergab – vorbei an Douglasien Richtung Lauterschwan, bis zur Zufahrtsstraße zum „Seehof". Ein kurzes Stück entlang der Straße, dann über die B427, über den Parkplatz durch ein von Fischweihern gesäumtes Wiesental am Hirschbach und durch Wald weiter nach Lauterschwan.

Durch Lauterschwan zum Frauenwoog

Den Ort durchquert man, in Höhe des Spielplatzes zweigt ein schmaler Pfad bergauf ab – Richtung Todtenkopf (331 m). Der Pfad mündet auf einen Waldweg, dem die Hans-Trapp-Tour folgt, bis es in einer Kurve bergab zum Frauenwoog geht.

Portzbachtal und Seehofweiher

Links entlang des Raubritter-Radwegs erreicht man den Naturbadesee Seehofweiher. Im Portzbachtal passiert man mehrere Weiher; wer möchte, wechselt über die Naturdämme zum nicht asphaltierten Wanderweg auf die andere Talseite. An der Liegewiese am Seehofweiher lädt der Kiosk am Seehof an Wochenenden zur Rast (Öffnungszeiten vorher prüfen).

Aufstieg zum Wehrturm Kleinfrankreich

Die Tour führt weiter links, dann um den Naturcampingplatz „Am Berwartstein" herum. Das „Stüberl am Campingplatz" des Sportheims Erlenbach bietet hier eine weitere Einkehrmöglichkeit. Von der asphaltierten Zufahrtsstraße zweigt der Weg links ab – steil bergauf Richtung Nestelberg (401 m) – bis auf einen breiten Forstweg, der eben weiterführt zum Wehrturm Kleinfrankreich.

Nach einer Kurve erreicht man über einen linken Abzweig den historischen Batterieturm – umgeben von Bäumen, verschlossen, still. Vom kleinen Rastplatz unterhalb fällt der Blick auf Burg Berwartstein.

Burg Berwartstein und Rückweg nach Erlenbach

Dann folgt ein steiler Abstieg Richtung Burg – vorbei am Parkplatz ist sie schnell erreicht. Burg Berwartstein, die mittelalterliche Behausung des Namengebers dieser Wanderung, öffnet täglich ihre Tore zur Burgbesichtigung – mit Führungen, Biergarten und dem historischen Rittersaal. Nach der Einkehr geht es das letzte Stück der Hans-Trapp-Tour hinunter zum Startpunkt in Erlenbach.

Hinweise + Tipps

Anreise

Mit dem Auto: Von der B10 bei Hinterweidenthal auf die B427 Richtung Dahn, über Busenberg nach Erlenbach. Von Bad Bergzabern führt die B48 zur B427. In Erlenbach der Hauptstraße folgen bis zum Parkplatz an der Bushaltestelle – Start- und Zielpunkt der Hans-Trapp-Tour.

Mit dem ÖPNV: Erlenbach ist über Busverbindungen ab Dahn erreichbar. Bahnanschlüsse bestehen in Bad Bergzabern und Hinterweidenthal; von dort weiter mit dem Bus über Dahn. In der Saison verkehren Ausflugszüge wie Bundenthaler und Felsenland-Express mit Anschluss Richtung Erlenbach.

Tipps

  • Trittsichere Wanderschuhe sind Pflicht – steile Waldpfade, teils feucht und verwurzelt.
  • Burg Berwartstein täglich geöffnet: März bis Oktober ganztags, November bis Februar an Wochenenden. Führungszeiten am Burgeingang erfragen. Auf der Burg ist nur Barzahlung möglich.
  • Kiosk am Seehof nur an Wochenenden geöffnet – Öffnungszeiten vorher prüfen.
  • Stüberl am Campingplatz (Sportheim Erlenbach) als Alternative zur Einkehr unterwegs.
  • Der Schniddelfelsen wird über einen kurzen Abstecher (~200 m) erreicht – unbedingt einplanen.
  • Wer möchte, wechselt im Portzbachtal über die Naturdämme zum nicht asphaltierten Wanderweg auf die andere Talseite.
  • Ausflugszüge Bundenthaler und Felsenland-Express für eine anreisemäßig stressfreie Variante ohne Auto.
  • Die Berwartstein-Rundwanderung (10,3 km) bietet dieselben zentralen Highlights in einer kompakteren Runde – ideal für alle, die Schniddelfelsen, Portzbachtal und Wehrturm Kleinfrankreich ohne großen Umweg erleben möchten.

Häufige Fragen zur Hans-Trapp-Tour

Wo startet die Hans-Trapp-Tour?

Start und Ziel ist der Parkplatz an der Bushaltestelle in Erlenbach bei Dahn im Dahner Felsenland.

Wer war Hans Trapp?

Hans Trapp war der Ritter Hans von Trotha, Burgherr auf Burg Berwartstein und berüchtigter Raubritter des späten 15. Jahrhunderts. Er ließ die Burg 1488 ausbauen und wurde durch seine Fehden und Raubzüge zur Sagengestalt der Pfalz.

Was ist der schönste Aussichtspunkt der Hans-Trapp-Tour?

Der Schniddelfelsen (auch Schmiedelfelsen oder Schniddelfels) auf etwa 400 Metern ist der Höhepunkt der Tour. Von hier reicht der Blick über den Wasgau zu Burg Berwartstein, Wegelnburg, Drachenfels, Trifels, Lindelbrunn und den Dahner Burgen.

Kann man auf der Hans-Trapp-Tour einkehren?

Ja, gleich mehrfach: Der Kiosk am Seehofweiher ist an Wochenenden geöffnet (Öffnungszeiten vorher prüfen), das Stüberl am Campingplatz des Sportheims Erlenbach bietet eine weitere Möglichkeit, und Burg Berwartstein lädt im Biergarten und im historischen Rittersaal zur Einkehr ein.

Ist Burg Berwartstein auf der Route?

Ja. Burg Berwartstein ist das kulturelle Highlight und der Zielpunkt kurz vor dem Ende der Rundwanderung. Die einzige noch bewohnte Burg der Pfalz ist ganzjährig geöffnet: März bis Oktober täglich, November bis Februar an Wochenenden.

Wie komme ich nach Erlenbach zur Hans-Trapp-Tour?

Mit dem Auto über die B427 Richtung Dahn, dann weiter nach Erlenbach. Mit dem ÖPNV per Bus ab Dahn; Bahnanschlüsse in Bad Bergzabern und Hinterweidenthal. In der Saison fahren auch die Ausflugszüge Bundenthaler und Felsenland-Express mit Anschluss Richtung Erlenbach.

Author Sunhikes | © Sunhikes
Ein Beitrag von
Sunhikes
Redaktions-Team
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Höhenmeter Aufstieg
431 hm
Höhenmeter Abstieg
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393 m
niedrigster Punkt
209 m
ca. Dauer
4:00 – 5:00 h
trittsicher, gute Grundkondition, leicht zu folgen
Wegmarkierung
Hans-Trapp-Tour (schwarzer Ritterhelm)
Proviant, Wasser, festes Schuhwerk
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