Wer den Aufstieg durch den Pfälzerwald-Mischwald hinter sich gelassen hat, steht plötzlich auf Buntsandstein – und vor sich liegt das Dahner Felsenland in seiner ganzen Tiefe. Der Schniddelfelsen am Grünberg oberhalb von Erlenbach bei Dahn ist kein mächtiges Felsmassiv. Er braucht das nicht. Seine Stärke ist die Lage: erhöht, frei, mit einer der schönsten Blickachsen auf die Burg Berwartstein im südlichen Pfälzerwald.

Kleiner Fels, große Wirkung

Der Schniddelfels – auch Schniddelfelsen genannt – ist eine kompakte, kantige Buntsandstein-Felsformation am Hang des Grünbergs, dessen Gipfel auf rund 411 Meter ansteigt. Der Aussichtspunkt selbst liegt auf etwa 400 Metern Höhe, etwas unterhalb des Gipfels, und tritt aus dem bewaldeten Berghang hervor wie ein natürlicher Balkon über dem Erlenbachtal.

Typisch für das Dahner Felsenland: rötlicher Sandstein, moosbewachsen an den Rändern, an der Kante blank und warm in der Sonne. Keine gesicherte Aussichtsplattform, kein Geländer – nur Fels, Wald und Weite.

Achtung: Der Schniddelfelsen ist ein natürlicher, ungesicherter Felsaussichtspunkt. Bei Nässe und Eis ist besondere Vorsicht geboten.

Der Blick auf Burg Berwartstein

Die eigentliche Hauptattraktion des Schniddelfelsens liegt nicht im Felsen selbst, sondern in dem, was man von ihm aus sieht.

Rund 670 Meter Luftlinie entfernt erhebt sich die Burg Berwartstein – nicht aus der Nähe, sondern in ihrer landschaftlichen Einbettung: ein dunkelroter Baukörper zwischen Waldhängen und Buntsandsteinfelsen, eingebettet ins Relief des Wasgaus. Wer die Burg zuvor aus nächster Nähe besucht hat, erlebt sie hier von einer völlig anderen Seite – als Teil der Landschaft, nicht als Einzelbauwerk.

Wanderer beschreiben den Schniddelfelsen regelmäßig als einen der schönsten Blicke auf den Berwartstein überhaupt. Dazu öffnet sich je nach Standort auch der Blick auf Erlenbach und die umliegenden Wasgauhöhen.

Schniddelfelsen – der Aussichtsbalkon über dem Wasgau

Vom kleinen Buntsandsteinplateau öffnet sich der Blick über die bewaldeten Höhen des Wasgaus und hinüber zur markanten Burg Berwartstein. Bei klarer Sicht lassen sich darüber hinaus zahlreiche bekannte Ziele des südlichen Pfälzerwalds erkennen – darunter die Wegelnburg, der Drachenfels, die Dahner Burgen, Lindelbrunn und die Reichsburg Trifels. Die Mischung aus Felsen, Wald und weiter Aussicht macht den Schniddelfelsen zu einem der reizvollsten Aussichtspunkte rund um Erlenbach.

Lage und Charakter

Der Schniddelfelsen liegt im südlichen Pfälzerwald, im Einzugsgebiet von Erlenbach bei Dahn, unmittelbar in der Nähe von Burg Berwartstein und dem Batterieturm Klein-Frankreich. Er fügt sich in die für das Dahner Felsenland typische Landschaft ein: schmale Täler, dichte Wälder, Buntsandsteinfelsen, die aus den Hängen treten.

Der Anstieg vom Seehofweiher ist kurz, aber deutlich steil – kein alpiner Steig, aber auch kein Spazierweg. Auf dem letzten Abschnitt führt ein natürlicher Wald- und Felsweg hinauf zum Aussichtspunkt.

Wandern zum Schniddelfelsen

Der Schniddelfelsen ist Bestandteil mehrerer Wanderrouten rund um Erlenbach und Berwartstein.

Die Hans-Trapp-Tour (14,6 km) startet in Erlenbach und führt über den Schniddelfelsen, Lauterschwan und Seehof zur Burg Berwartstein – der Schniddelfelsen ist dabei ein markanter Aussichtspunkt auf dem Weg.

Die Berwartstein Rundwanderung über Schniddelfelsen, Portzbachtal und Wehrturm Kleinfrankreich (10,3 km) startet am Parkplatz der Burg Berwartstein und verbindet Felsaussicht, Weiherlandschaft und das Vorwerk Klein-Frankreich in einer kompakteren Schleife. Die Kombination Schniddelfelsen → Frauenwoog → Portzbach → Seehofweiher bietet dabei einen schönen Landschaftswechsel: vom Aussichtsfelsen hinab in die stille Feuchtwiesenlandschaft des Portzbachtals.

Anreise nach Erlenbach bei Dahn

Mit dem Auto: Über die A65, Ausfahrt Landau oder Kandel-Nord, dann B427 Richtung Dahn, weiter nach Erlenbach. Parkplätze befinden sich an der Burg Berwartstein sowie am Seehofweiher – beide eignen sich als Ausgangspunkt.

Mit Bus und Bahn: Bahn bis Dahn oder Bad Bergzabern, dann Regionalbus nach Erlenbach. Aktuelle Fahrpläne über den VRN (Verkehrsverbund Rhein-Neckar) prüfen – die Taktung ist ausgedünnt.

Der Schniddelfelsen ist ganzjährig frei zugänglich – kein Eintritt, keine Öffnungszeiten.

Häufige Fragen zum Schniddelfelsen

Was ist der Schniddelfelsen?

Der Schniddelfelsen ist ein natürlicher Buntsandstein-Aussichtspunkt am Grünberg oberhalb von Erlenbach bei Dahn im Dahner Felsenland. Er liegt auf etwa 400 Metern Höhe und bietet einen der schönsten Blicke auf die Burg Berwartstein.

Wie kommt man zum Schniddelfelsen?

Der Schniddelfelsen ist Teil mehrerer Wanderwege rund um Erlenbach. Ausgangspunkte sind der Parkplatz der Burg Berwartstein oder der Seehofweiher. Der Anstieg ist steil, aber kurz.

Was sieht man vom Schniddelfelsen?

Vom Schniddelfelsen hat man einen freien Blick auf die Burg Berwartstein, das Dorf Erlenbach und die bewaldeten Wasgauhöhen des südlichen Pfälzerwalds.

Ist der Schniddelfelsen gesichert?

Nein. Der Schniddelfelsen ist ein natürlicher, ungesicherter Felsaussichtspunkt. Bei Nässe und Eis ist besondere Vorsicht erforderlich – vor allem mit Kindern.

Welche Wanderungen führen zum Schniddelfelsen?

Die Hans-Trapp-Tour (14,6 km, Start Erlenbach) und die Berwartstein Rundwanderung über Schniddelfelsen, Portzbachtal und Wehrturm Kleinfrankreich (10,3 km, Start Parkplatz Burg Berwartstein) führen beide am Schniddelfelsen vorbei.

Author Sunhikes | © Sunhikes
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