Aufstieg zur Peter-Wiechenthaler-Hütte: Hüttenweg von Bachwinkl ins Steinerne Meer

Schwierigkeit
moderat
Routentyp
Strecke
Distanz
4,1 km
Höhenmeter Aufstieg
839 hm
Höhenmeter Abstieg
1 hm
höchster Punkt
1.678 m
niedrigster Punkt
847 m
ca. Dauer
2:15 – 2:45 h
trittsicher, vorwiegend Pfade, gute Grundkondition, alpines Gelände
Wegmarkierung
412e, 412
Proviant, Wasser, festes Schuhwerk
Auslastung
moderat

Tourencharakter

Kurze Strecke, viel Höhe: Der Aufstieg zur Peter-Wiechenthaler-Hütte ist keine lange Tour, aber eine ehrliche. Rund 4,1 Kilometer stehen 839 Höhenmeter gegenüber – vom Wanderparkplatz Bachwinkl bis zur Hütte auf 1.752 Metern. Die Höhe kommt also auf sehr kurzer Distanz zusammen, und das spürt man.

Technisch bleibt der Hüttenweg auf der Normalvariante überschaubar. Es gibt keine gesicherten Stellen, keine Kletterei, nichts, was besondere alpine Erfahrung verlangt. Trittsicherheit ist trotzdem hilfreich, denn im oberen Teil wird der Pfad schmal, steinig und wurzelig. Bei Nässe werden glatte Steine und Wurzeln schnell unangenehm.

Für wen sich die Tour eignet

Konditionell sollte man den Anstieg nicht unterschätzen. Wer regelmäßig in den Bergen unterwegs ist, erreicht die Hütte in gut zweieinhalb Stunden. Wer es ruhiger angeht, plant besser drei. Als Tagestour ab Saalfelden ist die Wanderung gut machbar, als Übernachtungsziel mit Sonnenuntergang über den Leoganger Steinbergen aber deutlich schöner.

Das Besondere an dieser Bergtour im Pinzgau: Sie verändert sich ständig. Schotterweg, Bergwald, Hangquerungen, Latschen, Fels. Fünf Landschaften an einem Vormittag.

Kartenansicht + Höhenprofil

Tourencharakter

Kurze Strecke, viel Höhe: Der Aufstieg zur Peter-Wiechenthaler-Hütte ist keine lange Tour, aber eine ehrliche. Rund 4,1 Kilometer stehen 839 Höhenmeter gegenüber – vom Wanderparkplatz Bachwinkl bis zur Hütte auf 1.752 Metern. Die Höhe kommt also auf sehr kurzer Distanz zusammen, und das spürt man.

Technisch bleibt der Hüttenweg auf der Normalvariante überschaubar. Es gibt keine gesicherten Stellen, keine Kletterei, nichts, was besondere alpine Erfahrung verlangt. Trittsicherheit ist trotzdem hilfreich, denn im oberen Teil wird der Pfad schmal, steinig und wurzelig. Bei Nässe werden glatte Steine und Wurzeln schnell unangenehm.

Für wen sich die Tour eignet

Konditionell sollte man den Anstieg nicht unterschätzen. Wer regelmäßig in den Bergen unterwegs ist, erreicht die Hütte in gut zweieinhalb Stunden. Wer es ruhiger angeht, plant besser drei. Als Tagestour ab Saalfelden ist die Wanderung gut machbar, als Übernachtungsziel mit Sonnenuntergang über den Leoganger Steinbergen aber deutlich schöner.

Das Besondere an dieser Bergtour im Pinzgau: Sie verändert sich ständig. Schotterweg, Bergwald, Hangquerungen, Latschen, Fels. Fünf Landschaften an einem Vormittag.

Hintergrundinformationen

Eine Hütte wie ein Balkon

Die Peter-Wiechenthaler-Hütte steht am Kienalkopf, einem vorgeschobenen Rücken am südlichen Rand des Steinernen Meeres. Die Lage ist der eigentliche Grund, hier hinaufzugehen. Vorne fällt der Blick über das Saalfeldener Becken, hinten ragen unmittelbar die hellen Kalkwände auf. Tal und Hochgebirge, nur durch ein Hüttendach getrennt.

Errichtet wurde die Alpenvereinshütte bereits 1926 von der Sektion Saalfelden des Österreichischen Alpenvereins und seither mehrfach erweitert. Heute stehen 37 Betten in Zimmern und 16 Plätze im Matratzenlager zur Verfügung, dazu Duschen, eine gemütliche Gaststube und eine aussichtsreiche Terrasse.

Tor zum Steinernen Meer

Das Steinerne Meer ist ein weitläufiges Karsthochplateau in den Berchtesgadener Alpen – helle Kalkflächen, tiefe Dolinen, kaum Wasser, kaum Schatten. Die Hütte liegt noch deutlich unterhalb des eigentlichen Plateaus, ist aber ein wichtiger Stützpunkt für alpine Bergtouren in dieser Landschaft. Von hier führen Wege zum Persailhorn (2.347 m), zum Mitterhorn (2.491 m) und weiter in Richtung Riemannhaus.

Wer mehrtägig unterwegs ist, nutzt die Peter-Wiechenthaler-Hütte als erste Etappe. Wer nur einen Tag hat, bekommt trotzdem das ganze Programm.

Routenbeschreibung

Start am Wanderparkplatz Bachwinkl

Der Wanderparkplatz Bachwinkl liegt am nördlichen Rand des Saalfeldener Beckens, direkt am Fuß des Gebirges. Hinter einem die offene Talweite, voraus ein dicht bewaldeter Hang. Das Ziel bleibt vorerst unsichtbar.

Man folgt der Beschilderung Richtung Peter-Wiechenthaler-Hütte und taucht nach wenigen Minuten in den Bergwald ein. Zum Einlaufen bleibt wenig Zeit – der Weg steigt früh und deutlich an.

Am Öfenbach entlang zum Wastl-Bründl

Zunächst führt ein breiter, geschotterter Fahrweg am Wasserkraftwerk Bachwinkl vorbei und folgt dann dem Öfenbach zwischen die Hänge hinein. Die Steigung bleibt gleichmäßig, der Untergrund problemlos begehbar. Hier findet man schnell seinen Rhythmus.

Schatten gibt es nur stellenweise, der Blick zurück ins Tal bleibt durch die Hänge weitgehend verstellt. Nach einer Weile erreicht man das Wastl-Bründl, eine kleine Quelle am Wegrand. Trinkwasser frei Haus, dazu ein guter Grund für die erste Pause.

Kurz darauf, auf Höhe des Versorgungsliftes der Hütte, endet der komfortable Fahrweg. Ab hier beginnt der eigentliche Bergsteig.

Querungen, Wurzeln, erste Aussicht

Der Mittelteil ist der abwechslungsreichste Abschnitt des Hüttenweges. Längere Hangquerungen wechseln mit kurzen, kräftigen Steilstufen. Einmal arbeitet man sich hinauf, dann zieht der Pfad wieder seitlich durch den Hang und lässt den Atem zur Ruhe kommen.

Der Wald steht teils dicht, teils öffnet er sich und gibt kurze Blicke ins Tal frei. Der Waldboden wird zunehmend von Steinen unterbrochen, Wurzeln bilden natürliche Stufen. Am Wegrand zeigen sich die ersten Orchideen.

Dann ein Aussichtspunkt mit hölzerner Rundbank. Von hier liegt das Saalfeldener Becken offen, gegenüber die schroffen Kalkgipfel der Leoganger Steinberge, dahinter die Kitzbüheler Alpen und bei klarer Sicht die Hohen Tauern. 

Am Kreuzweg: drei Varianten

Auf etwa 1.345 Metern erreicht man den Kreuzweg, die entscheidende Weggabelung. Für die verbleibenden rund 400 Höhenmeter gibt es drei Möglichkeiten:

Weg 412 (Normalweg) – der direkteste Aufstieg, über die sonnige Südseite des Kienalkopfes und später durch ausgedehnte Latschenfelder.

Jagasteig 412d – die anspruchsvolle Variante. Der schwarz markierte Bergsteig quert auf die schattigere Seite des Kienalkopfes, mit kurzen ausgesetzten Passagen, Trittstufen, Stahlseilen und einer Stahlbrücke in luftiger Höhe. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung. Nach etwa einer Stunde trifft er auf den Schattseitweg.

Schattseitweg 412a – flacher, dafür länger. Er umrundet den Kienalkopf auf West- und Nordseite. An heißen Sommertagen die angenehmste Wahl.

Wo der Wald sich öffnet

Oberhalb des Kreuzwegs verändert sich alles. Der Bergwald wird licht, zwischen den Bäumen stehen immer mehr Latschen, dazwischen tritt heller Kalkfels hervor. Der Pfad führt seltener über weichen Boden, häufiger über Steine und kleine Felsstufen.

Ab etwa 1.500 Metern liegt das satte Grün des Tals weit unten. Oberhalb bestimmen Latschenfelder und helle Flächen das Bild – die Landschaft erklärt nun selbst, woher das Steinerne Meer seinen Namen hat.

Zwischen den Latschen blühen im Frühsommer Alpenrosen, kräftig rosarot gegen Grün und Grau. Nach über 700 Höhenmetern ein willkommener Grund, kurz stehen zu bleiben.

Der Schlussanstieg

Die Hütte zeigt sich plötzlich oberhalb des Weges, davor die mächtigen Kalkberge als Kulisse. Zum Greifen nah, zumindest scheinbar. Wie so oft am Berg täuscht die Entfernung, und der Steig zieht noch ein gutes Stück durch Latschen und steiniges Gelände nach oben.

Nach gut zwei Stunden und 839 Höhenmetern steht man schließlich auf 1.752 Metern vor der Peter-Wiechenthaler-Hütte. Rucksack ab, Beine ausstrecken, zurückschauen.

Oben angekommen

Der landschaftliche Gegensatz ist das, was bleibt. Tief unten Wiesen, Wälder und die Orte rund um Saalfelden. Hier oben Latschen, Kalk und alpines Gelände – ein Vorgeschmack auf die Hochgebirgslandschaft dahinter.

Besonders schön wird es am Abend. Hinter den großen Fenstern der Gaststube oder draußen auf der Terrasse verschwindet die Sonne langsam hinter den Leoganger Steinbergen, das letzte Licht wandert über das Saalfeldener Becken. Danach die blaue Stunde.

Erwähnenswert ist auch eine Kleinigkeit beim Abendessen: Auf Wunsch werden zunächst bewusst kleinere Portionen serviert, Nachschlag gibt es jederzeit. So landet weniger im Abfall – auf einer Berghütte, auf der jedes Lebensmittel mit Aufwand heraufgebracht werden muss, ein sinnvolles Detail.

Sunhikes Wanderrechner · Aufstieg zur Peter-Wiechenthaler-Hütte: Hüttenweg von Bachwinkl ins Steinerne Meer

Schaffe ich die Streckenwanderung Aufstieg zur Peter-Wiechenthaler-Hütte: Hüttenweg von Bachwinkl ins Steinerne Meer – und wie lange brauche ich?

Persönliche Gehzeit nach Naismith-Regel, berechnet für dein Tempo und Gewicht

Wie viel Wasser muss ich für die Streckenwanderung Aufstieg zur Peter-Wiechenthaler-Hütte: Hüttenweg von Bachwinkl ins Steinerne Meer mitnehmen?

Trinkmenge aus Strecke, Höhenmetern und Körpergewicht berechnet

Wie viele Kalorien verbrenne ich auf der Streckenwanderung Aufstieg zur Peter-Wiechenthaler-Hütte: Hüttenweg von Bachwinkl ins Steinerne Meer?

Berechnet mit dem Minetti-Modell auf Basis des echten GPX-Höhenprofils

Gib deine Daten ein – du bekommst alle drei Antworten sofort:

4,1 km Streckenwanderung (Start 848 m, Ziel 1.674 m):
839 Hm Aufstieg, 1 Hm Abstieg, höchster Punkt 1.678 m, Gehzeit 2:15–2:45 Std. Berechnung auf Basis des echten GPX-Höhenprofils dieser Tour — wähle unten deinen Wandertyp für Gehzeit, Kalorienverbrauch und Trinkmenge.

Beispielrechnung (Sportwanderer, 75 kg, 8 kg Rucksack, Wohlfühltempo 4,5 km/h): ca. 2:17 Std. Gehzeit, 1.520 kcal Energieverbrauch, 1,5 Liter Trinkmenge.

Höhenprofil aus dem echten GPX-Track dieser Tour berechnet.

Datenquelle: Sunhikes (GPX-Track dieser Tour, 25-m-Höhenprofil) · Offizielle Gesamtwerte: 4,1 km, 839 Hm Aufstieg, 1 Hm Abstieg, 2:15–2:45 h · Energiemodell: Fortbewegungskosten nach dem Gradientenmodell von Minetti et al. (2002) plus Grundumsatz; Vergleichswerte: Compendium of Physical Activities (Ainsworth et al.); Zeitberechnung: Naismith-Regel. Richtwerte, keine medizinische Beratung.

Hinweise + Tipps

Anreise

Mit dem Auto

Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz Bachwinkl oberhalb von Saalfelden, am nördlichen Rand des Beckens. Saalfelden erreicht man über die B311 (Pinzgauer Straße), die Zufahrt zum Parkplatz ist ab dem Ortsgebiet ausgeschildert. Der Parkplatz ist der offizielle Startpunkt für den Hüttenweg 412 und bietet in der Regel ausreichend Stellplätze. An schönen Sommerwochenenden empfiehlt sich eine frühe Anfahrt.

Mit Bahn und Bus

Saalfelden liegt an der Salzburg-Tiroler-Bahn und ist aus Salzburg wie aus Innsbruck umsteigefrei erreichbar. Vom Bahnhof Saalfelden bis zum Ausgangspunkt sind es wenige Kilometer, die sich per Ortsbus oder Taxi überbrücken lassen. Die aktuellen Verbindungen prüft man am besten kurzfristig, da die Fahrpläne saisonal variieren.

Tipps

Beste Zeit

Die Saison für den Aufstieg zur Peter-Wiechenthaler-Hütte reicht üblicherweise von Juni bis Anfang Oktober. Im Frühsommer blühen Alpenrosen und Orchideen am Weg, im Herbst ist die Fernsicht über das Saalfeldener Becken am klarsten. Öffnungszeiten und Bewirtschaftung der Hütte vorab prüfen.

Ausrüstung und Wasser

Feste Bergschuhe mit Profil sind Pflicht, besonders für die steinigen Passagen im oberen Drittel. Ausreichend Wasser mitnehmen – unterwegs gibt es nur am Wastl-Bründl eine Quelle, danach erst wieder an der Hütte. Der untere Abschnitt liegt streckenweise in der Sonne, Sonnenschutz lohnt sich.

Übernachten statt umdrehen

Wer kann, bleibt oben. Der Sonnenuntergang über den Leoganger Steinbergen ist der beste Teil dieser Tour, und am nächsten Morgen stehen Persailhorn, Mitterhorn oder der Weiterweg ins Steinerne Meer offen. Reservierung in der Sommersaison dringend empfohlen.

Variante für Geübte

Der Jagasteig 412d ab dem Kreuzweg ist die lohnende Alternative für trittsichere und schwindelfreie Bergsteiger. Für den Abstieg eignet sich der Normalweg 412 besser, bei Nässe ohnehin.

Häufige Fragen zum Aufstieg zur Peter-Wiechenthaler-Hütte

Wie lange dauert der Aufstieg zur Peter-Wiechenthaler-Hütte?

Der Aufstieg vom Wanderparkplatz Bachwinkl zur Peter-Wiechenthaler-Hütte dauert etwa 2,5 Stunden. Bei gemütlichem Tempo oder längeren Pausen sollte man drei Stunden einplanen. Für den Abstieg auf demselben Weg rechnet man mit rund zwei Stunden.

Wie schwierig ist der Aufstieg zur Peter-Wiechenthaler-Hütte?

Der Normalweg Nr. 412 gilt als mittelschwer. Bei 4,1 Kilometern Länge sind 839 Höhenmeter zu bewältigen, entsprechend steil verteilt sich die Höhe. Technisch gibt es keine gesicherten oder ausgesetzten Stellen, der obere Abschnitt führt aber über steiniges, wurzeliges Gelände. Trittsicherheit ist hilfreich, die Hauptanforderung ist konditionell.

Normalweg 412 oder Jagasteig 412d – welche Route soll man nehmen?

Der Normalweg 412 ist der direkteste Aufstieg über die sonnige Südseite des Kienalkopfes und für alle Bergwanderer geeignet. Der Jagasteig 412d ist deutlich anspruchsvoller: Er führt über kurze ausgesetzte Passagen mit Stahlseilen, Trittstufen und einer Stahlbrücke. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind dort Voraussetzung. Als dritte Variante umrundet der flachere, längere Schattseitweg 412a den Kienalkopf auf der West- und Nordseite – an heißen Tagen die angenehmste Wahl.

Wo kann man am Weg Wasser nachfüllen?

Unterwegs gibt es nur eine Quelle: das Wastl-Bründl am geschotterten Fahrweg im unteren Streckenabschnitt. Danach findet man erst wieder an der Peter-Wiechenthaler-Hütte Trinkwasser. Bei Hitze sollte man entsprechend ausreichend Wasser mitnehmen.

Wann ist die Peter-Wiechenthaler-Hütte geöffnet und muss man reservieren?

Die Hütte ist üblicherweise von Anfang Juni bis Anfang Oktober bewirtschaftet, abhängig von Schneelage und Saison. Für eine Übernachtung ist eine Reservierung in der Sommersaison dringend empfohlen. Zur Verfügung stehen 37 Betten in Zimmern und 16 Plätze im Matratzenlager.

Ein Beitrag von
Stefan Feldpusch
Autor

Stefan ist ein humorvoller Outdoor-Fan mit technischem Know-how, der als Klettertrainer und Wanderleiter bei der DAV-Sektion Fulda aktiv ist. Auf seinem Blog „See You on the Outside“ teilt er authentische Erlebnisse aus den Bereichen Wandern, Klettern und Co. mit viel Herz für Abenteuer.

Schwierigkeit
moderat
Routentyp
Strecke
Distanz
4,1 km
Höhenmeter Aufstieg
839 hm
Höhenmeter Abstieg
1 hm
höchster Punkt
1.678 m
niedrigster Punkt
847 m
ca. Dauer
2:15 – 2:45 h
trittsicher, vorwiegend Pfade, gute Grundkondition, alpines Gelände
Wegmarkierung
412e, 412
Proviant, Wasser, festes Schuhwerk
Auslastung
moderat