der Eppenbrunner Teufelstisch | © Sunhikes Naturdenkmal Altschlossfelsen im Pfälzerwald | © Sunhikes die Burganlage der Wegelnburg im Pfälzerwald | © Sunhikes

Die besten Highlights im Wasgau - Seite 3

Imposante Sandsteinfelsen, Bäche, idyllische Wiesen und Felder prägen die Mittelgebirgslandschaft des Wasgau. Wie mächtige Türme ragen die Buntsandsteinriffe aus den malerischen Mischwäldern empor. Ein echtes Naturschauspiel ist die ausgedehnte Felsgruppe der Altschlossfelsen bei Eppenbrunn.  Im Dahner Felsenland sind viele Felsformationen wie Büttelfelsen, Schwalbenfelsen und Schillerfelsen leicht zu erreichen.

Im Wasgau gibt es auch zahlreiche Burgen zu besichtigen. Spektakuläre Burgruinen wie die Wegelnburg, die Burg Drachenfels oder die Burg Lindelbrunn bieten atemberaubende Ausblicke über die Hügellandschaft des Pfälzerwaldes.

Der Wasgau bietet traumhafte Ausflugsziele. Bei Spaziergängen, Wanderungen und Exkursionen in die Natur gibt es viel zu entdecken.

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Wolfsfelsen „Ebenfällter" bei Hauenstein im Pfälzerwald

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Oberhalb des Stephanstals, links der Queichquelle, erhebt sich der Wolfsfelsen – ein Buntsandsteinriff, das seit Jahrtausenden aus dem Wald ragt – still, wuchtig, unbeeindruckt von der Zeit.

Ein Massiv in drei Akten

Der Wolfsfels gehört zum Wolfsfelsenmassiv, das sich auf einer Länge von 300 Metern in drei Abschnitten erstreckt – bis hin zum schlanken Felsturm „Ebenfällter" am Burghalderweg. Ursprünglich war das Massiv ein zusammenhängendes, mächtiges Buntsandsteinriff. Jahrtausende Erosion und Abbrüche haben den mittleren Teil herausgebrochen – was blieb, sind drei eigenständige Charaktere aus Sandstein.

Der Name und seine Geschichte

Die Namensgebung des Wolfsfelsens reicht zurück in eine Zeit, als Wölfe im Pfälzerwald noch heimisch waren. Der Fels trug ihren Namen, ehe der letzte Wolf längst verschwunden war.

Auf der dem Berg zugewandten Nordseite trägt der Wolfsfels einen zweiten Namen: „Ebenfällter". Dahinter steckt eine Legende mit Augenzwinkern. Zwei Hauensteiner Wanderer sollen nach einer ausgiebigen Einkehr auf dem Bärenbrunnerhof auf dem Heimweg am Felsen vorbeigekommen sein. In ihrer vom Alkohol benebelten Wahrnehmung sahen sie in der schroffen Felswand plötzlich Gefahr – und riefen sich gegenseitig zu: „Schnell weg do, äwe fällt er." So wurde aus dem Fels der Eben-fällt-er.

Aussicht zwischen den Felsen

Ein schmaler Pfad führt vom Wanderweg entlang der Felsgruppe Wolfsfelsen zu einer natürlichen Aussicht zwischen den Felsen. Der Blick öffnet sich auf die Stephanstürme – Sandstein vor Wald, Tiefe vor Stille.

Wer den südlichen Weg um die Queichquelle wählt, hat sowohl den Vorturm des Wolfsfelsens als auch den Stephansturm – im Volksmund „Kamel" genannt – in freier Sicht. Zwei Felsgestalten, die einander seit Jahrtausenden gegenüberstehen.

Wie kommt man zum Wolfsfelsen?

Der Wolfsfels bei Hauenstein ist ausschließlich zu Fuß erreichbar. Er liegt direkt am Burghalder Weg.

Vom Paddelweiher: Der steilste, aber auch direkteste Aufstieg. Man folgt der Markierung des Burghalder-Wegs. Distanz: ca. 1,5 km, Dauer: ca. 20 bis 30 Minuten.

Wolfsfelsen auf der Wanderroute

Der Wolfsfelsen liegt auf der Rundwanderung Hauenstein: Backelstein, Hühnerstein, Wolfsfelsen & Lanzenfahrter Felsen – neun Kilometer durch fünf markante Felsformationen, mit Aussicht, Geschichte und pfälzischer Einkehr.

Sandstein, Sage und Stille – der Wolfsfels bei Hauenstein ist einer jener Orte im Pfälzerwald, die man einmal gesehen haben sollte.

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Der Hühnerstein bei Hauenstein im Pfälzerwald

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Wer den Hühnerstein besucht, entdeckt zweierlei: einen 455 Meter hohen Berg im südlichen Pfälzerwald – und auf seinem Kamm einen zwölf Meter hohen Sandsteinfels mit Aussichtsplattform, markant, unübersehbar, wie aus dem Berg gewachsen.

Der Gipfel – Leiter, Plattform, Panorama

Über eine gesicherte Metallleiter mit 40 Sprossen steigt man steil hinauf zur Aussichtsplattform des Hühnersteins. Oben wartet ein 360-Grad-Panoramablick über Hauenstein und die Berge und Täler der Südwestpfalz – weit, offen, in alle Himmelsrichtungen.

Der Pfälzerwald-Verein Hauenstein errichtete die erste Leiter bereits 1970. 1997 kam eine Windrose auf der Plattform hinzu. Die heutige, mit Absturzsicherung ausgestattete Leiter wurde 2007 erneuert – steil, direkt, nichts für schwache Nerven.

Grenzstein zwischen Kurpfalz und Speyer

Der Hühnerstein trug einst eine politische Rolle: Er markierte die Grenze zwischen der Kurpfalz im Westen und dem Fürstbistum Speyer im Osten. Noch heute verläuft hier die Gemarkungsgrenze zwischen Hauenstein und Schwanheim.

Sein Name trägt ebenfalls Geschichte in sich: „Hühnerstein" leitet sich vermutlich von „Hunnenstein" oder „Hünenstein" ab – Echos längst vergangener Zeiten.

Wanderwege zum Hühnerstein

Der Hühnerstein liegt am Hauensteiner Schusterpfad und auf der Route des Rimbach-Steigs – zwei der bekanntesten Wanderwege in der Region. In der Nähe laden die bewirtschaftete Wasgauhütte des Pfälzerwald-Vereins und das Wanderheim Dicke Eiche zur Einkehr ein.

Von Schwanheim: Der kürzeste Aufstieg beträgt rund 1,2 Kilometer.

Hühnerstein auf der Wanderroute

Der Aussichtsfels Hühnerstein liegt auf der Rundwanderung Wanderung Hauenstein: Backelstein, Hühnerstein, Wolfsfelsen & Lanzenfahrter Felsen – neun Kilometer durch fünf markante Felsformationen, mit Aussicht, Geschichte und pfälzischer Einkehr.

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Lanzenfahrter Fels Hauenstein – Wilder Sandstein, weite Aussicht

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Lanzenfahrter Fels bei Hauenstein: Ein Fels, der fordert

Wer im Pfälzerwald auf der Suche nach einem Felsen ist, der mehr bietet als schöne Aussicht, findet am Lanzenfahrter Fels bei Hauenstein genau das Richtige. Rauer Buntsandstein, eine enge Metallleiter, der Duft von Harz und Erde – hier wartet ein eindrucksvoller Aussichtsfelsen im Wasgau.

Buntsandstein aus der Tiefe der Zeit

Der Lanzenfahrterfels besteht wie fast alle Felsen dieser Region aus Buntsandstein der Trifels-Schichten – vor etwa 250 Millionen Jahren abgelagert, heute durch Wind, Wasser und Zeit in bizarre Formen geformt. Man steht vor diesen Wänden und spürt das Gewicht dieser Zahl.

Der Name selbst trägt Geschichte in sich: Wahrscheinlich beschreibt er einen schmalen Passweg am Fels – so eng wie eine Lanze, oder einst genutzt zum Transport langen Holzes. Historisch nicht durch eine einzelne Urkunde gesichert, aber im Volksmund lebendig.

Der Aufstieg: Steil, eng, unvergesslich

Das Herzstück des Lanzenfahrter Felsens ist eine steile Metallleiter, die durch eine schmale Sicherung auf das Gipfelplateau führt. Nichts für Menschen mit ausgeprägter Höhenangst – wohl aber für alle, die ein bisschen Adrenalin mit ihrer Wanderung im Pfälzerwald verbinden wollen.

Praktischer Tipp: Die Sicherung ist schmal. Den Rucksack besser unten lassen oder vor der Brust tragen, sonst bleibt man an den Metallgittern hängen.

Sicherheitshinweis: Bei Nässe und im Winter werden die Metallstufen und Felsplatten schnell glatt. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind hier kein Luxus – sie sind Pflicht.

Oben angekommen: Blick über den Wasgau

Vom Gipfelplateau des Lanzenfahrterfelsens öffnet sich der Blick weit: Hauenstein zu Füßen, der Backelstein gegenüber, und dahinter die sanften Wellen des Pfälzerwaldes bis zum Horizont. Für diesen Moment lohnt sich der Aufstieg.

Wanderwege: Lanzenfahrter Fels am Burghalder Weg

Der Felsen liegt direkt am Burghalder Weg und ist Bestandteil der beliebten Rundwanderung Hauenstein: Backelstein, Hühnerstein, Wolfsfelsen & Lanzenfahrter Felsen – eine Tour, die das Beste des Wasgau auf engem Raum vereint.

Anreise und Ausgangspunkt

Mit dem Auto: Hauenstein liegt an der B10 zwischen Landau und Pirmasens. Der Parkplatz am Wasgaufreibad Hauenstein ist der ideale Ausgangspunkt – von hier erreicht man den Lanzenfahrter Fels in etwa 15 bis 20 Minuten über einen steilen Pfad (Markierung: Burghalder Weg).

Mit der Bahn: Hauenstein ist über den gleichnamigen Bahnhof erreichbar. Vom Bahnhof sind es nur wenige Gehminuten bis zum Startpunkt der Wanderung.

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Sattelfelsen & Hasenteller Hauenstein – Naturdenkmal im Pfälzerwald

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Wer im Pfälzerwald unterwegs ist und wissen möchte, was Jahrmillionen aus Buntsandstein machen können, findet beim Sattelfelsen bei Hauenstein eine Antwort – und beim Hasenteller gleich nebenan noch eine zweite, rätselhaftere dazu.

Der Sattelfelsen: Ein geschütztes Naturdenkmal

Der Sattelfelsen Hauenstein ist offiziell als Naturdenkmal ausgewiesen – und das aus gutem Grund. Seine Silhouette erinnert unmittelbar an einen riesigen Reitsattel: zwei widerstandsfähige Felstürme, die „Sattelhörner", flankieren eine tiefe Einbuchtung. Weichere Gesteinsschichten wurden über Jahrtausende abgetragen, die härteren blieben. So einfach, so beeindruckend.

Wabenverwitterung: Der Fels als versteinerter Bienenstock

An den Flanken des Sattelfelsens zeigt der Buntsandstein eines seiner faszinierendsten Gesichter: die sogenannte Wabenverwitterung. Salze treten durch Feuchtigkeit an die Oberfläche, kristallisieren, sprengen den Stein von innen – zurück bleibt ein Muster wie aus einem Bienenstock.

Dunkle, fast schwarze Linien durchziehen das Gestein zusätzlich: Limonit- und Eisenkiesel-Einlagerungen, deutlich härter als der umliegende Sandstein. Sie wirken wie ein inneres Korsett – und haben dem Fels seine markante Form über die Jahrtausende bewahrt.

Rastplatz mit Aussicht ins Stephanstal

Wer rastet, rastet hier gut. Die natürliche Mulde des Sattels lädt zum Verweilen ein, die umliegenden Baumwipfel rahmen reizvolle Blicke auf das Stephanstal und die gegenüberliegenden Stephanstürme. Kein 360-Grad-Panorama – aber stille, grüne Tiefe.

Der Hasenteller: Eine Schale, viele Theorien

Unweit des Sattelfelsens liegt der Hasenteller – eine fast perfekt kreisrunde, flache Vertiefung in einer waagerecht liegenden Felsplatte. Die Wissenschaft nennt es nüchtern „Auskolkung": Regenwasser höhlt den Stein durch chemische und physikalische Verwitterung gleichmäßig aus.

Doch der Volksmund denkt weiter: Hasen des Waldes sollen hier gefressen haben, Heimatforscher spekulieren über historische Grenzmarkierungen oder gar prähistorische Kultstätten im Wasgau. Die Form lässt Raum für beides.

Geologischer Höhepunkt im Wasgau – für Naturfreunde und Fotografen

Die Kombination aus der bizarren Architektur des Sattelfelsens und der feinen, fast künstlich wirkenden Struktur des Hasentellers macht diesen Abschnitt zu einem der geologischen Höhepunkte im Pfälzerwald – für Wanderer, Naturfreunde und Fotografen gleichermaßen.

In unmittelbarer Nähe liegt zudem der Wolfsfelsen, auch „Eben-fällt-er" genannt – der nächste Grund, weiterzugehen.

Wanderwege

Der Sattelfelsen liegt versteckt im Wald nordwestlich von Hauenstein und ist Bestandteil folgender Routen:

Burghalder Weg – eine der bekanntesten Touren der Region, auf der der Sattelfelsen zu den geologischen Highlights zählt.

Sunhikes Wanderung: Hauenstein – Backelstein, Hühnerstein, Wolfsfelsen & Lanzenfahrter Felsen – auf dieser abwechslungsreichen Runde passiert man den Sattelfelsen und den Hasenteller.

Kürzester Zugang: Vom Paddelweiher

Vom Paddelweiher Hauenstein aus hat man einen der kürzesten und schönsten Zugänge zu Sattelfelsen und Hasenteller – je nach Gehtempo in etwa 20 bis 25 Minuten.

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Hohe Loog & Hohe-Loog-Haus – Gipfel, Hütte und Panorama im Pfälzerwald

Wasgau
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618 Meter. Weiter Blick. Gute Hütte. Die Hohe Loog gehört zu den lohnendsten Zielen der Haardt – und wer einmal oben war, kommt wieder. Die Hohe Loog ist kein Gipfel für Rekorde. Sie ist einer für Augenblicke.

Die Hohe Loog – Eckpfeiler der Haardt

Mit 618,7 Metern gehört die Hohe Loog zu den bedeutendsten Erhebungen der Haardt, dem östlichen Steilabfall des Pfälzerwalds. Geographisch thront sie als markanter Eckpfeiler über den Weinorten Hambach und Diedesfeld – und wer von unten hochschaut, ahnt schon, was oben wartet.

Der Name ist alt. Er leitet sich vom althochdeutschen „Loog" ab – Grenze, Grenzzeichen. Ein Hinweis auf die historische Rolle des Berges als Trennlinie zwischen verschiedenen Wald- und Gemarkungsgebieten. Die Grenze ist längst Geschichte. Der Blick geblieben.

Geologie: Buntsandstein, Felsenmeer und Krüppelkiefern

Geologisch trägt die Hohe Loog den Stempel des Buntsandsteins der Karlstal-Schichten – massiv, geschichtet, uralt. Am benachbarten Zwergberg zeigt sich das besonders eindrucksvoll: Ein weitläufiges Felsenmeer, entstanden durch eiszeitliche Frostsprengung, zieht sich den Hang hinab. Kantige Blöcke. Bizarres Gestein. Dazwischen windgepeitschte Krüppelkiefern, die dem Ort etwas Ursprüngliches geben.

Das Hohe-Loog-Haus – Hütte mit Geschichte und Panorama

Etwa 20 Höhenmeter unterhalb des Gipfels, auf einer großzügigen Lichtung, liegt das Hohe-Loog-Haus. Es ist das kulturelle und kulinarische Herz des Berges – betrieben von der Ortsgruppe Hambach des Pfälzerwald-Vereins (PWV) und fester Bestandteil der Pfälzer Hüttenkultur, die als Immaterielles Kulturerbe anerkannt ist.

Das Herzstück: die weitläufige Panoramaterrasse. Der Blick schweift über das Rebenmeer der Weinstraße hinweg, weit hinaus in die Oberrheinische Tiefebene. An klaren Tagen reicht er bis zum Schwarzwald.

Rund ums Hohe-Loog-Haus: Bürgermeisterstein, Kühungerquelle und Bildbaum

In unmittelbarer Nähe vervollständigen weitere Wegmarken das Bild dieser Sandsteinlandschaft: der Bürgermeisterstein, ein geschichtlich bedeutsamer Fels im Wald, die Kühungerquelle und der Bildbaum – stille Wegmarken, die zeigen, wie reich dieser Wald an Geschichte ist.

Wanderweg zur Hohen Loog – der Erlebnispfad über den Zwergberg

Die landschaftlich reizvollste Route startet am Wanderknotenpunkt Hahnenschritt und folgt der Markierung Roter Punkt. Der Pfad steigt direkt auf den Kamm des Zwergbergs – und wer hier läuft, hat das Beste vor sich.

Der Weg windet sich durch das Felsenmeer: massive Buntsandsteinblöcke, knorrige Kiefern, wurzelige Pfade.

Gehzeit: ca. 30–40 Minuten vom Hahnenschritt.

Ankunft auf der Lichtung – der Moment, auf den man gewartet hat

Beide Wege führen schließlich auf die große Lichtung des Hohe-Loog-Hauses. Erst hier öffnet sich der dichte Wald der Haardt. Die Terrasse. Das Panorama. Die Rheinebene. Weit. Still. Groß.

Der eigentliche Gipfelpunkt der Hohen Loog liegt nur wenige Gehminuten hinter der Hütte – ein sanfter Anstieg über einen Felsenpfad oder breiten Forstweg

Lage & Anreise – Hohe Loog im Pfälzerwald

Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Hahnenschritt, Kalmitstraße (K 13), ab St. Martin Richtung Kalmit – Parkplatz ca. 1,5 km vor dem Gipfel, rechte Seite. An Wochenenden früh starten – der Parkplatz ist gut besucht.

Mit dem Wanderbus: Palatina-Buslinie 506 von Neustadt an der Weinstraße oder Maikammer, Haltestelle Hahnenschritt. In der Saison (Mai–Oktober) stündlich bis zweistündlich an Wochenenden und Feiertagen.

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Felsenmeer Zwergberg & Hohe Loog – Sandstein, Moos und Pfälzerwald-Magie

Wasgau
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Wer den Pfälzerwald kennt, weiß: Manchmal sind es nicht die großen Gipfel, die bleiben – sondern die stillen Orte dazwischen. Das Felsenmeer am Zwergberg bei der Hohen Loog ist so ein Ort. Das Felsenmeer am Zwergberg ist kein Ausflugsziel für Rekorde. Es ist eines für Momente.

Was ist das Felsenmeer am Zwergberg?

Am Nordosthang des Zwergbergs (592 m), nur wenige Minuten vom Wanderknotenpunkt Hahnenschritt entfernt, liegen sie: hunderte von Buntsandsteinblöcken, wie von Riesenhand hingeworfen. Kantig. Bemoost. Stumm. Man geht direkt durch sie hindurch, auf dem Wanderweg zur Hohen Loog.

Im ersten Abschnitt quert der Pfad wild verstreute Felswürfel. Etwas weiter oben auf dem Bergrücken öffnen sich flächige Felsplattformen, durchzogen von tiefen Spalten.

Buntsandstein in seiner wildesten Form

Der Pfälzer Buntsandstein zeigt sich hier ungezähmt: rau, bemoost, gezeichnet von Jahrtausenden. Zwischen den Blöcken wachsen verkrüppelte Kiefern – Natur-Bonsais, geformt von nährstoffarmem Boden und dem stetigen Wind auf dem Kamm. 

Wer genau hinschaut, entdeckt auf manchen Felsblöcken kleine, runde Vertiefungen: sogenannte Auskohlungen. Einst hielt man sie für keltische Opferschalen – heute weiß man, dass die Natur hier selbst am Werk war. Natürliche Verwitterungsformen, entstanden über Jahrtausende.

Wie entstand das Felsenmeer? – Geologie am Zwergberg

Die Antwort liegt in der Kälte längst vergangener Zeiten. In den letzten Kaltzeiten drang Wasser in die Klüfte des Sandsteins, gefror, dehnte sich aus – und sprengte die Felsplatten auseinander. Das Auftauen des Bodens ließ die Blöcke langsam den Hang hinabgleiten: Solifluktion, so nennt die Geologie diesen Prozess. In der Karlstal-Schicht ist die Schichtung des Sandsteins besonders deutlich ablesbar. Manche Blöcke sehen aus wie versteinerte Blätterteigstücke – geschichtet, blättrig, uralt.

Felsenmeer Zwergberg vs. Felsenmeer Hüttenberg – ein Vergleich

Das Felsenmeer am Hüttenberg ist spektakulärer: ein rund 400 Meter langes Sandsteinriff mit markanten Abbruchkanten links und rechts des Kamms. Am Zwergberg bei der Hohen Loog liegen die Blöcke weicher in der Landschaft – hingewürfelt am Hang, mal Einzelstein, mal Platte – weniger dramatisch aber greifbarer.

Wer beides erleben will: Der 9 km lange Rundwanderweg Hüttenhohl – Kalmit – Hohe Loog vereint beide Felsenmeere in einer Tour.

Was man am Felsenmeer Zwergberg machen kann

Durchwandern – Ein schmaler, wurzeliger Pfad führt mitten durch die Felsblöcke. Einer der urigsten Wege in der gesamten Region.

Kraxeln – Kinder (und alle, die es geblieben sind) finden hier einen natürlichen Abenteuerspielplatz. Die Blöcke lassen sich mühelos erklimmen, Die Spalten können begangen Werden.

Fotografieren – Rotes Gestein. Grünes Moos. Schief gewachsene Kiefern. Die Kombination ist ein klassisches Fotomotiv im Pfälzerwald – zu jeder Jahreszeit.

Sicherheitshinweis

Bei Nässe sind die Felsen extrem rutschig. Das Moos auf dem glatten Sandstein bietet kaum Halt – festes Schuhwerk und Vorsicht sind bei feuchtem Wetter Pflicht.

Lage, Anreise & Parken – Felsenmeer Zwergberg bei der Hohen Loog

Das Felsenmeer am Zwergberg liegt am Nordosthang, nahe dem Wanderknotenpunkt Hahnenschritt im Pfälzerwald.

Wegmarkierung: Grüner Baum (Pfälzerwald-Rundweg) oder Hüttenwanderweg-Logo Gehzeit vom Hahnenschritt: ca. 5–10 Minuten

Mit dem Auto – Wanderparkplatz Hahnenschritt

Der Wanderparkplatz Hahnenschritt liegt direkt an der Kalmitstraße (K 13), die von St. Martin serpentinenartig zum Kalmit-Gipfel hinaufführt. Von der A65 Ausfahrt Kirrweiler/Maikammer nehmen, durch Maikammer Richtung St. Martin fahren, dort der Beschilderung Richtung Kalmit folgen. Der Parkplatz liegt etwa 1,5 km vor dem Gipfel, in einer markanten Kurve auf der rechten Seite. 

Hinweis: Als zentraler Ausgangspunkt für Kalmit, Hohe Loog und Felsenmeer ist der Parkplatz an sonnigen Wochenenden oft bereits ab 10:00 Uhr voll belegt – früh starten lohnt sich.

Mit dem Wanderbus (ÖPNV)

Die entspanntere Variante – besonders für Streckenwanderungen. Die Palatina-Buslinie 506 fährt von Neustadt an der Weinstraße oder Maikammer direkt zur Haltestelle Hahnenschritt. In der Saison (Mai bis Oktober) verkehrt der Bus an Wochenenden und Feiertagen meist im Stunden- oder Zweistundentakt.

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Dicke Eiche Pfälzerwald: Naturdenkmal & stilles Mahnmal

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Drei Jahrhunderte, eine Eiche: Tief im Pfälzerwald, auf dem Sorgenberg zwischen Hauenstein, Erfweiler und Schwanheim, stand sie: die Dicke Eiche – eine rund 300 Jahre alte Traubeneiche von enormem Stammdurchmesser, über Generationen hinweg Wahrzeichen der Region. Ein Baum, der Kriege überdauert hatte, Holzfäller und Forstarbeiter, Kinder und Enkel – bis in der Nacht zum 25. März 1994 unbekannte Täter mit einer Motorsäge in den Wald kamen.  

Die Chronik eines Umweltverbrechens 

Ein Ringelschnitt – und ein langsamer Tod: Was die Täter taten, nennt sich Ringelschnitt: Sie sägten den Baum tief und vollständig ringsherum ein und trennten dabei Rinde und Kambium – die lebenswichtige Leitungsbahn des Baumes – vollständig durch. Kein Nährstofftransport mehr möglich. Ein todesurteil, still und unsichtbar. 

Die Bestürzung in der Bevölkerung war groß. Baumspezialisten versuchten zu retten, was zu retten war: Schnittstellen mit Spezialharz versiegelt, künstliche Rindenbrücken eingesetzt. Doch der Anschlag war zu schwer. Die Eiche starb langsam ab. 

Jahrelang stand sie als totes Skelett im Wald. 2011 musste der Baum aus Sicherheitsgründen gefällt werden – das Holz war zu morsch geworden.  

Der liegende Riese – ein Mahnmal im Pfälzerwald 

Was geblieben ist: Wer das Naturdenkmal Dicke Eiche heute besucht, steht vor einem stillen, eindringlichen Ort. Die mächtigen Überreste des Stammes wurden bewusst liegen gelassen – als Mahnmal gegen blinde Zerstörungswut. Direkt daneben wächst eine junge Nachfolge-Eiche. Bis sie die Ausmaße ihres Vorgängers erreicht, werden Jahrhunderte vergehen. 

Schautafeln dokumentieren die Geschichte des Baumes und des Verbrechens. Eine Bank lädt zur Rast ein. Stille, Wald, ein liegender Riese.  

Wanderheim Dicke Eiche – Einkehr mit Weitblick 

Ganz in der Nähe liegt das Wanderheim Dicke Eiche (405 m), auch als Hauensteiner Hütte bekannt. Die ehrenamtlich betriebene PWV-Hütte liegt hoch über dem Stephanstal, wo die Queich entspringt, und bietet schön gelegene Freisitzplätze mit Blick auf die Felsbastion des Stephansturms und des Wolfsfelsens. Gutbürgerliche Pfälzer Küche – ein wohlverdienter Halt auf jeder Wanderung in der Umgebung. 

So erreicht man die Dicke Eiche 

Das Naturdenkmal Dicke Eiche liegt an mehreren Wanderwegen im südlichen Pfälzerwald: 

Am Wanderheim Dicke Eiche laufen alle drei Routen zusammen. 

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Queichquelle Hauenstein: Ursprung im Stephanstal

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Wo die Queich beginnt: Am Ende des Stephanstals, südlich von Hauenstein, liegt einer der stillen Höhepunkte des südlichen Pfälzerwalds: die Queichquelle. Hier tritt Wasser aus dem Buntsandstein – kühl, klar, unbeirrt – und beginnt seinen 52 Kilometer langen Weg durch Pfälzerwald und Südpfalz, bis die Queich bei Germersheim in den Rhein mündet. 

Über dem Talschluss ragen die Stephanstürme auf, zwei markante Buntsandsteinfelsen am Nordhang. Ein Ort, den man einmal gesehen hat und nicht vergisst.  

Die Quellfassung – Sandstein, Ritterstein, Quellwasser 

Der Ursprung der Queich wurde liebevoll mit rotem Pfälzer Sandstein eingefasst. Ein offizieller Ritterstein (Nr. 214) des Pfälzerwald-Vereins trägt die schlichte Inschrift: „Queich-Ursprung"

Unmittelbar an der Quelle befindet sich eine Kneipp-Wassertretanlage – dauerhaft gespeist mit eiskaltem Quellwasser und im Sommer ausgiebig genutzt. Ein Holzpavillon und mehrere Picknickbänke laden im schattigen Talschluss zur Rast ein. 

Familienspaziergang zur Queichquelle – barrierefrei und kinderwagengerecht 

Der kürzeste Weg ins Quelltal 

Startpunkt ist der Wanderparkplatz Farrenwiese am Ende der Dahner Straße in Hauenstein. Von dort führt der Weg flach und kinderwagengerecht am Paddelweiher vorbei, tiefer hinein ins idyllische Wiesental des Stephanstals. Nach rund 2,5 Kilometern – etwa 45 Minuten Gehzeit – erreicht man die Quelle am Talende. 

Rundweg Queichquellenweg 

Über die gegenüberliegende Talseite führt der ebene Queichquellenweg (Markierung „9") zurück zum Parkplatz. Die Gesamtlänge der Runde beträgt rund 5 Kilometer – ideal für Familien mit Kindern oder als entspannter Nachmittagsspaziergang. 

Weiterführende Wanderungen über die Queichquelle 

Wer mehr Höhe sucht, findet sie direkt an der Quelle: Steiler bergauf führt der Pfad zum Wanderheim Dicke Eiche (405 m) – mit Pfälzer Küche und Aussicht auf Stephansturm und Wolfsfelsen. Ein weiterer Abzweig leitet zu den Aussichtspunkten rund um das Felsmassiv der Stephanstürme

Weitere Touren ab Hauenstein: 

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Winterkirchel Hauenstein: Waldkapelle im Pfälzerwald

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Waldkapelle Maria Himmelspforte – Stille auf dem Winterberg: Auf einem Bergsattel zwischen Erfweiler und Hauenstein, tief im Pfälzerwald, steht das Winterkirchel – offiziell: Waldkapelle Maria Himmelspforte. Eine unter Denkmalschutz stehende Wallfahrtskapelle, die mehr ist als ein Wegpunkt. Wer hier ankommt, spürt es sofort: Stille, Wald, Geschichte. 

Die Kapelle gilt als eines der emotionalsten Kulturdenkmäler der Region – weil ihre Entstehung eng mit der Not zweier Weltkriege und dem harten Alltag der pfälzischen Schuharbeiter verknüpft ist.  

1748 bis 1789 – die erste Kapelle auf dem Winterberg 

Bereits 1748 wurde an dieser Stelle eine erste Marienwallfahrtskapelle urkundlich erwähnt. Ihr Ende kam 1789 – nicht durch französische Revolutionstruppen, wie alte Mythen behaupten, sondern durch akute Einsturzgefahr. Der Bergsattel blieb danach über 150 Jahre lang leer

Das Gelöbnis – ein Versprechen aus dem Krieg 

Soldaten schwören, Arbeiter schleppen Steine: Die Existenz des heutigen Winterkirchels ist das Ergebnis eines feierlichen Versprechens: Soldaten aus Erfweiler schworen während der Weltkriege, die Kapelle als Dank für eine gesunde Heimkehr wiederaufzubauen. 

1948 begann der Bau – unter Leitung des Erfweilerer Pfarrers Eugen Barudio und mit der handwerklichen Hilfe des Hauensteiner Steinmetzes Hermann Seibel. Das Baumaterial schleppten die Arbeiter selbst den Berg hinauf: Täglich rund 250 Frauen und Männer, die ohnehin auf dem Weg von Erfweiler zu den Schuhfabriken in Hauenstein am Winterberg vorbeikamen, trugen Stein um Stein bergauf. 

Ein stiller Kraftakt, der sich in jeder Mauer zeigt. 

Am 14. August 1949 weihte der Speyerer Bischof Dr. Josef Wendel die Kapelle im Beisein von rund 5.000 Pilgern ein. Den Engel auf der Dachspitze fertigte Pfarrer Barudio eigenhändig aus Stahlblech. 

Das Winterkirchel heute – Gnadenort und Rastplatz 

Kerze, Glocke, Waldluft: Auch heute ist das Winterkirchel ein aktiver Gnaden- und Wallfahrtsort. Traditionelle Waldgottesdienste finden jährlich am 1. Mai und am 15. August (Mariä Himmelfahrt) statt. 

Wer möchte, zündet im Inneren eine Kerze an – gegen eine kleine Spende – und läutet die Kapellenglocke von Hand. Ihr Klang trägt weit durch den Wald. 

Wie erreicht man das Winterkirchel – Wanderwege im Pfälzerwald 

Das Winterkirchel liegt direkt am Hauensteiner Schusterpfad (Premiumwanderweg) und ist ein beliebter Rastplatz auf mehreren Wanderrouten im südlichen Pfälzerwald: 

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Paddelweiher Hauenstein: Ausflug im Pfälzerwald

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Tor zum Stephanstal – der Paddelweiher in Hauenstein: Wasser, Wald, Pfälzer Gastlichkeit. Der Paddelweiher liegt idyllisch im Queichtal am südlichen Ortsrand von Hauenstein – rund 250 Meter lang, bis zu 50 Meter breit, künstlich angelegt und längst eines der beliebtesten Ausflugsziele der Südpfalz. Er bildet das Tor zum Stephanstal und ist gleichzeitig Startpunkt für Spaziergänge und Wanderungen tief in den Pfälzerwald. 

Paddelweiher-Hütte – Biergarten mit Weitblick 

Direkt am Ufer liegt die Paddelweiher-Hütte – eine urige Waldgaststätte mit einem der schönsten Biergärten der Südpfalz. Wurstsalat, Flammkuchen, Forelle, hausgemachter Kuchen. Selbstbedienung an der Theke, Schatten über den Bänken, das Wasser gleich nebenan. 

Hinweis: Nur Barzahlung, keine Kartenzahlung möglich. 

Öffnungszeiten: 1. März bis 1. November, täglich ab 11:00 Uhr (außer montags, sofern kein Feiertag). 

Weitere Infos und aktuelle Öffnungszeiten: paddelweiher.de 

Bootsverleih, Spielplatz, Angeln – Freizeit am Weiher 

Tretboot, Ruderboot, Kanu – von April bis Oktober können Boote direkt an der Hütte gemietet werden. Ein Tretboot kostet 7,50 € für eine halbe Stunde (max. 4 Personen). Wer lieber an Land bleibt: Der weitläufige, komplett umzäunte Holzspielplatz direkt neben dem Biergarten ist sicher und gut einsehbar. Und wer Angel und Schein dabei hat, findet nach Absprache auch Angelmöglichkeiten am bewirtschafteten Weiher. 

Spaziergang und Anreise – familienfreundlich und kinderwagengerecht 

Ein flacher Rundweg führt in rund 20 Minuten einmal um den Paddelweiher – kinderwagengerecht, barrierefrei, ohne Höhenmeter. 

Der Weiher liegt nur 300 Meter vom kostenfreien Wanderparkplatz Farrenwiese (Dahner Straße, 76846 Hauenstein) entfernt und ist idealer Ausgangspunkt für den Spaziergang zur Queichquelle im Stephanstal. 

Weitere Wanderungen ab Paddelweiher: 

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Wanderheim Dicke Eiche: Hütte im Pfälzerwald

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Wanderheim Dicke Eiche – Hütte mit Geschichte im Wasgau: Wer im Pfälzerwald wandert und einen Ort sucht, an dem Rast mehr ist als Pause, findet im Wanderheim Dicke Eiche genau das Richtige. Die Hauensteiner Hütte, wie sie im Volksmund heißt, ist eine der bekanntesten und größten bewirtschafteten Schutzhütten des Pfälzerwald-Vereins (PWV) – auf 405 Metern Höhe tief im Wasgau gelegen, mit Blick auf Stephansturm und Wolfsfelsen. 

Die Hüttenkultur des Pfälzerwaldes, zu der das Wanderheim gehört, wurde von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet. Holz, Waldluft, Pfälzer Stille. 

Pfälzer Küche, hausgemachter Kuchen, regionaler Wein 

Auf Basis ehrenamtlicher Arbeit bietet die Hütte typische pfälzische Spezialitäten, hausgemachten Kuchen sowie regionale Weine und Schorle. Im Gastraum wie im großzügigen Biergarten gilt Selbstbedienung. 

Hinweis: Hunde sind im gesamten Wanderheim – Gastraum und Übernachtungsbereich – nicht erlaubt. 

Öffnungszeiten (jeweils 10:00–18:00 Uhr): 

  • Ganzjährig: jeden Samstag, Sonntag und an gesetzlichen Feiertagen 

  • Mai bis Oktober: zusätzlich jeden Mittwoch 

  • Zwischen den Jahren: täglich geöffnet (Heiligabend und Silvester bis 16:00 Uhr) 

Übernachten im Pfälzerwald – Wanderheim für Gruppen und Familien 

Das Wanderheim Dicke Eiche eignet sich hervorragend für Mehrtagestouren und Gruppenaufenthalte. 34 Betten in sieben rustikalen Mehrbettzimmern, Zentralheizung, moderne Waschräume mit Etagenduschen und WC, ein Aufenthaltsraum mit 50 Sitzplätzen sowie ein Wickel- und Stillraum. 

Direkt am Haus: ein eigener Waldspielplatz für Kinder.  

Nur zu Fuß erreichbar – Wanderwege zur Hauensteiner Hütte 

Eine direkte Autozufahrt ist nicht möglich – das Wanderheim kann ausschließlich erwandert werden. Es liegt an mehreren markierten Wegen des Pfälzerwald-Vereins: 

Vom Wanderparkplatz Farrenwiese in Hauenstein beträgt die Gehzeit rund eine Stunde. 

Alle Infos, Öffnungszeiten und Speisekarte: pwv-hauenstein.de/wanderheim 

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Stephanstürme Hauenstein: Klettern im Pfälzerwald

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Zwei Türme, ein Tal: Im hinteren Queichtal südlich von Hauenstein ragen sie auf: die Stephanstürme – zwei freistehende Buntsandsteinfelsen, die das Tal dominieren wie sonst kaum eine Formation im Wasgau. Kletterer kennen sie, Wanderer fotografieren sie, und wer einmal am Fuß der Südwand auf der Bank gesessen hat, kommt wieder. 

Geologie: 250 Millionen Jahre in Stein 

Der rötliche Pfälzer Buntsandstein der Stephanstürme entstand vor rund 250 Millionen Jahren durch Sedimentablagerungen in einer Wüstenlandschaft. Was heute als steile, freistehende Türme aus dem Wald ragt, sind die härtesten Kerne des Gesteins – Wind und Wasser haben die weicheren Schichten Jahrtausende lang abgetragen und die widerstandsfähigen Felskerne freigelegt. 

Die Formation liegt am Südwestkamm des Hohen Kopf (442,6 m ü. NHN) und teilt sich in den Großen Stephansturm mit markanter Talseite und den Kleinen Stephansturm. Die Felswände ragen bis zu 40 Meter steil empor; am Hauptgipfel des Großen Turms sind nach DAV-Angaben punktuell bis zu 54 Meter vertikale Felsstruktur möglich. 

Klettern an den Stephanstürmen – klassischer Sandsteinfels 

Die Stephanstürme gehören zum Klettergebiet Südpfalz (Bereich Hauenstein) und bieten klassischen Sandsteinfels mit Rissen, Kanten und Reibungsplatten.

Klassiker am Großen Stephansturm: 

  • Beide Normalwege – solide Einstiege für den Berg 

  • Westkante – ausgesetzt, lohnend 

  • Nordseite – schattig, mittlerer Schwierigkeitsgrad 

Im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen gilt das Prinzip des sanften, naturschonenden Kletterns. Im Frühjahr sind zeitweise Sperrungen wegen Vogelschutz (Wanderfalkenbrut) möglich – Hinweisschilder unbedingt beachten. 

Wandern & Aussicht an den Stephanstürmen 

Auch ohne Seil lohnt sich der Weg. Die Stephanstürme sind ein hervorragendes Fotomotiv und ein ruhiger Rastplatz mitten im Wald. Am Fuß der Südwand lädt eine Wanderbank zu einer Pause mit Blick über das bewaldete Queichtal ein. 

Die Felsen liegen direkt an mehreren Wanderwegen: 

  • Felsensteig Hauenstein – sportlich, nah an den Felsen 

  • Queichtal-Rundweg – flach, familienfreundlich 

  • Pfälzer Waldpfad – verläuft in unmittelbarer Nähe 

  • Burghalderweg Hauenstein – Felsentour mit Aussichten und Felsformationen 

  • Wandern in Hauenstein: Paddelweiher, Winterkirchel, Dicke Eiche und Queichquelle 

Eine beliebte Halbtagestour startet in Hauenstein, führt an den Stephanstürmen vorbei und bergauf zum Wanderheim Dicke Eiche (Hauensteiner Hütte, 405 m) – mit Pfälzer Küche und Aussicht auf Wolfsfelsen und Stephansturm. 

Anreise & Startpunkt 

Die Stephanstürme liegen südlich von Hauenstein im Wasgau. Touren beginnen direkt in Hauenstein, etwa am Talwanderweg oder am Wanderparkplatz Farrenwiese (Dahner Straße, 76846 Hauenstein). 

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Drachenfels: Sagenhafter Aussichtsfels über dem Pfälzerwald

Wasgau
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Wer den Drachenfels erreicht, steht auf einem der stillsten und zugleich aussichtsreichsten Plätze im Pfälzerwald. Fels, Wald und Sage verschmelzen hier zu einem Ort, an dem man kurz innehält, bevor der Blick über die Baumwipfel schweift.

Das Gipfelplateau: Westfels und Südfels

Westlich von Bad Dürkheim, eingebettet zwischen Isenachtal und Johanniskreuz, erhebt sich der Drachenfels auf 571 Meter – die höchste Erhebung des nördlichen Pfälzerwaldes. Kein spitzer Gipfel, sondern ein langgezogenes Buntsandstein-Plateau: 800 Meter lang, 300 Meter breit, mit mehreren Felsvorsprüngen und Aussichtspunkten. Wer hier oben steht, versteht, warum dieser Berg seit Jahrhunderten Geschichten anzieht.

Das rund 13 Hektar große Gipfelplateau des Drachenfels bei Bad Dürkheim ruht auf mächtigem Buntsandstein und fällt an den Rändern steil ab. Zwei Aussichtspunkte prägen den Ort.

Westfels – Donnersberg, Hunsrück, Kaiserslautern

Der Westfels wird über eine in den Fels geschlagene Treppe erklommen. Oben angekommen, liegt der Blick nach Norden frei: Donnersberg und Potzberg zeichnen sich am Horizont ab, bei guter Fernsicht sogar der Hunsrück. Klare Luft, offenes Land – ein stiller Einstieg ins Plateau.

Südfels – der weiteste Blick im Pfälzerwald

Der Südfels gilt als die eigentliche Hauptattraktion. Ein 180-Grad-Panorama öffnet sich über das grüne Wäldermeer des Pfälzerwaldes – bis zum Schänzel, zur Kalmit, zur Rheinebene und zum fernen Bismarckturm. Wenige Orte im Pfälzerwald zeigen so viel auf einmal.

Kammweg: Zwischen Wurzelpfad und Felsriff

Ein malerischer Kammweg verbindet beide Aussichtspunkte: ein schmaler Pfad, der teils über Buntsandsteinstufen, teils über Wurzelpfade führt. Wer wenige Schritte rechts und links vom Weg abweicht, entdeckt neben Fauna und Flora auch das langgezogene Buntsandsteinriff des Drachenfels.

Drachenhöhle und Durchblickkammer – tief im Fels

Unterhalb des Südfelsens liegt die Drachenhöhle, bereits 1873 vom Drachenfels-Club freigelegt. Ein schmaler Pfad führt über Sandsteinstufen am Fels entlang zu ihrem Eingang.

Ganz in der Nähe, im Umfeld des Hauptplateaus, öffnet sich die kleinere Drachenkammer, auch Durchblickkammer genannt. Der Zugang liegt versteckt zwischen den Felsspalten am Südfels, ehe Stufen hinab zur Kammer führen – ein kleines Abenteuer für alle, die genau hinschauen. Die Durchblickkammer schmiegt sich an das mächtige, steil aufragende Felsmassiv des Westfels.

Naturschutz, Geologie und Geschichte

Seit 1972 steht das Gipfelplateau als Naturschutzgebiet unter Schutz. Fels und Wald bilden einen empfindlichen Lebensraum, der Rückzugsort seltener Arten war – bis 1920 horsteten hier sogar Schlangenadler. Mit 570,8 Metern ist der Drachenfels die höchste Erhebung des Pfälzerwaldes nördlich der Linie Hochspeyerbach/Speyerbach – ein Fels mit Geschichte in mehreren Schichten.

Kelten, Römer, Heidenmauer – Geschichte auf dem Plateau

Auf dem Hochplateau des Drachenfels finden sich Reste einer alten Befestigungsanlage. Im westlichen Teil des Plateaus lassen sich zudem, unter dichtem Bewuchs kaum noch erkennbar, die Reste eines römischen Ringwalls erahnen. Forscher gehen davon aus, dass bereits Kelten den Berg befestigten – später nutzten auch Römer die strategisch günstige Lage. Wallanlagen, die sogenannte Heidenmauer, umgaben einst das Plateau. Der Berg lag an einer alten Heerstraße zwischen Rheinebene und Pfälzerwald. Wer hier geht, geht auf altem Grund.

Nibelungensage: Ein Drache im Volksmund

Der Name des Berges ist – ähnlich wie beim nahen Siegfriedsbrunnen – seit Generationen mit der Nibelungensage verknüpft. Der Überlieferung nach soll in den Höhlen des Berges einst ein feuerspeiendes Ungeheuer gehaust haben, das der Sage nach von Siegfried bezwungen wurde. Belegt ist diese Erzählung nicht – sie lebt als Volkssage weiter und verleiht dem Fels bis heute seine geheimnisvolle Aura.

Wandern am Drachenfels: Auf der Spur des Drachen

Der beliebte Rundwanderweg „Auf der Spur des Drachen" führt in rund zehn Kilometern vom Wanderparkplatz Saupferch hinauf zum Plateau, vorbei an Westfels, Drachenhöhle, Südfels und Durchblickkammer. Der Aufstieg verläuft über teils steile Waldpfade und dauert etwa 45 bis 60 Minuten – lohnenswert für jeden Schritt.

Einkehr am Saupferch

Direkt am Ausgangspunkt liegt die Waldgaststätte Zum Saupferch – Joma Darwiche, idyllisch im Tal des Stuttersbaches gelegen. Der Name erinnert an die historischen Schweinepferche, die einst im Pfälzerwald üblich waren. Vor oder nach der Tour zum Drachenfels lohnt sich eine Rast – aktuelle Öffnungszeiten sollten vorab geprüft werden.

Anreise zum Ausgangspunkt Saupferch

Mit dem Auto: Von Bad Dürkheim auf der B 37 Richtung Kaiserslautern / Enkenbach-Alsenborn, vorbei an Hardenburg und Jägerthal. Wenige hundert Meter nach dem Gasthaus Jägerthal zweigt links die Forststraße zum kostenlosen Wanderparkplatz Saupferch ab.

Mit Bus und Bahn: Bahnanreise nach Bad Dürkheim, von dort mit der Buslinie 485 bis zur Haltestelle „Hardenburg Abzw. Saupferch". Von hier führt ein rund zweikilometerlanger Fußweg (ca. 30 Minuten) entlang einer gesperrten Forststraße zum Parkplatz.

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Rödelstein: Sagenhaftes Felsenschiff im Wasgau

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Fels, Wald und Geschichte – drei Worte, die den Rödelstein bei Vorderweidenthal tragen. Wie ein gestrandetes Schiff liegt das Buntsandsteinriff über dem Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald.

Das Felsmassiv: Ein Riese aus Buntsandstein

Der Rödelstein (mancherorts auch Rothelstein genannt) misst 428 Meter über NHN und liegt im Landkreis Südliche Weinstraße. Sein zweiter Name, Rothelstein, verweist möglicherweise auf die rötliche Farbe des Buntsandsteins – gesichert ist diese Herleitung allerdings nicht. Seine Südflanke gehört zur Ortsgemeinde Vorderweidenthal, die Nordflanke zur Gemarkung Oberschlettenbach. Nordöstlich schließt sich der Schloßberg mit der Burgruine Lindelbrunn an.

Freistehend, langgestreckt, mächtig: Das Felsenschiff erreicht an seiner steilen Südwand über 40 Meter Höhe. Als Naturdenkmal steht der Fels unter strengem Schutz.

Wiege des Pfälzer Klettersports

Am 19. März 1903 wagten sich die Brüder Karl und Oskar Mugler an den Fels – frei, ohne Leitern, ohne künstliche Hilfsmittel. Ein kühner Moment, der Geschichte schrieb: Diese Erstbesteigung gilt bis heute als Startschuss für die sportliche Erschließung der Kletterfelsen im Wasgau und mündete 1919 in die Gründung der Vereinigung der Pfälzer Kletterer.

Bis heute liegt am Hauptfels ein klassisches Gipfelbuch aus, umgeben von zahlreichen anspruchsvollen Kletterrouten – reguliert durch strengen Naturschutz.

Naturschutz: Rückzugsort für Wanderfalken

In den steilen Felswänden brütet der Wanderfalke, geschützt und scheu. Deshalb ruht die Kletterzone am Hauptfels von etwa 1. Februar bis Ende Juni oder Mitte Juli – Stille für die Vögel, Zurückhaltung für Kletterer und Wanderer gleichermaßen.

Wandern am Rödelstein: Westfels und Aussicht

Die gigantische Hauptwand bleibt den Kletterern vorbehalten, doch auch Wanderer finden hier ihren Moment: Ein kurzer Stichpfad führt zum kleineren Westfels, unschwer zu erreichen. Je nach Jahreszeit öffnet sich von hier ein Blick hinunter nach Vorderweidenthal und weit hinein in den südlichen Wasgau.

An der Südostflanke steht seit fast hundert Jahren der historische Ritterstein Nr. 299 – „Rödelstein-Pfad erb. v. Pfälz. Wald-Verein 1927" – ein stiller Zeuge der Erschließung durch den Pfälzerwald-Verein.

Wanderungen im Gebiet

Wald, Fels und Ruine – der Rödelstein verbindet sich ideal mit einer Wanderung zur nahegelegenen Burgruine Lindelbrunn, mit Einkehr im dortigen PWV-Cramerhaus. Gängige Startpunkte für diese Runde sind der Wanderparkplatz am Friedhof in Vorderweidenthal oder der Parkplatz unterhalb des Lindelbrunn.  

Drei Wandertipps: 

Anreise zum Ausgangspunkt

Vorderweidenthal liegt still zwischen Wald und Fels, mitten im Wasgau, im Landkreis Südliche Weinstraße. Die Anreise mit dem Auto führt über die Straßen des Wasgau-Gebiets Richtung Hauenstein bzw. Dahn, von dort weiter nach Vorderweidenthal. Als Ausgangspunkte für die Wanderung zum Rödelstein bieten sich der Wanderparkplatz am Friedhof in Vorderweidenthal oder der Parkplatz unterhalb des Lindelbrunn an – beide gut ausgeschildert, beide ein Tor zur Runde über Rödelstein und Burgruine Lindelbrunn.

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Dickenberg und Sprinzelfelsen: Felstor im Dahner Felsenland

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Wer den Dickenberg bei Busenberg erreicht, findet einen der ruhigeren Winkel des Dahner Felsenlandes – Wald, rotbrauner Buntsandstein und mittendrin ein Felstor, durch das der Wanderweg tatsächlich hindurchführt.

Der Dickenberg: Ruhiger Riese aus Buntsandstein

Der Dickenberg ist ein bewaldeter Berg im südlichen Pfälzerwald, geprägt von markanten, rotbraunen Buntsandsteinwänden und bizarren Felsformationen. Die steile Dickenbergwand zieht sich wie ein natürlicher Schutzwall durchs Gelände und bietet zahlreichen Tieren geschützten Lebensraum. Ein Aussichtspunkt auf der Dickenbergwand selbst bietet einen weiten Blick – auf Busenberg, die Burg Drachenfels und den Wasgau.

Nur rund 50 Meter südwestlich der großen Dickenbergwand erhebt sich ein malerischer Solitärfelsen: das Dickenbergtürmchen – ein kleiner, eigenständig aufragender Felssporn. Wer vom Hauptkamm der Dickenbergwand über den Grat nach Südwesten wandert, erreicht das Türmchen rasch. Eine echte Kuriosität wartet auf dem winzigen Gipfel: eine kleine Mini-Hülse mit einem traditionellen Gipfelbuch – eines der am leichtesten zugänglichen Gipfelbücher der Region, erreichbar mit etwas Trittsicherheit oder einem kurzen, leichten Kletterzug.

Im Vergleich zu Besuchermagneten wie der Burg Drachenfels oder den Felsen rund um Dahn geht es hier deutlich beschaulicher zu – ein echter Geheimtipp im Wasgau, nur wenige Schritte von den bekannteren Zielen entfernt.

Die Sprinzel: Felskanzel mit drei Gipfeln

Die Sprinzel, auch als Sprinzelfelsen oder Dickenbergturm bekannt, ist ein langgestrecktes Felsenriff auf dem Dickenberg. Das Massiv bildet drei markante Felsgipfel, die über schmale, teils abenteuerliche Steige erreichbar sind.

Von der Felskanzel aus öffnet sich ein weiter Panoramablick über die dichten Wälder des Wasgaus, hinüber zum Dahner Felsenland und zur Burgruine Drachenfels. Auch Kletterer finden an der Sprinzel klassische Routen.

Das Felsentor: Wandern mitten durch den Stein

Eines der faszinierendsten Details am Sprinzelfelsen ist das Felsentor: ein natürlicher Durchbruch im roten Buntsandstein, entstanden durch Jahrmillionen von Verwitterung, Wind und Wasser. Der Wanderweg führt direkt hindurch – man wandert mitten durch den Fels auf die andere Bergseite.

Direkt hinter dem Felsentor schlängelt sich der Weg in Serpentinen und über Treppen nach oben, teils mit Metallgeländern gesichert, bis das exponierte Felsplateau des Dickenbergturms erreicht ist.

Namensherkunft: Der Sperber im Fels

Der Name Sprinzel geht vermutlich auf eine alte Flurbezeichnung zurück. Im Mittelhochdeutschen bzw. Althochdeutschen bezeichnete das Wort „sprinze" oder „sprinzel" häufig den Sperber, einen Greifvogel – ähnlich wie andere Felsformationen im Pfälzerwald oft nach dort heimischen Tieren benannt wurden. Eine zweite Deutung führt das Wort auf „sprenkeln" zurück, also eine gefleckte Struktur – passend zum unregelmäßig ocker, rot und braun gemusterten Buntsandstein der Region. Welche Deutung tatsächlich zutrifft, lässt sich urkundlich nicht mehr lückenlos klären; beide Namensspuren haben sich über Jahrhunderte im alemannisch-fränkischen Sprachraum erhalten.

Wandern im Gebiet

Der Dickenberg und die Sprinzel liegen im Einzugsgebiet gleich mehrerer bekannter Wanderwege: Der Premiumwanderweg Busenberger Holzschuhpfad führt durch die Region ebenso wie der Rundwanderweg Nr. 27.

Ein guter Ausgangspunkt für den Aufstieg zur Sprinzel liegt an der B 427 zwischen Busenberg und Dahn (auch über Reichenbach erreichbar), an kleinen Parkmöglichkeiten am Waldrand. Von dort führt ein malerischer, steiler Pfad hinauf auf den Grat des Dickenberges – nach etwa 20 bis 30 Minuten Gehzeit steht man direkt auf den Felsen der Sprinzel.

Wer stattdessen vom Wanderparkplatz Schindhardt startet, kann den Dickenberg mit den Eilöchlfelsen zu einer kurzen Abenteuertour verbinden.

Die Tour lässt sich ideal mit einem Besuch der nahen Burgruine Drachenfels verbinden, samt Einkehr in der unterhalb gelegenen Drachenfelshütte des Pfälzerwald-Vereins.

Anreise zum Ausgangspunkt

Busenberg liegt im Dahner Felsenland, im südlichen Pfälzerwald (Wasgau), unweit der Burg Drachenfels. Die Anreise mit dem Auto führt über die B 427 zwischen Busenberg und Dahn – kleine Parkmöglichkeiten am Waldrand entlang dieser Strecke dienen als praktischer Ausgangspunkt für den Aufstieg zur Sprinzel und zum Dickenbergturm.

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Eilöchelfelsen: Verborgenes Felsriff im Wasgau

Wasgau
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Wer den Eilöchel bei Busenberg sucht, findet ihn nicht auf den ersten Blick – der Wald hat sich in den letzten Jahrzehnten enger um dieses Felsriff gelegt, sodass sich manche seiner Türme heute nur noch zwischen den Stämmen zeigen.

Der Eilöchel: Namensgebender Fels mit steinernem Auge

Der Eilöchel, auch Eilöchelfels genannt, misst rund 315 Meter und bildet zusammen mit mehreren benachbarten Felsformationen ein zusammenhängendes, teilweise dreigipfliges Riff. Es zieht sich nördlich des westlichen Ortsausgangs von Busenberg in Richtung Schindhard durch den Wald.

Seinen Namen verdankt der Fels einem charakteristischen, eiförmigen Felsfenster – einem „Auge", das die Verwitterung über lange Zeit in den Sandstein gezeichnet hat.

Die Felstürme: Vier Formationen, ein Riff

Von Ost nach West reihen sich am Eilöchel gleich vier markante Felsformationen aneinander:

  • Busenberger Turm – der östlichste Punkt der Formation
  • Schindharder Turm – direkt westlich anschließend
  • Reichenbacher Turm – der westlichste der drei unmittelbar benachbarten Türme
  • Eilöchelfels – etwas abgesetzt weiter westlich gelegen

Rund 100 Meter westlich des Eilöchelfels liegt zudem der Abschiedsfels – der letzte Ausläufer dieser stillen Felsenlandschaft.

Geologie: Buntsandstein, geformt von Erosion

Wie so viele Felsformationen im Dahner Felsenland bestehen auch die Eilöchelfelsen aus Buntsandstein, den Erosion über Jahrmillionen zu bizarren Formen, Riffs und Türmen geschliffen hat. Die zunehmende Waldverdichtung der letzten Jahrzehnte hat dazu geführt, dass Teile der Felsen heute von dichtem Baumbestand umgeben sind – ein Grund, warum dieser Ort deutlich unberührter wirkt als die bekannteren Felsen der Region.

Klettern und Wandern

Eingebettet in waldreiche Umgebung, zählen die Eilöchelfelsen zu den weniger bekannten Wander- und Klettergebieten der Pfalz. Wer sie erleben möchte, findet den passenden Ausgangspunkt bei einer Wanderung ab Schindhard.

Wanderungen im Gebiet

Die Eilöchelfelsen lassen sich ideal mit einer Erkundung des benachbarten Dickenbergs und der Sprinzelfelsen verbinden. Eine passende Route dafür ist die Wanderung Kleine Runde über den Dickenberg mit Abenteuertour zu den Eilöchelfelsen" – eine kompakte Tour, die neben dem markierten Busenberger Holzschuhpfad auch einen unmarkierten, orientierungsanspruchsvollen Abschnitt direkt zu den Türmen des Eilöchel führt.

Anreise zum Ausgangspunkt

Mit dem Auto:

Aus Richtung Landau / Pirmasens (über die B 10): Auf der Bundesstraße B 10 bis zur Ausfahrt Hinterweidenthal / Dahn, von dort auf die B 427 Richtung Dahn / Bad Bergzabern.

Weiter nach Schindhard: Hinter Dahn führt die B 427 direkt weiter nach Schindhard. Am Ortsrand ist der Wanderparkplatz Schindhard ausgeschildert – ein guter Startpunkt für die Erkundung der Eilöchelfelsen und der umliegenden Wälder.

Aus Richtung Süden (Bad Bergzabern / Bergzabern Land): Ebenfalls über die B 427, durch das Lautertal westwärts über Vorderweidenthal und Bundenthal direkt nach Schindhard.

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Buhlsteine (Puhlsteine): Verwunschener Felsgrat im Wasgau

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Wer die Buhlsteine (Puhlsteine) bei Busenberg sucht, findet einen der stillsten Felsgrate im Wasgau – ein Ort, dessen poetischer Name Wanderer bis heute zu Legenden vom versteinerten Liebespaar inspiriert, obwohl die Wahrheit vermutlich nüchterner ist.

Lage und Charakter: Ein Riff zwischen zwei Dörfern

Die Buhlsteine liegen im Dahner Felsenland, nahe den Gemeinden Busenberg und Oberschlettenbach, eingebettet in die dichten Wälder des Wasgaus. Es handelt sich um ein langgezogenes, markantes Buntsandsteinriff, das sich über einen bewaldeten Bergrücken zieht – ähnlich wie der Rödelstein oder die Sprinzel, mit den für den pfälzischen Sandstein typischen, windgeprägten und ungewöhnlich geformten Felswänden.

Im Vergleich zu stark besuchten Zielen wie der Burg Drachenfels oder dem Berwartstein herrscht an den Buhlsteinen meist eine ruhige, fast abgeschiedene Atmosphäre – ein echter Geheimtipp für alle, die ursprüngliche Natur suchen.

Der Buhlsteinpfeiler: Das Highlight des Massivs

Am südlichen Gipfel erhebt sich der Buhlsteinpfeiler – eine fast 60 Meter hohe, senkrecht aufragende Wand aus Buntsandstein. Seine gesicherte Aussichtsplattform liegt nahezu genau gegenüber der Burg Berwartstein und zählt zu den beeindruckendsten Ausblicken der Region: Das 220-Grad-Panorama reicht vom Adelsberg über die Burg Lindelbrunn und die Burgen Berwartstein und Drachenfels bis zum Eyberg.

Für Kletterer zählt der Pfeiler zu den anspruchsvollsten Zielen im Gebiet. Der bekannte „Buhlsteinpfeiler-Weg" führt hier entlang, mit Quergängen und exponierten Kanten. Bekannte Routen wie die „Novemberkante" erreichen Wandhöhen von 40 bis 50 Metern – und wie es sich für die Pfalz gehört, findet sich auch hier ein traditionelles Wand- beziehungsweise Gipfelbuch.

Die Buhlsteinkette: Kammweg über vier Abschnitte

Entlang des vollständig bewaldeten Bergkamms verläuft die sogenannte Buhlsteinkette – keine einzelne Klippe, sondern eine rund 500 Meter lange, durchgehende Felskette aus rotem Buntsandstein. Ein Pfad mit zahlreichen Zickzack-Passagen führt von Fels zu Fels über den Grat. Entlang des Buntsandsteinriffs finden sich immer wieder Felsdurchstiege, sodass man auf schmalen Pfaden beide Seiten aus wechselnden Blickwinkeln erkunden kann.

Der Grat gliedert sich in mehrere charakteristische Abschnitte:

Der Buhlstein-Doppelgipfel – im zentralen Bereich teilt sich der Fels in zwei dicht nebeneinanderliegende Gipfel. Erosionsbedingte Risse und Klüfte im Buntsandstein schufen diese Kamin- und Spaltenstruktur. Kletterer bewegen sich hier je nach Route über schmale Felsköpfe oder durch enge Schluchten – oben wartet die obligatorische Gipfelhülse mit Gipfelbuch.

Der Buhlsteingrat – der verbindende, felsige Kamm, der sich quer über das Massiv zieht: ein echter Gratweg im Mittelgebirge mit stellenweise alpinem Charakter. Der Wanderweg verläuft am Fuß des Buntsandsteinriffs, während die Hänge zu beiden Seiten steil abfallen.

Der Buhlstein-Ostgrat – weniger begangen, dafür umso ursprünglicher, erstreckt er sich in östlicher Richtung zum Oberschlettenbacher Tal und Bühlhof-Gebiet. Bewaldet, mit kleineren Felsklippen und Riffstufen.

Namensherkunft: Die Sage vom versteinerten Liebespaar

Der Name Buhl stammt aus dem Mittelhochdeutschen und leitet sich vom Wort „buhle" für Liebhaber, Buhler oder Geliebter ab. Weil dieser Name so poetisch klingt und die wild in den Himmel ragenden Felsnadeln – wie der Doppelgipfel oder der Pfeiler – etwas Mythisches an sich haben, entstand im Volksmund gerne die Geschichte vom versteinerten Liebespaar oder verzauberten Gestalten, die hier einst verweilt haben sollen.

Sprachwissenschaftlich hat der Name allerdings oft einen prosaischeren Hintergrund: In alten Flurnamen wurden abgelegene, einsame oder „buhlend" – also isoliert aus der Landschaft herausragende – Felsen oder Waldstücke oft so bezeichnet. Ebenso denkbar ist ein schlichter Verweis auf Grundstücke, die einst im Besitz einer Person namens Buhl waren.

Offizieller Name: Puhlstein

In offiziellen Kartenwerken wie dem Landschaftsinformationssystem Rheinland-Pfalz wird das Felsmassiv häufig unter dem Namen Puhlstein geführt (gelegentlich auch Budelstein). Im alltäglichen Sprachgebrauch und auf Wanderwegweisern ist dagegen meist von den Buhlsteinen die Rede. Der bewaldete, kegelförmige Rücken des Puhlstein erreicht eine Höhe von rund 448 Metern.

An beiden Enden der Kette liegt jeweils ein offizieller Aussichtspunkt: im Süden der Buhlsteinpfeiler mit seiner 220-Grad-Rundumsicht bis zur Burg Berwartstein, im Norden ein weiterer Aussichtspunkt mit beeindruckendem Blick in den Wasgau.

Naturschutz

Da die felsigen Steilhänge und Nischen im Wasgau wichtigen Lebensraum für bedrohte Tierarten bieten, kann es im Frühjahr zu Felssperrungen kommen – zum Schutz brütender Vögel wie des Wanderfalken. Dies gilt für viele Felsen der Region gleichermaßen.

Wanderungen im Gebiet

Die Buhlsteine lassen sich hervorragend über stille Waldwege und Pfade erkunden, oft im Rahmen längerer Touren rund um Busenberg, Oberschlettenbach oder zum Lindelbrunn-Massiv. Der Weg dorthin führt durch schattige Mischwälder, vorbei an moosbewachsenen Felsen.

Mehrere Wanderwege führen unmittelbar an den markanten Felsen vorbei: darunter der zertifizierte Premiumwanderweg Busenberger Holzschuhpfad sowie die speziell ausgeschilderte Puhlstein-Tour.

Anreise zum Ausgangspunkt

Wer das Felsenriff erkunden möchte, hat meist zwei bewährte Zugänge zur Auswahl:

Über den Holzschuhpfad oder die Puhlstein-Tour: Als Höhepunkt auf dem zertifizierten Premiumwanderweg Busenberger Holzschuhpfad oder auf der speziell ausgeschilderten Puhlstein-Tour. Gängige Ausgangspunkte sind der Parkplatz „Hexenplätzel" in Busenberg oder ein Wanderparkplatz im Erlenbachtal.

Direkter Aufstieg aus dem Erlenbachtal: Über einen steilen, verschlungenen Zick-Zack-Pfad durch die Ostflanke direkt hinauf zum Buhlsteinpfeiler – alternativ von Busenberg aus entlang des Grats.

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Langwalder Felsen: Schroffes Riff im Bärenbrunner Tal

Wasgau
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Wer im Bärenbrunner Tal unweit von Busenberg unterwegs ist, gerät unweigerlich in den Bann eines der schroffsten Felsgebilde des Wasgaus: die Langwalder Felsen mit ihrem markanten Pferchfeldturm – Buntsandstein, der über Jahrmillionen zu einer wahren Kletterkathedrale geformt wurde.

Namen und Lage: Drei Bezeichnungen, ein Massiv

Hinter den Begriffen „Langwalder Felsen", „Pferchfeldfels" und „Pferchfeldturm" verbirgt sich im Wesentlichen dieselbe ausgedehnte Felsformation. Das umliegende Waldgebiet bei Busenberg trägt den Namen Langenwald – daher der Name Langwalder Felsen –, während die offizielle Bezeichnung des Naturdenkmals Langenwalderfelsen lautet.

Das Massiv liegt im malerischen Bärenbrunner Tal, unweit von Busenberg, nahe dem Bärenbrunnerhof und der Bärenbrunnermühle.

Beeindruckende Dimensionen: Ein Grat aus rotem Buntsandstein

Das Felsenriff erstreckt sich als mehrere hundert Meter langer, hoch aufragender Grat aus den sogenannten Trifels-Schichten des roten Buntsandsteins. Das Hauptmassiv erreicht stellenweise eine Höhe von bis zu 55 Metern. Der vorgelagerte, markante Pferchfeldturm an der Südwand misst immer noch beeindruckende 39 Meter.

Die Wände sind überwiegend senkrecht bis überhängend und zeigen die für die Region typischen, faszinierenden Wabenstrukturen (Tafoni) sowie feine, sanduhrförmige Vertiefungen und Risse – Spuren jahrmillionenlanger Erosion, die dem Gestein seine unverwechselbare Textur verleihen.

Ein Paradies für Kletterer

Das Pferchfeldmassiv genießt unter Sportkletterern einen hervorragenden Ruf. Rund 70 klassische Kletterrouten in verschiedenen Schwierigkeitsgraden – von leicht bis sehr anspruchsvoll – erschließen den Fels. Bekannte historische Routen am Pferchfeldturm und an der Südwand sind unter anderem die „Dritte Rampe" (IV+), die „Große Südverschneidung" (VI-) sowie der „Kleine Südriss" (VI+). Am Pferchfeldturm findet sich zudem ein klassisches Gipfelbuch – typisch für die Kletterkultur der Pfalz.

Zum Schutz der Felsen kann es im Frühjahr zu temporären Klettersperrungen kommen, um brütende Vögel wie den Wanderfalken zu schützen.

Wandern und Erreichbarkeit

Auch für Wanderer ist das Felsenriff zugänglich: Ein steiler, schmaler Pfad führt vom Waldrand nahe der Bärenbrunner Mühle hinauf zum Massiv. Die Region rund um das Bärenbrunner Tal, den Langenwald und das Pferchfeldmassiv lässt sich gut über lokale und zertifizierte Wanderwege erreichen – etwa den Busenberger Holzschuhpfad. Verglichen mit der unmittelbaren Umgebung der bekannteren Burgen im Dahner Felsenland wirkt diese Gegend deutlich ruhiger und ursprünglicher.

Anreise zum Ausgangspunkt

Das Bärenbrunner Tal liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, unweit von Busenberg. Die Anreise erfolgt am besten über die B 427, die den Wasgau von Dahn über Busenberg bis Bad Bergzabern durchquert. Von Busenberg aus führen kleinere Zufahrtsstraßen ins Bärenbrunner Tal zur Bärenbrunnermühle bzw. zum Bärenbrunnerhof – von dort startet der steile Aufstieg zu den Langwalder Felsen und dem Pferchfeldturm.

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Galgenfelsen: Stille Sandsteinformation beim Bühlhof

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Wer auf dem Weg zum Bühlhof bei Oberschlettenbach unterwegs ist, stößt fast unweigerlich auf ein kleines, aber eindrückliches Naturdenkmal: die Galgenfelsen – versteckt im grünen Wald, mit einem Namen, der von einer dunkleren Vergangenheit erzählt.

Die Felsen: Filigrane Schichtung im Wasgau-Sandstein

Die Galgenfelsen, auch Galgenstein genannt, bestehen aus zwei kleinen, aber attraktiven Buntsandstein-Felsformationen am Rand des Wandergebiets rund um den Bühlhof. Geologisch bestechen sie durch feine, fast filigrane Schichtungen des rot- bis ockerfarbenen Wasgau-Sandsteins. Versteckt im dichten Wald und umgeben von umgestürzten Bäumen, die das Bild noch urwüchsiger wirken lassen, entdeckt man sie fast beiläufig.

Die Wegkreuzung: Ein historischer Knotenpunkt

In unmittelbarer Nähe der Felsen liegt eine bedeutende Kreuzung mehrerer Wanderwege, auf Karten oft als „Abzweig Bühlhof/südlich Galgenfelsen" verzeichnet – auf etwa 348 Metern Höhe. An diesem Punkt treffen gleich mehrere klassische Wanderstrecken der Region zusammen.

Namensherkunft: Vom Richtplatz zum Naturdenkmal

Wie viele Flurnamen im Pfälzerwald tragen auch „Galgenstein" und „Galgenfelsen" einen historischen Hintergrund. Solche Bezeichnungen deuten meist auf ehemalige Richtstätten, Grenzpunkte oder Gerichtsplätze – sogenannte Hochgerichte – aus früheren Zeiten hin. Heute erinnert davon nichts mehr: Das Gebiet gilt längst als reines Natur- und Wanderdenkmal, eingebettet in ruhige, unaufgeregte Wälder.

Wanderungen im Gebiet

Die Galgenfelsen und der Bühlhof sind feste Stationen auf mehreren bekannten Wanderstrecken der Südpfalz. Der Oberschlettenbacher Höhenweg – sowie seine kürzere Variante – führt direkt an den Felsen und dem Bühlhof vorbei, ebenso der Busenberger Holzschuhpfad. Auch der Wasgau-Felsenweg sowie verschiedene thematische Rundwege berühren dieses Gebiet, das sich ideal mit Zielen wie dem Lindelbrunn oder den Buhlsteinen verbinden lässt.

Anreise zum Ausgangspunkt

Oberschlettenbach liegt im südlichen Pfälzerwald (Wasgau), im Landkreis Südwestpfalz, unweit von Busenberg und Vorderweidenthal. Die Region ist am besten über die B 427 erreichbar, die den Wasgau von Dahn über Busenberg bis nach Bad Bergzabern durchquert. Von dort führen kleinere Zufahrtsstraßen nach Oberschlettenbach und zum Bühlhof, der als praktischer Ausgangspunkt für Wanderungen zu den Galgenfelsen und den umliegenden Zielen dient.

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Löffelsberg und Löffelsbergfelsen: Kammweg mit Felsentor im Wasgau

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Wer den Löffelsberg bei Busenberg erwandert, bewegt sich auf schmalem Grat durch eine der stilleren Felslandschaften des Wasgaus – vorbei an moosbewachsenen Steintürmchen und mitten durch ein natürliches Felsentor.

Lage und Landschaft: Zwischen drei Dörfern

Der etwa 445 Meter hohe Löffelsberg liegt vollständig auf dem Gebiet der Gemeinde Busenberg, rund zwei Kilometer nordöstlich des Ortszentrums. Im Norden grenzt das malerische Bärenbrunner Tal an, im Osten liegt Oberschlettenbach, im Westen Schindhard. An der Ostseite des Berges entspringt der Erlenbach, der von dort aus durch das namensgebende Tal fließt.

Der bewaldete Berg steht in enger Nachbarschaft zu den bekannten Buhlsteinen, dem Eichelberg mit dem Hasentisch und dem Dickenberg mit der Sprinzel – weiteren markanten Felsformationen des östlichen Wasgaus.

Die Löffelsbergfelsen: Festung aus Buntsandstein

Charakteristisch für den Berg sind die bis zu 26 Meter hohen Buntsandsteinfelsen am Ostgrat und am südlichen Abhang – sie ragen wie eine natürliche Festung aus dem Mischwald heraus.

Für Kletterbegeisterte gelten die Löffelsbergfelsen als beliebtes, wenn auch ruhigeres Klettergebiet im Vergleich zu großen Hotspots wie dem Langenwald. Rund 16 klassische Kletterrouten, überwiegend bis Schwierigkeitsgrad VI nach UIAA, erschließen den festen Wasgau-Sandstein.

Das Felsentor: Naturschauspiel im roten Buntsandstein

Ähnlich wie am Sprinzelfelsen findet sich auch an den Löffelsbergfelsen ein durch Verwitterung entstandenes, torähnliches Felsentor im roten Buntsandstein. Beim Wandern auf den schmalen Pfaden entlang der Felswand passiert man dieses natürliche Felstor direkt.

Der Kammweg: Steintürmchen am Grat

Ein reizvoller, naturnaher Pfad führt direkt über den Kamm und den Gipfel des Löffelsbergs. Moosbedeckte Steinpyramiden säumen den Weg.

Aussicht: Drei Blickpunkte, ein Gipfel

Von den Löffelsbergfelsen aus bietet sich eine hervorragende Aussicht auf die Burg Drachenfels, Schindhard und die Langenwalderfelsen.

Ein weiterer besonderer Blick öffnet sich hinüber zu den Langwalder Felsen (Pferchfeldmassiv) im Bärenbrunner Tal: Man blickt unmittelbar auf die bis zu 55 Meter hohen, gegenüberliegenden Felswände und erkennt die dichten, unberührten Wälder des Wasgaus, die sich durch die Talsenken ziehen.

Ein Aussichtspunkt im Osten des Löffelsbergs eröffnet zudem ein weites Panorama über Berge und Täler des Wasgaus. Bei klarer Sicht reicht der Blick sogar bis zu den Burgen Lindelbrunn und Madenburg.

Wanderungen im Gebiet

Der Löffelsberg wird von zwei bekannten Premium- und Erlebniswanderwegen durchquert: dem zertifizierten Busenberger Holzschuhpfad, der hier durch die eindrucksvolle Felslandschaft verläuft, sowie dem anspruchsvollen Wasgau-Felsenweg, der auf seiner großen Runde durch den östlichen Pfälzerwald unter anderem den Rödelstein, den Haselstein, die Buhlsteine und den Löffelsberg miteinander verbindet.

Anreise zum Ausgangspunkt

Busenberg liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, im Landkreis Südwestpfalz. Die Anreise erfolgt am besten über die B 427, die den Wasgau von Dahn über Busenberg bis Bad Bergzabern durchquert. Von Busenberg aus führen Wanderwege in Richtung Bärenbrunner Tal und hinauf zum Löffelsberg – ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung von Kammweg, Felsentor und den umliegenden Aussichtspunkten.

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Hasentisch: Der Felstisch auf dem Haukenberg

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Wer auf dem Haukenberg bei Busenberg unterwegs ist, stößt fast beiläufig auf eine kleine geologische Kuriosität: den Hasentisch – einen Felsen, der aussieht, als hätte ihn jemand eigens für eine Rast in dieser Form gemeißelt.

Der Haukenberg: Nachbar des Eichelbergs

Der Haukenberg (ca. 370 m) erhebt sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Eichelberg. Zusammen mit dem Eichelbergkamm bildet er eine zusammenhängende, waldreiche Hügel- und Felslandschaft im Wasgau. Als fester Bestandteil der offiziellen Eichelberg-Tour wird der Haukenberg auf dem rund 3 Kilometer langen Rundweg um den Eichelberg gestreift.

Hasentisch oder Eichelsbergtürmchen: Ein Name, zwei Traditionen

Der formschöne, markante Felstisch trägt gleich zwei Namen. Im Volksmund heißt er meist Hasentisch oder Hasenteller – ein Name, der von seiner charakteristischen Form herrührt: ein massiver Kopf auf schmalem Sockel, der tatsächlich an einen Tisch oder Teller erinnert. In Kletterkreisen und Wanderführern wird er dagegen offiziell meist als Eichelsbergtürmchen geführt.

Entstehung: Ein Pilzfelsen aus Buntsandstein

Die ungewöhnliche Form ist das Ergebnis jahrtausendelanger, selektiver Verwitterung – Wollsackverwitterung und Winderosion haben hier ganze Arbeit geleistet. Weil die unteren Gesteinsschichten des Sandsteins oft weicher sind als die oberen, nagt die Verwitterung dort stärker, sodass mit der Zeit ein massiver „Kopf" auf einem vergleichsweise schmalen Sockel entsteht – eine sogenannte Pilzfelsen-Formation, wie sie typisch für den Wasgau und das Dahner Felsenland ist. Besonders eindrücklich zeigt sich diese Kraft der Verwitterung im Sockel selbst: Dort hat sie ein großes Felsenfenster in den Stein gehöhlt, durch das man förmlich hindurchblicken kann.

Aussicht: Blick nach Schindhard

Vom Hasentisch aus öffnet sich ein freier, wunderschöner Blick nach Osten und Nordosten hinüber ins Tal Richtung Schindhard, mit dem Kapellenfelsen, der den Ort überragt, sowie ein weiter Blick über die bewaldete Hügellandschaft des Pfälzerwaldes.

Zustieg und Wanderungen im Gebiet

Der ideale Ausgangspunkt für den Weg zum Eichelsbergtürmchen liegt in Busenberg am Sportplatz beziehungsweise beim nahegelegenen Kelterhaus, wo sich auch der Wanderparkplatz Hexenplätzel befindet. Von dort führt der Zustieg über den Felsrücken in nördliche Richtung – für die knapp 1 Kilometer lange Strecke mit rund 80 Höhenmetern braucht man etwa 15 Minuten Gehzeit.

Da Eichelberg, Eichelbergplatte, Lourdes-Grotte und Hasentisch nah beieinander auf demselben Bergrücken liegen, lässt sich der Felstisch hervorragend in eine bestehende Wanderung einbauen. Auf anspruchsvolleren Touren wie der großen Buhlsteine-Löffelsberg-und-Hasentisch-Runde ist er zudem ein beliebtes Etappenziel.

Anreise zum Ausgangspunkt

Busenberg liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, im Landkreis Südwestpfalz. Die Anreise mit dem Auto erfolgt am besten über die B 427, die den Wasgau von Dahn über Busenberg bis Bad Bergzabern durchquert. Ausgangspunkt für den Zustieg zum Hasentisch ist der Sportplatz beziehungsweise das Kelterhaus in Busenberg, direkt beim Wanderparkplatz Hexenplätzel.

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Nonnenfels: Wo Wanderer und Kletterer sich die Aussicht teilen

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Es gibt Felsen, die man nur mit Seil und Sicherung bezwingt – und es gibt den Nonnenfels. Am Ende des Bärenbrunner Tals gelegen, öffnet er sich auch jenen, die kein Kletterer sind: Ein Umweg über die Rückseite, ein wenig Mut in der Höhe, und schon steht man oben, mit dem ganzen Tal zu Füßen.

Der Trick mit der Rückseite

Während sich die Vorderseite des Nonnenfels als schroffe, senkrechte Wand präsentiert – ein Ziel für Kletterer mit Seil und Erfahrung –, verrät die Rückseite ein Geheimnis: schmale Felsbänder, die sich ohne technische Kletterei erklimmen lassen. Kein Klettergurt nötig, aber Vorsicht ist Pflicht: Die Bänder sind ungesichert, und wer schwindelfrei ist sowie sicher auftreten kann, wird mit einem der schönsten Panoramen des Dahner Felsenlandes belohnt – ein Meer aus Wald, durchbrochen von Fels, so weit das Auge reicht.

Ein Fels mit zwei Gesichtern

Was für Wanderer ein lohnender Abstecher ist, gilt für Kletterer als Pilgerort. Die Vorderseite des Nonnenfels zählt zu den bedeutendsten Kletterzielen der gesamten Südpfalz, mit Routen, die seit Jahrzehnten Geschichten schreiben. Diese beiden Seiten, die zugängliche Rückseite und die anspruchsvolle Front, machen den Nonnenfels zu einem Ort, an dem sich zwei völlig unterschiedliche Arten des Naturerlebens begegnen – ein Grund mehr, ihn auf einer Wanderung durchs Tal einzuplanen.

Wenn der Fels zum Festplatz wird

Einmal im Jahr verändert sich der Charakter des Ortes vollständig: Im Mai versammeln sich die Pfälzer Kletterer zu ihrem traditionellen Fest. Tagsüber dominiert das Klettern, doch mit der Dämmerung beginnt etwas anderes – die umliegenden Felsmassive werden beleuchtet, und der sonst so stille Talschluss verwandelt sich für eine Nacht in eine leuchtende Bühne mitten im Wald.

Wandern im Gebiet

Der Nonnenfels liegt inmitten einer Region, die von zahlreichen weiteren Felsformationen geprägt ist – darunter Honigfels, Klosterfels und die Schandariefelsen. Wer den Aufstieg zum Nonnenfels mit den übrigen Felsen des Tals verbinden möchte, findet in der Tour Felsenrunde im Bärenbrunner Tal: Sieben Felsriesen, ein Wandertag eine passende Route.

Anreise zum Ausgangspunkt

Das Bärenbrunner Tal liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, unweit von Busenberg. Mit dem Auto erreicht man die Region am besten über die B 427, die von Dahn über Busenberg bis nach Bad Bergzabern führt. Von Busenberg aus zweigt eine kleine, einspurige Straße ins Bärenbrunner Tal ab, die direkt zum Bärenbrunnerhof führt – von dort beginnt der kurze Weg zum Fels.

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Schandariefelsen: Stille Felstürme am Ende des Bärenbrunner Tals

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Ganz am Talschluss des Bärenbrunner Tals, dort wo der Wald am stillsten wird, wartet eine Kette kleiner Felstürme auf ihre Entdeckung: die Schandariefelsen – reizvoll, ursprünglich, und mit einem Gipfel, den man besser nicht betritt.

Eine Kette kleiner Türme

Das Felsmassiv gliedert sich in mehrere charakteristische Abschnitte, die sich von Süd nach Nord und von Ost nach West aneinanderreihen. Direkt oberhalb der PK-Hütte erhebt sich der Hüttenfels – ein kleines, traditionsreiches Gipfeltürmchen, das bei Bergfreunden längst als gemütlicher Rastplatz gilt. Weiter nördlich schließen sich der Bug und das Nördliche Türmchen an, bevor man den eigentlichen Schandarie-Hauptturm mit seinem Vorgipfel und dem umliegenden Hauptmassiv erreicht.

Der gesperrte Gipfel: Ein Wackelblock mit Geschichte

Eine Besonderheit prägt den Hauptfelsen: Sein markanter Gipfelkopf gilt als stark verwittert und instabil – schlicht der „Wackelblock" genannt. Wegen akuter Bruchgefahr und fehlender sicherer Abseilmöglichkeiten wurde er von den Behörden offiziell für das Betreten und Besteigen gesperrt. Kletterer meiden diesen Bereich heute konsequent und respektieren die Sperrung als Teil des respektvollen Umgangs mit dem brüchigen Wasgau-Sandstein.

Klettercharakter: Ruhig, feingliedrig, ursprünglich

Im Vergleich zu den großen, stark frequentierten Wänden des Bärenbrunner Tals, allen voran dem Klosterfels, herrscht an den Schandariefelsen eine deutlich ruhigere, urtümlichere Atmosphäre. Neben klassischen Kletterlinien bietet der angrenzende Wald auch kleinere Boulderbereiche. Wer hier klettert, braucht neben Technik vor allem Feingefühl: Der rötliche Buntsandstein zeigt sich hier oft feingliedrig und brüchiger als an den bekannteren Felsen der Umgebung.

Wandern im Gebiet

Die Schandariefelsen liegen eingebettet in eine Region, die von zahlreichen weiteren Felsformationen geprägt ist – darunter Honigfels, Sternfels und Klosterfels. Ein schmaler Wanderpfad führt von der PK-Hütte (Kletterhütte) hinauf zum Gipfelplateau der Schandariefelsen. Wer den ruhigen Talschluss des Bärenbrunner Tals erkunden möchte, findet in den Schandariefelsen einen naturnahen Anlaufpunkt abseits der großen Touristenströme, ideal für Wanderer, die es etwas stiller mögen. Eine schöne Möglichkeit, diesen stillen Winkel mit den übrigen Felsformationen des Tals zu verbinden, bietet die Tour Felsenrunde im Bärenbrunner Tal: Sieben Felsriesen, ein Wandertag.

Anreise zum Ausgangspunkt

Das Bärenbrunner Tal liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, unweit von Busenberg. Die Anreise mit dem Auto erfolgt am besten über die B 427, die den Wasgau von Dahn über Busenberg bis Bad Bergzabern durchquert. Von Busenberg aus zweigt eine kleine, einspurige Straße ins Bärenbrunner Tal ab, die direkt zum Bärenbrunnerhof führt. Unweit des Gasthofs führt ein Wirtschaftsweg vorbei an der PK-Hütte (der Hütte der Pfälzer Kletterer), von wo aus ein schmaler Pfad in nördlicher Richtung direkt zu den Felsen führt – rund 900 Meter zu Fuß.

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Honigfels: Turm mit überhängender Krone im Bärenbrunner Tal

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Wer den Honigfels im nördlichen Bärenbrunner Tal erreicht, steht vor einem Stück Klettergeschichte – Buntsandstein, seit über hundert Jahren erklommen, mit einem Kopf, der sich trotzig zur Seite reckt. Auch auf einer Wanderung durchs Tal lohnt sich der Blick auf diesen markanten Turm.

Mittendrin im Felsenreigen

Der Honigfels (auch Honigfelsen oder kurz „Der Honig" genannt) liegt in unmittelbarer Nähe des Bärenbrunnerhofs, im nördlichen Bereich der Gemarkung Busenberg. Rundherum reihen sich weitere bekannte Felsen des Tals: Klosterfels, Nonnenfels, Pferchfeldfels und Schandariefelsen liegen alle in Reichweite – ein Wandergebiet, das auf kleinem Raum gleich mehrere Felsformationen bündelt.

Ein Turm mit überhängender Krone

Der Honigfels besteht aus den sogenannten Trifels-Schichten des Buntsandsteins, mit einer durchschnittlichen Höhe von etwa 16 Metern – an den markantesten Stellen erreicht er bis zu 23 Meter. Verwitterung hat dem Fels über die Zeit eine unverkennbare Form verliehen: Der Schaft steigt fast senkrecht auf, während sich der obere Teil überhängend zur Seite neigt – als würde der Fels den Kopf recken. Die feine horizontale Schichtung des Gesteins zieht sich wie Ringe um den ganzen Turm und macht ihn schon vom Wanderweg aus zu einem markanten Blickfang.

Klettergeschichte: Seit 1922 erschlossen

Die Erstbesteigung des Honigfels gelang 1922 den Brüdern Fritz und Theo Mann aus Ludwigshafen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde ein Gipfelbuch eingerichtet, in das sich erfolgreiche Seilschaften bis heute eintragen. Über 20 Routen, meist anspruchsvoll, erschließen den Fels – darunter Klassiker wie der Normalweg (VI-), der luftige „Flug des Albatros" (VII+) und das gefürchtete „Pfälzer Sanduhrdrama" (IX-).

Kletterstruktur: Vielfalt im rötlichen Gestein

Die überhängende Kopfpartie sorgt an einigen Stellen für spektakuläre Wandstrukturen, die andere Anforderungen stellen als flache Plattenwände. Das Massiv gliedert sich in einen Hauptgipfel sowie mehrere kleinere Vorbauten. Die Kletterei reicht von anspruchsvollen Riss- und Verschneidungspassagen bis zu technisch komplexer Wandkletterei im feingliedrigen, rötlichen Buntsandstein – ein vielseitiges Terrain, das den Honigfels bis heute zu einem festen Bestandteil des Klettergebiets Pfälzerwald macht.

Wandern im Gebiet

Westlich des Honigfels verläuft ein Abschnitt des Rundwanderwegs Hauensteiner Nr. 1 – geführt auf einer ehemaligen Militärstraße, die heute als ruhiger Schotter- und Forstweg dient und das Bärenbrunner Tal mit den umliegenden Anhöhen verbindet. Von dort eröffnen sich attraktive Ausblicke über den Bärenbrunnerhof und die weitläufigen Wälder des Wasgaus. Wer den Honigfels mit weiteren Felsformationen des Tals verbinden möchte, findet in der Tour Felsenrunde im Bärenbrunner Tal: Sieben Felsriesen, ein Wandertag eine passende Route.

Anreise zum Ausgangspunkt

Das Bärenbrunner Tal liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, unweit von Busenberg. Die Anreise mit dem Auto erfolgt am besten über die B 427, die den Wasgau von Dahn über Busenberg bis Bad Bergzabern durchquert. Von Busenberg aus zweigt eine kleine, einspurige Straße ins Bärenbrunner Tal ab, die direkt zum Bärenbrunnerhof führt, der als praktischer Ausgangspunkt für die Erkundung des Honigfels und der umliegenden Felsen dient.

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Bärenbrunner Pfaffenfels: Felsriff im Bärenbrunner Tal

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Im Schatten des berühmten Klosterfels fristete der Pfaffenfels lange ein eher unauffälliges Dasein – dabei bietet dieses langgestreckte Riff im hinteren Bärenbrunner Tal Wanderern weit mehr, als sein früherer Ruf vermuten ließ.

Ein Riff mit mehreren Gesichtern

Statt eines einzelnen, kompakten Felsens erwartet einen hier ein ganzes Ensemble: Das Untere Massiv, ein Mittelgipfel und das Obere Massiv reihen sich zu einem zusammenhängenden Buntsandsteinriff, das an seiner höchsten Stelle rund 37 Meter misst. Wer den Wanderpfad den Hang hinaufsteigt, bewegt sich also nicht an einem einzigen Punkt, sondern entlang eines ganzen Streifens aus Fels – ein abwechslungsreicher Abschnitt für alle, die auf ihrer Wanderung durchs Bärenbrunner Tal gerne innehalten und die Formation aus verschiedenen Blickwinkeln erkunden.

Vom Sorgenkind zum Geheimtipp

Der Pfaffenfels hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Über Jahre galten viele seiner Wege als überholt, in Kletterkreisen wenig charmant „alte Gurken" genannt. Mittlerweile sind zahlreiche dieser historischen Linien saniert und wiederbelebt – der Fels hat sich still und leise zu einer ruhigeren Alternative im sonst gut besuchten Tal gemausert. Auch für Wanderer bleibt davon einiges: eine Wand, deren Struktur den charakteristischen südpfälzer Buntsandstein besonders anschaulich zeigt und sich ideal für einen Zwischenstopp mit Fotomotiv anbietet.

Aussicht hinüber zum Klosterfels

Direkt benachbart liegt der weithin bekannte Klosterfels – und genau diese Nähe macht den Aufstieg zum Pfaffenfels besonders reizvoll. Von oben öffnet sich der Blick auf den Nachbarfelsen und das dicht bewaldete Tal. Ein schmaler Pfad zieht sich am Riff entlang hinauf zum Gipfelplateau auf dem Sandberg. Wer hier unterwegs ist, sollte wissen: Die Felsbänder verlaufen ungesichert und schmal – es braucht hier trockenes Wetter, festen Tritt und einen kühlen Kopf in der Höhe. Wer weitere Felsformationen der Region verbinden möchte, findet in der Tour Felsenrunde im Bärenbrunner Tal: Sieben Felsriesen, ein Wandertag eine passende Route.

Anreise zum Ausgangspunkt

Das Bärenbrunner Tal liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, unweit von Busenberg. Mit dem Auto erreicht man die Region am besten über die B 427, die von Dahn über Busenberg bis nach Bad Bergzabern führt. Von Busenberg aus zweigt eine kleine, einspurige Straße ins Bärenbrunner Tal ab, die direkt zum Bärenbrunnerhof führt – von dort aus starten die Wege zum Pfaffenfels und den übrigen Felsen dieses stillen Talabschnitts.

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Sorgenbergmassiv: Versteckte Felstürme zwischen Busenberg und Erfweiler

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Wer abseits ausgetretener Pfade wandert, zwischen Busenberg und Erfweiler durch stillen Wald streift, findet ihn nur, wenn er ihn sucht: das Sorgenbergmassiv – zwei Felstürme, versteckt am Hang, fernab der bekannten Wanderwege.

Im Übergang zweier Täler

Das Sorgenbergmassiv, auch Sorgenbergfelsen oder historisch Wolfshorn genannt, liegt im Übergangsbereich zwischen Busenberg und Erfweiler, im Bärenbrunner beziehungsweise Erfweiler Tal. Geografisch bildet die Formation eine zweigipflige Felsgruppe am Westhang, unterhalb des Südostkamms des Eichelbergs – ein lohnendes Ziel für Wanderer, die abseits der Hauptrouten unterwegs sind.

Zwei Türme, ein Massiv

Wer auf dem schmalen Pfad näher herantritt, erkennt: Das Sorgenbergmassiv gliedert sich in den Westlichen Sorgenbergturm und den Östlichen Sorgenbergturm, wobei Letzterer den Hauptteil der Formation bildet. Die Felsen erreichen Höhen von etwa 8 bis 21 Metern und prägen mit ihrer stillen Präsenz den umliegenden Wald.

Der Westliche Sorgenbergturm: Die Wolfshörner

Der Westliche Sorgenbergturm, oft synonym für die gesamte Anlage verwendet und historisch auch als Wolfshörner bekannt, zählt zu den eher versteckten, wilderen Felsformationen am Westhang des Eichelbergs. Er erhebt sich etwa 20 Meter hoch aus dem bewaldeten Hang – ein ruhiger Rastpunkt für Wanderer, die das Sorgenbergmassiv auf ihrer Route entdecken, fernab stark frequentierter Ausflugsziele.

Wandern im Gebiet: ein echter Geheimtipp

Die Sorgenbergfelsen liegen abseits der großen Hauptwanderwege wie dem Busenberger Holzschuhpfad und werden meist nur von jenen wahrgenommen, die gezielt die schmalen Forst- und Pfadspuren zwischen dem Bärenbrunner Tal und dem Eichelberg-Sattel nutzen. Wer diesen Wanderweg wählt, wandert durch dichten Mischwald, vorbei an moosbewachsenem Gestein – ein echter Geheimtipp für alle, die auf ihren Wanderungen im Wasgau abseits der bekannten Routen unterwegs sein möchten. Wer das Sorgenbergmassiv mit weiteren Felsformationen der Region verbinden möchte, findet in der Tour Felsenrunde im Bärenbrunner Tal eine passende Route.

Anreise zum Ausgangspunkt

Das Sorgenbergmassiv liegt versteckt im Wald und ist von der Bärenbrunner Straße aus erreichbar – entweder vom östlichen Ende Erfweilers oder knapp vor dem Bärenbrunnerhof. Die Zugangswege für Wanderer führen über ansteigende Forstwege und schmale Waldpfade, die zum Sattel unterhalb des Eichelbergs hinaufführen. Die Region liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald; mit dem Auto ist sie am besten über die B 427 zwischen Dahn und Bad Bergzabern erreichbar.

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Sternfels: Die schlanke Felsnadel im Bärenbrunner Tal

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Mitten im hinteren Bärenbrunner Tal, wo der Wald am dichtesten steht, ragt der schmale Turm aus Stein des Sternfels empor. Er ist anders als seine wuchtigen Nachbarn, und doch kaum zu übersehen: der Sternfels.

Ein schlanker Außenseiter im Tal der Riffe

Während das Bärenbrunner Tal vor allem für seine langgestreckten Felsriffe bekannt ist, spielt der Sternfels (auch Sternfelsen genannt) in einer eigenen Liga. Statt sich als breite Wand oder massives Riff zu präsentieren, steht er als eigenständiger, spitz zulaufender Fels im Wald – fast wie ein Solitär zwischen den großen Riffen der Umgebung. 

Nachbarschaft bekannter Felsen

Gelegen unweit des Bärenbrunnerhofs, reiht sich der Sternfels in eine ganze Kette bekannter Felsformationen ein: Honigfels, Pferchfeldfels und der Klosterfels liegen alle in unmittelbarer Nähe. Wer sich für einen dieser Felsen interessiert, stößt fast zwangsläufig auch auf die anderen – das Bärenbrunner Tal bündelt hier auf engem Raum gleich mehrere Ziele für Wanderer und Kletterer.

Zustieg und Wandern im Gebiet

Der dichte Mischwald rundum sorgt dafür, dass der Sternfels selten von Weitem sichtbar ist. Erst auf den schmalen Pfaden, die sich vom Talboden den Hang hinaufziehen, taucht er unvermittelt auf – bemoost, einsam, wie aus der Zeit gefallen. Genau darin liegt sein Reiz: Er steht für die stille, unaufgeregte Seite des Bärenbrunner Tals, abseits der bekannteren Ausflugsziele.

Vom Bärenbrunnerhof aus ist der Sternfels schnell erreicht: Ein ruhiger Waldpfad führt in rund 15 Minuten über etwa 400 Meter und knapp 80 Höhenmeter Richtung Süden hinauf zum Fels. Da Honigfels, Pferchfeldfels und Klosterfels alle in Reichweite liegen, lässt sich der Abstecher zum Sternfels problemlos mit einer größeren Erkundung der Felsenlandschaft im Bärenbrunner Tal verbinden. Eine ideale Route stellt die Felsenrunde im Bärenbrunner Tal dar.

Gestein und Klettercharakter

Wie so viele Felsen des Wasgaus besteht auch der Sternfels aus rötlichem, verwittertem Buntsandstein. In der Kletterszene ist er kein Unbekannter, wird aber deutlich seltener besucht als der belebte Hotspot Klosterwand – eher ein Fels für alle, die es ruhiger mögen. Wer hier klettert, braucht die für das Bärenbrunner Tal typische Technik: sauberes Reiben und Klemmen im Riss, statt kraftvoller Griffzüge.

Anreise zum Ausgangspunkt

Das Bärenbrunner Tal liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, unweit von Busenberg. Mit dem Auto erreicht man die Region am besten über die B 427, die von Dahn über Busenberg bis nach Bad Bergzabern führt. Von Busenberg aus zweigt eine kleine, einspurige Straße ins Bärenbrunner Tal ab, die direkt zum Bärenbrunnerhof führt – dem idealen Ausgangspunkt für den kurzen Aufstieg zum Sternfels.

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Klosterfels: Kult-Kletterwand im Bärenbrunner Tal

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Wer den Klosterfels im hinteren Bärenbrunner Tal erreicht, steht vor einer der höchsten zusammenhängenden Felswände der Südpfalz – und vor einem Stück Klettergeschichte, das seit den 1970er-Jahren Generationen von Sportkletterern anzieht.

Der Klosterfels (auch Klosterwand genannt) liegt am hinteren Ende des Bärenbrunner Tals, in der Gemeinde Busenberg – in unmittelbarer Nähe zum Bärenbrunner Pfaffenfels und Nonnenfels, einem weiteren Grund, warum dieser schattige Talgrund als ideales Ziel für Kletter- und Wanderausflüge gilt.

Eine der höchsten Wände der Südpfalz

Der Klosterfels erreicht an seinen höchsten Stellen bis zu 41 Meter und zählt damit zu den höchsten freistehenden Felswänden der Region. Der Fels gliedert sich im Wesentlichen in zwei Bereiche: die markante Talseite mit der Süd-Westwand und die Ostseite. Die Süd- und Westseite zeigt im Mittelteil sehr glatten, steilen Sandstein, der weiter oben von einem imposanten Gipfeldach abgeschlossen wird. Die Ostseite bietet schattigere Wandbereiche nahe der Talseite, die in bewaldete Felszonen übergehen.

Kletter-Mekka: Die legendäre Klosterwand

In der Kletterszene genießt der Klosterfels Kultstatus, zentraler Schauplatz der Pfälzer Freikletter-Bewegung der 1970er- und 1980er-Jahre. Die namensgebende Route „Klosterwand" (VI+) gilt als eine der abwechslungsreichsten Klettereien ihres Schwierigkeitsbereichs in der Pfalz und vereint sämtliche Elemente des südpfälzischen Buntsandsteins: Risse, Verschneidungen, Plattenkletterei, Quergänge und zum Abschluss ein spektakuläres Dach – ein perfektes Zusammenspiel aus feinem Reibungstritt, Riss- und Verschneidungskletterei sowie Ausdauer bei den Dachausstiegen.

Naturschutz

Zum Schutz nistender Wanderfalken oder Uhus kann es in der ersten Jahreshälfte, meist von Februar bis Juni, zu teilweisen oder vollständigen Sperrungen des Klosterfelsens kommen.

Wandern im Gebiet

Unterhalb des Felsens verläuft ein schmaler Pfad, von dem aus sich der imposante Anblick der über 40 Meter hohen, rötlich schimmernden Felswände genießen lässt. Der Klosterfels liegt auf der Felsenrunde im Bärenbrunner Tal: Sieben Felsriesen, ein Wandertag.

Anreise zum Ausgangspunkt

Das Bärenbrunner Tal liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, unweit von Busenberg. Die Anreise mit dem Auto erfolgt am besten über die B 427, die den Wasgau von Dahn über Busenberg bis Bad Bergzabern durchquert. Von Busenberg aus führt eine kleine Zufahrtsstraße ins Bärenbrunner Tal zum Bärenbrunnerhof, wo Parkmöglichkeiten bestehen. Von dort führt der Weg über die Campingwiese, biegt links ab und mündet in einen kurzen, steilen Anstieg von rund 500 Metern Länge und knapp 60 Höhenmetern – in etwa 10 Minuten bewältigt. Am Ende dieses Anstiegs erhebt sich der massive Fels.

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Bärenbrunner Hof: Historischer Biohof und Wanderziel im Wasgau

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Am Talschluss des Bärenbrunnertals, dort wo der Wald sich für einen Moment öffnet und Wiesen freigibt, liegt der Bärenbrunner Hof – ein denkmalgeschützter Vierseithof, der seit Generationen zwischen Landwirtschaft, Gastlichkeit und Klettersport vermittelt. Wer im Pfälzerwald unterwegs ist, kommt an diesem Ort kaum vorbei: Er ist Rastplatz, Ausgangspunkt und stilles Geschichtsbuch zugleich.

Ein Ort mit langer Geschichte

Wo heute der Hof steht, lag im 14. Jahrhundert das Dorf Bärenbrunn – ein kleines Siedlung, die der Dreißigjährige Krieg vollständig auslöschte. Jahrzehntelang blieb die Stelle eine Wüstung, bis 1712 der Adlige Philipp Heinrich Eckebrecht von Dürckheim dem Landwirt Nikolaus Lorch aus Bergzabern die Ländereien per Erbbestandsbrief überließ – gegen eine jährliche Erbpacht von 50 Gulden. Lorch legte den heutigen Hof sowie eine Mühle an, die einst weiter talabwärts stand.

Mit der Französischen Revolution änderte sich das Bild erneut: Die adligen Güter in der Kurpfalz wurden enteignet und versteigert. Später prägten mennonitische und amische Familien das Anwesen – ihre Nachfahren bewirtschaften den Hof zum Teil bis heute. So verbindet der Bärenbrunner Hof mehrere Jahrhunderte pfälzischer Siedlungsgeschichte an einem einzigen, stillen Flecken Wald.

Bio-Landwirtschaft, Gasthof und Hofladen

Heute wird der Bärenbrunner Hof als Biobauernhof mit angeschlossener Gaststätte geführt. Im Inneren sorgt ein Bullerofen für gemütliche Wärme, rund 80 Sitzplätze laden zum Verweilen ein; wer die Sonne sucht, findet auf der großzügigen Terrasse mit etwa 90 Plätzen seinen Platz. Auf den Tisch kommt biologische, regionale und saisonale Küche – dazu selbstgebackener Kuchen, der nach einer Wanderung durch den Pfälzerwald genau richtig schmeckt.

Wer mehr mitnehmen möchte als nur die Erinnerung an die Aussicht, wird im hofeigenen Laden fündig: Brot aus dem Holzofen, Fleisch- und Wurstwaren aus hofeigener Schlachtung, Eier und weitere Bio-Produkte direkt vom Erzeuger – ein kleines Stück gelebte Landwirtschaft zum Mitnehmen.

Zentrum des Kletterns im Pfälzerwald

Der Bärenbrunner Hof ist längst nicht mehr nur Wander- und Gasthofstation, sondern auch ein Fixpunkt für Sportkletterer. Ein Outdoorladen (Bärenhöhle) direkt am Hof versorgt Kletternde mit Ausrüstung. Rundherum erheben sich markante Felsen wie die Klosterwand, der Nonnenfels und der Honigfelsen – Namen, die unter Kletterern im gesamten Wasgau einen guten Klang haben.

Wer übernachten möchte, findet am Hof Ferienwohnungen sowie einen Zeltplatz – ideal, um das Bärenbrunnertal nicht nur für einen Tag, sondern für mehrere zu erkunden.

Wandern im Bärenbrunnertal

Rund um den Hof erschließt sich eines der eindrucksvollsten Felsenreviere des Wasgaus. Wer die Gegend nicht nur besuchen, sondern intensiv durchwandern möchte, findet mit der Felsenrunde im Bärenbrunner Tal: Sieben Felsriesen, ein Wandertag die passende Tour – sieben markante Felsformationen, verbunden zu einer abwechslungsreichen Tageswanderung mitten durch dieses stille Tal.

Der Bärenbrunner Hof eignet sich dabei sowohl als Ausgangspunkt einer Rundwanderung als auch als willkommene Raststation unterwegs – ein Ort, an dem man nach Stunden im Wald wieder ankommt, bevor es zurück auf den Pfad geht.

Öffnungszeiten & Praktische Infos

Bio-Gasthof

  • Geöffnet: Mittwoch bis Sonntag
  • Warme Küche: täglich 12:00–18:00 Uhr
  • Ruhetage: Montag und Dienstag (Ausnahme: Gruppen und Feiern nach Absprache)
  • Betriebsurlaub möglich, z. B. im August – vorab informieren lohnt sich

Hofladen (Bioland-Produkte & Fleisch)

  • Geöffnet: Freitag und Samstag, 10:00–18:00 Uhr (ca. Februar bis Weihnachten)
  • Außerhalb der Öffnungszeiten: Eier und Wurstwaren im Selbstbedienungs-Vorraum erhältlich (i. d. R. nur Barzahlung)
  • Website: baerenbrunnerhof.de

Anreise & Parken

Der Bärenbrunner Hof liegt am Talschluss des Bärenbrunnertals und gehört verwaltungstechnisch zur Gemarkung Busenberg – am besten erreicht man ihn jedoch von Schindhard aus über eine schmale Straße durchs Ta. Parkplätze stehen dort ausreichend zur Verfügung.

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Eichelberg bei Busenberg: Eichelbergplatte, Kreuzfels, Drei Steine

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Direkt bei Busenberg erhebt sich der Eichelberg – ein Geheimtipp im Dahner Felsenland, an dem sich Aussicht, Fels und Stille auf engstem Raum begegnen. Wer hier hinaufsteigt, findet keine einzelne Attraktion, sondern gleich mehrere: die Eichelbergplatte, den Kreuzfels und die markante Formation der Drei Steine.

Eine Landschaft aus Wald und Fels

Der Eichelberg schmiegt sich an die waldreiche Hügellandschaft des Wasgaus und liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Burgruine Drachenfels. Zusammen prägen beide die typische Topografie dieser Gegend: dichter Mischwald, Bergkuppen und Täler und immer wieder freistehende Buntsandsteinfelsen, die zwischen den Bäumen hervortreten.

Die Eichelbergplatte: Aussicht mit Sitzbank

Ein schmaler Felsenpfad führt vom Wanderparkplatz Hexenplätzel am Hang des Eichelbergs entlang. Auf dem Wanderweg begegnet man zudem bizarr überhängenden Felsgruppen und einer kleinen Lourdes-Grotte. Zunächst erreicht man einen ersten Rastplatz mit Blick über die Dächer von Busenberg. Nur wenige Minuten weiter, nach einem kurzen Abstecher um einen kleinen Fels herum, erreicht man die eigentliche Eichelbergplatte mit Sitzbank: Hier weitet sich der Blick noch einmal deutlich, weit nach Osten in den Pfälzerwald hinein, nahezu geradlinig bis zur Burgruine Drachenfels und dem Buchkammerfels.

Kreuzfels: Gipfelkreuz über den Dächern von Busenberg

Über den Dächern von Busenberg thront der Kreuzfels, auch Kreuzeckfelsen genannt. Seinen Namen verdankt er einem Gipfelkreuz, das in der Advents- und Weihnachtszeit sogar beleuchtet wird. Am Fuß des Felsens liegt eine kleine Mariengrotte.

Hinter der Eichelbergplatte führt ein schmaler Stichweg auf luftigem Grat hinauf zum Kreuzfels. Der Kammweg verläuft dabei zwischen rechts und links steil abfallenden Felsen, gesäumt von knorrigen Bäumen und Heidekraut; Schwindelfreiheit ist hier gefragt.

Vom Felsplateau öffnet sich die direkte Sicht zur mächtigen Burgruine Drachenfels und über das gesamte Dorf Busenberg. Nach mehreren Sanierungen und Felsfreilegungen zählt der Kreuzfels heute auch bei Kletterern zu den beliebten Zielen im Buntsandstein.

Drei Steine: Felsmassiv mit drei Gipfeln

Nördlich und oberhalb von Busenberg liegt das langgestreckte Riff der Drei Steine – geologisch eine Einheit mit dem westlich anschließenden Kreuzfels, mit dem es über einen Verbindungsgrat verbunden ist. Das Massiv gliedert sich in Ost-, Mittel- und Westgipfel.

Als Teil der Eichelbergfelsen zählen die Drei Steine zu den offiziellen Kletterfelsen im Dahner Felsenland. Die Routen liegen vor allem an den Südseiten; im Vergleich zu den bekannten Hotspots geht es hier ruhiger zu.

Wer weiter oben am Eichelberg unterwegs ist, stößt zudem auf den Eichelturm, ein verwittertes Buntsandsteinriff mitten im Wald.

Wandern im Gebiet

Die Felsen am Eichelberg lassen sich über mehrere Routen erkunden. Die Felsentour: Eichelberg, Haukenberg und Hasentisch verbindet die Formationen zu einer ausgedehnteren Wanderung, während die Eichelberg-Tour: Leichte Runde mit Blick auf Busenberg als kurzer Premium-Wanderweg auch für weniger geübte Wanderer geeignet ist. Wer die gesamte Felsenwelt rund um Busenberg erleben möchte, findet mit dem Busenberger Holzschuhpfad: Felsen, Burgen und weite Blicke im Wasgau eine ausgedehnte Route durch die gesamte Region.

Anreise

Mit dem Auto: Von der B 10 folgt man der Ausfahrt Richtung Annweiler am Trifels, Bad Bergzabern. Weiter geht es auf der B 427 durch das Dahner Felsenland, vorbei an Hinterweidenthal und Dahn, bis nach Busenberg.

Der Wanderparkplatz Hexenplätzel liegt direkt am Fuß des Berges und dient als offizieller Ausgangspunkt für Wanderungen in diesem Gebiet – von dort führen schmale Pfade direkt hinauf zu Eichelbergplatte, Kreuzfels und den Drei Steinen.