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Dickenberg und Sprinzelfelsen: Felstor im Dahner Felsenland

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Wer den Dickenberg bei Busenberg erreicht, findet einen der ruhigeren Winkel des Dahner Felsenlandes – Wald, rotbrauner Buntsandstein und mittendrin ein Felstor, durch das der Wanderweg tatsächlich hindurchführt.

Der Dickenberg: Ruhiger Riese aus Buntsandstein

Der Dickenberg ist ein bewaldeter Berg im südlichen Pfälzerwald, geprägt von markanten, rotbraunen Buntsandsteinwänden und bizarren Felsformationen. Die steile Dickenbergwand zieht sich wie ein natürlicher Schutzwall durchs Gelände und bietet zahlreichen Tieren geschützten Lebensraum. Ein Aussichtspunkt auf der Dickenbergwand selbst bietet einen weiten Blick – auf Busenberg, die Burg Drachenfels und den Wasgau.

Nur rund 50 Meter südwestlich der großen Dickenbergwand erhebt sich ein malerischer Solitärfelsen: das Dickenbergtürmchen – ein kleiner, eigenständig aufragender Felssporn. Wer vom Hauptkamm der Dickenbergwand über den Grat nach Südwesten wandert, erreicht das Türmchen rasch. Eine echte Kuriosität wartet auf dem winzigen Gipfel: eine kleine Mini-Hülse mit einem traditionellen Gipfelbuch – eines der am leichtesten zugänglichen Gipfelbücher der Region, erreichbar mit etwas Trittsicherheit oder einem kurzen, leichten Kletterzug.

Im Vergleich zu Besuchermagneten wie der Burg Drachenfels oder den Felsen rund um Dahn geht es hier deutlich beschaulicher zu – ein echter Geheimtipp im Wasgau, nur wenige Schritte von den bekannteren Zielen entfernt.

Die Sprinzel: Felskanzel mit drei Gipfeln

Die Sprinzel, auch als Sprinzelfelsen oder Dickenbergturm bekannt, ist ein langgestrecktes Felsenriff auf dem Dickenberg. Das Massiv bildet drei markante Felsgipfel, die über schmale, teils abenteuerliche Steige erreichbar sind.

Von der Felskanzel aus öffnet sich ein weiter Panoramablick über die dichten Wälder des Wasgaus, hinüber zum Dahner Felsenland und zur Burgruine Drachenfels. Auch Kletterer finden an der Sprinzel klassische Routen.

Das Felsentor: Wandern mitten durch den Stein

Eines der faszinierendsten Details am Sprinzelfelsen ist das Felsentor: ein natürlicher Durchbruch im roten Buntsandstein, entstanden durch Jahrmillionen von Verwitterung, Wind und Wasser. Der Wanderweg führt direkt hindurch – man wandert mitten durch den Fels auf die andere Bergseite.

Direkt hinter dem Felsentor schlängelt sich der Weg in Serpentinen und über Treppen nach oben, teils mit Metallgeländern gesichert, bis das exponierte Felsplateau des Dickenbergturms erreicht ist.

Namensherkunft: Der Sperber im Fels

Der Name Sprinzel geht vermutlich auf eine alte Flurbezeichnung zurück. Im Mittelhochdeutschen bzw. Althochdeutschen bezeichnete das Wort „sprinze" oder „sprinzel" häufig den Sperber, einen Greifvogel – ähnlich wie andere Felsformationen im Pfälzerwald oft nach dort heimischen Tieren benannt wurden. Eine zweite Deutung führt das Wort auf „sprenkeln" zurück, also eine gefleckte Struktur – passend zum unregelmäßig ocker, rot und braun gemusterten Buntsandstein der Region. Welche Deutung tatsächlich zutrifft, lässt sich urkundlich nicht mehr lückenlos klären; beide Namensspuren haben sich über Jahrhunderte im alemannisch-fränkischen Sprachraum erhalten.

Wandern im Gebiet

Der Dickenberg und die Sprinzel liegen im Einzugsgebiet gleich mehrerer bekannter Wanderwege: Der Premiumwanderweg Busenberger Holzschuhpfad führt durch die Region ebenso wie der Rundwanderweg Nr. 27.

Ein guter Ausgangspunkt für den Aufstieg zur Sprinzel liegt an der B 427 zwischen Busenberg und Dahn (auch über Reichenbach erreichbar), an kleinen Parkmöglichkeiten am Waldrand. Von dort führt ein malerischer, steiler Pfad hinauf auf den Grat des Dickenberges – nach etwa 20 bis 30 Minuten Gehzeit steht man direkt auf den Felsen der Sprinzel.

Wer stattdessen vom Wanderparkplatz Schindhardt startet, kann den Dickenberg mit den Eilöchlfelsen zu einer kurzen Abenteuertour verbinden.

Die Tour lässt sich ideal mit einem Besuch der nahen Burgruine Drachenfels verbinden, samt Einkehr in der unterhalb gelegenen Drachenfelshütte des Pfälzerwald-Vereins.

Anreise zum Ausgangspunkt

Busenberg liegt im Dahner Felsenland, im südlichen Pfälzerwald (Wasgau), unweit der Burg Drachenfels. Die Anreise mit dem Auto führt über die B 427 zwischen Busenberg und Dahn – kleine Parkmöglichkeiten am Waldrand entlang dieser Strecke dienen als praktischer Ausgangspunkt für den Aufstieg zur Sprinzel und zum Dickenbergturm.

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Eilöchelfelsen: Verborgenes Felsriff im Wasgau

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Wer den Eilöchel bei Busenberg sucht, findet ihn nicht auf den ersten Blick – der Wald hat sich in den letzten Jahrzehnten enger um dieses Felsriff gelegt, sodass sich manche seiner Türme heute nur noch zwischen den Stämmen zeigen.

Der Eilöchel: Namensgebender Fels mit steinernem Auge

Der Eilöchel, auch Eilöchelfels genannt, misst rund 315 Meter und bildet zusammen mit mehreren benachbarten Felsformationen ein zusammenhängendes, teilweise dreigipfliges Riff. Es zieht sich nördlich des westlichen Ortsausgangs von Busenberg in Richtung Schindhard durch den Wald.

Seinen Namen verdankt der Fels einem charakteristischen, eiförmigen Felsfenster – einem „Auge", das die Verwitterung über lange Zeit in den Sandstein gezeichnet hat.

Die Felstürme: Vier Formationen, ein Riff

Von Ost nach West reihen sich am Eilöchel gleich vier markante Felsformationen aneinander:

  • Busenberger Turm – der östlichste Punkt der Formation
  • Schindharder Turm – direkt westlich anschließend
  • Reichenbacher Turm – der westlichste der drei unmittelbar benachbarten Türme
  • Eilöchelfels – etwas abgesetzt weiter westlich gelegen

Rund 100 Meter westlich des Eilöchelfels liegt zudem der Abschiedsfels – der letzte Ausläufer dieser stillen Felsenlandschaft.

Geologie: Buntsandstein, geformt von Erosion

Wie so viele Felsformationen im Dahner Felsenland bestehen auch die Eilöchelfelsen aus Buntsandstein, den Erosion über Jahrmillionen zu bizarren Formen, Riffs und Türmen geschliffen hat. Die zunehmende Waldverdichtung der letzten Jahrzehnte hat dazu geführt, dass Teile der Felsen heute von dichtem Baumbestand umgeben sind – ein Grund, warum dieser Ort deutlich unberührter wirkt als die bekannteren Felsen der Region.

Klettern und Wandern

Eingebettet in waldreiche Umgebung, zählen die Eilöchelfelsen zu den weniger bekannten Wander- und Klettergebieten der Pfalz. Wer sie erleben möchte, findet den passenden Ausgangspunkt bei einer Wanderung ab Schindhard.

Wanderungen im Gebiet

Die Eilöchelfelsen lassen sich ideal mit einer Erkundung des benachbarten Dickenbergs und der Sprinzelfelsen verbinden. Eine passende Route dafür ist die Wanderung Kleine Runde über den Dickenberg mit Abenteuertour zu den Eilöchelfelsen" – eine kompakte Tour, die neben dem markierten Busenberger Holzschuhpfad auch einen unmarkierten, orientierungsanspruchsvollen Abschnitt direkt zu den Türmen des Eilöchel führt.

Anreise zum Ausgangspunkt

Mit dem Auto:

Aus Richtung Landau / Pirmasens (über die B 10): Auf der Bundesstraße B 10 bis zur Ausfahrt Hinterweidenthal / Dahn, von dort auf die B 427 Richtung Dahn / Bad Bergzabern.

Weiter nach Schindhard: Hinter Dahn führt die B 427 direkt weiter nach Schindhard. Am Ortsrand ist der Wanderparkplatz Schindhard ausgeschildert – ein guter Startpunkt für die Erkundung der Eilöchelfelsen und der umliegenden Wälder.

Aus Richtung Süden (Bad Bergzabern / Bergzabern Land): Ebenfalls über die B 427, durch das Lautertal westwärts über Vorderweidenthal und Bundenthal direkt nach Schindhard.

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Buhlsteine (Puhlsteine): Verwunschener Felsgrat im Wasgau

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Wer die Buhlsteine (Puhlsteine) bei Busenberg sucht, findet einen der stillsten Felsgrate im Wasgau – ein Ort, dessen poetischer Name Wanderer bis heute zu Legenden vom versteinerten Liebespaar inspiriert, obwohl die Wahrheit vermutlich nüchterner ist.

Lage und Charakter: Ein Riff zwischen zwei Dörfern

Die Buhlsteine liegen im Dahner Felsenland, nahe den Gemeinden Busenberg und Oberschlettenbach, eingebettet in die dichten Wälder des Wasgaus. Es handelt sich um ein langgezogenes, markantes Buntsandsteinriff, das sich über einen bewaldeten Bergrücken zieht – ähnlich wie der Rödelstein oder die Sprinzel, mit den für den pfälzischen Sandstein typischen, windgeprägten und ungewöhnlich geformten Felswänden.

Im Vergleich zu stark besuchten Zielen wie der Burg Drachenfels oder dem Berwartstein herrscht an den Buhlsteinen meist eine ruhige, fast abgeschiedene Atmosphäre – ein echter Geheimtipp für alle, die ursprüngliche Natur suchen.

Der Buhlsteinpfeiler: Das Highlight des Massivs

Am südlichen Gipfel erhebt sich der Buhlsteinpfeiler – eine fast 60 Meter hohe, senkrecht aufragende Wand aus Buntsandstein. Seine gesicherte Aussichtsplattform liegt nahezu genau gegenüber der Burg Berwartstein und zählt zu den beeindruckendsten Ausblicken der Region: Das 220-Grad-Panorama reicht vom Adelsberg über die Burg Lindelbrunn und die Burgen Berwartstein und Drachenfels bis zum Eyberg.

Für Kletterer zählt der Pfeiler zu den anspruchsvollsten Zielen im Gebiet. Der bekannte „Buhlsteinpfeiler-Weg" führt hier entlang, mit Quergängen und exponierten Kanten. Bekannte Routen wie die „Novemberkante" erreichen Wandhöhen von 40 bis 50 Metern – und wie es sich für die Pfalz gehört, findet sich auch hier ein traditionelles Wand- beziehungsweise Gipfelbuch.

Die Buhlsteinkette: Kammweg über vier Abschnitte

Entlang des vollständig bewaldeten Bergkamms verläuft die sogenannte Buhlsteinkette – keine einzelne Klippe, sondern eine rund 500 Meter lange, durchgehende Felskette aus rotem Buntsandstein. Ein Pfad mit zahlreichen Zickzack-Passagen führt von Fels zu Fels über den Grat. Entlang des Buntsandsteinriffs finden sich immer wieder Felsdurchstiege, sodass man auf schmalen Pfaden beide Seiten aus wechselnden Blickwinkeln erkunden kann.

Der Grat gliedert sich in mehrere charakteristische Abschnitte:

Der Buhlstein-Doppelgipfel – im zentralen Bereich teilt sich der Fels in zwei dicht nebeneinanderliegende Gipfel. Erosionsbedingte Risse und Klüfte im Buntsandstein schufen diese Kamin- und Spaltenstruktur. Kletterer bewegen sich hier je nach Route über schmale Felsköpfe oder durch enge Schluchten – oben wartet die obligatorische Gipfelhülse mit Gipfelbuch.

Der Buhlsteingrat – der verbindende, felsige Kamm, der sich quer über das Massiv zieht: ein echter Gratweg im Mittelgebirge mit stellenweise alpinem Charakter. Der Wanderweg verläuft am Fuß des Buntsandsteinriffs, während die Hänge zu beiden Seiten steil abfallen.

Der Buhlstein-Ostgrat – weniger begangen, dafür umso ursprünglicher, erstreckt er sich in östlicher Richtung zum Oberschlettenbacher Tal und Bühlhof-Gebiet. Bewaldet, mit kleineren Felsklippen und Riffstufen.

Namensherkunft: Die Sage vom versteinerten Liebespaar

Der Name Buhl stammt aus dem Mittelhochdeutschen und leitet sich vom Wort „buhle" für Liebhaber, Buhler oder Geliebter ab. Weil dieser Name so poetisch klingt und die wild in den Himmel ragenden Felsnadeln – wie der Doppelgipfel oder der Pfeiler – etwas Mythisches an sich haben, entstand im Volksmund gerne die Geschichte vom versteinerten Liebespaar oder verzauberten Gestalten, die hier einst verweilt haben sollen.

Sprachwissenschaftlich hat der Name allerdings oft einen prosaischeren Hintergrund: In alten Flurnamen wurden abgelegene, einsame oder „buhlend" – also isoliert aus der Landschaft herausragende – Felsen oder Waldstücke oft so bezeichnet. Ebenso denkbar ist ein schlichter Verweis auf Grundstücke, die einst im Besitz einer Person namens Buhl waren.

Offizieller Name: Puhlstein

In offiziellen Kartenwerken wie dem Landschaftsinformationssystem Rheinland-Pfalz wird das Felsmassiv häufig unter dem Namen Puhlstein geführt (gelegentlich auch Budelstein). Im alltäglichen Sprachgebrauch und auf Wanderwegweisern ist dagegen meist von den Buhlsteinen die Rede. Der bewaldete, kegelförmige Rücken des Puhlstein erreicht eine Höhe von rund 448 Metern.

An beiden Enden der Kette liegt jeweils ein offizieller Aussichtspunkt: im Süden der Buhlsteinpfeiler mit seiner 220-Grad-Rundumsicht bis zur Burg Berwartstein, im Norden ein weiterer Aussichtspunkt mit beeindruckendem Blick in den Wasgau.

Naturschutz

Da die felsigen Steilhänge und Nischen im Wasgau wichtigen Lebensraum für bedrohte Tierarten bieten, kann es im Frühjahr zu Felssperrungen kommen – zum Schutz brütender Vögel wie des Wanderfalken. Dies gilt für viele Felsen der Region gleichermaßen.

Wanderungen im Gebiet

Die Buhlsteine lassen sich hervorragend über stille Waldwege und Pfade erkunden, oft im Rahmen längerer Touren rund um Busenberg, Oberschlettenbach oder zum Lindelbrunn-Massiv. Der Weg dorthin führt durch schattige Mischwälder, vorbei an moosbewachsenen Felsen.

Mehrere Wanderwege führen unmittelbar an den markanten Felsen vorbei: darunter der zertifizierte Premiumwanderweg Busenberger Holzschuhpfad sowie die speziell ausgeschilderte Puhlstein-Tour.

Anreise zum Ausgangspunkt

Wer das Felsenriff erkunden möchte, hat meist zwei bewährte Zugänge zur Auswahl:

Über den Holzschuhpfad oder die Puhlstein-Tour: Als Höhepunkt auf dem zertifizierten Premiumwanderweg Busenberger Holzschuhpfad oder auf der speziell ausgeschilderten Puhlstein-Tour. Gängige Ausgangspunkte sind der Parkplatz „Hexenplätzel" in Busenberg oder ein Wanderparkplatz im Erlenbachtal.

Direkter Aufstieg aus dem Erlenbachtal: Über einen steilen, verschlungenen Zick-Zack-Pfad durch die Ostflanke direkt hinauf zum Buhlsteinpfeiler – alternativ von Busenberg aus entlang des Grats.

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Langwalder Felsen: Schroffes Riff im Bärenbrunner Tal

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Wer im Bärenbrunner Tal unweit von Busenberg unterwegs ist, gerät unweigerlich in den Bann eines der schroffsten Felsgebilde des Wasgaus: die Langwalder Felsen mit ihrem markanten Pferchfeldturm – Buntsandstein, der über Jahrmillionen zu einer wahren Kletterkathedrale geformt wurde.

Namen und Lage: Drei Bezeichnungen, ein Massiv

Hinter den Begriffen „Langwalder Felsen", „Pferchfeldfels" und „Pferchfeldturm" verbirgt sich im Wesentlichen dieselbe ausgedehnte Felsformation. Das umliegende Waldgebiet bei Busenberg trägt den Namen Langenwald – daher der Name Langwalder Felsen –, während die offizielle Bezeichnung des Naturdenkmals Langenwalderfelsen lautet.

Das Massiv liegt im malerischen Bärenbrunner Tal, unweit von Busenberg, nahe dem Bärenbrunnerhof und der Bärenbrunnermühle.

Beeindruckende Dimensionen: Ein Grat aus rotem Buntsandstein

Das Felsenriff erstreckt sich als mehrere hundert Meter langer, hoch aufragender Grat aus den sogenannten Trifels-Schichten des roten Buntsandsteins. Das Hauptmassiv erreicht stellenweise eine Höhe von bis zu 55 Metern. Der vorgelagerte, markante Pferchfeldturm an der Südwand misst immer noch beeindruckende 39 Meter.

Die Wände sind überwiegend senkrecht bis überhängend und zeigen die für die Region typischen, faszinierenden Wabenstrukturen (Tafoni) sowie feine, sanduhrförmige Vertiefungen und Risse – Spuren jahrmillionenlanger Erosion, die dem Gestein seine unverwechselbare Textur verleihen.

Ein Paradies für Kletterer

Das Pferchfeldmassiv genießt unter Sportkletterern einen hervorragenden Ruf. Rund 70 klassische Kletterrouten in verschiedenen Schwierigkeitsgraden – von leicht bis sehr anspruchsvoll – erschließen den Fels. Bekannte historische Routen am Pferchfeldturm und an der Südwand sind unter anderem die „Dritte Rampe" (IV+), die „Große Südverschneidung" (VI-) sowie der „Kleine Südriss" (VI+). Am Pferchfeldturm findet sich zudem ein klassisches Gipfelbuch – typisch für die Kletterkultur der Pfalz.

Zum Schutz der Felsen kann es im Frühjahr zu temporären Klettersperrungen kommen, um brütende Vögel wie den Wanderfalken zu schützen.

Wandern und Erreichbarkeit

Auch für Wanderer ist das Felsenriff zugänglich: Ein steiler, schmaler Pfad führt vom Waldrand nahe der Bärenbrunner Mühle hinauf zum Massiv. Die Region rund um das Bärenbrunner Tal, den Langenwald und das Pferchfeldmassiv lässt sich gut über lokale und zertifizierte Wanderwege erreichen – etwa den Busenberger Holzschuhpfad. Verglichen mit der unmittelbaren Umgebung der bekannteren Burgen im Dahner Felsenland wirkt diese Gegend deutlich ruhiger und ursprünglicher.

Anreise zum Ausgangspunkt

Das Bärenbrunner Tal liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, unweit von Busenberg. Die Anreise erfolgt am besten über die B 427, die den Wasgau von Dahn über Busenberg bis Bad Bergzabern durchquert. Von Busenberg aus führen kleinere Zufahrtsstraßen ins Bärenbrunner Tal zur Bärenbrunnermühle bzw. zum Bärenbrunnerhof – von dort startet der steile Aufstieg zu den Langwalder Felsen und dem Pferchfeldturm.

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Galgenfelsen: Stille Sandsteinformation beim Bühlhof

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Wer auf dem Weg zum Bühlhof bei Oberschlettenbach unterwegs ist, stößt fast unweigerlich auf ein kleines, aber eindrückliches Naturdenkmal: die Galgenfelsen – versteckt im grünen Wald, mit einem Namen, der von einer dunkleren Vergangenheit erzählt.

Die Felsen: Filigrane Schichtung im Wasgau-Sandstein

Die Galgenfelsen, auch Galgenstein genannt, bestehen aus zwei kleinen, aber attraktiven Buntsandstein-Felsformationen am Rand des Wandergebiets rund um den Bühlhof. Geologisch bestechen sie durch feine, fast filigrane Schichtungen des rot- bis ockerfarbenen Wasgau-Sandsteins. Versteckt im dichten Wald und umgeben von umgestürzten Bäumen, die das Bild noch urwüchsiger wirken lassen, entdeckt man sie fast beiläufig.

Die Wegkreuzung: Ein historischer Knotenpunkt

In unmittelbarer Nähe der Felsen liegt eine bedeutende Kreuzung mehrerer Wanderwege, auf Karten oft als „Abzweig Bühlhof/südlich Galgenfelsen" verzeichnet – auf etwa 348 Metern Höhe. An diesem Punkt treffen gleich mehrere klassische Wanderstrecken der Region zusammen.

Namensherkunft: Vom Richtplatz zum Naturdenkmal

Wie viele Flurnamen im Pfälzerwald tragen auch „Galgenstein" und „Galgenfelsen" einen historischen Hintergrund. Solche Bezeichnungen deuten meist auf ehemalige Richtstätten, Grenzpunkte oder Gerichtsplätze – sogenannte Hochgerichte – aus früheren Zeiten hin. Heute erinnert davon nichts mehr: Das Gebiet gilt längst als reines Natur- und Wanderdenkmal, eingebettet in ruhige, unaufgeregte Wälder.

Wanderungen im Gebiet

Die Galgenfelsen und der Bühlhof sind feste Stationen auf mehreren bekannten Wanderstrecken der Südpfalz. Der Oberschlettenbacher Höhenweg – sowie seine kürzere Variante – führt direkt an den Felsen und dem Bühlhof vorbei, ebenso der Busenberger Holzschuhpfad. Auch der Wasgau-Felsenweg sowie verschiedene thematische Rundwege berühren dieses Gebiet, das sich ideal mit Zielen wie dem Lindelbrunn oder den Buhlsteinen verbinden lässt.

Anreise zum Ausgangspunkt

Oberschlettenbach liegt im südlichen Pfälzerwald (Wasgau), im Landkreis Südwestpfalz, unweit von Busenberg und Vorderweidenthal. Die Region ist am besten über die B 427 erreichbar, die den Wasgau von Dahn über Busenberg bis nach Bad Bergzabern durchquert. Von dort führen kleinere Zufahrtsstraßen nach Oberschlettenbach und zum Bühlhof, der als praktischer Ausgangspunkt für Wanderungen zu den Galgenfelsen und den umliegenden Zielen dient.

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Löffelsberg und Löffelsbergfelsen: Kammweg mit Felsentor im Wasgau

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Wer den Löffelsberg bei Busenberg erwandert, bewegt sich auf schmalem Grat durch eine der stilleren Felslandschaften des Wasgaus – vorbei an moosbewachsenen Steintürmchen und mitten durch ein natürliches Felsentor.

Lage und Landschaft: Zwischen drei Dörfern

Der etwa 445 Meter hohe Löffelsberg liegt vollständig auf dem Gebiet der Gemeinde Busenberg, rund zwei Kilometer nordöstlich des Ortszentrums. Im Norden grenzt das malerische Bärenbrunner Tal an, im Osten liegt Oberschlettenbach, im Westen Schindhard. An der Ostseite des Berges entspringt der Erlenbach, der von dort aus durch das namensgebende Tal fließt.

Der bewaldete Berg steht in enger Nachbarschaft zu den bekannten Buhlsteinen, dem Eichelberg mit dem Hasentisch und dem Dickenberg mit der Sprinzel – weiteren markanten Felsformationen des östlichen Wasgaus.

Die Löffelsbergfelsen: Festung aus Buntsandstein

Charakteristisch für den Berg sind die bis zu 26 Meter hohen Buntsandsteinfelsen am Ostgrat und am südlichen Abhang – sie ragen wie eine natürliche Festung aus dem Mischwald heraus.

Für Kletterbegeisterte gelten die Löffelsbergfelsen als beliebtes, wenn auch ruhigeres Klettergebiet im Vergleich zu großen Hotspots wie dem Langenwald. Rund 16 klassische Kletterrouten, überwiegend bis Schwierigkeitsgrad VI nach UIAA, erschließen den festen Wasgau-Sandstein.

Das Felsentor: Naturschauspiel im roten Buntsandstein

Ähnlich wie am Sprinzelfelsen findet sich auch an den Löffelsbergfelsen ein durch Verwitterung entstandenes, torähnliches Felsentor im roten Buntsandstein. Beim Wandern auf den schmalen Pfaden entlang der Felswand passiert man dieses natürliche Felstor direkt.

Der Kammweg: Steintürmchen am Grat

Ein reizvoller, naturnaher Pfad führt direkt über den Kamm und den Gipfel des Löffelsbergs. Moosbedeckte Steinpyramiden säumen den Weg.

Aussicht: Drei Blickpunkte, ein Gipfel

Von den Löffelsbergfelsen aus bietet sich eine hervorragende Aussicht auf die Burg Drachenfels, Schindhard und die Langenwalderfelsen.

Ein weiterer besonderer Blick öffnet sich hinüber zu den Langwalder Felsen (Pferchfeldmassiv) im Bärenbrunner Tal: Man blickt unmittelbar auf die bis zu 55 Meter hohen, gegenüberliegenden Felswände und erkennt die dichten, unberührten Wälder des Wasgaus, die sich durch die Talsenken ziehen.

Ein Aussichtspunkt im Osten des Löffelsbergs eröffnet zudem ein weites Panorama über Berge und Täler des Wasgaus. Bei klarer Sicht reicht der Blick sogar bis zu den Burgen Lindelbrunn und Madenburg.

Wanderungen im Gebiet

Der Löffelsberg wird von zwei bekannten Premium- und Erlebniswanderwegen durchquert: dem zertifizierten Busenberger Holzschuhpfad, der hier durch die eindrucksvolle Felslandschaft verläuft, sowie dem anspruchsvollen Wasgau-Felsenweg, der auf seiner großen Runde durch den östlichen Pfälzerwald unter anderem den Rödelstein, den Haselstein, die Buhlsteine und den Löffelsberg miteinander verbindet.

Anreise zum Ausgangspunkt

Busenberg liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, im Landkreis Südwestpfalz. Die Anreise erfolgt am besten über die B 427, die den Wasgau von Dahn über Busenberg bis Bad Bergzabern durchquert. Von Busenberg aus führen Wanderwege in Richtung Bärenbrunner Tal und hinauf zum Löffelsberg – ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung von Kammweg, Felsentor und den umliegenden Aussichtspunkten.

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Hasentisch: Der Felstisch auf dem Haukenberg

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Wer auf dem Haukenberg bei Busenberg unterwegs ist, stößt fast beiläufig auf eine kleine geologische Kuriosität: den Hasentisch – einen Felsen, der aussieht, als hätte ihn jemand eigens für eine Rast in dieser Form gemeißelt.

Der Haukenberg: Nachbar des Eichelbergs

Der Haukenberg (ca. 370 m) erhebt sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Eichelberg. Zusammen mit dem Eichelbergkamm bildet er eine zusammenhängende, waldreiche Hügel- und Felslandschaft im Wasgau. Als fester Bestandteil der offiziellen Eichelberg-Tour wird der Haukenberg auf dem rund 3 Kilometer langen Rundweg um den Eichelberg gestreift.

Hasentisch oder Eichelsbergtürmchen: Ein Name, zwei Traditionen

Der formschöne, markante Felstisch trägt gleich zwei Namen. Im Volksmund heißt er meist Hasentisch oder Hasenteller – ein Name, der von seiner charakteristischen Form herrührt: ein massiver Kopf auf schmalem Sockel, der tatsächlich an einen Tisch oder Teller erinnert. In Kletterkreisen und Wanderführern wird er dagegen offiziell meist als Eichelsbergtürmchen geführt.

Entstehung: Ein Pilzfelsen aus Buntsandstein

Die ungewöhnliche Form ist das Ergebnis jahrtausendelanger, selektiver Verwitterung – Wollsackverwitterung und Winderosion haben hier ganze Arbeit geleistet. Weil die unteren Gesteinsschichten des Sandsteins oft weicher sind als die oberen, nagt die Verwitterung dort stärker, sodass mit der Zeit ein massiver „Kopf" auf einem vergleichsweise schmalen Sockel entsteht – eine sogenannte Pilzfelsen-Formation, wie sie typisch für den Wasgau und das Dahner Felsenland ist. Besonders eindrücklich zeigt sich diese Kraft der Verwitterung im Sockel selbst: Dort hat sie ein großes Felsenfenster in den Stein gehöhlt, durch das man förmlich hindurchblicken kann.

Aussicht: Blick nach Schindhard

Vom Hasentisch aus öffnet sich ein freier, wunderschöner Blick nach Osten und Nordosten hinüber ins Tal Richtung Schindhard, mit dem Kapellenfelsen, der den Ort überragt, sowie ein weiter Blick über die bewaldete Hügellandschaft des Pfälzerwaldes.

Zustieg und Wanderungen im Gebiet

Der ideale Ausgangspunkt für den Weg zum Eichelsbergtürmchen liegt in Busenberg am Sportplatz beziehungsweise beim nahegelegenen Kelterhaus, wo sich auch der Wanderparkplatz Hexenplätzel befindet. Von dort führt der Zustieg über den Felsrücken in nördliche Richtung – für die knapp 1 Kilometer lange Strecke mit rund 80 Höhenmetern braucht man etwa 15 Minuten Gehzeit.

Da Eichelberg, Eichelbergplatte, Lourdes-Grotte und Hasentisch nah beieinander auf demselben Bergrücken liegen, lässt sich der Felstisch hervorragend in eine bestehende Wanderung einbauen. Auf anspruchsvolleren Touren wie der großen Buhlsteine-Löffelsberg-und-Hasentisch-Runde ist er zudem ein beliebtes Etappenziel.

Anreise zum Ausgangspunkt

Busenberg liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, im Landkreis Südwestpfalz. Die Anreise mit dem Auto erfolgt am besten über die B 427, die den Wasgau von Dahn über Busenberg bis Bad Bergzabern durchquert. Ausgangspunkt für den Zustieg zum Hasentisch ist der Sportplatz beziehungsweise das Kelterhaus in Busenberg, direkt beim Wanderparkplatz Hexenplätzel.

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Nonnenfels: Wo Wanderer und Kletterer sich die Aussicht teilen

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Es gibt Felsen, die man nur mit Seil und Sicherung bezwingt – und es gibt den Nonnenfels. Am Ende des Bärenbrunner Tals gelegen, öffnet er sich auch jenen, die kein Kletterer sind: Ein Umweg über die Rückseite, ein wenig Mut in der Höhe, und schon steht man oben, mit dem ganzen Tal zu Füßen.

Der Trick mit der Rückseite

Während sich die Vorderseite des Nonnenfels als schroffe, senkrechte Wand präsentiert – ein Ziel für Kletterer mit Seil und Erfahrung –, verrät die Rückseite ein Geheimnis: schmale Felsbänder, die sich ohne technische Kletterei erklimmen lassen. Kein Klettergurt nötig, aber Vorsicht ist Pflicht: Die Bänder sind ungesichert, und wer schwindelfrei ist sowie sicher auftreten kann, wird mit einem der schönsten Panoramen des Dahner Felsenlandes belohnt – ein Meer aus Wald, durchbrochen von Fels, so weit das Auge reicht.

Ein Fels mit zwei Gesichtern

Was für Wanderer ein lohnender Abstecher ist, gilt für Kletterer als Pilgerort. Die Vorderseite des Nonnenfels zählt zu den bedeutendsten Kletterzielen der gesamten Südpfalz, mit Routen, die seit Jahrzehnten Geschichten schreiben. Diese beiden Seiten, die zugängliche Rückseite und die anspruchsvolle Front, machen den Nonnenfels zu einem Ort, an dem sich zwei völlig unterschiedliche Arten des Naturerlebens begegnen – ein Grund mehr, ihn auf einer Wanderung durchs Tal einzuplanen.

Wenn der Fels zum Festplatz wird

Einmal im Jahr verändert sich der Charakter des Ortes vollständig: Im Mai versammeln sich die Pfälzer Kletterer zu ihrem traditionellen Fest. Tagsüber dominiert das Klettern, doch mit der Dämmerung beginnt etwas anderes – die umliegenden Felsmassive werden beleuchtet, und der sonst so stille Talschluss verwandelt sich für eine Nacht in eine leuchtende Bühne mitten im Wald.

Wandern im Gebiet

Der Nonnenfels liegt inmitten einer Region, die von zahlreichen weiteren Felsformationen geprägt ist – darunter Honigfels, Klosterfels und die Schandariefelsen. Wer den Aufstieg zum Nonnenfels mit den übrigen Felsen des Tals verbinden möchte, findet in der Tour Felsenrunde im Bärenbrunner Tal: Sieben Felsriesen, ein Wandertag eine passende Route.

Anreise zum Ausgangspunkt

Das Bärenbrunner Tal liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, unweit von Busenberg. Mit dem Auto erreicht man die Region am besten über die B 427, die von Dahn über Busenberg bis nach Bad Bergzabern führt. Von Busenberg aus zweigt eine kleine, einspurige Straße ins Bärenbrunner Tal ab, die direkt zum Bärenbrunnerhof führt – von dort beginnt der kurze Weg zum Fels.

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Schandariefelsen: Stille Felstürme am Ende des Bärenbrunner Tals

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Ganz am Talschluss des Bärenbrunner Tals, dort wo der Wald am stillsten wird, wartet eine Kette kleiner Felstürme auf ihre Entdeckung: die Schandariefelsen – reizvoll, ursprünglich, und mit einem Gipfel, den man besser nicht betritt.

Eine Kette kleiner Türme

Das Felsmassiv gliedert sich in mehrere charakteristische Abschnitte, die sich von Süd nach Nord und von Ost nach West aneinanderreihen. Direkt oberhalb der PK-Hütte erhebt sich der Hüttenfels – ein kleines, traditionsreiches Gipfeltürmchen, das bei Bergfreunden längst als gemütlicher Rastplatz gilt. Weiter nördlich schließen sich der Bug und das Nördliche Türmchen an, bevor man den eigentlichen Schandarie-Hauptturm mit seinem Vorgipfel und dem umliegenden Hauptmassiv erreicht.

Der gesperrte Gipfel: Ein Wackelblock mit Geschichte

Eine Besonderheit prägt den Hauptfelsen: Sein markanter Gipfelkopf gilt als stark verwittert und instabil – schlicht der „Wackelblock" genannt. Wegen akuter Bruchgefahr und fehlender sicherer Abseilmöglichkeiten wurde er von den Behörden offiziell für das Betreten und Besteigen gesperrt. Kletterer meiden diesen Bereich heute konsequent und respektieren die Sperrung als Teil des respektvollen Umgangs mit dem brüchigen Wasgau-Sandstein.

Klettercharakter: Ruhig, feingliedrig, ursprünglich

Im Vergleich zu den großen, stark frequentierten Wänden des Bärenbrunner Tals, allen voran dem Klosterfels, herrscht an den Schandariefelsen eine deutlich ruhigere, urtümlichere Atmosphäre. Neben klassischen Kletterlinien bietet der angrenzende Wald auch kleinere Boulderbereiche. Wer hier klettert, braucht neben Technik vor allem Feingefühl: Der rötliche Buntsandstein zeigt sich hier oft feingliedrig und brüchiger als an den bekannteren Felsen der Umgebung.

Wandern im Gebiet

Die Schandariefelsen liegen eingebettet in eine Region, die von zahlreichen weiteren Felsformationen geprägt ist – darunter Honigfels, Sternfels und Klosterfels. Ein schmaler Wanderpfad führt von der PK-Hütte (Kletterhütte) hinauf zum Gipfelplateau der Schandariefelsen. Wer den ruhigen Talschluss des Bärenbrunner Tals erkunden möchte, findet in den Schandariefelsen einen naturnahen Anlaufpunkt abseits der großen Touristenströme, ideal für Wanderer, die es etwas stiller mögen. Eine schöne Möglichkeit, diesen stillen Winkel mit den übrigen Felsformationen des Tals zu verbinden, bietet die Tour Felsenrunde im Bärenbrunner Tal: Sieben Felsriesen, ein Wandertag.

Anreise zum Ausgangspunkt

Das Bärenbrunner Tal liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, unweit von Busenberg. Die Anreise mit dem Auto erfolgt am besten über die B 427, die den Wasgau von Dahn über Busenberg bis Bad Bergzabern durchquert. Von Busenberg aus zweigt eine kleine, einspurige Straße ins Bärenbrunner Tal ab, die direkt zum Bärenbrunnerhof führt. Unweit des Gasthofs führt ein Wirtschaftsweg vorbei an der PK-Hütte (der Hütte der Pfälzer Kletterer), von wo aus ein schmaler Pfad in nördlicher Richtung direkt zu den Felsen führt – rund 900 Meter zu Fuß.

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Honigfels: Turm mit überhängender Krone im Bärenbrunner Tal

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Wer den Honigfels im nördlichen Bärenbrunner Tal erreicht, steht vor einem Stück Klettergeschichte – Buntsandstein, seit über hundert Jahren erklommen, mit einem Kopf, der sich trotzig zur Seite reckt. Auch auf einer Wanderung durchs Tal lohnt sich der Blick auf diesen markanten Turm.

Mittendrin im Felsenreigen

Der Honigfels (auch Honigfelsen oder kurz „Der Honig" genannt) liegt in unmittelbarer Nähe des Bärenbrunnerhofs, im nördlichen Bereich der Gemarkung Busenberg. Rundherum reihen sich weitere bekannte Felsen des Tals: Klosterfels, Nonnenfels, Pferchfeldfels und Schandariefelsen liegen alle in Reichweite – ein Wandergebiet, das auf kleinem Raum gleich mehrere Felsformationen bündelt.

Ein Turm mit überhängender Krone

Der Honigfels besteht aus den sogenannten Trifels-Schichten des Buntsandsteins, mit einer durchschnittlichen Höhe von etwa 16 Metern – an den markantesten Stellen erreicht er bis zu 23 Meter. Verwitterung hat dem Fels über die Zeit eine unverkennbare Form verliehen: Der Schaft steigt fast senkrecht auf, während sich der obere Teil überhängend zur Seite neigt – als würde der Fels den Kopf recken. Die feine horizontale Schichtung des Gesteins zieht sich wie Ringe um den ganzen Turm und macht ihn schon vom Wanderweg aus zu einem markanten Blickfang.

Klettergeschichte: Seit 1922 erschlossen

Die Erstbesteigung des Honigfels gelang 1922 den Brüdern Fritz und Theo Mann aus Ludwigshafen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde ein Gipfelbuch eingerichtet, in das sich erfolgreiche Seilschaften bis heute eintragen. Über 20 Routen, meist anspruchsvoll, erschließen den Fels – darunter Klassiker wie der Normalweg (VI-), der luftige „Flug des Albatros" (VII+) und das gefürchtete „Pfälzer Sanduhrdrama" (IX-).

Kletterstruktur: Vielfalt im rötlichen Gestein

Die überhängende Kopfpartie sorgt an einigen Stellen für spektakuläre Wandstrukturen, die andere Anforderungen stellen als flache Plattenwände. Das Massiv gliedert sich in einen Hauptgipfel sowie mehrere kleinere Vorbauten. Die Kletterei reicht von anspruchsvollen Riss- und Verschneidungspassagen bis zu technisch komplexer Wandkletterei im feingliedrigen, rötlichen Buntsandstein – ein vielseitiges Terrain, das den Honigfels bis heute zu einem festen Bestandteil des Klettergebiets Pfälzerwald macht.

Wandern im Gebiet

Westlich des Honigfels verläuft ein Abschnitt des Rundwanderwegs Hauensteiner Nr. 1 – geführt auf einer ehemaligen Militärstraße, die heute als ruhiger Schotter- und Forstweg dient und das Bärenbrunner Tal mit den umliegenden Anhöhen verbindet. Von dort eröffnen sich attraktive Ausblicke über den Bärenbrunnerhof und die weitläufigen Wälder des Wasgaus. Wer den Honigfels mit weiteren Felsformationen des Tals verbinden möchte, findet in der Tour Felsenrunde im Bärenbrunner Tal: Sieben Felsriesen, ein Wandertag eine passende Route.

Anreise zum Ausgangspunkt

Das Bärenbrunner Tal liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, unweit von Busenberg. Die Anreise mit dem Auto erfolgt am besten über die B 427, die den Wasgau von Dahn über Busenberg bis Bad Bergzabern durchquert. Von Busenberg aus zweigt eine kleine, einspurige Straße ins Bärenbrunner Tal ab, die direkt zum Bärenbrunnerhof führt, der als praktischer Ausgangspunkt für die Erkundung des Honigfels und der umliegenden Felsen dient.

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Bärenbrunner Pfaffenfels: Felsriff im Bärenbrunner Tal

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Im Schatten des berühmten Klosterfels fristete der Pfaffenfels lange ein eher unauffälliges Dasein – dabei bietet dieses langgestreckte Riff im hinteren Bärenbrunner Tal Wanderern weit mehr, als sein früherer Ruf vermuten ließ.

Ein Riff mit mehreren Gesichtern

Statt eines einzelnen, kompakten Felsens erwartet einen hier ein ganzes Ensemble: Das Untere Massiv, ein Mittelgipfel und das Obere Massiv reihen sich zu einem zusammenhängenden Buntsandsteinriff, das an seiner höchsten Stelle rund 37 Meter misst. Wer den Wanderpfad den Hang hinaufsteigt, bewegt sich also nicht an einem einzigen Punkt, sondern entlang eines ganzen Streifens aus Fels – ein abwechslungsreicher Abschnitt für alle, die auf ihrer Wanderung durchs Bärenbrunner Tal gerne innehalten und die Formation aus verschiedenen Blickwinkeln erkunden.

Vom Sorgenkind zum Geheimtipp

Der Pfaffenfels hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Über Jahre galten viele seiner Wege als überholt, in Kletterkreisen wenig charmant „alte Gurken" genannt. Mittlerweile sind zahlreiche dieser historischen Linien saniert und wiederbelebt – der Fels hat sich still und leise zu einer ruhigeren Alternative im sonst gut besuchten Tal gemausert. Auch für Wanderer bleibt davon einiges: eine Wand, deren Struktur den charakteristischen südpfälzer Buntsandstein besonders anschaulich zeigt und sich ideal für einen Zwischenstopp mit Fotomotiv anbietet.

Aussicht hinüber zum Klosterfels

Direkt benachbart liegt der weithin bekannte Klosterfels – und genau diese Nähe macht den Aufstieg zum Pfaffenfels besonders reizvoll. Von oben öffnet sich der Blick auf den Nachbarfelsen und das dicht bewaldete Tal. Ein schmaler Pfad zieht sich am Riff entlang hinauf zum Gipfelplateau auf dem Sandberg. Wer hier unterwegs ist, sollte wissen: Die Felsbänder verlaufen ungesichert und schmal – es braucht hier trockenes Wetter, festen Tritt und einen kühlen Kopf in der Höhe. Wer weitere Felsformationen der Region verbinden möchte, findet in der Tour Felsenrunde im Bärenbrunner Tal: Sieben Felsriesen, ein Wandertag eine passende Route.

Anreise zum Ausgangspunkt

Das Bärenbrunner Tal liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, unweit von Busenberg. Mit dem Auto erreicht man die Region am besten über die B 427, die von Dahn über Busenberg bis nach Bad Bergzabern führt. Von Busenberg aus zweigt eine kleine, einspurige Straße ins Bärenbrunner Tal ab, die direkt zum Bärenbrunnerhof führt – von dort aus starten die Wege zum Pfaffenfels und den übrigen Felsen dieses stillen Talabschnitts.

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Sorgenbergmassiv: Versteckte Felstürme zwischen Busenberg und Erfweiler

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Wer abseits ausgetretener Pfade wandert, zwischen Busenberg und Erfweiler durch stillen Wald streift, findet ihn nur, wenn er ihn sucht: das Sorgenbergmassiv – zwei Felstürme, versteckt am Hang, fernab der bekannten Wanderwege.

Im Übergang zweier Täler

Das Sorgenbergmassiv, auch Sorgenbergfelsen oder historisch Wolfshorn genannt, liegt im Übergangsbereich zwischen Busenberg und Erfweiler, im Bärenbrunner beziehungsweise Erfweiler Tal. Geografisch bildet die Formation eine zweigipflige Felsgruppe am Westhang, unterhalb des Südostkamms des Eichelbergs – ein lohnendes Ziel für Wanderer, die abseits der Hauptrouten unterwegs sind.

Zwei Türme, ein Massiv

Wer auf dem schmalen Pfad näher herantritt, erkennt: Das Sorgenbergmassiv gliedert sich in den Westlichen Sorgenbergturm und den Östlichen Sorgenbergturm, wobei Letzterer den Hauptteil der Formation bildet. Die Felsen erreichen Höhen von etwa 8 bis 21 Metern und prägen mit ihrer stillen Präsenz den umliegenden Wald.

Der Westliche Sorgenbergturm: Die Wolfshörner

Der Westliche Sorgenbergturm, oft synonym für die gesamte Anlage verwendet und historisch auch als Wolfshörner bekannt, zählt zu den eher versteckten, wilderen Felsformationen am Westhang des Eichelbergs. Er erhebt sich etwa 20 Meter hoch aus dem bewaldeten Hang – ein ruhiger Rastpunkt für Wanderer, die das Sorgenbergmassiv auf ihrer Route entdecken, fernab stark frequentierter Ausflugsziele.

Wandern im Gebiet: ein echter Geheimtipp

Die Sorgenbergfelsen liegen abseits der großen Hauptwanderwege wie dem Busenberger Holzschuhpfad und werden meist nur von jenen wahrgenommen, die gezielt die schmalen Forst- und Pfadspuren zwischen dem Bärenbrunner Tal und dem Eichelberg-Sattel nutzen. Wer diesen Wanderweg wählt, wandert durch dichten Mischwald, vorbei an moosbewachsenem Gestein – ein echter Geheimtipp für alle, die auf ihren Wanderungen im Wasgau abseits der bekannten Routen unterwegs sein möchten. Wer das Sorgenbergmassiv mit weiteren Felsformationen der Region verbinden möchte, findet in der Tour Felsenrunde im Bärenbrunner Tal eine passende Route.

Anreise zum Ausgangspunkt

Das Sorgenbergmassiv liegt versteckt im Wald und ist von der Bärenbrunner Straße aus erreichbar – entweder vom östlichen Ende Erfweilers oder knapp vor dem Bärenbrunnerhof. Die Zugangswege für Wanderer führen über ansteigende Forstwege und schmale Waldpfade, die zum Sattel unterhalb des Eichelbergs hinaufführen. Die Region liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald; mit dem Auto ist sie am besten über die B 427 zwischen Dahn und Bad Bergzabern erreichbar.

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Sternfels: Die schlanke Felsnadel im Bärenbrunner Tal

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Mitten im hinteren Bärenbrunner Tal, wo der Wald am dichtesten steht, ragt der schmale Turm aus Stein des Sternfels empor. Er ist anders als seine wuchtigen Nachbarn, und doch kaum zu übersehen: der Sternfels.

Ein schlanker Außenseiter im Tal der Riffe

Während das Bärenbrunner Tal vor allem für seine langgestreckten Felsriffe bekannt ist, spielt der Sternfels (auch Sternfelsen genannt) in einer eigenen Liga. Statt sich als breite Wand oder massives Riff zu präsentieren, steht er als eigenständiger, spitz zulaufender Fels im Wald – fast wie ein Solitär zwischen den großen Riffen der Umgebung. 

Nachbarschaft bekannter Felsen

Gelegen unweit des Bärenbrunnerhofs, reiht sich der Sternfels in eine ganze Kette bekannter Felsformationen ein: Honigfels, Pferchfeldfels und der Klosterfels liegen alle in unmittelbarer Nähe. Wer sich für einen dieser Felsen interessiert, stößt fast zwangsläufig auch auf die anderen – das Bärenbrunner Tal bündelt hier auf engem Raum gleich mehrere Ziele für Wanderer und Kletterer.

Zustieg und Wandern im Gebiet

Der dichte Mischwald rundum sorgt dafür, dass der Sternfels selten von Weitem sichtbar ist. Erst auf den schmalen Pfaden, die sich vom Talboden den Hang hinaufziehen, taucht er unvermittelt auf – bemoost, einsam, wie aus der Zeit gefallen. Genau darin liegt sein Reiz: Er steht für die stille, unaufgeregte Seite des Bärenbrunner Tals, abseits der bekannteren Ausflugsziele.

Vom Bärenbrunnerhof aus ist der Sternfels schnell erreicht: Ein ruhiger Waldpfad führt in rund 15 Minuten über etwa 400 Meter und knapp 80 Höhenmeter Richtung Süden hinauf zum Fels. Da Honigfels, Pferchfeldfels und Klosterfels alle in Reichweite liegen, lässt sich der Abstecher zum Sternfels problemlos mit einer größeren Erkundung der Felsenlandschaft im Bärenbrunner Tal verbinden. Eine ideale Route stellt die Felsenrunde im Bärenbrunner Tal dar.

Gestein und Klettercharakter

Wie so viele Felsen des Wasgaus besteht auch der Sternfels aus rötlichem, verwittertem Buntsandstein. In der Kletterszene ist er kein Unbekannter, wird aber deutlich seltener besucht als der belebte Hotspot Klosterwand – eher ein Fels für alle, die es ruhiger mögen. Wer hier klettert, braucht die für das Bärenbrunner Tal typische Technik: sauberes Reiben und Klemmen im Riss, statt kraftvoller Griffzüge.

Anreise zum Ausgangspunkt

Das Bärenbrunner Tal liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, unweit von Busenberg. Mit dem Auto erreicht man die Region am besten über die B 427, die von Dahn über Busenberg bis nach Bad Bergzabern führt. Von Busenberg aus zweigt eine kleine, einspurige Straße ins Bärenbrunner Tal ab, die direkt zum Bärenbrunnerhof führt – dem idealen Ausgangspunkt für den kurzen Aufstieg zum Sternfels.

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Klosterfels: Kult-Kletterwand im Bärenbrunner Tal

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Wer den Klosterfels im hinteren Bärenbrunner Tal erreicht, steht vor einer der höchsten zusammenhängenden Felswände der Südpfalz – und vor einem Stück Klettergeschichte, das seit den 1970er-Jahren Generationen von Sportkletterern anzieht.

Der Klosterfels (auch Klosterwand genannt) liegt am hinteren Ende des Bärenbrunner Tals, in der Gemeinde Busenberg – in unmittelbarer Nähe zum Bärenbrunner Pfaffenfels und Nonnenfels, einem weiteren Grund, warum dieser schattige Talgrund als ideales Ziel für Kletter- und Wanderausflüge gilt.

Eine der höchsten Wände der Südpfalz

Der Klosterfels erreicht an seinen höchsten Stellen bis zu 41 Meter und zählt damit zu den höchsten freistehenden Felswänden der Region. Der Fels gliedert sich im Wesentlichen in zwei Bereiche: die markante Talseite mit der Süd-Westwand und die Ostseite. Die Süd- und Westseite zeigt im Mittelteil sehr glatten, steilen Sandstein, der weiter oben von einem imposanten Gipfeldach abgeschlossen wird. Die Ostseite bietet schattigere Wandbereiche nahe der Talseite, die in bewaldete Felszonen übergehen.

Kletter-Mekka: Die legendäre Klosterwand

In der Kletterszene genießt der Klosterfels Kultstatus, zentraler Schauplatz der Pfälzer Freikletter-Bewegung der 1970er- und 1980er-Jahre. Die namensgebende Route „Klosterwand" (VI+) gilt als eine der abwechslungsreichsten Klettereien ihres Schwierigkeitsbereichs in der Pfalz und vereint sämtliche Elemente des südpfälzischen Buntsandsteins: Risse, Verschneidungen, Plattenkletterei, Quergänge und zum Abschluss ein spektakuläres Dach – ein perfektes Zusammenspiel aus feinem Reibungstritt, Riss- und Verschneidungskletterei sowie Ausdauer bei den Dachausstiegen.

Naturschutz

Zum Schutz nistender Wanderfalken oder Uhus kann es in der ersten Jahreshälfte, meist von Februar bis Juni, zu teilweisen oder vollständigen Sperrungen des Klosterfelsens kommen.

Wandern im Gebiet

Unterhalb des Felsens verläuft ein schmaler Pfad, von dem aus sich der imposante Anblick der über 40 Meter hohen, rötlich schimmernden Felswände genießen lässt. Der Klosterfels liegt auf der Felsenrunde im Bärenbrunner Tal: Sieben Felsriesen, ein Wandertag.

Anreise zum Ausgangspunkt

Das Bärenbrunner Tal liegt im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, unweit von Busenberg. Die Anreise mit dem Auto erfolgt am besten über die B 427, die den Wasgau von Dahn über Busenberg bis Bad Bergzabern durchquert. Von Busenberg aus führt eine kleine Zufahrtsstraße ins Bärenbrunner Tal zum Bärenbrunnerhof, wo Parkmöglichkeiten bestehen. Von dort führt der Weg über die Campingwiese, biegt links ab und mündet in einen kurzen, steilen Anstieg von rund 500 Metern Länge und knapp 60 Höhenmetern – in etwa 10 Minuten bewältigt. Am Ende dieses Anstiegs erhebt sich der massive Fels.

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Bärenbrunner Hof: Historischer Biohof und Wanderziel im Wasgau

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Am Talschluss des Bärenbrunnertals, dort wo der Wald sich für einen Moment öffnet und Wiesen freigibt, liegt der Bärenbrunner Hof – ein denkmalgeschützter Vierseithof, der seit Generationen zwischen Landwirtschaft, Gastlichkeit und Klettersport vermittelt. Wer im Pfälzerwald unterwegs ist, kommt an diesem Ort kaum vorbei: Er ist Rastplatz, Ausgangspunkt und stilles Geschichtsbuch zugleich.

Ein Ort mit langer Geschichte

Wo heute der Hof steht, lag im 14. Jahrhundert das Dorf Bärenbrunn – ein kleines Siedlung, die der Dreißigjährige Krieg vollständig auslöschte. Jahrzehntelang blieb die Stelle eine Wüstung, bis 1712 der Adlige Philipp Heinrich Eckebrecht von Dürckheim dem Landwirt Nikolaus Lorch aus Bergzabern die Ländereien per Erbbestandsbrief überließ – gegen eine jährliche Erbpacht von 50 Gulden. Lorch legte den heutigen Hof sowie eine Mühle an, die einst weiter talabwärts stand.

Mit der Französischen Revolution änderte sich das Bild erneut: Die adligen Güter in der Kurpfalz wurden enteignet und versteigert. Später prägten mennonitische und amische Familien das Anwesen – ihre Nachfahren bewirtschaften den Hof zum Teil bis heute. So verbindet der Bärenbrunner Hof mehrere Jahrhunderte pfälzischer Siedlungsgeschichte an einem einzigen, stillen Flecken Wald.

Bio-Landwirtschaft, Gasthof und Hofladen

Heute wird der Bärenbrunner Hof als Biobauernhof mit angeschlossener Gaststätte geführt. Im Inneren sorgt ein Bullerofen für gemütliche Wärme, rund 80 Sitzplätze laden zum Verweilen ein; wer die Sonne sucht, findet auf der großzügigen Terrasse mit etwa 90 Plätzen seinen Platz. Auf den Tisch kommt biologische, regionale und saisonale Küche – dazu selbstgebackener Kuchen, der nach einer Wanderung durch den Pfälzerwald genau richtig schmeckt.

Wer mehr mitnehmen möchte als nur die Erinnerung an die Aussicht, wird im hofeigenen Laden fündig: Brot aus dem Holzofen, Fleisch- und Wurstwaren aus hofeigener Schlachtung, Eier und weitere Bio-Produkte direkt vom Erzeuger – ein kleines Stück gelebte Landwirtschaft zum Mitnehmen.

Zentrum des Kletterns im Pfälzerwald

Der Bärenbrunner Hof ist längst nicht mehr nur Wander- und Gasthofstation, sondern auch ein Fixpunkt für Sportkletterer. Ein Outdoorladen (Bärenhöhle) direkt am Hof versorgt Kletternde mit Ausrüstung. Rundherum erheben sich markante Felsen wie die Klosterwand, der Nonnenfels und der Honigfelsen – Namen, die unter Kletterern im gesamten Wasgau einen guten Klang haben.

Wer übernachten möchte, findet am Hof Ferienwohnungen sowie einen Zeltplatz – ideal, um das Bärenbrunnertal nicht nur für einen Tag, sondern für mehrere zu erkunden.

Wandern im Bärenbrunnertal

Rund um den Hof erschließt sich eines der eindrucksvollsten Felsenreviere des Wasgaus. Wer die Gegend nicht nur besuchen, sondern intensiv durchwandern möchte, findet mit der Felsenrunde im Bärenbrunner Tal: Sieben Felsriesen, ein Wandertag die passende Tour – sieben markante Felsformationen, verbunden zu einer abwechslungsreichen Tageswanderung mitten durch dieses stille Tal.

Der Bärenbrunner Hof eignet sich dabei sowohl als Ausgangspunkt einer Rundwanderung als auch als willkommene Raststation unterwegs – ein Ort, an dem man nach Stunden im Wald wieder ankommt, bevor es zurück auf den Pfad geht.

Öffnungszeiten & Praktische Infos

Bio-Gasthof

  • Geöffnet: Mittwoch bis Sonntag
  • Warme Küche: täglich 12:00–18:00 Uhr
  • Ruhetage: Montag und Dienstag (Ausnahme: Gruppen und Feiern nach Absprache)
  • Betriebsurlaub möglich, z. B. im August – vorab informieren lohnt sich

Hofladen (Bioland-Produkte & Fleisch)

  • Geöffnet: Freitag und Samstag, 10:00–18:00 Uhr (ca. Februar bis Weihnachten)
  • Außerhalb der Öffnungszeiten: Eier und Wurstwaren im Selbstbedienungs-Vorraum erhältlich (i. d. R. nur Barzahlung)
  • Website: baerenbrunnerhof.de

Anreise & Parken

Der Bärenbrunner Hof liegt am Talschluss des Bärenbrunnertals und gehört verwaltungstechnisch zur Gemarkung Busenberg – am besten erreicht man ihn jedoch von Schindhard aus über eine schmale Straße durchs Ta. Parkplätze stehen dort ausreichend zur Verfügung.

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Eichelberg bei Busenberg: Eichelbergplatte, Kreuzfels, Drei Steine

Wasgau
, Pfälzerwald , Deutschland
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Direkt bei Busenberg erhebt sich der Eichelberg – ein Geheimtipp im Dahner Felsenland, an dem sich Aussicht, Fels und Stille auf engstem Raum begegnen. Wer hier hinaufsteigt, findet keine einzelne Attraktion, sondern gleich mehrere: die Eichelbergplatte, den Kreuzfels und die markante Formation der Drei Steine.

Eine Landschaft aus Wald und Fels

Der Eichelberg schmiegt sich an die waldreiche Hügellandschaft des Wasgaus und liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Burgruine Drachenfels. Zusammen prägen beide die typische Topografie dieser Gegend: dichter Mischwald, Bergkuppen und Täler und immer wieder freistehende Buntsandsteinfelsen, die zwischen den Bäumen hervortreten.

Die Eichelbergplatte: Aussicht mit Sitzbank

Ein schmaler Felsenpfad führt vom Wanderparkplatz Hexenplätzel am Hang des Eichelbergs entlang. Auf dem Wanderweg begegnet man zudem bizarr überhängenden Felsgruppen und einer kleinen Lourdes-Grotte. Zunächst erreicht man einen ersten Rastplatz mit Blick über die Dächer von Busenberg. Nur wenige Minuten weiter, nach einem kurzen Abstecher um einen kleinen Fels herum, erreicht man die eigentliche Eichelbergplatte mit Sitzbank: Hier weitet sich der Blick noch einmal deutlich, weit nach Osten in den Pfälzerwald hinein, nahezu geradlinig bis zur Burgruine Drachenfels und dem Buchkammerfels.

Kreuzfels: Gipfelkreuz über den Dächern von Busenberg

Über den Dächern von Busenberg thront der Kreuzfels, auch Kreuzeckfelsen genannt. Seinen Namen verdankt er einem Gipfelkreuz, das in der Advents- und Weihnachtszeit sogar beleuchtet wird. Am Fuß des Felsens liegt eine kleine Mariengrotte.

Hinter der Eichelbergplatte führt ein schmaler Stichweg auf luftigem Grat hinauf zum Kreuzfels. Der Kammweg verläuft dabei zwischen rechts und links steil abfallenden Felsen, gesäumt von knorrigen Bäumen und Heidekraut; Schwindelfreiheit ist hier gefragt.

Vom Felsplateau öffnet sich die direkte Sicht zur mächtigen Burgruine Drachenfels und über das gesamte Dorf Busenberg. Nach mehreren Sanierungen und Felsfreilegungen zählt der Kreuzfels heute auch bei Kletterern zu den beliebten Zielen im Buntsandstein.

Drei Steine: Felsmassiv mit drei Gipfeln

Nördlich und oberhalb von Busenberg liegt das langgestreckte Riff der Drei Steine – geologisch eine Einheit mit dem westlich anschließenden Kreuzfels, mit dem es über einen Verbindungsgrat verbunden ist. Das Massiv gliedert sich in Ost-, Mittel- und Westgipfel.

Als Teil der Eichelbergfelsen zählen die Drei Steine zu den offiziellen Kletterfelsen im Dahner Felsenland. Die Routen liegen vor allem an den Südseiten; im Vergleich zu den bekannten Hotspots geht es hier ruhiger zu.

Wer weiter oben am Eichelberg unterwegs ist, stößt zudem auf den Eichelturm, ein verwittertes Buntsandsteinriff mitten im Wald.

Wandern im Gebiet

Die Felsen am Eichelberg lassen sich über mehrere Routen erkunden. Die Felsentour: Eichelberg, Haukenberg und Hasentisch verbindet die Formationen zu einer ausgedehnteren Wanderung, während die Eichelberg-Tour: Leichte Runde mit Blick auf Busenberg als kurzer Premium-Wanderweg auch für weniger geübte Wanderer geeignet ist. Wer die gesamte Felsenwelt rund um Busenberg erleben möchte, findet mit dem Busenberger Holzschuhpfad: Felsen, Burgen und weite Blicke im Wasgau eine ausgedehnte Route durch die gesamte Region.

Anreise

Mit dem Auto: Von der B 10 folgt man der Ausfahrt Richtung Annweiler am Trifels, Bad Bergzabern. Weiter geht es auf der B 427 durch das Dahner Felsenland, vorbei an Hinterweidenthal und Dahn, bis nach Busenberg.

Der Wanderparkplatz Hexenplätzel liegt direkt am Fuß des Berges und dient als offizieller Ausgangspunkt für Wanderungen in diesem Gebiet – von dort führen schmale Pfade direkt hinauf zu Eichelbergplatte, Kreuzfels und den Drei Steinen.

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Kahlenberg im Dahner Felsenland – Aussichtsberg über dem Pfälzerwald

Wasgau
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Zwischen den Ortschaften Schindhard im Süden und Erfweiler im Norden erhebt sich der Kahlenberg – mit knapp 399 Metern ein markanter Aussichtsberg im südlichen Pfälzerwald, mitten im Dahner Felsenland. Über seinen Rücken verläuft die Gemeindegrenze zwischen den beiden Dörfern, während der eigentliche Gipfel auf Erfweiler Gemarkung liegt. Nach Nordwesten setzt sich der Höhenzug über Rauberg und Eichelberg fort, im Westen begleitet ihn das Tal des Langenbachs, im Norden das Breitenbachtal.

Vollständig bewaldet, trägt der Kahlenberg dennoch ein unverwechselbares Merkmal: ein rund 200 Meter langes Felsband aus Buntsandstein, das sich wie ein rötliches Band durch das Grün zieht – typisch für die gesamte Region.

Aussichtspunkte am Kahlenberg: Wasgaublick und Felsenlandblick

Trotz seines dichten Waldkleids öffnen sich am Kahlenberg immer wieder überraschende Fenster in die Landschaft. Das Gipfelplateau ist als gesicherte Aussichtsplattform ausgebaut, teils über eine kurze Leiter erreichbar. Bei klarer Sicht schweift der Blick von hier bis zur berühmten Dahner Burgengruppe – Altdahn, Grafenstein und Tanstein – und weit über das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen.

Am Südwesthang lädt der Rastplatz Wasgaublick zum Verweilen ein. Wer einem der südlichen Ausläufer des Bergs folgt, entdeckt zudem den Felsenlandblick – einen echten Geheimtipp mit Blick auf das in seine Senke gebettete Schindhard mit dem Kapellenfelsen, besonders reizvoll im späten Nachmittagslicht.

Wandern am Kahlenberg

Der Kahlenberg ist bestens erschlossen und ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen im Dahner Felsenland. Von Süden führt der kürzeste Aufstieg vom Wanderparkplatz beim Sportplatz in Schindhard hinauf, von Norden erreicht man den Berg aus dem Breitenbachtal am Südrand von Erfweiler.

Über den Kahlenberg verläuft die achte Etappe des Pfälzer Waldpfads, eines zertifizierten Fernwanderwegs von 140 Kilometern Länge. Auch regionale Premiumwege wie der Felsenland Sagenweg und die Hahnenfels-Tour streifen den Berg oder führen direkt über ihn.

Besonders empfehlenswert ist der rund 11 Kilometer lange Wald-Erlebnisweg, der den Kahlenberg in eine abwechslungsreiche Rundtour durch die waldreiche Region um Schindhard und Busenberg einbindet. Entlang der Strecke sorgen gesicherte Aussichtsfelsen für weite Blicke über den Pfälzerwald, während der integrierte Vogellehrpfad am Eichelberg Wissenswertes über die heimische Vogelwelt vermittelt.

Anreise

Mit dem Auto

Schindhard liegt im südlichen Pfälzerwald, mitten im Wasgau, und ist über ein gut ausgebautes Straßennetz bequem zu erreichen. Von Pirmasens oder Landau kommend führt die B 10 zur Abfahrt Richtung Dahn / Bad Bergzabern, von wo aus man der L 427 folgt. Wer aus Richtung Dahn anreist, durchquert die Ortschaft und fährt am Industriegebiet Dahn-Reichenbach vorbei – ab dort weist die Beschilderung den Weg nach Schindhard. Aus Richtung Bad Bergzabern oder Busenberg gelangt man über dieselbe L 427 direkt in die Region.

Parken & Startpunkt

Direkt am Sportplatz Schindhard, am Ende der Burgstraße, lässt sich das Fahrzeug bequem abstellen. Von Dahn kommend biegt man am Ortseingang von Schindhard ab und fährt hinauf zum Sportplatz – von dort startet der kürzeste Aufstieg zum Kahlenberg unmittelbar in den Wald.